Petrusbruderschaft
Leider wird der Glaube immer noch systematisch zerstört
Ein Geistlicher der Petrusbruderschaft erinnert sich: Pater Franz Schmidberger bezeichnete die Verhandlungen mit Rom noch einige Tage vor den Bischofsweihen als Geschenk der Muttergottes von Fatima.
Pater Franz Schmidberger, Distriktsoberer der Piusbruderschaft in Deutschland.
Pater Franz Schmidberger, Distriktsoberer der Piusbruderschaft in Deutschland.
(kreuz.net) Er verdankt den Ignatianischen Exerzitien bei der Piusbruderschaft viel.

Das erklärte der aus dem Saarland stammende Pater Engelbert Recktenwald am 23. Januar in einem Artikel für das ‘Portal zur katholischen Geisteswelt’. Der Geistliche gehört zur altgläubigen Priesterbruderschaft Sankt Petrus.

Die ersten Exerzitien machte er im Alter von 17 Jahren, die zweiten ein Jahr später – „und zwar bei Pater Franz Schmidberger, der mich durch seinen Seeleneifer beeindruckte.“

Der Pater erinnert sich auch an den offiziellen schulischen Religionsunterricht, „in dem der Glaube systematisch zerstört wurde“.

Nur vorübergehend?

Der verantwortliche Bischof von Trier habe über die Quelle dieser verderblichen Lehren jahrzehntelang seine schützende Hand gehalten.

„Damit war für mich klar, daß ein Studium im diözesanen Priesterseminar nicht in Frage käme“- erklärt Pater Recktenwald:

„Meine Entscheidung zum Eintritt in Zaitzkofen beruhte auf der Überzeugung, daß die Differenzen mit Rom vorübergehender Natur seien.“

Die Sanktionen gegen Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991) habe er für „schreiendes Unrecht“ gehalten.

Daß sich die Piusbruderschaft einmal weigern würde, die römische Gerechtigkeit anzunehmen, „und sich vom Opfer zum Täter wandeln würde, war damals für mich kaum absehbar.“

Pater Recktenwald wurde im Jahr 1985 von Erzbischof Lefebvre zum Priester geweiht.

Schleichender Wandel

Im Jahr 1988 verließ er die Bruderschaft – die damals „eine andere war als jene, der ich mich 1979 angeschlossen hatte.“

Der Wandel sei schleichend gekommen: „Als die Kritik am Papst nicht nur schärfer, sondern in einzelnen Punkten sachlich unzutreffend und damit ungerecht wurde, sah ich mich im Gewissen genötigt, beim Erzbischof schriftlich dagegen zu protestieren.“

Man habe ihn darauf vom Priesterseminar, wo er unterrichtete, ins Priorat von Stuttgart versetzt: „Damit hatte ich gerechnet, auch wenn ich es nicht gewünscht hatte.“

Pater Recktenwald trägt seinen damaligen Oberen keinen Groll nach: „Als Pater Schmidberger mir als Begründung angab, ich hätte nicht den Geist des Erzbischofs und könne ihn deshalb nicht den Seminaristen vermitteln, mußte ich ihm recht geben.“

Kein Hardliner

Er hält Pater Schmidberger auch nicht für einen Hardliner, der Mons. Lefebvfre dazu gebracht hat, die Einigung mit Rom vom 5. Mai 1988 platzen zu lassen: „Das Gegenteil ist der Fall.“

Pater Schmidberger habe die Verhandlungen mit Rom befürwortet und die Aufrichtigkeit des damaligen Kardinals Joseph Ratzingers verteidigt.

Er habe die Verhandlungen noch einige Tage vor den Bischofsweihen als Geschenk der Muttergottes von Fatima bezeichnet. Der Pater sei dann „mit ins Schisma“ gegangen, „weil er dem Erzbischof blind vertraute.“

Dagegen habe er – Pater Recktenwald – das blinde Gottvertrauen vorgezogen. Die ruhige und klare Gewißheit in der Frage habe ihn nie verlassen.

Jetzt betet er für eine Rückkehr der Piusbruderschaft und warnt vor der Fortsetzung ihres Weges.

Häretisches Konzil?

Als Beweis dafür, wie sehr sich die Piusbruderschaft „verrannt habe“, zitiert er aus einem Interview des lefebvristischen Bischofs Bernard Tissier de Mallerais, das am 10. Dezember 2008 auf der deutschsprachigen Website der Piusbruderschaft veröffentlicht wurde.

