Integristische Altliberale polemisieren wegen der gestrigen Versöhnungs- und Barmherzigkeitsgeste des Papstes. Doch auch Altgläubige wenden ihren Blick auf viele Wenn und Aber. Weitere Stellungnahmen.
Die unerlaubten Bischofsweihen 1988
Vorbehalte
„Wir sind bereit, mit unserem Blut das Credo niederzuschreiben, den Antimodernisteneid zu
unterzeichnen, das Glaubensbekenntnis von Pius IV., wir akzeptieren und wir machen uns alle Konzilien
bis zum II. Vatikanum zu eigen, hinsichtlich dessen wir Vorbehalte zum Ausdruck bringen möchten“.
Der
Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. an den Präsidenten der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia
Dei’ laut einem Brief an die Gläubigen, der gestern veröffentlicht wurde.
Drohung mit dem Ansehen der
Welt
„Katholische Theologen bestätigen, daß die Leugnung des Holocausts [von Bischof Richard Williamson
FSSPX] nach dem Kirchenrecht kein Grund für eine Exkommunizierung sei. Shimon Samuels vom Simon-Wiesenthal-Zentrum
in Paris erklärte indessen, man verstehe zwar den Wunsch des Papstes nach Einheit der Kirche, doch die
Wiederaufnahme Williamsons werde dem internationalen Ansehen des Vatikans zum Nachteil gereichen – um
so mehr als der Papst ein Deutscher sei.“
Aus einem Bericht der Schweizer Tageszeitung ‘Neue Zürcher
Zeitung’
Noch ein Vorkämpfer der Holocaust-Religion
„Ich bin gespannt, wie die Priesterbruderschaft
sich nun verhalten wird. Zumal es im vorhinein dieses bestürzende Interview mit Bischof Williamson gab.
Man wird also nun sehen, wie diese Kreise sich verhalten, ob sie also froh sind über diesen Schritt,
oder von der Einheit der Kirche um jeden Preis weg möchten.“
Der Obere des Berliner Instituts St. Philipp
Neri, Propst Gerald Goesche, vor der Nachrichtenseite ‘kathnews.de.
Kleben selber an der Vergangenheit
„Es bleibt aber ein schaler Geschmack: Hat Benedikt XVI. nicht zwei Hände? […]. Wäre es nicht gerade
jetzt an der Zeit, mit der zweiten Hand auch all jene heimzuholen, die mit Lehrverboten und Exkommunikation
bestraft wurden, weil sie die gute Nachricht Jesu auch politisch-strukturell für die Armen dieser Welt
einsetzen oder Frauen zu Priesterinnen weihen oder für Kondome zum Schutz vor AIDS eintreten? Das Bild,
das Benedikt XVI. vermittelt, ist keineswegs zukunftsorientiert, sondern es klebt an der Vergangenheit.“
Aus einer Presseaussendung der antikatholischen Vereinigung ‘Wir sind Kirche’
Wollen die Bischöfe wirklich?
„Papst Benedikt XVI. war bei seiner Entscheidung von der Überzeugung geleitet, daß nach der Anerkennung
des Lehramtes und der Autorität des Papstes gute Aussichten bestehen, daß die anstehenden Gespräche
über die noch ungelösten Fragen hinsichtlich der verbindlichen Annahme des Zweiten Vatikanischen Konzils
zu einem guten Ende gebracht werden. Auf diese Weise soll die vollständige Versöhnung in voller Gemeinschaft
auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens ihren sichtbaren Ausdruck finden. Ich hoffe und bete, daß
diese Versöhnung geschehen wird.“
Aus der Stellungnahme des Bischofs von Basel und Vorsitzenden der
Schweizer Bischofskonferenz, Mons. Kurt Koch, in dessen Diözese der Generalobere der Piusbruderschaft
residiert.
Bruderstreit hinter sich gelassen
„Die Priesterbruderschaft St. Petrus möchte ihre Freude
über diesen neuen wichtigen Schritt in Richtung Einheit ausdrücken. Seit ihrer Gründung bezeugte die
Priesterbruderschaft St. Petrus ihre Anhänglichkeit sowohl an den Heiligen Stuhl als auch an die Tradition
der Kirche, indem sie inständig um eine Versöhnung der Bruderschaft St. Pius X. mit Rom betet […].
Die Priesterbruderschaft St. Petrus bringt ihre große Dankbarkeit gegenüber dem Heiligen Vater zum Ausdruck.
