Befreiungstheologie
Kardinal Arns erlitt einen Herzinfarkt
Der ehemalige Erzbischof von Sao Paulo befindet sich gegenwärtig im Spital. In den 80er Jahren war der deutschstämmige Prälat eine Ikone der damaligen marxistisch orientierten Befreiungstheologie.
(kreuz.net, Sao Paolo) Der ehemalige Erzbischof von Sao Paulo, Paulo Evaristo Kardinal Arns, wurde am 9. März wegen heftiger Schmerzen in der Brust in das kardiologische Institut eines Spitals in Sao Paulo eingeliefert. Die behandelten Ärzte stellten einen akuten Miokard-Infarkt mittlerer Stärke fest. Der Erholungsprozeß soll nach Angaben der Ärzte zufriedenstellend verlaufen. Kardinal Arns ist 83 Jahre alt. Sao Paulo ist die größte Stadt im Süden Brasiliens rund 80 Kilometer von der Küste entfernt.

Der brasilianische Kardinal gilt als eine der bedeutendsten Figuren der lateinamerikanischen Kirche in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und als führender Vertreter des theologischen Liberalismus im Weltepiskopat.

Vor einigen Tagen wurde der Kardinal einem Eingriff an den Herzkranzgefässen unterzogen. Sein klinischer Zustand sei stabil. Er werde gegenwärtig nur auf der Basis von Medikamenten behandelt. Kardinal Arns sei bei Bewußtsein und könne normale Unterhaltungen führen.

Der ehemalige Erzbischof von Sao Paulo ist einer der wenigen noch lebenden Kardinäle, die nicht vom gegenwärtigen Papst ernannt wurden. Er erhielt seinen roten Hut 1973 von Papst Paul VI. Von 1970-1998 war er Erzbischof der brasilianischen Riesendiözese Sao Paulo, die später in verschiedene Bistümer aufgeteilt wurde. Bei den Papstwahlen von 1978 war er einer der Wunschkandidaten der weltlichen Medien.

Kardinal Arns wuchs in einer deutschen Kolonie in Brasilien auf und spricht die Sprache seiner Vorfahren fließend. Er startete seine kirchliche Karriere als einfacher Franziskanerpater. Er setzte sich auch sehr für den Befreiungstheologen Leonardo Boff ein, der ebenfalls ein Franziskaner war. Boff verließ das Priestertum später und heiratete, nachdem er zugegeben hatte, bereits Vater von zwei Kindern im schulpflichtigen Alter zu sein.

Während der brasilianischen Militärdiktatur zwischen 1964 und 1985 war er einer der führenden Verteidiger der Menschenrechte. 1989 wurde er sogar als Kandidat für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Er hat sich immer wieder zu Vorträgen in den deutschsprachigen Ländern aufgehalten.

Erst kürzlich meldete sich Kardinal Arns in einem Interview zu Wort und erklärte, daß der Papst angesichts seines Gesundheitszustandes zurücktreten sollte.
      
