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Ohne weiteres? + Grüße vom Warschauer Ghetto + Gute und schlechte Tradition + Sie wollen Konflikte + Und die Altliberalen?
Ohne weiteres?

Vatikan. „Wir Christen haben noch nicht die volle Einheit erreicht, doch wenn wir uns ständig von Jesus bekehren lassen, dann werden wir dieses Ziel ohne weiteres einmal erreichen.“ Das sagte Papst Benedikt XVI. beim gestrigen Angelusgebet. Der jüngsten Initiative, Videos auf Youtube zu veröffentlichen, wünscht der Heilige Vater viel Erfolg: „Die Verbreitung von Video-Clips auf YouTube ist ein guter Beitrag, um Nachrichten breiter und schneller im Internet zugänglich zu machen.“

Grüße vom Warschauer Ghetto

Heiliges Land. Der UN-Sonderberichterstatter Richard Falk hat das israelische Vorgehen in Gaza kritisiert: „Menschen in einer Kriegszone einzusperren, ruft die schlimmsten Erinnerungen an das Warschauer Ghetto hervor“. Das berichtete das deutsche Wochenmagazin ‘Focus’. Auf das Völkerrecht der Selbstverteidigung könne sich Israel nicht berufen. Denn das Land habe seine Angriffe nicht auf die Gebiete beschränkt, aus denen Raketen abgefeuert wurden. Außerdem hat sich Israel geweigert, mit der demokratisch gewählten Hamas zu verhandeln. Falk wurde vor Beginn der israelischen Kriegsverbrechen die Einreise nach Israel verweigert. Die rechtsnationale israelische Regierung sah darin eine „gegen Israel gerichtete Propagandaaktion“. Falk ist ein US-Amerikaner jüdischer Abstammung.

Gute und schlechte Tradition

Frankreich. Die Aufhebung der Exkommunikation bedeute nicht, daß Katholiken zwischen der Lehre der Kirche und einem persönlichen Verständnis der Tradition auswählen dürften. Das sagte der Erzbischof von Paris, André Kardinal Vingt-Trois, vor dem französischen ‘Radio Notre-Dame’. Der Kardinal kritisierte Leute, die sich anmaßen, zwischen „guter und schlechter Tradition“ zu unterscheiden. Diese Unterscheidung stehe nur der Kirche als solcher zu, nicht einer „bestimmten Gruppe innerhalb der Kirche“.

Sie wollen Konflikte

Italien. Bischof Richard Williamson von der Piusbruderschaft sei eine „klar antisemitische Person“. Das behauptete der US-Rabbiner David Rosen laut der Nachrichtenagentur ‘Ansa’. Die Rücknahme der Exkommunikation nannte der Rabbiner einen „Schritt, der die gesamte Kirche verseucht“. Der Präsident der italienischen Rabbiner, Giuseppe Laras, bedauert, daß das Dekret in einer heiklen Phase des jüdisch-christlichen Dialogs erschienen sei. Er könne und wolle nicht in den Kopf des Papstes sehen: „Aber das ist sicher kein Handeln, das Entspannung bringt“.

Und die Altliberalen?