Sie sieht in dieser großzügigen Geste einen Aufruf zur Einheit aller Katholiken, gegenüber allen Widersprüchen
unserer Zeit das Königtum Jesu Christi in der Welt auszubreiten.“
Aus der Stellungnahme der Priesterbruderschaft
St. Petrus.
Die ganze Härte des Kirchenrechts
„Die Freude darüber sollte allerdings nicht dazu verführen,
die Schwierigkeiten zu übersehen, die noch zu bewältigen sind, bis die Bruderschaft wirklich wieder
in die volle Einheit mit der Kirche unter dem Bischof von Rom zurückgekehrt ist. Was noch nicht geleistet
wurde:
• Die Suspendierung der Bischöfe und Priester der Bruderschaft ist noch nicht formell aufgehoben –
damit sind sie an der vollen Ausübung ihrer priesterlichen Funktionen gehindert.
• Die Bruderschaft
selber ist keine kirchlich anerkannte Einrichtung. Sie scheint auch intern – das muß man aus den unerträglichen
Auftritten von Bischof Williamson schließen – über keine tragfähige Organisation zu verfügen.
• Tatsächlich
gibt es in der Bruderschaft und ihrem näheren Umfeld zahlreiche Priester und Gläubige, die sich in der
Vergangenheit so geäußert haben, als ob sie prinzipiell nicht zur Einheit mit dem Papst auf der Grundlage
der 21 Konzilien bereit wären – sedisvakantistische Neigungen sind unübersehbar.
• Es ist noch völlig
unklar, in welcher Organisationsform die Bischöfe, Priester und ihr verbundenen Gläubigen der Bruderschaft
wieder in die Kirche eingegliedert werden können und welche Rolle die illegal geweihten Bischöfe in
dieser künftigen Organisation spielen sollen.
• Der Umfang der Meinungsverschiedenheiten über den
Stellenwert und die Auslegung der Dokumente des Zweiten Vatikanums ist völlig ungeklärt“
Aus einem
Kommentar der Webseite ‘Summorum-Pontificum.de’.
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52 Lesermeinungen
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Die Communio ist wichtig Der Heilige Vater hat sich bestimmt lange überlegt, was zu tun ist. Entscheidend
ist m. E. nach, dass die Einheit aller Christen wiedererlangt wird, natürlich wird dies beschwerlich
sein. In Joh. 17 ff. wird immer wieder explizit dargestellt: „Damit sie alle e i n s seien“. Ja, vieles
ist defizitär. Wenn man allein daran denkt, dass in protestantischen Kreisen über hunderte verschiedene
„Kirchen, Freikirchen“ existieren.
#51 Florianklaus 12:15:07 | Montag, 26. Januar 2009
@clarissa 1054 wurden keine Kirchen, sondern nur Personen exkommuniziert. Es bestehen im übrigen ernsthafte
Zweifel, ob man das Schisma zwischen Ost und West auf dieses Jahr zeitlich festlegen kann.
@franz-joseph Demnach endet die Strafe der Exkommunikation sowieso mit dem Tod: wie die Möglichkeit des
Sakramenten.Empfangs auch mit dem Tod endet – also keine Krankensalbung mehr für Verstorbene.
#48 Franz-Joseph 01:21:32 | Montag, 26. Januar 2009
… endet mit dem Tod. Jetzt habe ich eine Meldung auf Radio Vatikan gefunden. Demnach endet die Strafe
der Exkommunikation sowieso mit dem Tod: „Das Rehabilitieren Luthers ist kirchenrechtlich kaum möglich.
Die Exkommunikation ist an eine Person gebunden, die Strafe mit dem Tod unwirksam.“ Hier der Link …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=191352
Nun ja, werter Franz-Joseph, verschiedentlich bin ich ja bereits mit der Vermutung hervorgetreten, um
deutscher Bischof zu werden, müsse man schon an rezidive Legalallergie leiden; daß mangelnde Alphabetisierung
offensichtlich auch dazu zu gehören scheint, war mir zwar bislang neu; gleichwohl verdanke ich diese
Erkenntnis Ihrem freundlichen Hinweis.
