Blasphemie
Sakrileg: Ein Bischof korrigiert den Kardinal
Kardinal Bertones Äußerungen zum Werk „Sakrileg“ seien nur seine persönliche Sicht. „Ich glaube nicht, daß man die Lektüre untersagen muß“, lautet das erste Dementi eines brasilianischen Bischofs.
(kreuz.net) Nach dem Erscheinen des antikirchlichen Romans „Sakrileg“ – im Originaltitel: „The Da Vinci Code“ – gingen zwei Jahre ins Land, bis ein Kardinal der Römischen Kirche sich zu einer kritischen Stellungnahme durchrang. Der Roman, der vom US-amerikanischen Autor und Katholikenhasser, Dan Brown, stammt, sei eine grobe Geschichtsklitterung und der Versuch einer Diskreditierung der katholischen Kirche.

„Lesen Sie es nicht, und vor allem kaufen Sie es nicht“, sagte Tarcisio Kardinal Bertone (70), der Erzbischof von Genova. Genova ist eine Küstenstadt in Nordwestitalien. Der Roman sei ein „jämmerliches“ und „aus der Luft gegriffenes“ reines „Lügengebäude“. Die Behauptung, daß Christus mit Maria Magdalena Kinder gezeugt habe, sei irrsinnig. Ein Märchen sei auch die Aussage, daß der Kanon des Neuen Testamentes erst unter Kaiser Konstantin dem Großen († 337) beschlossen worden sei.

Kardinal Bertone befürchtet, daß viele Leser diese Ammenmärchen mit der Wahrheit verwechseln könnten. Besonders bedauerlich sei, daß auch katholische Buchhandlungen den Roman aus Gründen des Geldes verkauften.

Der Aufruf des Kardinals, das bigotte und zu Katholikenhaß anstiftende Buch zu boykottieren, erwirkte großes mediales Aufsehen rund um den Erdkreis.

Doch schon gestern Mittwoch widersprach ein brasilianischer Bischof den Aussagen von Kardinal Bertone. Bischof Jose Maria Pinheiro ließ verlauten, er glaube nicht, daß man die Lektüre des umstrittenen Romanes untersagen müsse.

Pikantes Detail. Bischof Pinheiro wurde erst vor zwei Wochen von Papst Johannes Paul II. als Diözesanbischof von Braganca Paulista im südöstlichen brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo eingesetzt. Die Äußerungen von Kardinal Bertone gäben seine persönliche Meinung wieder und seien nicht die offizielle Sicht der Kirche, meinte der frischgebackene Diözesanbischof weiter.

Dennoch warnte Bischof Pinheiro im Hinblick auf das Buch zur Vorsicht: „Ich bin nicht sicher, ob die Menschen in der Lage sind, die fiktionalen von den realen Elementen zu unterscheiden.“ Deshalb solle man besonders mit jungen Menschen sprechen und sie zur Unterscheidung befähigen. Das Buch müsse mit Klugheit gelesen werden.

Jetzt warten Medienvertreter auf weitere Dementis von hochrangigeren Kirchenvertretern oder direkt aus dem Vatikan.
      