Auf die Frage, welche Herausforderungen die Priesterbruderschaft und ihre Gläubigen in den nächsten Jahren annehmen müßten, antwortete Mons. Tissier:

„Zuallererst unser Durchhalten in der Zurückweisung der Irrlehren des Zweiten Vatikanischen Konzils, zweitens unsere Stärke im Ablehnen jeder ‘Versöhnung’ mit dem besetzten Rom.“

Der Vorwurf der Häresie an das Zweite Vatikanum sei neu, erklärt Pater Recktenwald: „Zu meiner Zeit wurde das von Pater Schmidberger noch ausdrücklich abgelehnt.“

Melken oder Schlachten

Im selben Interview spreche Mons. Tissier auch „von schwerwiegenden Irrlehren von Papst Benedikt XVI.“

Fazit von Pater Recktenwald: „Wenn er von dieser Kirche getrennt bleiben will, ist dies nur eine andere Umschreibung des schismatischen Tatbestandes.“

Man könne nicht gleichzeitig „das Schisma“ leugnen und die Trennung befürworten. Das sei ein Versuch, die Kuh gleichzeitig zu melken und zu schlachten.

Löst Rom alle Probleme?

Seine Frage: „Ob wenigstens seitens der Piusbruderschaft die verletzende Kritik und die Beschädigung der päpstlichen Autorität aufhören wird?“

„Der Kampf um den Glauben ist seit meiner Jugend zum Thema meines Lebens geworden“ – bekennt Pater Recktenwald. Heute stehe der innerste Kern des Glaubens auf dem Spiel, der Glaube an die Gottheit Christi.

Mit seinem Jesusbuch, das die Wurzel der heutigen Glaubenskrise anpacke, habe der Papst angeblich mehr zur Stärkung des Glaubens beigetragen als die Piusbruderschaft mit all ihrer Polemik gegen den Papst.

Nicht Abkapselung sei das Gebot der Stunde, sondern Vernetzung im Dienst der Neuevangelisierung.
      