13 Lesermeinungen
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#14   Brandenburgis   17:13:59 | Mittwoch, 23. März 2005
Das Elend unter den Demokraten
@Yersinia
Nun, die Lehre der Demokratie geht einher mit der Durchsetzung von kapitalistisch-imperialistischer Wirt-schaftsweise, was schon daran zu erkennen ist, daß sich die Demokratie in allen westlich-kapitalistischen durchgesetzt hat und zwar gegen die altständische Wirtschaftsweise und gegen die monarchisch-aristokratische Wirtschafts- und Regierungsform, die jeweils gestützt auf die wahrheitsgemäße Lehre der Kirche und ihre allen Schichten der Bevölkerung gerecht werdende Soziallehre umfassende Gerechtigkeit garantierten.
Es ist nicht wahr, daß Lateinamerika „jahrhundertelang“ leidet, im 19. Jahrhundert war Lateinamerika vergleichsweise wohlhabend, Elendsbedingungen, wie sie heute unter den Demokraten allgemein sind, waren damals völlig unbekannt.
Zu den Irrlehrern, Modernisten und Befreiungstheologen: Sie sind ja Feinde der Wahrheit und Feinde des Glaubens, also auch die schlimmsten Feinde des Volkes, das der Wahrheitsgemäßen Lehre der Kirche und ihres Trostes am meisten bedarf. Wer, wie die Befreiungstheologen, den Trost des Evangeliums leugnet und Christus aus den Herzen herausreißen will, ist der schlimmste der absoluteste Feind der Armen und Elenden. Dies hat sich in den vergangenen 100 Jahren millionenfach gezeigt und wird leider heute immer deutlicher!
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#13   GerdEric   19:47:06 | Sonntag, 20. März 2005
@ sttn
Trotzdem geht es den meisten in den USA besser als in anderen Staaten.
Der Hinterhof der usa ist katholische Lateinamerika
Prozentual geht es mehr Menschen gut als früher…
Das bezweifle ich
Da bist Du nicht ganz gerecht. Es geschiehen viele gute Dinge. Sicher könnte man mehr und auch immer wieder besser, aber das was geschieht ist beachtlich und man darf es nicht schlechter machen als es ist.
entschuldige
was haben die Leute gejammert als das WTC zerstört wurde
doch (so schlimm das ist)
täglich verrecken mehr Kinder
täglich…
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#12   sttn   19:38:06 | Sonntag, 20. März 2005
@GerdEric
Die Wähler in den USA wählen bewusst ein System das mehr höhen und Teiffen kennst. Trotzdem geht es den meisten in den USA besser als in anderen Staaten (Nicht das ich das in den USA als erstrebenswert erachte)
„Noch nie ist es einer so großen Anzahl an Menschen so dreckig gegangen wie Heute!“
Prozentual geht es mehr Menschen gut als früher…
Und es ist unser Auftrag das es allen Menschne bsser geht … und es ist unser Versagen wenn wir es nicht schaffen.
„Jedoch wie kläglich und (fast) immer am falschen Platz“
Da bist Du nicht ganz gerecht. Es geschiehen viele gute Dinge. Sicher könnte man mehr und auch immer wieder besser, aber das was geschieht ist beachtlich und man darf es nicht schlechter machen als es ist.
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#11   GerdEric   17:09:35 | Sonntag, 20. März 2005
Demokratur
sttn: @1+1=7
Dur irrst, es ist alleine der Demokratie zu verdanken das es uns allen so gut geht.
Nicht alle Demokratien
denn der Hinterhof der usa ist immer noch ein Elendshaus.
Noch nie ist es einer so großen Anzahl an Menschen so gut gegangen wie Heute.
Noch nie ist es einer so großen Anzahl an Menschen so dreckig gegangen wie Heute!
Bezüglich 3. Welt: Die einzigen die der 3. Welt helfen sind Demokratien.
Jedoch
wie kläglich
und (fast) immer am falschen Platz
1+1=7: @sttn Die Not wird durch Verkündigung nicht grösser
Der Mensch kann sein Umfeld durch die Botschaft Christi verstehen, annehmen und dann verbessern.
Bevor es zur Hilfe durch die sogenannte christliche Welt kam
hat genau diese sogenannte christliche Welt den Rest ausgesogen
hat sich mit Blutsaugern eingelassen…
Durch Demokratie, mein Freund, ist noch nichts besser geworden. Die Revolution frisst nach wie vor Ihre eigenen Kinder.
Das katholische Lateinamerika dankt es noch Heute mit seinem Elend…
Wenn wir gerade beim Essen sind. Deine geliebte Demokratie gibt den Menschen in den bedürftigen Ländern nichts zu essen.
und Deine Kirche
so wie Du sie verstehst
die gibt zu essen?
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#10   sttn   14:15:32 | Sonntag, 20. März 2005
@1+1=7
Dur irrst, es ist alleine der Demokratie zu verdanken das es uns allen so gut geht. Noch nie ist es einer so großen Anzahl an Menschen so gut gegangen wie Heute.
Bezüglich 3. Welt: Die einzigen die der 3. Welt helfen sind Demokratien.
Bezüglich Verhunderfachen: Das funktioniert nicht. Die Erde ist Heute schon überbevölkert und noch mehr Menschen kann die Erde nicht verkraften.