19 Lesermeinungen
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#19   GerdEric   16:54:10 | Sonntag, 20. März 2005
@ spectator&Uwe Schmidt
Zu mindest steht fest: seine Äußerungen sind die Früchte seiner antichristlichen Kampagne. :-)))
antichristliche Kampagne?
Die werden hier wohl öfters von sich Katholiken Nennenden geliefert
zB,.
wenn JP2 Herätiker genannt wird
oder Evangelen das Christentum abgesprochen wird…
@ Uwe Schmidt
jedenfallst kein Polytheist
:-))
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#18   spectator †   09:42:36 | Sonntag, 20. März 2005
@ Uwe Schmidt
gerdEric Bist du Jude?
(denk ich mir so…)
nein, er weißt selber nicht, was er ist.
Zu mindest steht fest: seine Äußerungen sind die Früchte seiner antichristlichen Kampagne. :-)))
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#17   Uwe Schmidt   07:32:29 | Sonntag, 20. März 2005
gerdEric
Bist du Jude?
(denk ich mir so…)
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#16   GerdEric   23:51:41 | Samstag, 19. März 2005
@ Paul Mayer
die gesamte Religions- und Geistesgeschichte, das ganze katholische Lehrgebäude udgl. darzustellen.
Es ist ja nicht das Lehrgebäude
es sind auch die üblichen
wenn auch menschlichen Fehler
aber es ist unredlich
den Einen diese vorzuwerfen
aber den Eigenen nicht!
Immer wieder wird pauschal ganzen Gruppen schlechte Gesinnung vorgeworfen
aber wenn das gleiche den Eigenen vorgeworfen wird
dann sind das nur Ausnahmen.
Mit Leuten, denen es an sämtlichen Grundvoraussetzungen fehlt …
Wer Willens ist, dem ist es möglich.
Wo Dir Argumente fehlen
da stiehlst Du Dich weg…
Wo bin ich modernistisch!
wo habe ich mich pro-homosexuell geäussert?
Dir fehlen einfach Argumente
und wie gesagt
es ist die Arroganz der Gelehrten
(da Du hier so auf Deine Bildung abhebst
bleibt mir nix anderes übrig
Dir zu sagen:
Wer sich erhöht, der wird erniedrigt!
[von Redaktion entfernt]
In der Sache habe ich versucht, auf eine Anfrage von sttn zu anworten (wollte etwas zur Einheitsübersetzung wissen – es gibt offenbar keine vollständige Fehlersammlung aber jede Menge Beanstandungen.
Ups
wo bleibt Deine Bildung
doch nicht so weit her?
Mit Leuten, denen es an sämtlichen Grundvoraussetzungen fehlt …
Sagte Jesus darauf nicht so was wie:
Wer nicht wird wie dies Kind…?
Mann
wo ist Deine Bildung?
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#15   Paul Mayer   22:21:15 | Samstag, 19. März 2005
@ GerdEric
Ich habe eigene Worte, aber für den Quark von GerdEric ist es sinnlos, solche anzuwenden. Bei 1.500 Zeichen und lediglich einmaliger Möglichkeit, zu antworten, ist es nicht möglich, die gesamte Religions- und Geistesgeschichte, das ganze katholische Lehrgebäude udgl. darzustellen.
Mit Leuten, denen es an sämtlichen Grundvoraussetzungen fehlt (theologisches Wissen, philosophisches Wissen, historisches Wissen udgl.), die aber aufgrund ihrer Halbbildung (d. h. sich einzubilden, gebildet zu sein) und ideologischen (antikatholischen, modernistischen, pro-homosexuellen etc.) Verblendung jeglichen Argumenten unzugänglich sind, hat es keinen Sinn überhaupt zu diskutieren. Auf diesem Forum ist es auch technisch gar nicht möglich.
In der Sache habe ich versucht, auf eine Anfrage von sttn zu anworten (wollte etwas zur Einheitsübersetzung wissen – es gibt offenbar keine vollständige Fehlersammlung aber jede Menge Beanstandungen).
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#14   spectator †   22:19:24 | Samstag, 19. März 2005
@ GerdEric
ja, aber sie lehrt nicht sie lesen zu können denn sie liefert ein gewünschtes Ergebnis dazu als Korsett.
bla… bla… bla…
dummes Gwelaber.
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#13   GerdEric   21:37:34 | Samstag, 19. März 2005
antworten
Wir Christen sind „Jesuaner“, das heißt, für uns gilt, was JESUS CHRISTUS gesagt hat, mehr als das Alte Testament!
Hm
für Jesus war das AT Gesetz
doch was hat er da verändert?
er forderte doch