#46 Franz-Joseph 00:42:30 | Montag, 26. Januar 2009
Naja… Auf der Ökumenischen Begegnung zum 40. Jahrestag der Tilgung der Bannsprüche von 1054 aus dem
Gedächtnis der Kirche am 7. Dezember 2005 in München sagt Kardinal Lehmann in seinem Grußwort u.a.:
„Nun hat die Kirchengeschichtsschreibung gezeigt, nicht zuletzt die Arbeit der Gemischten Kommission unmittelbar
im Vorfeld der Ereignisse des 7. Dezember 1965, dass dies der Wirklichkeit wenig gerecht wird. Weder hat
der päpstliche Delegat die Kirche von Konstantinopel insgesamt exkommuniziert noch der damalige Ökumenische
Patriarch die gesamte römisch-katholische Kirche.“
Levebre im Himmel Levebre soll im Himmel ein Examen über den wahren und reinen katholischen Glauben ablegen.
Er geht zur heiligen Dreifaltigkeit hinein. Nach einer Stunde geht die Tür auf und die Heilige Dreifaltigkeit
kommt betrübt heraus. Was ist los, fragt der Erzengel Michael. Vater, Sohn und Heiliger Geist antworten:
Wir sind beim Examen durchgefallen. Levebre sitzt jetzt auf dem Thron.
Weil man, werter Franz-Joseph, posthum nicht ex nunc von Strafen/Straffolgen eximiert werden kann. Lefebvre
steht (wohl seit geraumer Zeit) nämlich vor seinem ewigen Richter.
Nun, was macht es einer Grapefruit aus, wenn sie aus Israel importiert. Es war die gleiche Sonne, die
sie auch in anderen Ländern mit Grapefruit-Plantagen gereift hätte…!
Entweder haben Sie Ihre Kollegen damit provozieren wollen oder die Kollegen haben so gute Augen, dass
ihnen der Stempel nicht verborgen geblieben ist…!
@sefirot Was möchten Sie denn herausfiltern? Wenn amerikanische Juden keine deutschen Produkte kaufen,
werden sie bestimmt Gründe haben, das nicht zu tun, ohne dass sie Ihnen zur Rechenschaft verpflichtet
sind… Aber wenn ich in der Arbeit von Kollegen angepflaumt werde, weil ich Grapefruit aus Israel esse,
wie letzte Woche geschehen, dann ist das ANtisemitismus?
PX33- Habe letztens einen Bericht im Fernseher gesehen, dort wurde gesagt, dass die Juden die in Amerika
wohnen deutsche Produkte meiden. Da sagt keiner was. Das ganze wird jetzt hoch gespielt. Was möchten
Sie denn herausfiltern? Wenn amerikanische Juden keine deutschen Produkte kaufen, werden sie bestimmt
Gründe haben, das nicht zu tun, ohne dass sie Ihnen zur Rechenschaft verpflichtet sind…
#35 Großwildjäger 18:34:42 | Sonntag, 25. Januar 2009
@ PX33: Die Juden sollen sich nicht so anstellen, schließlich sind die Juden nicht viel besser. Haben
Sie noch alle beisammen? Sie vergleichen die Leugnung des Holocaust mit dem vermeintlichen Boykott deutscher
Produkte. Und NEIN: auch rein technisch kann es nicht stimmen. Aus Ihrem Post trieft Antisemitismus. Widerlich…
Bischof Williamson Die Juden sollen sich nicht so anstellen, schließlich sind die Juden nicht viel besser.
Habe letztens einen Bericht im Fernseher gesehen, dort wurde gesagt, dass die Juden die in Amerika wohnen
deutsche Produkte meiden. Da sagt keiner was. Das ganze wird jetzt hoch gespielt. Bischof Williamson hat
das ganze auch nur aus einem Buch. Rein teschnisch gesehen kann das ja stimmen. Die Juden benehmen sich
jetzt so wie die Moslems sich bei der Papstrede benommen haben.
Viel hat sich also nicht geändert Die Exkommunkation ist aufgehoben. Das ist ein erster Schritt. Nun
wird es aber Zeit, dass die Lefebvrianer sich auch weitgehend in die Kirche einfügen. Das bedeutet auch,
dass ein Problembischof wie Williamson, der mit seinen braunen Äußerungen wirklich ein Problem darstellt,
möglichst eingebremst wird. @Lingen Merke: Die Katholiken sind eine mikroskopisch winzige Teilmenge in
der Masse der Sedisvakantisten. es gibt zwar dutzende von Sedisekten. Aber Katholiken wird man darunter
nicht finden
@Orlando Die Erbsünde ist als Lehre der Kirche ja wohl festzuhalten wieso eigentlich? ich halte dieses
Konstrukt für einen rigorosen Unfug. Du must ja noch viel radikaler werden. Schlechter als mir kanns
dir damit nicht gehen und mir gehts eigentlich ganz gut.
