Kurz vor Beginn der israelischen Kriegsverbrechen im Gazastreifen wurden den moslemischen Palästinensern unmenschliche Grausamkeiten unterstellt. Neokonservative verbreiteten die Lügen dankbar weiter.
Propaganda-Artikel auf kath.net
(kreuz.net) „Kreuzigungen im Gazastreifen?“ – fragte die neokonservative Linzer Webseite ‘kath.net’ im
Titel eines angeblichen Artikels vom 12. Januar.
Als Quellen nannte die kommerzielle Seite rätselhafte
„arabische Medien“ und die Seite „Newsmax“.
In Wahrheit hatte der Text seinen Ursprung in dem rassistischen
und auf Islam-Hetze spezialisierten Blog ‘Politically Incorrect’. Dieser hatte am Tag zuvor getitelt:
„Hamas führt Kreuzigung für Christen wieder ein.“
Offenbar machte sich ‘kath.net’ nicht die Mühe,
dieser Unterstellung nachzugehen.
Die Hintergründe der absurden Geschichte deckte der Weblog ‘politischkorrekt.info’
auf.
Diese Webseite stellt sich „gegen die Islamophobisierung der Blogosphäre“ und berichtet über Fehler
und Ungenauigkeiten auf dem Blog ‘Politically Incorrect’.
In dem genannten Artikel erklärte ‘kath.net’
in holprigem Deutsch: „Im Zusammenhang mit der Anwendung der Scharia soll es auch Abhacken von Körpergliedmaßen
und die Todesstrafe geben.“
Für Menschen, die „diametral gegenüber den ‘palästinensischen Interessen’“
handelten – geht es in Holperdeutsch weiter – könnten Kreuzigungen vorgesehen werden.
Die ‘kath.net’-Ente
geht letztlich auf eine Falschmeldung in der panarabischen Zeitung ‘Al Hayat’ zurück, die häufig linksliberale
Ansichten vertritt und dem saudiarabischen Prinzen Khalid bin Sultan (59) gehört.
Die Zeitung behauptete,
daß die Hamas beschlossen habe, das islamische Gesetz – die Scharia – einzuführen.
Die Meldung wurde
in der israelischen Tageszeitung ‘Jerusalem Post’ vom 24. und 25. Dezember breitgetreten.
Das Blatt fügte
immerhin an, daß der Bericht aus ‘Al Hayat’ nicht bestätigt werden konnte.
Die Palästinenser wollten
das Strafrecht erneuern
Wenige Tage später, am 27. Dezember, dementierte Nathan Brown die Meldung in
einem Gastbeitrag für den Weblog „Abu Aardvark“.
Brown ist Professor für Politikwissenschaften an der
George Washington-Universität und Experte für arabisches Verfassungsrecht.
Er berichtete, daß es den
Versuch gäbe, im Gazastreifen ein neues Strafrecht einzuführen. Dieses sollte sich am islamischen Recht
orientieren.
Doch für die Hamas gebe es wichtigere Anliegen. Dafür nennt Brown zwei Gründe.
Die Palästinenser
seien in der Frage sehr uneinig und würden sich um populärere Themen kümmern.
Ferner sei das islamische
Strafrecht ein komplexer Bereich. Es sei schwierig, für die Gegenwart neue Interpretationen zu entwickeln.
Die arabische Menschenrechtsorganisation ‘Palestinian Centre for Human Rights’ berichtete Ende Dezember,
daß die Hamas den Entwurf eines neuen Strafrechts in erster Lesung selber abgelehnt hat.
Den Christen
geht es in Gaza sehr gut
Der Pfarrer von Gaza-Stadt, Hw. Manuel Musallam, bezeichnete die Meldung von
einer Einführung der Scharia – vor der deutschen ‘Katholischen Nachrichtenagentur’ – als „haltloses Gerücht“.
Die Hamas sei besorgt um das Wohl der Christen.
Email-Adressen der Empfänger
32 Lesermeinungen
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Wenn die Kreuzigung von Christen wieder eingeführt wird… …dann kann ich ja dem Musselmannenjungen
in der Nachbarschaft des Kriegsverbrechens beschuldigen und den Kopf abreißen!
