Klerus
Klerikaler Winterschlußverkauf
Schlechte Zeiten: Nach der seit Jahren mottenden Glaubenskrise rückt jetzt auch die Wirtschaftskrise der Kirche auf den Pelz.
Webseite der römischen Schneiderei Barbiconi
Webseite der römischen Schneiderei Barbiconi
(kreuz.net) Die klerikalen Schneidereien Roms meldeten für das Jahr 2008 einen Nachfrage- rückgang von bis zu 25 Prozent.

Das berichtete die ‘Wiener Zeitung’ mit Bezug auf das italienische Wirtschaftsblatt ‘Sole 24 Ore’.

Vor allem der italienische Markt schwächelt. Dagegen sei die Nachfrage von Gewändern für Geistliche aus dem Ausland stabil.

Die bekannte klerikale Schneiderei Barbiconi – im Zentrum Roms in der Nähe des Panteon – hat angesichts der Verkaufszahlen zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Winterschlußverkauf eingeführt. Damit soll die Nachfrage angekurbelt werden.

Die Firma wurde im Jahr 1815 gegründet.

Der Chef des Hauses, Francesco Barbiconi, hält diese Initiative allerdings selber für widersinnig: „Es ist aber eigentlich paradox, weil es in unserem Bereich keine alten und neuen Kollektionen gibt.“

Für Barbiconi beschränkt sich die Krise nicht auf Italien. Er führt den Umsatzrückgang vielmehr auf die geringere Zahl von ausländischen Geistlichen zurückzuführen, die nach Rom reisen: „Es gibt einfach weniger Besucher.“

In der Vergangenheit passierte es oft, daß ein amerikanischer Bischof nach Rom kam und bei uns Gewänder kaufte“, so Barbiconi.
      