DIE KONZILIEN HABEN DER KIRCHE UND DER MENSCHEIT GUT GETAN Das Konzil von Trient hat der Kirche zur damaligen
Zeit gut getan. Es war damals eine katholische Reform und hat Ordnung in den Schlendrian gebracht. Das
2. Vatikanum hat der katholischen Weltkirche notwendigerweise gut getan und spürbar Erfolge gebracht.
Allerdings sind die Beschlüsse des 2. Vatikanums bei weitem noch nicht überall verwirklicht und sie
bedürfen einer zeitgemäßen Weiterentwicklung. Es ist verständlich, dass es immer auch Bremser und
Reaktionäre gibt, denen es an Flexibiltät und Weitsicht fehlt. Das hat auch mit ihrer Lebensbiographie
zu tun. Papst Benedikt XVI. war als Konzilsteilnehmer ein Vorreiter einer ECCLESIA SEMPER REFORMANDA.
Ich glaube nicht, dass ich ein aktiver glaubensfroher Katholik geworden wäre, wenn ich nicht in einer
sehr lebendigen Gemeinde des 2.Vatikanums hineingewachsen wäre. Die Kirche lebt, und ich habe gar nichts
dagegen, wenn die Befürworter des Tridentinums ihre katholische Lebensform einbringen, allerdings unter
der Voraussetzung einer geschwisterlich Toleranz. Unser Ziel ist die Verkündigung des Evangeliums Jesu
Christi IN DIESER ZEIT für alle Menschen. Das Latein war einmal eine wichtige europäische Amtssprache,
ein Erbe des Römischen Reiches. Jesus selber sprach aramäisch und konnte kaum ein Wort Latein. Die Sprache
der Evangelisten war damals die „Weltsprache“ Griechisch. Würden sie heute schreiben, wäre es vielleicht
Englisch. Ob es gefällt oder nicht, wir sind mit unserem Latein global am Ende. PAX DOMININI SIT SEMPER
VOBISCU…
@vonHerz …die Erbsünde ist als Lehre der Kirche ja wohl festzuhalten, sie ist aber mit einer natürlichen
Gutheit des Menschen überlagert… Schauen Sie mal in den Spiegel, das Elend hat viele Gesichter!
@matt3 Zum Beispiel die ubersteigerte Heiligenverehrung oder die übersteigerte Betonung der Erbsünde.
Die Erbsünde ist als Lehre der Kirche ja wohl festzuhalten, sie ist aber mit einer natürlichen Gutheit
des Menschen überlagert, was bisher völlig verschwiegen wurde.
zu Przybislav Iamesseblo: Siegfried: ein Irrtum Für Ihr Antwort danke ich Ihnen, wenn Sie ein Mediziner
wären, dann wären Sie zu keiner Diagnose fähig. Mit keinem Wort habe ich einen der Päpste benannt
oder zittiert. Die Bischöfe der Piusbruderschaft haben in der Glaubenstreue niemals einem der Päpste
wiedersprochen. Die modernistischen Theologen und Bischöfe mit dem gesamten Klerus dagegen sehr. Hierzu
nur einige Punkte: 1. Papst Paul VI. in der Königsteiner – Erklärung hatt der ganzen deutsche Episkopat
den Heiligen Vater zum Narren gehalten. Bis hin zu den Verleumdungen, indem Priester öffentlich den Papst
als Pillen-Pauli verleumdeten. In dieser Zeit habe ich mich evtl. mehrmals als Sie gegendiese Verleumdungen
stark gemacht.2. Nun zu Papst Johannes Paul II. der in einer vielzahl von Enzykliken den Episkopat bat
die glaubensmäßigen und kirchlichen Wahrheiten einzuhalten. In einer seiner letzten Dokumenten hat,
wegen des Ungehorsam der Ortskirchen der Heilige Vater die Gläubigen davon in Kenntnis gesetzt, sich
in den Fällen desw weiteren bischöflichen Ungehorsam an den Heiligen Stuhl zu wenden. Damals haben die
Modernisten gesagt der Heilige Vater fordere zur Denuntiation auffordern, dieser Geist würde dem Konzil
entgegenstehen. Diese Anschuldigung habe ich nicht gemacht. Mein Versuch war, den Heiligen Vater gegen
diese Angriffe in Schutz zu nehmen.3. Papst Benedikt hat vor zwei Jahren den Auftrag erteilt, die Wandlungsworte
wahrheitgerecht zu benützen. Wer hilft dem Heiligen Vater? Ich bin traurig über die dt.Bischöfe…
@Przybislav Iamesseblo ist es Paul VI und Johannes Paul II – beides notorische Frevler – als Zeugen für
die Glaubenskrise anzuführen. Das wird ihrem Wirken nicht gerecht. In gewisser Weise sind sie die Erneuerer
des Katholizismus. Aus den Ruinen des Aberglaubens haben sie eine lichterfüllte Religion erschaffen,
die den modernen Menschen zur Freiheit zur Gleichheit und zur Brüderlichkeit führen kann, so wie uns
im politischen Bereich die Demokratie von Tyrannei und Bevormundung weg in eine bessere Zukunft führt.
