Papst Benedikt XVI. wird offenbar heute die Exkommunikationen gegen die vier Bischöfe der Piusbruderschaft revidieren. Jüdische Kreise empören sich mehr über die innerkirchliche Versöhnung als über das Gaza- Gemetzel.
Die unerlaubten Bischofsweihen von 1988
(kreuz.net, Vatikan) Heute Samstag wird die Vatikanzeitung ‘Osservatore Romano’ eine Stellungnahme zur
Rücknahme der Exkommunikation gegen die vier Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. publizieren.
Das berichtete die römische Agentur ‘I Media’.
Der offenbar bevorstehende Schritt des Papstes werde
als „Akt der Barmherzigkeit“ beschrieben.
Andrea Tornielli berichtete bereits in der Freitagsausgabe
der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’ – also noch vor ‘I Media’ –, daß das Dekret mit der Rücknahme
der Exkommunikationen heute Samstag, oder zumindest nächste Woche, erscheinen wird.
Der Generalobere
der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, sei in den letzten Tagen in Rom gewesen und habe dort auch
den neuen Präfekten der Liturgiekongregation, Antonio Kardinal Cañizares, getroffen.
Der Vatikanist
der Zeitung ‘Il Riformista’, Paolo Luigi Rodari, erwartete das Dekret in der Freitagsausgabe ebenfalls
für heute Samstag oder spätestens Montag.
Das Dekret ist angeblich vom Präfekten der Bischofskongregation,
Giovanni Battista Kardinal Re (74), unterzeichnet. Die Meinung des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte
sei gehört worden.
Noch am Tag zuvor erklärte Rodari, daß dieser Rat das Dokument unterschrieben hätte.
Schon am 17. Januar berichtete der spanische Anwalt Francisco José Fernández auf seinem bekanntenWeblog
‘La Cigüeña de la Torre’, daß er von „einer Bombe“ erfahren habe.
Der britische Priester, Hw. Ray
Blake, bremst auf seinem Weblog ‘marymagdalen.blogspot.com’ die Euphorie. Lehrmäßige und kirchenrechtliche
Fragen würden weiterbestehen:
„Ich zweifle, daß mein Bischof eingeladen wird, in der benachbarten Kapelle
der Piusbruderschaft ein Pontifikalamt zu feiern oder daß die Meßzeiten der Kapelle im nächsten diözesanen
Direktorium stehen werden.“
Der römische Rabbiner Riccardo Di Segni warnt vor einer Versöhnung mit
der Piusbruderschaft. Di Segni äußerte sich vor der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’. Die Aussöhnung
sei eine „tiefe Wunde“ für die jüdisch-katholischen Beziehungen.
Mehrere jüdische Vereinigungen kritisierten
die Rücknahme der Exkommunikation besonders unter dem Vorwand des jüngsten Interviews von Bischof Richard
Williamsons über die nationalsozialistischen Völkermorde.
Rabbiner Di Segni hat den jüngsten Völkermord
der israelischen Armee in Gaza hart verteidigt.
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33 Lesermeinungen
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@Tolerant Meine Empfehlung: Lachen ist gesund. Gibt auch eine nette Zeile von H. Grönemeyer (den ich
sonst nicht mag ): Es wird zu viel geglaubt und zu wenig erzählt. O:O
@ Tolerant Nun, unser arbeitsfreier Samstag geht zwar nicht auf den Shabbat zurück, der Sonntag aber
auch (!) auf den Shabbat. Aber Du hast recht, allein die katholische Messe weisst natürlich Elemente
auf, die entweder aus der Synagogalliturgie übernommen wurden – das Amen, – die Psalmen usw. oder zumindest
einen Bezug zum Judentum haben – die Segensworte des Priesters bei der Wandlung, – der Antwortpsalm und
vieles mehr.
