11:17:56 | Montag, 19. Januar 2009
Den Herren wird ein dunkler Anzug mit weißem Hemd und dunkler Krawatte empfohlen, den Frauen das schwarze Kopftuch, das die Ohren verdeckt aber das Gesicht und die Augen hervorhebt.

In der alten Messe soll die Frau ihr Haupt bedecken.
© Lawrence OP, CC(kreuz.net) Er habe tiefe emotionale Gründe, um an den Wochenenden in seine Heimatstadt Pavia südwestlich
von Mailand zurückzukehren.
Das erklärte der Ex-Kommunist und italienische Journalist Carlo Rossella
(66) am 23. Oktober im italienischen Wochenmagazin ‘Panorama’.
Rossella war in der Vergangenheit Chefredaktor
der Tagesschau des italienischen Staatssenders ‘Rai 1’, der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’ und des Wochenmagazins
‘Panorama’.
Einer der Gründe für Rossellas Wochenende in Pavia ist die Alte Messe, die Monsignore Gianfranco
Poma jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der Kirche San Giovanni Domnarium zelebriert.
Hw. Poma ist Bibliker
und Professor am Priesterseminar. Er organisierte die Messe zusammen mit einer Gruppierung Intellektueller.

Der italienische Journalist Carlo Rossella
Kein Tadel vom BeichtvaterRossella erklärt, die Sonntagsmesse aus religiöser Pflicht immer zu besuchen.
Er bezeichnet sich als praktizierender Katholik: „Ich habe aber die Messe in der Ortsprache nie gemocht –
das heißt: die nachkonziliare Messe“.
Er sei in der tridentinischen Messe zur katholischen Religion
erzogen worden: „Die neue Messe habe ich immer als einen furchtbaren Riß empfunden.“
Der Journalist
bekennt: „Ich habe die Berufungskrise und alles, was seither in der Disziplin und dem Leben der Priester
geschehen ist, immer der Abschaffung der lateinischen Sprache, des Gregorianischen Chorals und des geheimnisvollen
Ritus der Alten Messe zugeschrieben.“
Darum habe er in der Vergangenheit oft und gerne an traditionalistischen
oder lefebvristischen Messen teilgenommen: „Mein Beichtvater hat mich deswegen nie getadelt.“
Beim schwarzen
Adel beliebtWährend seiner Aufenthalte in Paris besuchte Rossella immer und gerne die „großartigen
lateinischen Messen“ in der traditionalistischen Kapelle Saint Dominique in der Rue de Pernéty.
Der
Journalist erinnert auch daran, daß die Alte Messe in Rom beim schwarzen Adel beliebt ist: „Die Prinzessin
Alessandra Borghese läßt sich keine einzige entgehen.“
Die beste Alte Messe in Italien ist – so Rossella –
jene, die täglich in der Chiesa della Misericordia in Turin zelebriert wird.
Auch in der Via Leccosa
direkt hinter dem Palazzo Borghese in Rom habe man sich alle Mühe gegeben, um einen glanzvollen Alten
Ritus – „sehr Ancien Régime“ – zu zelebrieren.
Im Vatikan rede man dagegen nur hinter vorgehaltener
Hand über die lateinische Messe: „Aber es gibt auch in der Kirchenleitung solche, welche diese Messe
mit Freude und im Geiste einer Widereroberung zelebrieren.“
Kein finsterer AtheistRossella glaubt,
daß der Gläubige optimistisch und heiterer ist als der Agnostiker oder gar der Atheist.
Der Journalist
hatte keine Schwierigkeiten, sich nach der Rückkehr zur Alten Messe wieder an ihr Ritual zu gewöhnen:
„Ich hatte den Ablauf der Messe des Heiligen Pius V. ganz vergessen – doch nachdem ich an zwei oder drei
Messen teilgenommen hatte, brauchte ich das Büchlein mit den lateinischen Antworten schon nicht mehr.“
Nach Angaben von Rossella wollte auch die US-amerikanische Sängerin Madonna an der Alten Messe teilnehmen:
„Elton John begeistert sich am Gregorianischen Choral“.
Der Rauchmantel im AnmarschFür Rossella betrifft
die Rückkehr zur Tradition nicht nur die Messe, sondern auch die Eucharistische Segensandacht mit dem
Tantum Ergo, dem prächtigen Rauchmantel, der großen Menge von Weihrauch, dem Weihwasser und dem Salve
Regina.
In gewissen Pfarreien kehre man auch zu den Beerdigungen mit schwarzen Meßgewändern und lateinischen
Litaneien für die Verstorbenen zurück – berichtet er: „Die tridentinische Messe ist ein wahrer Genuß
für den Geist.“
Sie besitze auch ihre eigene Ästhetik: „Den Herren wird ein dunkler Anzug mit weißem
Hemd und dunkler Krawatte empfohlen – den Frauen das schwarze Kopftuch, das die Ohren verdeckt aber das
Gesicht und die Augen hervorhebt.“ Für Mädchen sei dagegen ein helles Kopftuch angebracht.
Rossella
kennt auch den einzigen Nachteil der Alten Messe im Vergleich zum Neuen Ritus – ihre Länge:
„Wenigstens
zwanzig Minuten mehr – weil man den Lieben Gott in der Alten Messe um viel mehr Dinge bittet.“
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haher 00:48:04 | Samstag, 31. Januar 2009
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Tolerant 01:41:06 | Freitag, 23. Januar 2009
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derLeser 01:23:04 | Freitag, 23. Januar 2009
#29
Tolerant 01:15:54 | Freitag, 23. Januar 2009
#28
Anirac 23:07:46 | Donnerstag, 22. Januar 2009
#25
Tolerant 20:48:25 | Donnerstag, 22. Januar 2009
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Doriano 23:21:46 | Dienstag, 20. Januar 2009
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Fragender 23:14:54 | Dienstag, 20. Januar 2009
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Seminarist 17:50:08 | Dienstag, 20. Januar 2009
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Doriano 10:24:58 | Dienstag, 20. Januar 2009
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golfi 10:03:11 | Dienstag, 20. Januar 2009
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Gotthard 23:09:01 | Montag, 19. Januar 2009
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Galatea 21:16:24 | Montag, 19. Januar 2009
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Berti † 19:57:28 | Montag, 19. Januar 2009
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Funke 13:32:10 | Montag, 19. Januar 2009
#10
Funke 13:05:49 | Montag, 19. Januar 2009
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Funke 12:52:21 | Montag, 19. Januar 2009
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HBR 12:23:59 | Montag, 19. Januar 2009
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Copertino 11:35:06 | Montag, 19. Januar 2009