Wie bei jedem menschlichen Werk sind freilich noch Imperfektionen und Rückschläge vorhanden, die jedoch
mit Geduld und Anstrengung überwunden werden können. Insofern heisse ich auch die Tricks gut, mit denen
PapaRatzi die Ewiggestrigen zerschlagen will. Es besteht jedoch die Gefahr, dass dieses Vabanquespiel
das ganze Erneuerungswerk in Gefahr bringt. Wie Ratzinger wirklich tickt weiss leider keiner.
vonHerzmanovsky-Orlando: gerade indem der Frevler Roncalli sich mit der modernen Welt einliess, hat er
einen Ehebruch bekannen. Es erlaubte dem Frevler Montini die Scheidung auszusprechen und dem Frevler Woytila
das Konkubinat mit der Welt zu legalisieren
@siegfried 1. die Kirche hat die moderne Welt erkannt und deren Werte in sich aufgenommen und wirken lassen;
2. alle aus der Vorzeit übernommen katholischen Dogmen und Definition als unsinnig erkannt und abgelegt;
3. die modernistische Intelligenz hat nun die befreienede neue Religion des Herzen geschaffen. Hallo sprechen
Sie dies doch richtig aus warum das Märchen? So knallhart ist das freilich falsch. Es gibt schon noch
eine gewisse Kontinuität. Richtig ist aber: Die grausamen Erfahrungen des 20.Jahrhunderts (Holocaust)
haben bewirkt, dass sich ein modernes Christentum nach fast 20 Jahrhunderten Irrwegs gebildet hat, das
direkt an die Frühkirche anknüpft und daher auch in vieler Hinsicht originaler ist, als das was du und
andere uns immer noch servieren wollen. Das eigentliche Wunder ist, dass sich Rom an die Spitze der Bewegung
gesetzt hat. In gewisser Weise setzt es ja seine Daseinsberechtigung damit aufs Spiel.
Siegfried: ein Irrtum ist es Paul VI und Johannes Paul II – beides notorische Frevler – als Zeugen für
die Glaubenskrise anzuführen. Wer glaubt, der Frevler Montini habe mit seinem Hinweis auf den Rauch Satans
im Inneren der Kirche, die Kirchenkrise im Sinne der Tradition ausgelegt, täte gut daran einmal den ganzen
Text zu lesen. Er steht in seiner Ansprache vom 29. Juni 1972 zum Fest Sankt Peter und Pauls sowie zum
neunten Jahrestag seiner Krönung und lautet wörtlich übersetzt: „auch die Kirche befindet sich in einem
Zustand der Unsicherheit. Man erwartete nach dem Konzil sonnige Tage für die Geschichte der Kirche und
anstatt dessen hängen Wolken, fegen Stürme über die Kirche und es herrscht Dunkelheit und Unsicherheit.
Man predigt den Ökumenismus und entfernt sich durch Errichtung neuer anstatt Entfernung alter Gräben
immer mehr von der anderen Seite.“ Wer diesen Satz also richtig auslegt, muss notwendigerweise zur Schlussfolgerung
gelangen, dass im Verständnis Montinis die Auflehnung gegen die von ihm im Namen des Konzils verordneten
Reformen, selbst wenn sie im Namen des unverfälschten katholischen Glauben erfolgt, satanischen Ursprungs
ist. Es ist daher nicht ratsam, will man die Tradition verteidigen, sich auf den Frevler Montini zu berufen.