dass die geforderten Opfer im Tempel dargebracht werden sollten.
Und er hat den Schabbat nicht abgeschafft.
Und das AT ist das Wort Gottes
das NT ist die Geschichte über Jesus
aber nicht sein Wort.
Wenn wir das Alte Testament auch lesen, dann immer durch den „Jesus-Filter“, soviel sollte schon klar sein!
Wozu dann irgend welche Konzilien?
@ spectator:
sie verteilt die Bibel.
ja, aber sie lehrt nicht
sie lesen zu können
denn sie liefert ein gewünschtes Ergebnis dazu
als Korsett.
@ Paul Mayer
hast Du auch eigenen Worte?
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#12   Uwe Schmidt   06:35:58 | Samstag, 19. März 2005
gerdEric
Du bringst mich zur Verzweiflung! Wir Christen sind „Jesuaner“, das heißt, für uns gilt, was JESUS CHRISTUS gesagt hat, mehr als das Alte Testament! Wenn wir das Alte Testament auch lesen, dann immer durch den „Jesus-Filter“, soviel sollte schon klar sein!
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#11   spectator †   00:35:54 | Samstag, 19. März 2005
@ GerdEric
Und was hat die Kirche getan dass jeder Gläubige die Bibel liest?
sie verteilt die Bibel.
Warum ist es denn in katholischen Häusern nur erst sehr spät dazu gekommen
die Bibel selbst zu lesen?
woher weißt du das?
Was möchtest du der Kirche noch unterstellen?
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#10   Paul Mayer   20:46:45 | Freitag, 18. März 2005
@ sttn Kritik an der Einheitsübersetzung
K. Weber, Bibelübersetzungen unter der Lupe, Wetzlar 1977, S.113-116 (fundamentalistisch, daher ablehnend)
W. Schamoni, Die Evangelien nach Mattäus, Markus, Lukas in den Lektionaren 1-3, in: Theologisches Nr.87 (1977), Sp. 2206-221 (als teilweise häretisch abgelehnt)
P. Hacker, Der artikellose Heilige Geist in: Theologisches Nr.87 (1977) Sp. 2385-2389 (als häretisch abgelehnt)
derselbe, Der artikellose Heilige Geist, in: Una-Voce-Korrespondenz 7 (1977) S. 106-117
O. Simmel, Verteufelte Sache, Die neue Bibelübersetzung, in: Rhein. Merkur Nr.18 (1977) S.31 (kritisch)
Fr. Kemp, Die Botschaft der Schriftgelehrten, in: Süddeutsche Zeitung Nr.122, 1977 (Pfingstnummer), S.85 (völlig ablehnend)
B. Schwarz, Bibelübersetzung und Liturgie, in: Fortschritt oder Verirrung? Regensburg 1978, S. 75-102 (kritisch)
C. P. Clausen, An die deutschen Bischöfe als die Hüter der Sakramente und des Wortes Gottes, Die Entleerung des Wortes Gottes, Zur neuen Einheitsübersetzung der Hl. Schrift, in: Schwarze Briefe 1977 (völlig ablehnend: eine gänzlich ungeprüfte und unausgegorene Übersetzung. Clausen sammelte auch Unterschriften und machte eine Eingabe an die Päpstliche Glaubenskommission in Rom, um die Approbation der Einheitsübersetzung zu verhindern)
ähnlich, J. May, Das Wort Gottes wird gefälscht, in: Kyrie eleison 7 (1978) S.136-148 Zeitschrift der Liga Kath. Traditionalisten (bewusste Verfälschung, vor allem in christolog., soteriolog. und mariolog. Hinsicht).
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#9   GerdEric   08:21:15 | Freitag, 18. März 2005
@ Paul Mayer:
Natürlich stand nicht einfach die Hl. Schrift auf dem Index, …
Und was hat die Kirche getan
dass jeder Gläubige die Bibel liest?
Sie hat zugesehen
dass möglichst wenige Gläubige lesen konnten.
Warum ist es denn in katholischen Häusern nnur erst sehr spät dazu gekommen
die Bibel selbst zu lesen?
Das ist auch durchaus richtig, …
Die Evangelien haben doch nicht den gleichen Stellenwert wie die folgenden Bücher des NT
wie auch die Bücher Moses einen anderen Stellenwert haben
als die nachfolgenden AT-lichen Bücher.
Und da Jesus einzig aus dem AT lebte
denn er kannte nur diese Schriften
ist das NT nur Nachtrag.
Wer Jesus verstehen will
kann dieses nur über das AT erreichen.
Konsequenterweise müßte allerdings auch vor der Einheiz-Übersetzung (mit „z“) gewarnt werden, weil auch diese gezielte Falschübersetzungen enthält.
(die ganznormale Polemik)
Einheiz-Übersetzung (mit „z“)
