09:33:45 | Donnerstag, 15. Januar 2009
In einem kaum zu überbietenden perfiden Zynismus, beruft man sich auf den Namen eines alten Kinderliedes. Von Dr. Obeidullah El-Mogaddedi, Praktischer Arzt und Chirurg, Springe
(kreuz.net) Die oft bemühte „westliche Wertegemeinschaft“ versagt mit Blick auf Palästina auf ganzer
Linie. Sie verliert sich in Lippenbekenntnissen.
In diesem Punkt trifft sie sich bedauerlicherweise mit
vielen korrupten Staatslenkern der arabischen Welt.
Professor Moshe Zimmermann hat dies in den folgenden
Sätzen zusammengefaßt, deren Lektüre ich jedem dringend empfehle, bevor wieder über „Ursache und Wirkung“
gesprochen wird:
„Wer noch immer nicht den Unterschied zwischen Judentum, Zionismus und Israel, mithin
zwischen Antisemitismus, Antizionismus und Israel-Kritik begriffen hat, wird zwangsläufig miteinander
vermengen, was auseinander gehalten gehört.
Israel führt einen erbitterten Kampf gegen Hamas und Hezbollah.
Dieser Kampf hat seinen historischen Ursprung sowie seine aktuelle Begründung in der nahöstlichen Geopolitik
und im israelisch-palästinensischen Konflikt, nicht im Antisemitismus als solchem, schon gar nicht in
einem dem abendländischen vergleichbaren Antisemitismus.“Wenn die Bundesregierung Ursachen des Palästinakonflikts
anspricht, darf sie es sich bitte nicht bequem machen und nach der nächst besten Erklärung greifen.
Denn diese Selbstberuhigung stellt eine Beleidigung des allgemeinen Menschenverstandes dar.
Die französische
Regierung hat sich im aktuellen Krieg Israels gegen Gaza klüger verhalten. Dies sei nur am Rande vermerkt.
Die menschlichen Tiere sind geschlachtet

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Wenn der Bundeskanzlerin als höchste politische Repräsentantin
unseres Landes und unserer Regierung wirklich an einer Lösung des Konfliktes in Palästina gelegen ist,
dann soll sie sich an die israelische Regierung wenden, deren Verteidigungsminister Ehud Barak nach seinen
eigenen Worten einen „totalen Krieg bis zum bitteren Ende“ führen will.
Diese nihilistische Sprache
eines israelischen Politikers – dem die Türen zu den politischen Schaltzentren des Westens offen zu stehen
scheinen – läßt mich schaudern.
Denn aus seinen Worten steigt der unsägliche Geist einer furchtbaren
Vernichtungsideologie auf.
Daß Israels Verteidigungsminister Ehud Barak und Außenministerin Tsipi Livni
über die frisch angelegten Friedhöfe Gazas auch einen Kampf um die Wählergunst der israelischen Wählerschaft
führen, ist eine politische Praxis, die bei den Vertretern unseres Landes doch zumindest Ablehnung hervorrufen
sollte.
Die Kriegspolitik Israels hat sich längst von der Einsicht des ehemaligen Premierminister des
Landes, Jitzchak Rabin, verabschiedet, von dem nachfolgendes Zitat aus dem Jahr 1993 aus Anlaß des Osloer
Abkommen stammt:
„Wir sind dazu bestimmt, auf dem gleichen Boden, auf der gleichen Erde zusammenzuleben.
Es gab zu viel Blut und zu viele Tränen. Es reicht!“Für diese Haltung mußte Rabin am 4. November
1995 mit dem Tod bezahlen – getötet durch die Kugeln, die ein jüdischer Terrorist auf ihn abfeuerte.
Er traf ihn tödlich, als er das „Lied des Friedens“ sang.
Dreizehn Jahre später, am 4. November 2008
marschierten israelische Soldaten, zum wiederholten Mal während eines Waffenstillstandes in Gaza ein,
und erschossen, verletzten und entführten mehrere Palästinenser, darunter auch Frauen.
Israel stellte
mit dieser Verletzung der von Ägypten im Juni 2008 vermittelten Waffenruhe endgültig die Weichen für
den am 27. Dezember ausgerufenen Krieg gegen Gaza, dem man den Namen „Gegossenes Blei“ gegeben hat.
Das
ist ein kaum zu überbietender und perfider Zynismus, beruft sich dieser Name doch auf ein altes Lied,
das Kinder aus Anlaß des jüdischen Chanukka-Festes singen.
Der ehemalige Vorsitzende der jüdischen
Gemeinschaft von Schleswig Holstein Professor Rolf Verleger stellt aktuell und vollkommen zu Recht die
folgende Frage:
„Gibt die Tatsache, daß wir europäischen Juden Opfer eines großen Unrechts wurden,
dem jüdischen Staat vor Gott und den Menschen das Recht, nun anderen Unrecht zu tun? Das ist doch die
Frage. Und da macht es sich Frau Merkel ein bißchen einfach, wenn sie sagt, Israel hat immer Recht.“
Mit der pauschalen Unterstützung für Israels Kriegspolitik hat die Bundesregierung dem Ansehen der
Bundesrepublik Deutschland in der muslimischen Welt großen Schaden zugefügt und Israel einen gewaltigen
Bärendienst erwiesen, wie die Zukunft leider zeigen wird.
Millionen von Deutschen haben staatliches
Unrecht und Unterdrückung am eigenen Leib erduldet und erlebt, auch aus diesem Grund hätte ich von der
deutschen Bundesregierung mehr politisches Fingerspitzengefühl und Weitsicht erwartet.
Vielleicht überdenken
die deutsche Bundeskanzlerin und ihre Minister die offizielle Haltung Deutschlands zu Israels Krieg in
Gaza noch einmal.
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#26
Phillip 15:13:38 | Freitag, 16. Januar 2009
#22
Sohn der Witwe 11:21:14 | Freitag, 16. Januar 2009
#21
Franz Kappes 11:09:11 | Freitag, 16. Januar 2009
#20
HarroMeyer † 23:27:41 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#18
pangelingua 20:58:11 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#17
Marcelus 18:27:51 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#16
セルジフ 12:56:01 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#15
Abu 12:46:53 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#14
Elijahu † 12:21:08 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#12
Confiteor 11:54:54 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#11
HarroMeyer † 11:42:03 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#10
セルジフ 11:38:33 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#9
Confiteor 11:33:36 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#8
セルジフ 11:32:43 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#7
pangelingua 11:28:35 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#6
セルジフ 10:53:38 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#4
Friedrich Spee 10:34:34 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#3
Igor 10:27:25 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#2
セルジフ 10:09:42 | Donnerstag, 15. Januar 2009
#1
Berti † 09:47:20 | Donnerstag, 15. Januar 2009