Frankreich. Die angeblich fundamentalen Probleme mit den Lefebvristen sind mit der Aufhebung der Exkommunikation gegen die vier Bischöfe der Piusbruderschaft nicht gelöst. Das erklärte der Erzbischof von Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard, vor der römischen Nachrichtenagentur ‘I Media’. Der Heilige Vater sei in seiner Einladung zur Versöhnung „bis zum Äußersten“ gegangen. Es müsse nun gemeinsam ein Weg beschritten werden, der „ohne Zweifel lang“ sein werde. Die Lefebvristen müßten das Zweite Vatikanum als „lehramtliche Dokumente erstrangiger Bedeutung“ anerkennen.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Przybislav Iamesseblo   12:33:42 | Montag, 26. Januar 2009
allmählich zur Einsicht gekommen
Der Erzbischof wie viele andere wurden vom Angriff der Modernisten völlig überrascht, denn sie ahnten nicht, dass die beiden Frevler Roncalli und Montini dahinter standen. Der nachfolgende Text aus „Ich klage das Konzil an (Seite 12)“ spricht in dieser Hinsicht eine unmissverständliche Sprache: „Nach und nach öffnen sich einem die Augen angesichts einer bestürzenden Verschwörung, von langer Hand vorbereitet. Diese Entdeckung dient dazu, sich zu fragen: Welche Rolle spielte der Papst bei diesem ganzen Unternehmen? Wie weit geht seine Verantwortung? Sie erscheint wahrhaft erdrückend, trotz des Wunsches, ihn an diesem entsetzlichen Verrat an der Kirche für unschuldig zu erklären“. Soll die Kirche ihre Identität wieder finden, müssen die vom Konzil behandelten Fragen im Lichte der kirchlichen Tradition neu ausgelegt werden. Pascendi und Humani generis könnten dabei wertvolle Stützen sein. Auf alle Fälle vertritt das Konzil gegenüber der Kirchlichen Tradition eine völlig entstellte Ekklesiologie. Empfehlenswert in dieser Hinsicht das Buch Dr. Wolfgang Schülers
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#11   RT73   11:49:42 | Montag, 26. Januar 2009
Die Texte
des V2 sind meiner Meinung nach nicht das Problem, sondern deren Interpretation. Nach meinen Informationen hat Erzbischof Levebvre alle Dokumente des V2 unterzeichnet. Jedoch lässt die „pastorale Sprache“ oft eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten offen, die von erzkonservativ bis klar häretisch reichen. Die Auslegung der Texte muss logischerweise im Rahmen der Dogmen der Kirche geschehen, da diese endgültig, unfehlbar und klar definiert sind. Ein großer Schritt auf diesem Weg war das Dokument der Glaubenskongregation über die Lehre der Kirche im Jahr 2007. Der Dialog mit der FSSPX über die Interpretation des V2 hat nicht nur Bedeutung für die Bruderschaft, sondern für die gesamte Kirche.
Des weiteren sind die Texte des 2. Vaticanums keineswegs „lehramtliche Texte erstrangiger Bedeutung“, aber das liegt wohl auf der Hand.
Can. 752: Nicht Glaubenszustimmung, wohl aber religiöser Verstandes und Willensgehorsam ist einer Lehre entgegenzubringen, die der Papst oder das Bischofskollegium in Glaubens- oder Sittenfragen verkündigen, wann immer sie ihr authentisches Lehramt ausüben, auch wenn sie diese Lehre nicht definitiv als verpflichtend zu verku nden beabsichtigen; die Gläubigen müssen also sorgsam meiden, was ihr nicht entspricht.
Non quidem fidei assensus, religiosum tamen intellectus et voluntatis obsequium praestandum est doctrinae…
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#10   clarissa colonia   10:23:15 | Montag, 26. Januar 2009
Werter Przybislav,
die von Ihnen erwähnten Fragen mögen ja von gewisser Relevanz sein; das ist schlechterdings nicht zu leugnen. An Sie gerichtet scheint mir aber die nach der Bedeutung des Prädikats als Satzglied wichtiger zu sein …
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#9   Przybislav Iamesseblo   10:12:05 | Montag, 26. Januar 2009
zur Erklärung Kardinal Ricards
als man nach den Bischofsweihen Erzbischof Lefebvre ob er weiterhin zu Gesprächen mit Rom bereit sei, gab er zur Antwort (Vatican II, L’autorité d’un concile en question, Institut Universitaire Saint Pie X, 68): er werde dieses Mal seine Bedingungen stellen und folgende grundsätzliche Frage an Rom richten: „Wie stehen Sie zu Quanta Cura Pius IX, Immortale Dei und Libertas Leo XIII, Pascendi Pius X, Quas Primas Pius XI und Humani generis Pius XII?“ Sollte sich herausstellen, dass das heutige kirchliche Lehramt nicht zu den Lehren seiner Vorgänger steht, würde jedes Gespräch überflüssig. Daran wird sich auch Bischof Fellay halten müssen.