46 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#47   Soramonas   20:40:32 | Freitag, 28. Mai 2010
Liberalismus…
…Ideologie des absoluten Relativismus und Modernismus…
www.bilderberg.org
www.luebeck-kunterbunt.de
Redaktion benachrichtigen
#45   mathild   16:22:17 | Montag, 26. Januar 2009
Warum sitzen bei der Petrusbruderschaft nur „ältere“ Menschen in der hl. Messe…
Leider ist es durch die Personalkonstellation der Petrusbruderschaft so, dass die hl. Messen bei der Petrusbruderschaft meistens nur von älteren Menschen besucht wird. Wer schwierige Fragen gegenüber der amtierenden Geistlichkeit anbringt, der hat schon einmal verloren.
Man macht einen Bogen – man geht nicht auf die Menschen zu, sondern man will hofiert werden. Auf dem Platintablett möchten die meisten der Petrus-Priester alles bekommen – ohnen auch nur einen Handschlag zu tun – auch eine Herr Recktenwald!
Die guten Priester schickt man in die Verbannung, oder man lässt ihre Aufenthaltserlaubnis aus den Augen …und dann lässt das Amt grüssen. Sie müssen das Land leider verlassen.
Gott LOB hat der Himmel zumindest einen jungen guten Priester aus diesen Reihen nach ROM dadurch geführt.
Hl. Geist komm und erfülle die Priester der Petrusbruderschaft mit all deinen Gaben, damit sie Richtung erhalten und nicht (sie haben ja eine gute Ausbildung im Seminar erhalten) durch ihre Unfähigkeit mit Menschen zu kommunizieren ins Abseits geraten.
Regina Pacis O.P.N. !
Redaktion benachrichtigen
#44   Reformeifer2008   10:33:12 | Montag, 26. Januar 2009
Mitdiskutieren
Die moderne Hexenjagd in den Medien nimmt erschreckende Züge an.
Diskutiert mit und überlasst das Feld nicht den Linken.
Unter:
Ein abscheuliger Lügner !
www.sueddeutsche.de/…tik/330/456001/text/?page=2
www.sueddeutsche.de/…itik/282/455954/text/
Redaktion benachrichtigen
#43   clarissa colonia   09:20:25 | Montag, 26. Januar 2009
Sicher, werter ruhrgebietler,
hält die relecture der Hl. Schrift unseren Glauben stets „auf Kurs“ und mag auch Anregungen für die Gegenwart geben.
Herzlichen Dank für Ihre Segenswünsche, die mit wendendem Boten auch Ihnen gelten mögen, cc.
Redaktion benachrichtigen
#42   r.ruhrgebietler   09:12:55 | Montag, 26. Januar 2009
@clarissa colonia – vielleicht einmal die Apsotelgeschichte lesen?
dort liesse sich etwas finden… das würde eins schöne Ableitung für das Schaffen heutiger Pfarrgemeinderäte geben. Der Kleriker kümmert sich um das Seelenheil, die PR um den weltlichen Teil.
Sie machen das schon. ;-)
einen angenehmen Tag unter dem Segen Jesu Christi!
Redaktion benachrichtigen
#41   clarissa colonia   08:59:09 | Montag, 26. Januar 2009
Schön, werter ruhrgebietler,
daß Sie wenigstens der grundsätzlichen Auffassung sind, Polemik könne grundsätzlich helfen, wenn auch nicht hier.
Doch, täuscht mich meine Erinnerung? Wollten die Apostel nicht frei vom Dienst an den Tischen sein, um frei für die Verkündigung zu sein? In meiner Ausgabe der Acta lese ich da keinen Zusammenhang mit dem Lebensstand der Apostel (hinein oder heraus).
Redaktion benachrichtigen
#40   r.ruhrgebietler   07:40:22 | Montag, 26. Januar 2009
Apostel Petrus
konnte auch nicht anders – er wurde von IHM, Jesus Christus +, direkt von seiner Arbeit berufen. Die ersten Jünger waren (fast) alle liiert. Was die Sache einfacher macht. Denn Jesus Christus hat sie berufen – direkt. Nicht „par malheur“ wie das heute so geschieht – och… keine Lust auf Arbeit… jo, Kleriker in der V-II Sekte, die haben es fein. immer frei zu fressen und zu saufen, freie Logis, sehr viel Freizeit und überaus viel Urlaub.
ABER
In der nachfolge Jesu christi wurde selbst den Aposteln sehr schnell klar daß dis nicht klappt: Familie und apostolische Nachfolge Jesu. Für den weltlichen Teil bestimmten sie Männer aus ihrem Kreis, die Seelsorge verrichteten sie selber (und waren dabei Männer! und keine Familienväter) „niemand kann zwei Herren dienen“
Oder täuscht mich meine Bibel?
Polemik hilft hier nicht weiter.