21 Lesermeinungen
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#21   mens sana in corpore sano   07:07:43 | Sonntag, 15. März 2009
Umtausch
Ja und wenn dann noch der Herr aus Österreich zum Umtausch kommen muss, hat man das auch noch am Lager.
Aber besser in Rom das Lager voll, als das Mittelalter in Österreich.
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#20   Marcelus   18:03:47 | Samstag, 10. Januar 2009
Vielleicht bekommt die hl. Kirche noch einige neue Weihbischöfe der PBSPX,
nämlich entsprechend der weltweiten Verbreitung ohne Unterstützung durch die reguläre liberale Kirchenhierarchie …
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#19   Beatus Theophilus_89   11:43:27 | Samstag, 10. Januar 2009
Schöne Soutanen…
…gibts auch Sonderangebote wie Winterschlussverkauf und 50 % Rabatt?
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#18   Heggi   10:48:01 | Samstag, 10. Januar 2009
Biegerle
Was auch immer Sie sich leisten können, jedenfalls ist es keine Leistung, Adjektive mit Substantiven zu verwechseln. Tippfehler seien Ihnen allemal gegönnt, aber Sie stehen mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß.
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#17   Hódmezövásárhelykutasipuszta   23:55:02 | Freitag, 9. Januar 2009
widersinnige Firmengründung
Die Firma wurde im Jahr 1815 gegründet.
Der Chef des Hauses, Francesco Barbiconi, hält diese Initiative allerdings selber für widersinnig
Naja, ich mein, wenn der Chef die Gründung seiner Firma für widersinnig hält (und spontan sofort nach nur 194 Jahren zu dieser Erkenntnis gelangt), dann wundern mich keine Umsatzrückgänge dort.
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#16   Sohn der Witwe †   23:24:01 | Freitag, 9. Januar 2009
Ebay wäre eine gute Adresse,
denn dort wird ja bekanntlich alles verhökert :-P , was sich irgendwie zu Geld machen lässt!
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#15   Gotthard   21:46:48 | Freitag, 9. Januar 2009
Kleiderordnung
schon aus rein wirtschaftlichen Gründen muss die klerikale Kleiderordnung der Pius-Leute allgemein verbindlich eingeführt werden.
Wenn ich nur an die Cappa magna denke – der Königsweg für die gebeutelten römischen Schneider!
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#14   katharina1963   18:26:09 | Freitag, 9. Januar 2009
Danke …
… dass Sie die Kleriker deutscher Zunge auf diese erst- und einmalige Möglichkeit hinweisen!
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#13   Fischer   17:12:32 | Freitag, 9. Januar 2009
Wer soll denn die Kunstwerke der Kirche kaufen?
Das könnten doch – wenn überhaupt – nur die bösen Reichen tun. Oder? Wer kauft aber schon einen gotischen Altar? Oder eine auch eine barocke Monstraz? Wie würden sich übrigens die Preise entwickeln, wenn die Kunstwerke der Kirche auf den Markt kämen? Macht die Kirche nicht sehr viele Kunstwerke – in der Regel sogar kostenlos – allen, die es wollen, zugänglich? Könnte man durchaus als einen Dienst an den Armen sehen.
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#12   MartinBieger   16:29:39 | Freitag, 9. Januar 2009
Man sollte sich auch mal fragen
Ob diese ganzen Kirchenschätze alle Rechtmässig erworben sind.
Stichwort Inkagold.
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#11   Confiteor   16:26:55 | Freitag, 9. Januar 2009
Die arme Kirche
… das ist ein Märchen, um fromme Gemüter in den Bann zu ziehen und sie vom Liebsten zu befreien… :-[ :-[ :-[
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#10   noch ein Landorganist   16:20:24 | Freitag, 9. Januar 2009
Samurai
Mag der bauliche Zustand auch schlecht gewesen sein, an Architektur und v.a. Innenensembles wurde nicht ein Bruchteil dessen zerstört, was im „Goldenen Westen“ stattfand.
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#9   Samurai   16:18:12 | Freitag, 9. Januar 2009
Kirchen in der DDR in „wunderbar erhaltenem“ Zudstand?
Viele Kirchen in der DDR waren – sofern sie keine Vorzeigebauten waren – in einem bedauerlichen Zustand, weil die Partei nicht im Geringsten interessiert war in die Kirchen zu investieren.
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#8   MartinBieger   16:18:02 | Freitag, 9. Januar 2009
@Heggi
Da muss ich sie enttäuschen.Ich war mein Leben lang noch nicht Arbeitslos.Also nix mit Hartz IV.
Ich kann mir so einiges leisten.
@HBR…
Wie wäre es denn wenn man die RKK in eine Aktiengesellschaft umwandelt.Dann käme Geld in die Kasse.
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#7   noch ein Landorganist   16:15:45 | Freitag, 9. Januar 2009
Plunder raus aus den Kirchen!
Mein Traum würde wahr!
Raus mit den Ikeasitzmöbeln. Die kauft vielleicht sogar jemand fürs Gartenhaus.
Raus mit sinnlosen Mahltischen. Die passen gut in eine WG-Küche.
Raus mit dem Müll, der so „stilsicher“ :-D auf und vor den Mahltischen verstreut wird: Äste, Steine, Batiktücher, Boote, Fahrräder, sonstige Basteleien …
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#6   HBR   16:10:21 | Freitag, 9. Januar 2009
@MartinBieger
Wenn die Kirche mal etwas von ihrem Tafelsilber,ich meine ihre Kirchenschätze verkauft.
Dann käme auch Geld in die Kassen.
Dann steigen Ihnen aber die Traditionalisten aufs Dach, die das wieder als Zeichen der „nachkonziliaren Entgottung“ der Kirche sehen würden, wenn der Plunder verscherbelt wird.
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#5   Heggi   16:08:46 | Freitag, 9. Januar 2009
Biegerle
Und wer soll das kaufen? Sie wohl kaum, da Sie eher zur Kategorie „Hartz IV“ zählen.
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#4   noch ein Landorganist   16:08:00 | Freitag, 9. Januar 2009
Bei den Bistümern
… ist zuviel Geld in der Kasse leider eine scharfe Waffe in falschen Händen. Sieht man ja: wenn die Kirchensteuer sprudelt, wird umso mehr zerstörerischer Mist angerichtet.
In der DDR waren evangelische wie katholische Kirche ohne fette Geldsäckel. Die Folge: wunderbar erhaltene Kirchengebäude statt Terrormoderne.
Der Ausverkauf des angeblichen „Tafelsilbers“ ist ein alter Hut der Kirchenfeinde! *gähn*
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#3   MartinBieger   16:01:23 | Freitag, 9. Januar 2009
Wie wäre es denn
Wenn die Kirche mal etwas von ihrem Tafelsilber,ich meine ihre Kirchenschätze verkauft.
Dann käme auch Geld in die Kassen.
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#2   noch ein Landorganist   15:59:14 | Freitag, 9. Januar 2009
Wird man…
… unter VII-Klerikern nicht eher auf höhere Positionen berufen, wenn man eine Diözese ruiniert hat?
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#1   stimme der vernunft †   15:55:41 | Freitag, 9. Januar 2009
sic transit gloria mundi
In der Vergangenheit passierte es oft, daß ein amerikanischer Bischof nach Rom kam und bei uns Gewänder kaufte“, so Barbiconi.
Der sitzt jetzt wahrscheinlich im Knast, weil er seine Diözese in den Konkurs getrieben hat.
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