#31 franco.felice 10:33:50 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@Alois Bischof: Die Realität ist schwierig und komplex. Sie sagen es richtig. Ganz davon abgesehen, welche
Seite Recht oder Unrecht hat: der Großteil der Bevölkerung beider Seiten ist schuldlos. Wenn wirklich
eine Regierungs- oder andere Gruppe von Vernichtung spricht, dann sind Völkergemeinschaft und Völkerverständigung
gefordert. Vielleicht wäre es endlich Zeit, dass ein uralter Streit beigelegt wird. Dazu müssten auch
religiöse Unverträglichkeiten zumindest teilweise entschärft werden. Und – haben nicht beide Völker
zumindest sprachlich gleiche Wurzeln gehabt. Könnte man nicht anfangen, sich darauf zu besinnen und Gemeinsamkeiten
suchen, statt das Trennende immer mehr zu vertiefen. Wie sie sagen: Schwierig und komplex. Hitzköpfe
werden das Problem nicht lösen können.
danke! Kleine Korrektur zu meinem letzten Posting in diesem Thread: Im letzten Satz muß es natürlich
erwehren heißen. (Und ich sollte beim Posten nicht telefonieren, pardon!)
wenn der Autor die Quelle schon kennt, nämlich diesen Artikel www.politischkorrekt.info/?p=3095 von „Politisch
Korrekt“, warum erzählt er dann nicht die ganze Geschichte? Begonnen hatte sie mit einer Ente aus der
Jerusalem Post, die dort längst richtiggestellt wurde. Nicht daß die Berichterstattung auf PI www.pi-news.net/…-christen-wieder-ein/
sonderlich sachlich wäre – mit Kollektivschuldthesen wie Die Palästinenser wollen einen Juden- und Christenreinen
Staat. Die Juden wollen sie bekannterweise ins Meer treiben und mit iranischer Hilfe endgültig auslöschen
ist auch niemand gedient. Quellen, die gleich ein ganzes Volk (egal welches!) beschuldigen, sind schon
aus diesem Grund nicht zuverlässig. Die Version von kath.net kath.net/detail.php?id=21818 war da schon
deutlich vorsichtiger, obwohl (leider) auch dort jeder Hinweis auf die ursprüngliche Falschmeldung fehlt.
Das gilt allerdings bei vertauschten Rollen genauso … wie Desperatus kann ich mich nicht des Eindrucks
erwähnen, daß hier der Topf über den Kessel schimpft.
#20 Desperatus † 18:19:41 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Es ist doch einfach schön, wie sich Kreuz.net über „angebliche Artikel“, „holpriges Deutsch“ und „Unterstellungen“
aufregt. Wer im Glashaus sitzt… oder: Wie war das mit dem Splitter und dem Balken in den Augen? Immer
wieder amüsant und Stoff für viele Fastnachtsvorträge über angeblich Katholiken. Hier bin ich noch
jedes Jahr fündig geworden. Helau!
@fynkchen: Der Koran (Ist eine Ideologie!) Mir reicht vollkommen die Suren 2:191 „Und tötet sie, wo immer
ihr auf sie stoßt“ + 4:91: „Wenn sie sich nicht von euch fernhalten, euch Frieden anbieten und ihre Hände
zügeln, ergreift und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt. Über sie haben Wir euch klare Autorität
gegeben“. Ein sehr feiner „tötender“ Verein, besten Dank!
#18 fynkchen † 18:08:08 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Der Koran – ein Nährboden des Terrorismus! Islam verhält sich zu Islamismus wie Terror zu Terrorismus!
Näheres über den Koran und den Islamfaschismus gibt es –--->>> Hier www.kreuz.net/bookentry.3204.html!
(zahlr. Belegstellen!)
@Abu der Inquisitor Was war das denn für ein merkwürdiger schlaftrunkener Erguss von nichtssagendem
Blabla? Das die Wahrheit doch so weh tut. Gerade von Pünktchen das immer in hervorragender Qualität
mit Informationen und nachweisen die Katholische Kirche und im besonderen den Lebensschutz für ungeborene
verteidigt hat, sind deine Unterstellung einfach widerlich.