Redaktion benachrichtigen
#39   Tolerant   02:16:08 | Montag, 26. Januar 2009
NICHT BEI DEN PETRUSBRÜDERN GESTRANDET
Durch den offizellen katholischen Religionsunterricht wurde mein Glaube an Jesus Christus gestärkt und ich mußte nicht bei der Petrusbruderschaft stranden.+
So nebenbei: Der Apostel Petrus hätte wegen seines Ehestandes wohl kaum eine Mitgliedschaft in der keuschen Brüderschaft gewünscht.+
Nun der Heilige Petrus im Bruderhaus ist aus Holz.+
Es ist erhebend, wie unfehlbar diese Brüder sind.
Alle anderen sind den Irrlehren verfallen.
Na ja. Man kann auch seinen eigenen Vogel für den Heiligen Geist halten. Jesus, der Sohn Gottes wirds aushalten. T
Redaktion benachrichtigen
#38   clarissa colonia   23:47:01 | Sonntag, 25. Januar 2009
Wieder einmal, mon cher comte,
äußern Sie nicht wieder mal etwas viel Meinung für die bescheidene Basis Ihrer Ahnung?
Sie mögen ja polemisieren wie Sie wollen (da sind Sie ja hier unter Ihresgleichen bestens aufgehoben), aber tun Sie es dann doch wenigstens richtig.
Wenn man schon mit den Konzilsvätern das Bein heben will, sollte man auch wissen, daß jeder Verständige concilium, -i, als Neutrum ansehen würde.
Im Gegensatz zu Ihnen beherrschten die Konzilsväter (und -mütter) das; darf man diesen Umstand nun als Hinweis werten, daß die sprachlichen Feinheiten der Konzilstexte nicht das einzige sind, das Ihnen beim concilium vaticanum secundum entgangen ist?
Redaktion benachrichtigen
#37   Sefirot   23:44:46 | Sonntag, 25. Januar 2009
Durchlaucht
was ist für Sie „falsche Religion“…?
Ihre persönlich zusammengeschnitzte…?
Redaktion benachrichtigen
#36   Graf von Galen   23:34:30 | Sonntag, 25. Januar 2009
Wider VII, Pater Recktenwald
Natürlich enthält VII Irrlehren.
Man denke nur an die Lobhudeleien auf die falschen
Religionen in Nostrae Aetate
Darum gilt : „VII delendam est !“
Redaktion benachrichtigen
#35   monti   22:35:55 | Sonntag, 25. Januar 2009
Es ist zwar völlig irrelevant,
aber Gotthard ist mit Sicherheit nicht Priester.
Und zwar nicht so „nicht Priester“, wie ein Tradi es meinen würde, wenn er von einem im Neuen Ritus geweihten Priester spricht, sondern ganz einfach so, dass Gotthard einem weltlichen beruf nachgeht.
Redaktion benachrichtigen
#34   Gotthard   22:12:53 | Sonntag, 25. Januar 2009
@galatea
Das ist intelligenter als Ihre bisherigen Argumente, mithin aber nicht weniger boshaft.
intelligent oder boshaft interessiert mich nicht – mich interessiert aber ihre Qualifizierung der Konzils-Bischöfe … DAS ist interessant.
Redaktion benachrichtigen
#33   Galatea   22:05:52 | Sonntag, 25. Januar 2009
Sehr geehrter Herr Monti,
die Beiträge des Genannten lassen keinen anderen Schluss zu.
Redaktion benachrichtigen
#32   monti   22:04:11 | Sonntag, 25. Januar 2009
Wie kommen Sie auf die Idee,
Gotthard sei Priester ?????? :-O
Redaktion benachrichtigen
#31   derLeser   21:55:28 | Sonntag, 25. Januar 2009
Gotthard – da sie Priester sind
wende ich mich vertrauensvoll mit einer Frage an Sie.
Ich frage mich seit längerem: Gibt es den Satan als real existierendes geistiges personales Wesen – oder handelt es sich eher um ein kulturellpsychologisches Projektionsphänomen.
Was ist ihre Meinung ?
Redaktion benachrichtigen
#30   Galatea   21:52:55 | Sonntag, 25. Januar 2009
Sehr geehrter Herr Gotthard,
es beruhigt mich ungemein, dass Sie den verstorbenen Erzbischof zur qualifizierten Mehrheit der gebildeten Bischöfe zählen.
Das ist intelligenter als Ihre bisherigen Argumente, mithin aber nicht weniger boshaft.
Redaktion benachrichtigen
#29   Gotthard   21:44:03 | Sonntag, 25. Januar 2009
Sehr geehrte Galatea
Noch einmal meine Eingangsfrage: woher haben Sie die Erkenntnis, Monsignore Lefevbre sei völlig ungebildet gewesen?
wahrscheinlich war Mons. L. einer der wenigen, der nicht der vom verehrten User Alois Bischof qualifizierten Mehrheit der ungebildeten Bischöfe angehörte.