zu vonHerzmanovsky-Orlando: @siegfried Gerne antworte ich Ihnen auf Ihre Antwort, welche ich inhaltlich
verstehe. Sie haben die Lügen der Nachkonziliaren Kirche mit einer orientalen Erzählereigenschaft versucht
an den Mann zun bringen. Nun möchte ich Ihnen auf deutsch sagen, was Sie über die modernistische Theoloigie
erklärt haben: 1. die Kirche hat die moderne Welt erkannt und deren Werte in sich aufgenommen und wirken
lassen; 2. alle aus der Vorzeit übernommen katholischen Dogmen und Definition als unsinnig erkannt und
abgelegt; 3. die modernistische Intelligenz hat nun die befreienede neue Religion des Herzen geschaffen.
Hallo sprechen Sie dies doch richtig aus warum das Märchen? O:O Diese moderne Welt befreit sich von
all dem alten Schrott, wie Erbsünde, Sünde und Sakramente. Sie läßt Gott einen lieben Mann sein und
wünscht sich auch von diesem in Ruhe gelassen zu werde. Hallo sagen Sie doch die Wahrheit. Da ich aber
das Sakrament meiner Taufe und Firmung dankend annehme und den Weg zu und mit Gott das Heil finden möchte,
hate ich mich an die ewige kirchliche Wahrheit. Die ihren Ursprung in Jesus Christus hat und vom Heiligen
Geist geleitet wird. Dies auch gegen den Modernismus, dafür aber mit kleineren Umwegen. Danken wir Gott
für seine Offenbarung und die Stiftung der einen und einzigen heiligen Katholischen Kirche durch Jesus
Christus. o^/ :(3 o^/
@bernardo ich hatte mal was gehört, allerdings aus zweiter oder dritter Hand, dass er irgendwie im Streit
gegangen ist. Möglicherweise ging es da auch um Geld, ich habe es leider vergessen.
#20 Pater Lingen 15:45:52 | Sonntag, 25. Januar 2009
„sedisvakantistische Neigungen sind unübersehbar.“ Na, das stimmt so nicht. Unübersehbar ist allerdings,
dass die Bruderschaft nur dazu dient, vom katholischen Glauben abzuhalten, u.a. indem sie solche „abfängt“,
die tatsächlich „sedisvakantistische Neigungen“ haben. Merke: Die Katholiken sind eine mikroskopisch
winzige Teilmenge in der Masse der Sedisvakantisten.
vonHerzmanovsky-Orlando: Sie schrieben:„War der Pfarrer Goesche nicht selbst in der Priesterbruderschaft
bis sie ihn – warum auch immer – hinausgeworfen haben?“ Weder noch. Als Nicht-Mitglied der Bruderschaft
hat er für deren Anhänger in Berlin die hl. Messe gelesen, bis er im Anschluß an die Normalisierung
von Campos auch seinerseits um Normalisierung seines Verhältnisses zu Rom gebeten hat – was ihm gewährt
wurde.
vonHe: „Wir nehmen den Menschen in seiner Gutheit halt so an wie er ist und machen ihm nicht mit Erbsünde
und solchen Dingen Angst.“ Wer ist wir? Der Bund der Konfessionslosen und Atheisten?
Es sollte eine Meinungsumfrage an die in Deutschand lebenden Moslems statt finden, was sie vom Holocaust
halten? Dann hätten unsere Gerichte aber Probleme.
@homo rudolfensis Dein Diagramm beweist doch nur, dass viele Leute noch nicht bereit sind den Weg weg
von der Herzenskälte hin zu einer neuen Herzenswärme und zu neuem Verständnis zu gehen. Es ist eben
schwieriger den schmalen Weg zu gehen und nicht den breiten, wie das Evangelium schon sagt. Wir nehmen
den Menschen in seiner Gutheit halt so an wie er ist und machen ihm nicht mit Erbsünde und solchen Dingen
Angst. Angst war schon immer ein besserer Hebel als Herzensgüte und Verständnis.
Leser vonHerz dokumentiert sehr schön, was die Traditionalisten zu recht kritisieren: eine Abwendung
vom katholischen Glauben im Namen einer zeitgeistigen Gefühlsduselei! Die sich leerenden Kirchen beweisen
jedoch, dass dieser Weg direkt ins Bodenlose www.dbk.de/…mme/kath-gott-07.pdf führt! Wenn es nur auf
das Gefühl ankäme, dann bräuchte es eben auch keine Kirche.