ES GIBT NICHTS VORZUMACHEN sondern miteinander in Frieden (Schalom) zu leben. Wer das als Heuchekei sieht,
kann das; es ist seine Sache. Uns schmeckt der Schabbatwein im katholischen Pfarrhaus. Meine Empfehlung:
Lachen ist gesund. Ein katholischer Priester sagt zum Rabbi: „Ich lad Sie gern zum Schweinsbratenessen
ein.“ Antwortet der Rabbi:“ Nun, das wird wohl an Hochwürdens Hochzeitstag sein.“ Massel tow. Schalom
DIE Juden – DIE Katholiken – DIE Deutschen DIE … Pauschalurteil – Es gibt nicht DIE, sondern ganz verschiedene
Menschen in allen Völkern. Unsere europäische Geisteskultur ist auch eine Synthese aus griechischer
Philosophie, jüdischer Moral (10 Gebote) und christlicher Botschaft. Alle Menschen machen Fehler ohne
Ausnahme. Kurz erinnert: Jüdisches bei uns: SiebenTageWoche, freier Samstag (Schabbatstag) Jesus, Apostel,
Psalmen, Ostern, Dekalog, Kultelemente Brot und Wein, Namen wie Maria, Josef, Simon … und die Erfindung
der Badewanne. Ich habe jüdische und arabische Freunde. Der Charakter eines Menschen zählt. Schalom,
ich wünsche Dir ein gutes Glas Wein
@samurai Die Juden im Mittelalter übten die unterschiedlichsten Berufe aus, z.B. als Handwerker in Spanien,
als Händler, … aber das ist nicht so wichtig. Die letzten Wochen haben wir wieder allzudeutlich gesehen,
wie sie wirklich sind (nur unversönlicher Haß und Rache). Deshalb bewundere ich unsere Vorfahren, wie
gutmütig und christlich sie dieses perfide Volk ertragen haben. Erst Hitler (der selbst vielleicht jüdische
Vorfahren hatte und ebenso nur Haß kannte) hat den Juden ernsthafte Schwierigkeiten bereitet. Einen (Ariernpass)
hatte Hitler mit Sicherheit nicht!
@ Hacki Scheint ein Reflex zu sein, standes pedes auf die Palästinenser zu kommen. Ich habe nichts davon
gesagt, mir ging es nur um die berufliche Situation der Juden in den mittelalterlichen Städten des europäischen
Hoch- und Spätmittelalters. Ja, ich weiß, daß es der jüdischen Bevölkerung in den hochmittelalterlichen
Ghettos meist besser ging, weil sie dort von großzügigen Herrscher vor den Angriffen des Pöbelas geschützt
wurden. Aber zurück zu der beruflichen Lage? Warum betrieben damals viele Juden in Europa das Bankgeschäft
oder waren Viehhändler?
DANKE MONSEIGNEUR! Ein großer Tag für die katholische Kirche, ein schlechter Tag für die Synagoge Satans,
laßt sie ruhig toben und schrein, am Ende wird die Unbefleckte Siegerin sein!
@samurai Die Juden im Mittelalter litten nicht unter ständigen Massakern in ihren Ghettos wie die Palästinenser,
im Gegenteil, sie konnten ihre Kultur unbehelligt leben. Informieren sie sich lieber über die Gegenwart
in einer unabhängigen Quelle …hallundrauch.blogspot.com/!
@ Hacki Da Sie ja so gut über die Juden Bescheid wissen, habe ich zwei Fragen an Sie: 1) Wozu dienten
die ersten Ghettos (z.B. in Venedig und Mailand)? 2) Welche Berufe durften Juden im Hochmittelalter (ca.1100-1350)
ausüben, welche Berufe waren ihnen seitens der christlichen Herrscher erlaubt?
@Hacki: wie dumm sind sie? Die Juden durften im Mittelalter nur Geldschäft machen, weil die Christen
sich dafür zu fein fühlten. Und die Könige u. Teritoriarherrscher hatten das Recht, Schulden zu tilgen.
Daheißt, leiht ein Jude Geld an einen Christen, wenn der Gläubiger zum König geht, und den Schuldschein
von dem Herrscher tilgen läßt, verliert der Jude all sein Geld. Und das nennt man eine starke Position,
nicht wahr?
@Friedrich Spee Die Juden waren meistens in der Postion des Stärkeren. z.B. haben Sie im Mittelalter
als Wucherzinsvereiher konsequent die Leute ruiniert. Gegenwärtig zeigen uns die Juden, wie das Palästinenservolk
auf möglichst brutale und perfide Art ruiniert wird. Die Juden waren immer selber schuld, wenn sie vertrieben
wurden. Der verhasste Feind der Juden ist unser „König der Barmherzigkeit“!