Ich habe bis jetzt vergeblich auf deinen empörten Aufschrei gewartet gegen diese unglaubliche Disqualifizierung der Konzilsbischöfe – beim exkommunizierten Erzbischof L. platzt dir der Kragen…
Redaktion benachrichtigen
#28   Galatea   21:17:00 | Sonntag, 25. Januar 2009
Sehr geehrter Herr Gotthard,
verfügen Sie über Informationen, die uns Normalsterblichen vorenthalten werden?
sollte Mons L. nicht zu dieser qualifizierten Mehrheit gehören?
womit Sie auf den Kommentar des Herrn Alois Bischof konterten:
Auf dem II. Vatikanum gelang es den Neomodernisten und ‘neuen’ Theologen den (oft völlig ungebildeten) Bischöfen und durch Druck auch den meisten Kardinälen eine Theologie, Ekklesiologie samt Ökumenismus aufzuzwingen
Manchmal fragt man sich, ob Sie überhaupt wissen, was Sie schreiben; Hauptsache dumm daherreden, etwas wird beim dummen Leser schon hängen bleiben.
Noch einmal meine Eingangsfrage: woher haben Sie die Erkenntnis, Monsignore Lefevbre sei völlig ungebildet gewesen? Haben Sie irgendwelche Hinweise darauf, der Vorsitzende von vier afrikanischen Bischofskonferenzen sei eine geistige Null gewesen?
Wenn ja, dann bitte ich, dann bitten auch andere Leser hier um Quellen. Und zwar bezüglich dieser meiner Frage und keiner anderen.
Möchten Sie, dass ich diese Frage noch einmal wiederhole, oder haben Sie diese auch so verstanden, Herr Gotthard?
Redaktion benachrichtigen
#27   möchtegern-kathole   20:55:44 | Sonntag, 25. Januar 2009
@Gotthard
Wenn Sie L. durch den Schlamm ziehen und in die Ecke „ungebildet“ stellen wollen, fällt das sofort auf Sie zurück.
Redaktion benachrichtigen
#26   caritatem   20:46:20 | Sonntag, 25. Januar 2009
Die Kraft des Gebetes
Benedicite Dominum! Gratulation an die Piusbruderschaft für ihren unermütlichen Einsatz und Durchhaltevermögen.Introibo ad altare Dei.Ad deum,qui laetificat juventutem meam.
Redaktion benachrichtigen
#25   Gotthard   20:35:30 | Sonntag, 25. Januar 2009
@möchtegern-kathole
der verehrte Leser Alois Bischof hat in diesem Themenstrang heute Nachmittag geschrieben:
Auf dem II. Vatikanum gelang es den Neomodernisten und ‘neuen’ Theologen den (oft völlig ungebildeten) Bischöfen und durch Druck auch den meisten Kardinälen eine Theologie, Ekklesiologie samt Ökumenismus aufzuzwingen
sollte Mons L. nicht zu dieser qualifizierten Mehrheit gehören?
Redaktion benachrichtigen
#24   möchtegern-kathole   20:27:53 | Sonntag, 25. Januar 2009
@Alois Bischof @ Gotthard
@Alois Bischof
Leider deckt sich das, was Sie schreiben, nicht mit dem Dogma, das das Vatikanum I darüber verkündet hat. Ihre Meinung dürfte deshalb 100% falsch sein.
@ Gotthard
Lassen Sie ruhig Ihre Polemik bleiben, dadurch wird Ihr Ruf hier auch nicht mehr anderes, als er es jetzt schon ist.
Redaktion benachrichtigen
#23   Gotthard   20:23:55 | Sonntag, 25. Januar 2009
@möchtegern-kathole
L. war auch nur ein Mensch, und hat sich wohl die Texte längere Zeit angesehen.
bei der niederen Bildung der Konzilsväter auch kein Wunder!
Redaktion benachrichtigen
#22   Alois Bischof   20:17:49 | Sonntag, 25. Januar 2009
Ein Ökumenisches Konzil
einberufen von einem rechtmäßigen Papst, einem gültig gewählten Heiligen Vater, kann keine Häresien lehren. Keine Häresie die früher verurteilt war als Häresie, und auch keine Lehre die künftig als Häresie bezeichnet werden wird.
Es geht also darum das II. Vatikanum und die Legitimität der „Konzilspäpste“ zu überprüfen, auch in ihren vor der Wahl erschienen persönlichen Schriften und Veröffentlichungen und Aussagen.
Sagte das II. Vatikanum eigentlich das gleiche von dem was vorher von allen 20. Konzilien und allen katholischen Päpsten der apostolischen römischen Kirche gelehrt und verkündet wurde. Es muß die gleiche unveränderliche römisch-katholische Christenlehre sein. Vielleicht hat man das II. Vatikanum falsch interpretiert.
Wenn nicht, wenn die Assisi-Gebetstreffen, Koranküsse, Ratzinger’sche Interkommunion mit Kalvinisten, wenn die Neue Ekklesiologie aller Konfessionen (in einer „Teilgemeinschaft“) usw. alle doch korrekte Auslegungen des II. Vatikanums waren, dann das das II. Vatikanum eine Neue Religion, eine andere Religion als die römisch-katholische Kirche, gegründet und ist somit ungültig, irrelevant und häretisch bzw. apostatisch.