Wer die Vorgeschichte des V 2 an Hand der Schriften Kardinal Beas traurigen Gedenkens gründlich studiert, wird leicht zum Schluss kommen, dass der Frevler Roncalli diese Einrichtung dazu missbraucht hat, um die Modernisten an die Macht kommen zu lassen.
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#8   clarissa colonia   09:25:36 | Montag, 26. Januar 2009
Werter Doiano,
auch von fünf oder sechs Jahren habe ich, soweit mir erinnerlich, nicht vor Indultmessen gewarnt, wie kommen Sie nur darauf?
Und grundsätzlich halte ich die Redintegration Wohnsitzloser in die Gesellschaft für eine gute Sache; ich erlaubte mir nur, in Kenntnis der Schwierigkeiten dieses Unterfangens, auf voraussehbare Probleme im vorliegenden äquivalenten Fall hinzuweisen.
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#7   matt3   09:24:50 | Montag, 26. Januar 2009
@ruhrg…
was kümmern den Wolf die Flöhe… mir war gerade so als hätte mich einer gezwickt.
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#6   Doriano   09:20:41 | Montag, 26. Januar 2009
@c.c.
die Redintegration Wohnsitzloser in die Gesellschaft wird das mit den Herren der ehrenwerten Bruderschaft werden.,
welche Sie sich natürlich auf keinen Fall wünschen – Sie werden ja wahrscheinlich vor – ich sag mal so fünf oder sechs Jahren bestimmt vor Indultmessen gewarnt haben, nicht wahr?
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#5   matt3   09:10:57 | Montag, 26. Januar 2009
@clarissa…
Da dir die Obdachlosen so gerne zum Vergleiche dienen, kannst du ja zur Abwechslung einmal einen bei dir aufnehmen oder ihm eine Wohngelegenheit stellen. Oder schadet das deinem viktorianischen Stilverständnis?
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#4   r.ruhrgebietler   09:07:52 | Montag, 26. Januar 2009
matt3 – hm…
welcher Illusion geben sich die Piusse eigentlich hin?
keiner!
glauben die etwa sie können jetzt Forderungen an Rom stellen dem Papst nun gleichsam ihre theologischen Ansichten aufzwingen?
damit würden Sie dem hlg. Vater unterstellen ein Idiot zu sein! Pfui!
Die zäumen ja das Pferd von der falschen Seite auf. Ich dachte zunächst ginge es ihnen darum, dass sich das modernistische Rom, die sog. „VII-Sekte“ einmal bekehrt.
Warum sollte das V-II-Rom sich bekehren? Die fühlen sich doch so wohl in ihren Irrtümern. Schön materiell ausgesorgt und immer im warmen…
matt3, es geht um den umverkürzten Glauben und die Bewahrung des Ewigen. Haben Sie das verstanden? Vermutlich nicht. Vielfach werden o.g.Punkte völlig missverstanden!
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#3   clarissa colonia   09:06:11 | Montag, 26. Januar 2009
Genauso schwierig
wie die Redintegration Wohnsitzloser in die Gesellschaft wird das mit den Herren der ehrenwerten Bruderschaft werden.
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#2   matt3   08:20:43 | Montag, 26. Januar 2009
welcher Illusion geben sich die Piusse eigentlich hin?
glauben die etwa sie können jetzt Forderungen an Rom stellen dem Papst nun gleichsam ihre theologischen Ansichten aufzwingen? Die zäumen ja das Pferd von der falschen Seite auf. Ich dachte zunächst ginge es ihnen darum, dass sich das modernistische Rom, die sog. „VII-Sekte“ einmal bekehrt. Jetzt kann es ihnen plötzlich nicht schnell genug gehen mit der Aussöhnung. Aber wie werden sie jetzt dastehen? Es ist doch irgendwo einleuchtend, dass sich der Papst damit ihre Konformität erkaufen will. Damit würden sie aber schlichtweg assimiliert und hörten auf das zu sein, was sie sind. Wollen sie das? Ich weiss ja nicht, ob sie das wollen.
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#1   möchtegern-kathole   08:00:04 | Montag, 26. Januar 2009
„erstrangige Bedeutung“ …
… haben die Dogmen und jene Konzilien, die dogmatische Glaubenssätze verkünden. Dann kommt die Tradition, der Fundus des kath. Glaubens, also das was zu allen Zeiten in der kath. Kirche geglaubt wurde, nur jedoch nicht in Glaubenssätzen festgeschrieben wurde.
Dann kommt lange nichts.
Und dann kommen so Zeitgeist-Derivate wie das nicht dogmatisierte 2. Vatikanum.
Dann kommt wieder lange nichts.
Dann kommt der Nullpunkt auf der Skala.
Dann wieder lange nichts.
Und dann kommen diejenigen Dummköpfe, die drittklassige Dokumente mit „erstraniger Bedeutung“ glorifizieren wollen.
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