Stilistische Frage! Indikativ + „offenbar“ Sagense, wie vertragen sich die indikativische Aussage „Das
Dekret kommt heute“ mit der Formulierung „offenbar“ werde Benedikt das Dekret heute publik machen? Da
stimmt doch was nicht!
Zu Bischof Williamsons Entgleisung Bischof Williamson ist ein ehemaliger Absolvent von Cambridge und damit
ist auch gesagt, dass er ein Mann von Kultur ist. Seine Kenntnisse auf dem Gebiete der Literatur und Musik
sind beeindruckend. Damit will er sich jedoch nicht zufrieden geben, denn immer wieder lässt er sich
zu Aussagen verleiten, die ihn selber und die Piusbruderschaft in Verruf bringen. Es liegt mir fern, ihm
deswegen böswillige Absichten zu unterstellen, doch die auf Menschenkenntnis beruhende Klugheit scheint
nun einmal nicht seine Stärke zu sein. Jedermann weiss, dass die Juden betreffende Angelegenheiten ein
Pulverfass sind und daher mit der nötigen Sorgfalt angepackt werden müssen. In Anbetracht dessen ist
es verwunderlich, dass er einem gegenüber einem Reporter des schwedischen Fernsehens dessen Name nicht
gerade auf eine vikingische Herkunft verweist, Aussagen machen konnte, wovon er wusste, dass man daraus
Kapital schlagen würde. Wenn Bischof Williamson darüber empört ist, dass der Holocaust zu einem politischen
Druckmittel verwendet wird, weshalb beruft er sich nicht auf einen unverdächtigen Zeugen wie Normam Finkelstein?
Hacki Ist es in der Geschichte des Judentums jemals vorgekommen, daß ein Versöhnungsangebot angenommen
oder gar angeboten wurde? Seit wann ists die Pflicht des Verfolgten, den Verfolgern ein Versöhnungsangebot
zu machen?
#14 Alois Bischof 11:15:35 | Samstag, 24. Januar 2009
Es gibt keine ‘irrationale antijüdische Sentiments im Katholizismus’ dafür gibt es endlose anti-katholische
und antichristliche Ressentiments im nachtempel’schen Judaismus, nicht zuletzt im Talmud. Die Attackierung
von christlichen Bischöfen in Israel ist wohl belegt. Auch die antikatholischen Kulturkampfstrategien
der Rabbiner Italiens, denen immer noch die glorreiche Konversion des Israel Zolli zum Christentum Juli
1945 (nach dem Schoah) schwer auf dem Magen zu liegen scheint, halten an. Und zwar in einem Stile der
Libernationalistischen Freimaurer des 19. Jh., ja des Mazzini und Garibaldi. Die Geschichtsfälschung
gehört zur antikatholischen Strategie dazu. So wurde das jüdische Kind Edgardo Mortara zu einem großen
Verehrer des von Juden verhaßten heiligen Papst Pius IX. und dergleiche Mortara, der im März 1940 in
Belgien verstarb, wurde auch Priester und trat in den Augustinerorden ein. Er hat später gute Beziehungen
zu seiner jüdischen Mutter, zum Vater und zu seinen Geschwistern gepflegt; wurde jedoch von den Rabbinern
und den Juden in den Vereinigten Staaten und in Breslau (überall wo er versuchte die Juden zum wahren
Messias zu konvertieren und öffentlich predigte wie der hl. Paulus) ausgegrenzt und mit dem Tode bedroht.
Die ungläubigen Juden sind auch heute zwar noch vom Vater geliebt um der Väter willen (Röm. 11, 28),
jedoch nur der Rest Israels wurde und wird gerettet im Neuen Bunde (Röm 9, 27-28), dennoch sind und bleiben
die Juden bis zur endzeitlichen Bekehrung der jüd. Massen „Feinde des Evangeliums“ (Röm 11, 28)!
An alle Ich bin immer noch skeptisch, was die tatsächliche Veröffentlichung anbelangt. Mir scheint der
letzte große Strippenzieher noch nicht erledigt.
Aussöhnung mit Juden? Ist es in der Geschichte des Judentums jemals vorgekommen, daß ein Versöhnungsangebot
angenommen oder gar angeboten wurde? Die Bemühungen von JPII haben nicht mal kleine Erleichterungen für
christliche Instiutionen im hl. Land gebracht.