Redaktion benachrichtigen
#21   monti   20:14:49 | Sonntag, 25. Januar 2009
ähmmm…
der Beitrag von HBR ist inhaltlich reiner Unsinn.
Sind das nicht die meisten Beiträge von HBR ? :-D
Redaktion benachrichtigen
#20   möchtegern-kathole   20:06:34 | Sonntag, 25. Januar 2009
@st.georg
Zuznächst ging es in meinem Beitrag nur um die Frage, ob ein Konzil überhaupt häretisch sein kann. Natürlich kann es, der Beitrag von HBR ist inhaltlich reiner Unsinn. Sie wenden das jetzt auf das V2 an. Gerne beantworte ich die Frage:
L. war auch nur ein Mensch, und hat sich wohl die Texte längere Zeit angesehen. Teilweise ist der Text von einer so lausigen Qualität und einfache dinge so endlos lang gemacht, teilweise widerspricht sich der Text auch, so dass man tatsächlich erst nach längerem Zerlegen versteht, wo die häretischen Fallen eingebaut sind.
Redaktion benachrichtigen
#19   st.georg   20:00:47 | Sonntag, 25. Januar 2009
@möchtegern…
dann können sie sicher erklären, warum der konzilsvater
lefebvre nachweislich alle!!!! „häretischen“ texte dieses konzils unterzeichnet hat…??? :-S
Redaktion benachrichtigen
#18   caritatem   19:58:55 | Sonntag, 25. Januar 2009
Glücklich und zufrieden
o^/ Ich danke dem Hl.Vater,daß er die Exkommunikation zurückgenommen hat.Mögen die heiligen Hallen unserer Kirchen in der alten schönen Tradition des tridentinischen Ritus,in ihrer vollen Schönheit erklingen,zum Lobe und zur Ehre unseres Herrn.Ich danke der allerseligsten Gottesmutter Maria,daß Sie unsere Anliegen erhört hat.
Redaktion benachrichtigen
#17   Chris   19:57:45 | Sonntag, 25. Januar 2009
Vielfältige Einheit
Es spielt keine Rolle was gewesen ist, wenn ein gemeinsames Ziel erreicht wird. So hat der Feind ja auch Liberalisten, Faschisten und Kommunsiten-Sozialisten eingeschworen!
Das ist aber der Satan, der den Untershied zum Schisma nutzt und nicht das gemeinsame Ziel zur Einheit!
Seid Klug wie die Schlangen, aber ohne Falschheit, wie die Tauben! >:)
Redaktion benachrichtigen
#16   möchtegern-kathole   19:53:28 | Sonntag, 25. Januar 2009
HBR schrieb:
„Wie kann ein Konzil häretisch sein? Das ist nicht möglich“
Indem es einen häretischen Text vorlegt. Warum sollte das nicht möglich sein? Nur in der V2-Traum-Kirche ist das nicht möglich.
Redaktion benachrichtigen
#15   Strauss   19:36:02 | Sonntag, 25. Januar 2009
Die Privatisierung der Kirche
Durch die Zurücknahme der Exkommunikation wird wahrscheinlich ein Wettbewerb einsetzen um die Teilnahme der Grläubigen zwischen „öffentlich-rechtlichen“ (Amtskirche) und „privaten“ (Piusbruderschaft) Anbietern der hl Messe.
Die Angst vor dem Abzug der Gläubigen dürfte auch der Grund sein, warum der Priester in der NOM Messe heute wahrscheinlich ein extra Stück Kreide geschluckt hatte und besonders salbungsvoll daherphantasierte.
Redaktion benachrichtigen
#14   r.ruhrgebietler   18:54:56 | Sonntag, 25. Januar 2009
gähn… Satan tobt also schon!
es ist unglaublich, wie sich antikatholische und antichristliche Kräfte, nur wenig Augenblicke nach der Widerufung der Scheinexcommunication am toben sind!
Redaktion benachrichtigen
#13   vonHerzmanovsky-Orlando   18:48:12 | Sonntag, 25. Januar 2009
@recktenwald
„Zuallererst unser Durchhalten in der Zurückweisung der Irrlehren des Zweiten Vatikanischen Konzils, zweitens unsere Stärke im Ablehnen jeder ‘Versöhnung’ mit dem besetzten Rom.“
Der Vorwurf der Häresie an das Zweite Vatikanum sei neu, erklärt Pater Recktenwald: „Zu meiner Zeit wurde das von Pater Schmidberger noch ausdrücklich abgelehnt.“
Dann empfehle ich dem Herrn Recktenwald sich mal die SChriften von Levebvre vorzunehmen. Da findet sich mehr als diesem Herrn lieb ist. Läuft alles auf eine Schutzbehauptung hinaus! Ziemlich unredlich für einen Pater!
Redaktion benachrichtigen