Ich denke Gott hat den Menschen Verstand gegeben und eine tolle Erde: Und genau diesen Verstand muß der Mensch gebrauchen um die Erde zu erhalten.
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#9   1+1=7   12:24:04 | Sonntag, 20. März 2005
@sttn Die Not wird durch Verkündigung nicht grösser
Der Mensch kann sein Umfeld durch die Botschaft Christi verstehen, annehmen und dann verbessern.
Durch Demokratie, mein Freund, ist noch nichts besser geworden. Die Revolution frisst nach wie vor Ihre eigenen Kinder.
Wenn wir gerade beim Essen sind. Deine geliebte Demokratie gibt den Menschen in den bedürftigen Ländern nichts zu essen.
Vorenthalten nennt man das. Anbei in diesem Forum Terri Schiavo – die Demokratie nimmt Ihr sogar das Essen weg.
Dieser von Gott gesegnete Ball -die Erde – gibt so viel zu essen her als die Menschen brauchen, auch wenn wir uns verhundertfachen. An dem liegts nicht.
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#8   sttn   03:59:24 | Sonntag, 20. März 2005
@1+1=7
Ich kann Dir überhaupt nicht zustimmen. Jesus – und auch die Apostel haben durch unzählige gute Taten vorgelebt wie wir uns zu verhalten haben.
Unser Ziel darf es nicht sein das die Not größer wird, sondern sie muß geringer werden. Und dazu gehören eben Ziele wie: mehr Gerechtigkeit, mehr Bildung, mehr Demokratie, mehr Gleichberechtigung.
Das Du für Dich sagst: Der Galube macht uns wirklich frei mag für Dich fein sein, aber ich denke jemand der einfach nicht genügend zu essen hat um sich und seine Familie zu ernähren hat oftmals nicht die Wahl seinen Glauben wirklich frei auszuleben.
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#7   1+1=7   16:07:35 | Samstag, 19. März 2005
Was hat eine unchristliche Wirtschaft,
und eine Theologie der Befreieung gemeinsam?
„Sorgt euch zuerst um das Reich Gottes.“
Die menschenfeindliche Wirtschaftssituation fordert, dass in 3.Weltländern alles so bleibt wie es ist.
Damit wir in der ersten Welt unsere Stellung auf der Welle halten, braucht es Rohstoffsklaven.
Wir fordern diese Situation.
Wir wollen auf nichts verzichten.
Wir selbst sind es die einmal von unseren Scheuklappen befreit werden müssen.
Macht die Augen auf und blickt auf in den Himmel.
Die frohe Botschaft sollen wir verbreiten, das Evangelium unseres Herrn. Das ist die Rettung.
Politische Veränderung bringt auch kein Heil.
Die Befreiung von der Unterdrückeung hatten wir in Europa schon ein paar mal. Und dserzeit ist die Freiheit in unseren Landen misbraucht.
Wir leben als Vergewaltigte, oder sagen wir der Grossteil als Überwältigte von der Freiheit.
Frei zu töten – Ungeborene und Unbrauchbare.
Frei zu glauben – dass wir selber Gott sind.
Frei zu schuften – für den Moloch der unsere Zeit frisst
Also ich und meine Familie verzichten leicht auf diese Art von Freiheit.
Der Glaube macht uns wirklich frei.
Frei von Sünde – durch die Vergebung der Sünden.
Frei vom Tod – durch die Auferstehung unseres Herrn
Frei – auch wenn wir eingesperrt oder versklavt sind
Gnade durchfliesst uns – Halten wir die Hände auf
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#5   Yersinia   15:26:09 | Samstag, 19. März 2005
@brandenburgis: es wäre interessant
wie du deine Thesen begründest. Dass der allergrößte Teil der Menschen in Lateinamerika unter ungerechter, gewaltsamer Politik und brutalen Wirtschaftsbedingungen schon jahrhundertelang leidet, dürfte wohl auch dir bekannt sein.
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#4   GerdEric   22:01:54 | Freitag, 18. März 2005
@ Brandenburgis
???
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#3   Brandenburgis   21:15:12 | Freitag, 18. März 2005
Befreiungs-Satanistik
Die Befreiungs-Theologen und alle Irrlehrer, Modernisten und besonders Demokraten sind ursächlich an Not, Elend, Verzweiflung und Zerrüttung in Brasilien und weltweit schuld!
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#2   MilesChristi   08:34:31 | Freitag, 18. März 2005
Kardinal Arns
Als gebürtiger Brasilianer kann ich etwas über die Armut und die Ungerechtigkeit in Brasilien sprechen, die es zweifellos gibt ! Ich kann aber auch einiges über Kardinal Arns sprechen. Menschen wie er sind mitverantwortlich für die heutige Misere der Kirche, auch in Brasilien, für die Demontage der Liturgie mit dem Wildwuchs heidnisch-afrikanischer und pfingstlerischer Elemente. Wenn heute in Brasilien die protestantischen Gruppierungen regen Zulauf haben, nicht zuletzt wegen der sog. Befreiungstheologie.
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#1   Yersinia   17:38:12 | Donnerstag, 17. März 2005
wasagen eigentlich Leute wie die BetreiberInnen von kreuz.net
zur Armut und Ungerechtigkeit in Brasilien?
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