#13 Alois Bischof 14:15:23 | Sonntag, 25. Januar 2009
Der Ali Fegan aus Schweden ist Muslime und bekanntlich möchten die sozialistisch angehauchten Staatsmedien
der Europäischen Staaten, inkl. Schweden, gerne vertuschen, daß fast alle Muslime den Holocaust als
„jüdische Lügenpropaganda für den Zionismus“ leugnen und verwerfen. Da kann man leicht ablenken von
diesem Problem und der Problematik des Multikulturalismus in unserer westlichen Welt, in dem man einen
Kirchenkampf hervorzurufen versucht und einen (eher unbedeutenden) Weihbischof der Römisch-katholischen
Kirche, der verbliebenen Restkirche, im Interview Holocaustleugnung in den Mund legt. Was den Stellungnahmen
zur „Aufhebung“ der ohnehin immer schon nichtigen und ungültigen „Exkommunikationen“ gegen die Traditionsbischöfe
betrifft, so ist der Verrat in den Beiträgen der Petrusbruderschaft, des Pfarrers Goesche und der Webseite
‘summorum-pontificum.de’ deutlich. Diese Leute verstehen nichts von der wahren, überlieferten, katholischen
Ekklesiologie in dem man der römisch-katholischen Priesterbruderschaft St. Pius X. eine „unvollständige
Gemeinschaft mit dem Hl. Stuhl“ vorwirf, wo doch gerade Modernisten und Marxisten, auch in der meistens
pseudokatholischen Konzilshierarchie reichlich vertreten, die Glaubensgemeinschaft mit dem Hl. Stuhle
und den Päpsten und Konzilen aller Jahrhunderte gebrochen haben. Die FSSPX steht nicht außerhalb der
hl. römischen Kirche, sondern die Neo-Modernisten stehen außerhalb der Kirche, nur wollen sie dies selber
nicht einsehen. Wie auch die Nostalgie-Indult-Tridentiner.
@strauss Wenn ich mich recht erinnere war irgend ein verheirateter schwedischer Pastor in das Seminar
in Zaitzkofen eingetreten, weil er von der schwedischen Staatskirche abgefallen war. Und das hat den schwedischen
RUndfunk eben auch interessiert.
@siegfried Heute wird das alles viel lockerer gesehen. Ich kenne einige Pfarrer und die sind sich darin
einig, dass nicht Definitionen wesentlich sind, sondern das religiöse Gefühl, das Numen, das eigentlich
mit der Gottheit verbindet. Alle Definitionen sind ja doch nur Annäherungen, denen die letzte Erfüllung
daher verschlossen bleibt. Das ist ja gerade der Wechsel der in der Kirche aufgrund des 2.Vatikanums stattgefunden
hat, der Paradigmenwechsel weg von der hölzernen Buchstabenlehre hin zur lebendigen Herzensangelegenheit.
Diese „neue Lockerheit“ ist im Grunde eine Vertiefung dessen was vorher zunehmend verflacht und versauert
war und es ist die Lehre, die die Heiligen immer schon lebten.
#9 Clemens Paul 13:59:02 | Sonntag, 25. Januar 2009
@ Strauss Es wärenur allzu interessant, in Erfahrung zu bringen, wer dafür gesorgt hat, dass dies Interview
just zu einem Zeitpunkt ausgestrahlt wird, in dem über die Aufhebung der Exkommunikation entschieden
wurde. Das ist wirklich eine interessante Frage. Das Interview mit Bischof Williamson wurde bereits am
1. November 2008 in Zaitzkofen aufgezeichnet. Ist es einfach nur Zufall, dass es ausgerechnet zu dem Zeitpunkt
veröffentlicht wurde, als die Rücknahme der Exkommunikation bekannt wurde? (Kirchen)politik ist auch
ein schmutziges Geschäft.
zu: homo rudolfensis: vonHerz Bitte halten wir fest, bis zum 20. Konzil wurden Glaubenssätze dogmatisch
gedeutet und für alle Glaubigen verbindlich festgelegt. Immer mit dem Zusatz: wer „…“ sagt, ist ausgeschlossen.
Alle diese kirchlichen Dokumente werden von der Piusbruderschaft auch weiterhin verbindlich anerkannt
und gelehrt. o^/ :(3 o^/ Das XXI. Konzil oder zweite Vatikanische Konzil hat keine Lehrsätze definiert.