#12   HBR   18:03:16 | Sonntag, 25. Januar 2009
Häretisches Konzil
Wie kann ein Konzil häretisch sein? Das ist nicht möglich
Redaktion benachrichtigen
#11   Tridentinus   17:56:44 | Sonntag, 25. Januar 2009
Daß Rom die Sicht der Piusbruderschaft
vom Notstand durch dessen Vorliegen die Konekration ohne Mandatum Apostolicum keine Straftat war, teilen würde, war unwahrscheinlich. Aber erwiesen werden konnte aus römischer Perspektive dieser Gnadenakt doch wohl nur, weil man ernstnimmt and respektiert, daß der Konsekrator und die von ihm zu Bischöfen Konsekrierten sich (und die ganze Kirche) damals in einer solchen Notlage sahen.
Diese damalie Sichtweise mußte bis jetzt niemand revidieren. Allerdings wird man jetzt, oder genauer momentan, nicht mehr argumentieren können, diese Notlage liege unverändert vor.
Redaktion benachrichtigen
#10   Przybislav Iamesseblo   17:35:33 | Sonntag, 25. Januar 2009
es gibt schlimmeres als eine Spaltung
Im Konklave von 1958 wurde der Frevler Roncalli deswegen gewählt, weil man einer Spaltung, die sich immer mehr abzeichnete vorbeugen wollte. Die Polarisierung zwischen der römischen Theologie und der aus Frankreich stammenden neueren Theologie war nämlich so weit fortgeschritten, dass eine Spaltung unvermeidlich schien. Wäre sie eingetreten, wären uns drei skanalöse Pontifiakte sowie die Räubersynode erspart geblieben. Von Rahner würde man heute sprechen wie man seinerzeit über Luther sprach.
Redaktion benachrichtigen
#9   vonHerzmanovsky-Orlando   17:27:18 | Sonntag, 25. Januar 2009
@Iudaeus
Wahrscheinlich wird es bald in der FSSPX zu einer neuen Spaltung kommen (es gab schon einige – FSSPV zB): Fellay und der Spanier möglicherweise zurück in die Kirche; Tissier de Mallerais und erst recht Williamson nicht.
Dann wäre diese trickreiche Operation PapaRatzis ja erfolgreich verlaufen. Wünschen wir es ihr und ihm!
Redaktion benachrichtigen
#8   matt3   17:17:00 | Sonntag, 25. Januar 2009
Vielleicht gehen die dann mit dem Lingen zam
das wär doch ein dynamisches Duo: Lingen – Williamson. Aber wie ich den Lingen kenne kann der mit keinem anderen als mit sich selbst. Ein echter Autodidakt eben :-D
Redaktion benachrichtigen
#7   Iudaeus   17:09:29 | Sonntag, 25. Januar 2009
Schisma in der FSSPX
Wahrscheinlich wird es bald in der FSSPX zu einer neuen Spaltung kommen (es gab schon einige – FSSPV zB): Fellay und der Spanier möglicherweise zurück in die Kirche; Tissier de Mallerais und erst recht Williamson nicht. Dieser letzte wird dann offen seine sedisvakantistischen und antisemitischen, verschwörungstheoretischen, frauenfeindlichen Neigungen in seiner eigenen Gesellschaft ausleben können.
Redaktion benachrichtigen
#6   Przybislav Iamesseblo   16:46:43 | Sonntag, 25. Januar 2009
Alois Bischof: sie haben natürlich recht
sie haben natürlich Recht und die Wahl der Frevlers Roncalli durch die rechtgläubigen Kardinäle Ottaviani und Ruffini gehört zu den tragischen Entscheidungen des letzten Jahrhunderts.
Halbgebildeten wie vonOrlovsky-Orlando und Gotthard ist dies natürlich nicht klar zu machen. Sie sollen daher ruhig weiterhin in ihrer Konzilssekte verweilen.
Was Pater Recktenwald nicht einsehen will, ist die grosse Geduld die der Erzbischof in seinen Verhandlungen mit dem modernistischen Rom bewies. Als er leider viel zui spät erkannte, dass seine Verhandlungen mit Rom zum Untergang der Piusbruder-schaft führen würden, vollzog er endlich die erforderliche Wende und weihte die vier Bischöfe.
Die Euphorie von Bischof Fellay hinsichtlich des Dekretes aus Rom kann ich nicht teilen. Rom hat nämlich lediglich die Exkommunikation gegen die Bischöfe der Piusbruderschaft aufgehoben. Das bedeutet die Weihe wird nach wie vor als Straftat bezeichnet, jedoch wird die dagegen verhängte Sanktion durch eine Gnadenakt Benedikt XVI aufgehoben. Dagegen hatte Bischof Fellay in seiner Ansprache in Fulda von einer Rücknahme der Exkommunikation gesprochen, was bedeutet hätte, dass sie deswegen für nichtig erklärt werde, weil es keine Straftat gegeben hat.