soll ich da jetzt einen Zusammenhang zu irgendwelchen Scheiterhaufen konstruieren?
…von wegen der Tradition?
verwendet ausschließlich vorkonziliare katholische Ausgaben…!
Wenn ich mir überlege
dass das NT Griechisch geschrieben wurde
dass das AT Hebräisch war…
und da kommen dann die Lateiner
die „Römer“…
die schon Jesus an das Kreuz geschlagen haben
und schlagen nun die christliche Lehre in starre Lettern.
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#8   Uwe Schmidt   06:47:26 | Freitag, 18. März 2005
dan brown
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Machwerke wie HARRY POTTER oder THE DA VINCI CODE von kirchenfeindlichen Großkonzernen und Netzwerken bewusst lanciert, gefördert und über konzerneigene Medien auch promotet werden. Man müsste nur einmal herauskriegen, bei welchen Verlagen die ROWLING und DAN BROWN schreiben. Weiß das jemand?
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#7   sttn   17:29:07 | Donnerstag, 17. März 2005
@Paul Mayer
Du sprichst ein für mich sehr wichtiges Thema an: Die Bibel
Hast Du eine Übersicht/Info wo die Einheitsübersetzung falsch übersetzt wurde? Ich wäre Dir sehr dankbar.
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#6   Paul Mayer   16:49:25 | Donnerstag, 17. März 2005
GerdEric und Gallowglas stellen sich dumm
Natürlich stand nicht einfach die Hl. Schrift auf dem Index, sondern waren andere als katholische Ausgaben derselben verboten. Das ist auch durchaus richtig, denn einerseits beinhalten die protestantischen Übersetzungen nicht den gleichen (nämlich einen kleineren) Schriftenkanon, dann wurde willkürlich eine neue Einteilung der Schriften gewählt und schließlich – am schlimmsten – gab es seit Luther gezielte Falschübersetzungen aus ideologischen Gründen (bißchen sehr schlimm für welche, die „sola scriptura“ behaupten).
Konsequenterweise müßte allerdings auch vor der Einheiz-Übersetzung (mit „z“) gewarnt werden, weil auch diese gezielte Falschübersetzungen enthält. Diese ist aber sogar Grundlage für die Meßbücher und Stundenbücher der katholischen Kirche… Wer auf sein Seelenheil achten will, vor allem aber den richtigen Wortlaut der Bibel lesen will, verwendet ausschließlich vorkonziliare katholische Ausgaben…!
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#5   spectator †   13:27:23 | Donnerstag, 17. März 2005
@ GerdEric
da steht immer so was Schlechtes über die Pfarriseer drin…
richtig. das musst du am besten wissen.
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#4   GerdEric   12:57:23 | Donnerstag, 17. März 2005
Jau
da steht immer so was Schlechtes über die Pfarriseer drin…
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#3   Gallowglas   12:46:45 | Donnerstag, 17. März 2005
@GerdEric
Jupp, nannte sich Bibel … oder so ähnlich …
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#2   GerdEric   12:23:38 | Donnerstag, 17. März 2005
Index?
Stand da nicht auch mal ein ganz gewichtiges Buch drauf?
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#1   Laudine   11:14:14 | Donnerstag, 17. März 2005
Endlich mal Kritik an Dan Brown!
Es ist doch bemerkenswert, daß ein Kardinal endlich mal dazu auffordert, gewisse Bücher nicht zu lesen. Auch wenn man nicht unbedingt für die Wiedereinführung des Index’ (wäre praktisch ja auch nicht durchführbar) plädiert, sollte die Kirche durchaus überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, Literaturempfehlungen zu geben bzw. vor bestimmten Machwerken zu warnen. Und zu den letzteren zählen eben die Bücher Dan Browns, die auf geschickte Weise einfach kontrollierbare Fakten mit Spekulationen und Unwahrheiten vermischen, die man nicht so ohne weiteres nachprüfen kann, jedenfalls nicht als Durchschnittsleser. Die Vorurteile gegenüber der Kirche nehmen also nicht ab, sondern werden immer größer. Letztendlich wird „Glauben“ als Gegensatz zu „Wissen“ definiert, so z.B. auch in Browns Buch „Illuminati“.
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