Es handelt sich um ein Pastoralkonzil, durch das geeignete Arbeitsweisen, für unsere Zeit, gesucht und
festgelegt werden sollte, um dem Missionsauftrag unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus gerecht zu
werden, und das Reich Gottes in unserer zeit weiter verbreiten zu helfen. Das mit der Menschwerdung von
Jesus Christus begonnen hat. o^/ Leider hat dieses Konzil neben einigen sinnvollen Anregungen, in der
Mehrzahl fehlerhafte oder zur fehlerhaften Interpretationen neigende Äußerungen gemacht. Dies hat zu
den zerstörenden Zustand geführt, die Papst Paul VI so bezeichnete: „Satan ist in die Kirche eingedrungen“.
Oder Papst Johannes Paul II. nötigten, über alle Bereiche des kathlischen Lebens eine Enzyklika herauszugeben,
in denen er die Brüder im Bischofsamt um die gewissenhafte Umsetzung gebeten hat. Dieser Bitte wurde
vom deutschen (weltweit ?) Episkopat bis heute nicht entsprochen. Die neueste päpstliche Anweisung über
den wahrheitlichen Gebrauch der Wandlungswort. auch nicht.
@homo rudolfensis Rechtgläubigkeit schließt definitionsgemäß die Leugnung von kirchlichen Dogmen aus!
Und die Traditionalisten leugnen kein einziges Dogma, die Modernisten aber viele! Die Zeiten ändern sich
halt. Der alte Aberglaube wird durch das Licht der Aufklärung ersetzt. Dass das Nostalgikern wie ihnen
manchmal zu schnell geht ist klar. Immerhin muss man zum Thema Tempo sagen, die französische Revolution
hat sich mehr als 150 Jahr Zeit gelassen bis sie in der Kirche angekommen ist. Da ist ne Schnecke schneller.
vonHerz Rechtgläubigkeit schließt definitionsgemäß die Leugnung von kirchlichen Dogmen aus! Und die
Traditionalisten leugnen kein einziges Dogma, die Modernisten aber viele!
@homo rudolfensis Diese leugnen kein einziges Dogma und äußern „Vorbehalte“ nur gegen ein Konzil! Congratulations!
Rechtgläubigkeit wird damit abzählbar! Oder sind das die ersten SChritte der Demokratisierung in der
Kirche?
Mit diesen Worten: „Wir sind bereit, mit unserem Blut das Credo niederzuschreiben, den Antimodernisteneid
zu unterzeichnen, das Glaubensbekenntnis von Pius IV., wir akzeptieren und wir machen uns alle Konzilien
bis zum II. Vatikanum zu eigen, hinsichtlich dessen wir Vorbehalte zum Ausdruck bringen möchten“. wird
daran erinnert, dass die Modernisten gegen sehr viel mehr katholische Konzile, Dogmen und Lehrmeinungen
„Vorbehalte“ haben als die Traditionalisten! Diese leugnen kein einziges Dogma und äußern „Vorbehalte“
nur gegen ein Konzil!
@delminium Beweise für die Shoah? Ganz einfach: Selbst mal in ein KZ sehen, de GEruch des Todes vor den
Verbrennugsöfen rieche, die Bilder mit den nicht endende Leichenbergen anschauen, an Lampenschirme aus
Menschhaut vorbeigehen, das Leben in den Barracken nachempfinden. Das sind alles keine Beweise? Die Juden
wurden nackt in die Gaskammer getrieben, ebenso nackt und tot gänge runtergeworfen, verladen und verbrannt.
Es wäre nur allzu interessant, in Erfahrung zu bringen, wer dafür gesorgt hat, dass dies Interview just
zu einem Zeitpunkt ausgestrahlt wird, in dem über die Aufhebung der Exkommunikation entschieden wurde.
Die Freimaurer?
JEDER KATHOLIK kann sich nur freuen! JEDER aufrichtige KATHOLIK wird sich über das Handeln von Papst
Benedikt freuen! Bei allen anderen kommt nur ihre wahre Gesinnung an den Tag, falls sie nicht schon vorher
bekannt war… Zu Bischof Williamson – soll man Ihm doch das Gegenteil des gesagten BEWEISEN!!! Er hat
ja nicht seine Gefühle vom Besten gegeben, sondern wissenschaftlich erklärt. Wo sind denn jetzt alle
Wissenschaftsgläubigen? Sie kommen mit Polemik und Verleumdungen! Aber wen wundert es, wenn Argumente
nicht dagegen halten können…