Redaktion benachrichtigen
#5   matt3   16:46:34 | Sonntag, 25. Januar 2009
Ich sehe da nur neue Probleme entstehen…
ich glaube das Ganze wird damit enden, dass sich der Pius-Verein gänzlich von Rom abkoppelt. Wieso auch nicht. Das Christentum ist eh schon so zersplittet. Wieso hat man eigentlich soviel Angst vor dem Schisma? Soll man seine Kirche machen wie man sie mag und die Leute die das mögen werden kommen, wie Gott es fügt. Man macht sich da zuviele Gedanken.
Redaktion benachrichtigen
#4   Gotthard   15:42:53 | Sonntag, 25. Januar 2009
@Alois Bischof
Auf dem II. Vatikanum gelang es den Neomodernisten und ‘neuen’ Theologen den (oft völlig ungebildeten) Bischöfen
mit Deiner „Bildung“ konnten sich diese Bischöfe aber blendend vergleichen…
Redaktion benachrichtigen
#3   homo rudolfensis   15:18:48 | Sonntag, 25. Januar 2009
@vonHe:
So kommt die Kirche nie in der Welt an!
Wieso, sie ist doch schon angekommen www.dbk.de/…mme/kath-gott-07.pdf?
„Wir haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.“ (1. Korinther 2,12-13)
Redaktion benachrichtigen
#2   vonHerzmanovsky-Orlando   15:10:44 | Sonntag, 25. Januar 2009
Völlig falsch:
Pater Schmidberger habe die Verhandlungen mit Rom befürwortet und die Aufrichtigkeit des damaligen Kardinals Joseph Ratzingers verteidigt.
Ratzinger ist unaufrichtig gegenüber denen, die ihn groß gemacht haben. Er hat Liberalität und Konzilianz aber offensichtlich nur vorgetäuscht um nun auf seine alten Tage zurückzufallen in Aberglauben und Nostalgismus. Menschlich enttäuschend und kirchenpolitisch tragisch. Es wird wieder eine Generation dauern den Saustall aufzuräumen, den er verursacht hat. So kommt die Kirche nie in der Welt an!
Redaktion benachrichtigen
#1   Alois Bischof   14:43:25 | Sonntag, 25. Januar 2009
Pater Recktenwald
verschweigt immer wieder die ganze Geschichte und Wahrheit dieser Sache.
(1) Hat P. Recktenwald sich vielleicht als „Konzilsorientierter“ der FSSPX angeschlossen damit er diese wieder „zurückführen“ könne in die nach dem II. Vatikanum entstandene neue Konzilskirche, mit neuen Dogmen und einer neuen (unkatholischen) Ekklesiologie, in der alle Religionen und Konfessionen und Ansichten unter einer pluralistischer Führung in einem neuen Vatikan toleriert und sogar gefördert wurden.
(2) Die Problematik ist keine der überlieferten römischen („tridentinischen“) Liturgie, sondern geht um die ‘Nouvelle Théologie’, die neue Theologie und die neo-modernistischen Theologen (zu denen auch der damalige Joseph Alois Ratzinger sowohl vom Hl. Offizium wie auch von der damaligen Presse gezählt wurde, im Gegensatz zu seinem heutigen ‘Image’, nach dem er angeblich ein „konservativkatholischer Bayer im Vatikan“ sei).
(3) Die Krise in der römisch-katholischen Kirche fing bereits 1958 mit der Wahl Angelo Roncallis zu Johannes XXIII. an, und mit dessen fragwürdigen Ansichten zur ‘Gemeinschaft’ mit der römisch-katholischen Kirche. Auf dem II. Vatikanum gelang es den Neomodernisten und ‘neuen’ Theologen den (oft völlig ungebildeten) Bischöfen und durch Druck auch den meisten Kardinälen eine Theologie, Ekklesiologie samt Ökumenismus aufzuzwingen, die schon von Papst Pius XII. in ‘Mystici corporis’ (1943), ‘Mediator Dei’ (1947) und vor allem ‘Humani generis’ (1950) verurteilt worden waren.
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
PetrusbruderschaftSchließlich ist für Gott nichts unmöglich PetrusbruderschaftJüngste Entwicklung Alte MesseSie wollen es nicht wahrhaben Alte MesseDas Motu Proprio bricht das Eis Alte MesseLiturgische Internet-Revolution Alte MesseIch kann es mir nicht leisten, hier gesehen zu werden PetrusbruderschaftEin Wochenende unter der Schirmherrschaft des Himmels PetrusbruderschaftLiturgische Gewissenserforschung PetrusbruderschaftEin großer Tag für Kopenhagen PetrusbruderschaftBischöfe mit gutem Beispiel
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net