11:57:21 | Dienstag, 13. Januar 2009
Eine Welle von anstehenden Neuernennungen könnte die aus dem Lot geratene Kirche wieder auf den geraden Weg zurückbringen – fürchtet eine altliberale französischen Wochenzeitung.

In der Kurie stehen mehrere Ernennungen bevor.
(kreuz.net) Papst Benedikt XVI. beweist in seiner „Restaurationsstrategie im Zeichen der Unnachgiebigkeit“
Kohärenz.
Das erklärt die antikirchliche französische Wochenzeitschrift ‘Golias’ auf ihrer Webseite.
Als Teile dieser päpstlichen Strategie nennt ‘Golias’ die Rehabilitierung der Alten Messe, die Förderung
der knienden Mundkommunion, eine angebliche Relativierung der historisch-kritischen Bibelauslegung oder
jüngste päpstliche Personalentscheidungen.
Als Beispiele nennt ‘Golias’ die französischen Weihbischöfe
Mons. Nicolas Brouwet (46) von Nanterre, Mons. Raymond Centène (50) von Vannes und Mons. Jean-Pierre
Batut (54) von Lyon.
Alle drei seien „eifrige Verteidiger“ des Motu Proprio.
Der neue Bischof von Bayonne,
Mons. Marc Aillet (51) – ehemaliger Generalvikar der konservativen Diözese Toulon und Mitglied der neokonservativen
Priestergemeinschaft Saint-Martin – trägt, so ‘Golias’, die Soutane.
In diesem Zusammenhang erwähnt
‘Golias’ auch den neuen Präfekten der Liturgiekongregation und ehemaligen Erzbischof von Toledo, Antonio
Cañizares Llovera (63).
Dieser sei „gewiß kein Liturgiker“ – aber ein Hirte mit „strikt konservativen
Ansichten“.
In Spanien würden die beiden sehr „intransigenten“ Bischöfe, Mons. Demetrio Fernandez (58)
von Tarazona und Mons. Vicente Juan Segura (53) von Ibiza, als mögliche Nachfolger des Kardinals gehandelt.
‘Golias’ erinnert auch an die große Zahl amtierender Kurienkardinäle, die das Pensionsalter bereits
überschritten haben: Renato Raffaele Martino (Justitia et Pax), Kardinal Walter Kasper (Einheit der Christen),
Javier Kardinal Lozano Barragan (Krankenpastoral), Francis Kardinal Stafford (Apostolischer Pönitentiar).
Insbesondere verweist die Zeitung auf den altliberalen und einflußreichen Präfekten der Bischofskongregation,
Giovanni Battista Kardinal Re.
Dieser bremse gegenwärtig die „ultra-konservativen Ernennungen“ von Benedikt
XVI.
Die antikirchliche Zeitschrift rechnet auch mit dem bevorstehenden Abgang des Präfekten der Kleruskongregation,
Claudio Kardinal Hummes (74), und des Präfekten der Ordenskongregation, Franc Kardinal Rodé (74), dessen
schroffer Charakter „die Welt mehr und mehr zur Verzweiflung bringt“.
Auf der Liste der Rücktrittskandidaten
erscheine auch immer wieder der Präfekt der Glaubenskongregation, William Kardinal Levada (72).
Nach
Angaben von ‘Golias’ soll der Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell, als nächster Präfekt der
Bischofskongregation vorgesehen sein.
Bei der Nachfolge des ultraliberalen Erzbischofs von Brüssel,
Godfried Kardinal Danneels (75), habe der Vatikan dagegen „aus Furcht vor einem Aufstand“ auf die Kandidatur
des erfolgreichen Bischofs André Mutien Léonard (68) von Namur verzichtet.
Als Kompromißkandidaten
bezeichnet ‘Golias’ den Bischof von Tournai, Mons. Guy Harpigny (60), oder den „diplomatischen“ Bischof
von Antwerpen, Mons. Johan Bonny (53).
Von den Apostolischen Nuntien erhoffen sich nach Angaben von ‘Golias’
verschiedene ein Amt im Vatikan.
‘Golias’ nennt die Namen Mons. Fortunato Baldelli (73) in Frankreich,
Mons. Pietro Sambi (70) in den Vereinigten Staaten, Mons. Lorenzo Baldisseri (68) in Brasilien, Mons.
Adriano Bernardini (66) in Argentinien und Mons. Luigi Ventura (64) in Kanada.
Mons. Celestino Migliore
(56) – gegenwärtiger Nuntius bei der UNO – könne sich Hoffnungen auf den Päpstlichen Rat ‘Justitia
et Pax’ machen.
Mons. Jean-Claude Périsset (69) – Nuntius in Berlin – werde als Präsident des Einheitsrates
gehandelt und Mons. Manuel Monteiro de Castro (70) – Nuntius in Madrid – als Apostolischer Pönitentiar
gehandelt.
Auf der Liste der nächsten Kardinäle könnten nach römischen Gerüchten Mons. James Harvey
(59) – Präfekt des Päpstlichen Hauses – oder der Kurienbischof Brian Farrell (64) stehen. Mons. Farrell
gehört zu den Legionären Christi.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#18
Jotef 12:18:03 | Montag, 19. Januar 2009
#8
Heggi 14:11:31 | Dienstag, 13. Januar 2009