16:14:19 | Freitag, 16. Januar 2009
Überlebende Kinder klammerten sich vier Tage lang an den Leichen ihrer Mütter, während israelische Kriegsverbrecher Rettungskräften den Zugang zu den Verletzten verweigerten. All das wird jetzt sogar der UNO langsam zuviel.

Die Toten im Gazastreifen kommen nie wieder zurück
(kreuz.net) Führende Vertreter der UNO und von Menschensrechts-Gruppen fordern eine internationale Untersuchung
der israelischen Kriegsverbrechen in Gaza.
Das berichtete die englische Tageszeitung ‘The Guardian’.
Der israelischen Armee wird eine „wahl- und unterschiedslose“ Beschießung von Wohngebieten und die Verwendung
palästinensischer Familien als Schutzschilder vorgeworfen.
Als konkrete Kriegsverbrechen wird die Beschießung
einer UNO-Schule genannt. Dabei wurden ungefähr vierzig Personen ermordet.
Die UNO-Menschenrechts-Kommission
nahm gestern eine Resolution an, die den israelischen Angriff als „massive Verletzung der Menschenrechte“
verurteilt.
Gegenwärtig sammeln die Organe der Kommission Beweismaterial für Kriegsverbrechen, um sie
an die „höchsten Ebenen“ der Vereinten Nationen weiterzuleiten.
Menschenrechts-Aktivisten berichteten,
daß die israelische Führung den Befehl ausgegeben hat, die militärischen Verluste – ohne Rücksicht
auf das Leben von Zivilisten – gering zu halten.
Diese Strategie habe zu einem der blutigsten israelischen
Angriffe auf palästinensische Territorien geführt.
Der israelischen Armee werden folgende Verbrechen
zur Last gelegt:
• der Beschuß ziviler Bereiche mit schweren Granaten, von denen die Armee wußte,
daß sie viele Mordopfer verursachen würde.
• der Einsatz verbotener Waffen wie Phosphor-Bomben.
• die Verwendung palästinensischer Familien als Schutzschilde.
• die Beschließung medizinischer
Einrichtungen und die Tötung von Rettungshelfern in markierten Ambulanzen.
• die Ermordung einer großen
Anzahl von Polizisten, die keine militärische Rolle spielten.
Einen ungewöhnlichen Tadel sprach das
Internationale Rote Kreuz, nachdem israelische Kriegsverbrecher eine palästinensische Familie in ein
Gebäude brachte und das Haus anschließend beschoß. Dabei starben dreißig Personen.
Überlebende Kinder
klammerten sich vier Tage lang an die Leichen ihrer toten Mütter. Gleichzeitig verweigerten die israelischen
Kriegsverbrecher den Rettungskräften den Zugang zu den Verletzten.
Zwei führende israelische Menschenrechts-Organisationen
haben vom Generalstaatsanwalt des Landes ebenfalls eine Untersuchung verlangt.
Sarit Michaeli von der
israelischen Menschenrechts-Organisation B’Tselem erklärte vor ‘The Guardian’: „Viele der angegriffenen
Punkte waren offenbar keine legitimen militärischen Ziele, wie sie im internationalen Recht beschrieben
werden.“
Beobachter gehen allerdings davon aus, daß keine Untersuchungen stattfinden werden.
Bereits
in der Vergangenheit hat Israel mit der Unterstützung der Vereinigten Staaten die Abklärung ähnlicher
Verbrechen verhindern können.
Donatella Rovera – eine Beobachterin der angeblichen Menschenrechts-Organisation
‘Amnesty International’ in Israel – erklärte, daß es seit Jahren übliche Praxis sei, daß israelische
Soldaten Häuser besetzen, die Familien in einem Zimmer im Erdgeschoß einschließen und den Rest des
Gebäudes als Militärbase und Posten für Heckenschützen gebraucht:
„Das ist ein Einsatz von menschlichen
Schutzschildern, wie er im Büchlein steht.“
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