Nur den Betern… Also bei allem Respekt vor der Wichtigkeit des Gebetes, frage ich mich doch, ob es nicht
eher so ist, dass diese „Rosenkrankreuzzüge“ erst dann begonnen wurden, als schon klar war, dass das,
worum gebetet wird auch kommt.
Jüdische Interessenvertretung… tut jüdischen Interessen einmal mehr keinen Gefallen, wenn sie sich
zur Rücknahme der Exkommunikationen äußert. Es scheint bei Vielen der Irrglaube zu bestehen, dass es
sich bei einer solchen Aktion um eine politische Maßnahme handelt. Eine politische Dimension ist zweifellos
gegeben, aber zuerst ist es eine Anwendung des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsprechung unter Berücksichtigung
der kirchlichen Dogmatik. Eine über diese Entscheidungskriterien uninformierte Einmischung verbittert
Katholiken und stärkt möglicherweise irrationale antijüdische Ressentiments im Katholizismus.
Statt „…nur den Betern kann es noch gelingen!“ schreibe: „den Betern wird alles gelingen“ Hat nicht
unser Herr selbst dem Sturm Ruhe geboten, im kleinen Schifflein – als die Jünger ihn vor Angst weckten?
Denkt nicht Gott der Allmächtige in seiner grenzenlosen Liebe jede Sekunde an uns? Wartet er nicht jeden
Tag und jede Sekunde auf uns? Schaut er nicht jeden Morgen auf jeden Sünder und zeigt ihm liebevoll den
Weg, der nur so oft zurückgewiesen wird? Seine Liebe drängt ihn, uns zu helfen. Wir brauchen nur auf
Ihn vertrauen und unsere Hoffnung auf Ihn setzen, dann wird jeder Sturm, jeder Orkan, jeder Krieg, jede
Not an uns uns vorbei gehen, außer wenn wir das Leiden aufopfern. Drum zeige uns Deinen Willen, großer
Gott, und erweiche unsere Herzen, dass unser Wille Deinem Willen gleich werde.
#5 PietroParente 10:16:49 | Samstag, 24. Januar 2009
… Sollte es sich bewahrheiten, dass ein Dekret zur Aufhebung der Exkommunikationen veröffentlicht wird,
dann wird es schon das zweite Mal gewesen sein, dass die Piusbruderschaft mit einem „Rosenkranz-Kreuzzug“
Erfolg hatte… …nur den Betern kann es noch gelingen!
Don Boscos Traum … … erfüllt sich immer mehr: Er sagte eine Bedrängnis für die Kirche voraus, „wie
es noch nie eine gab“, die ungefähr 100 Jahre nach seinem Tode beginnen werde. Er starb im Jahre 1888.
Einmal erzählte er, wie er im „Traum“ das Schiff der Kirche sah, wie es von allen Seiten, auch von innen
her, heftig angegriffen wurde. Die Rettung in dieser sehr bedrohlichen Situation der Kirche trat ein,
als der Kapitän auf dem Schiff der Kirche, der Papst, das Schiff an zwei mächtigen Säulen im stürmischen
Meer verankerte: Bei der Verehrung und Anbetung des Heilands in der heiligen Eucharistie und bei der Verehrung
der allerseligsten Jungfrau Maria, der Hilfe der Christen. Seine Botschaft an seine Zeitgenossen und an
uns ist: In allen Fragen des Glaubens und der Moral steht ein wahrer Katholik in Einheit mit dem Papst
in Rom, gerade wenn dieser massiv angegriffen wird.(frei zitiert nach www.adorare.de/donbosco.html) Lefebvre
stand nun immer in Einheit mit dem Papst, dort wo der Papst selbst den Glauben verteidigte: er war und
bleibt der Verteidiger des Glaubens, gegen Häresie, gegen V2, gegen Liberalismus. Und so können auch
wir zwischen diesen zwei Säulen festmachen: Am Rosenkranz und an der Alten Messe. Was spricht dagegen,
jeden Tag neu dort festzumachen? Gegen diese Säulen haben unsere Feinde auch nicht die geringste Chance.
Dieses unser tägliches Brot gib uns, Herr, und lass nicht zu, dass wir uns je von diesem heiligen Ankerplatz
entfernen.