Da sind sie mal wieder entlarvt, die dreckigen Quellen nicht nur für die besch… Neocons, sondern auch
für die Oberislamophoben und unkatholischen Hetzer Domenico Tuttisanti, Hank, Pünktchen, Flynkchen,
noch ein Landorganist, Roma locuta, und wie sie alle heißen. Daraus (PI) und aus ein paar gefälschten
Clips und lächerlichen Büchern nährt Ihr täglich Euren Haß! Pech, Leute. Ihr habt die falschen Quellen,
ihr habt die falschen Freunde, ihr habt die falschen Ansichten – ihr seid einfach schief gewickelt …
Abschluss von der Baumschule? Wer sich im Kampf gegen einen Dritten mit den Moslems verbündet hatte,
hat dies später im sehr bereuen müssen. Lernt hier eigentlich jemand was aus der Geschichte? Keinen
Pakt mit dem Teufel eingehen!
@Bischof Aber auch nicht als Christenverfolger Na ja, wenn sie alle Möglichkeiten hätten, garantiert.
Der christliche Priester scheint ja auch unter Erpressung zu stehen. Vgl. hierzu einen sehr guten Bericht
gestern abend auf ARTE.
#8 Alois Bischof 17:25:59 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Katholiken sollten sich sowohl den Kriegsverbrechen der Israelischen Armee im Gazastreifen wie auch den
terroristischen Verbrechen der Hamas-Bewegung (in der Vergangenheit und auch heutigen Raketenangriffen)
widersetzen. Ein Katholik kann weder Islamismus und Terrorismus unterstützen noch Zionismus und Staatsterrorismus
gegen palästinensische Unschuldigen. Solcher Widerstand hat mit Antisemitismus nichts gemeinsam. Ich
denke, daß der symbolische Protest des palästinensischen, römisch-katholischen, arabischen Bürgermeisters
von Bethlehem im Westjordanland (Fatah-Mitglied), am geeignetsten ist. Daß kath.net und sonstige Neokonservative
sich leicht von der israelischen Public Relations bzw. Propaganda-Maschinerie instrumentalisieren lassen,
ist bekannt. Leider findet man auch in den kreuz.net-Artikeln keine Nuancen oder Richtigstellungen. Man
kann die Hamasbewegung nicht als Schützer der Christen darstellen. Aber auch nicht als Christenverfolger.
Leider gibt es im Hamas-Bunde antisemitische Tendenzen, wenn auch die Bewegung an sich eher Antizionistisch
ist und z.B. sogar antizionistische jüdische Rabbiner in Audienzen empfangen hat. Die Realität ist schwierig
und komplex.
#6 Roma locuta 17:14:07 | Mittwoch, 21. Januar 2009
@hank sehr richtig; die Verbrüderung mit der antichristlichen Seuche Mohammedismus ist eine idiotische
Marotte dieser Seite und ist den Anliegen traditioneller Christen abträglich.
#3 fynkchen † 16:43:33 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Wer sich über die Ziele und den Charakter der Hamas informieren will, sollte sich die Charta dieser Organisation
anschauen! Was die Hamas will, wie und worüber man mit ihr verhandeln kann … siehe –--->>>> hier www.kreuz.net/bookentry.3647.html!
kreuz.net… … möge sich hüten, auf den islamophilen Zug aufzuspringen, nur weil der Islam gegen Homosexuelle,
Juden und Israel ist. Für die Reinigung der westlichen Welt braucht es den Islam nicht. Im Gegenteil!
Wiederbelebung des christlichen Geistes benötigt keine Mondanbeter-Polit-Religion. Schade um kreuz.net!
Alles mit Vorsicht geniessen: Auch die Aussage des Pfarrers Ich hatte ja schon vor ein paar Tagen Zweifel
an den Kreuzigungen angemeldet. Trotz allem, für die Christen dort ist es alles andere als angenehm immer
zwischen die Fronten zu geraten. Deswegen beurteile ich aus die Aussage des Pfarrers mit der selben Distanz,
wie die Kreuzigungshysterie, die reine Kriegspropaganda war.