Video-Übertragung + Der Bischof sieht andere Formen + Wollen die Orthodoxen? + Immer setzen wir auf Leben + Beichtparodie
Video-Übertragung
Vatikan. In einer weniger als eine Minute dauernden Video-Übertragung hat sich Papst
Johannes Paul II. gestern Donnerstag an mehrere hundert Jugendliche gewandt. Der Heilige Vater segnete
die jungen Menschen, die bei einer Andacht in der Lateranbasilika versammelt waren, und dankte ihnen für
ihre Gebete. Eine Ansprache hielt der Papst nicht.
Der Bischof sieht andere Formen
Australien. Die Sozialabteilung
des Lokalparlamentes von Südaustralien beratschlagt gegenwärtig über ein Gesetz zur rechtlichen Gleichstellung
gleichgeschlechtlicher Unzüchtiger, die miteinander im Konkubinat leben. Der Erzbischof von Adelaide,
Philip Wilson (54), unterstützte den Gesetzesentwurf, damit die Menschen in ihren Rechten geschützt
würden. Nach einem Bericht der australischen Tageszeitung ‘The Advertiser’ meinte der Erzbischof, er
betrachte die Ehe als einzigartige Weise der Beziehung: „Aber gleichzeitig sehe ich, daß es in unserer
Gesellschaft Leute gibt, die in anderen Formen von Beziehung leben.“ Der Bischof von Adelaide gilt als
romtreuer Konservativer.
Wollen die Orthodoxen?
Italien. „Einfach Nein zu sagen, schützt vor nichts.“
Eine ablehnende Haltung aus Prinzip und Furcht sei nicht hilfreich, meinte der Patriarch von Venedig,
Angelo Kardinal Scola (63), bezüglich eines möglichen EU-Beitritts der Türkei. Kardinal Scola sprach
mit der französischen Tageszeitung ‘Le Figaro’. Als Christ wisse er, daß sich Konstantinopel, das Zentrum
der orthodoxen Kirche, in der Türkei befinde: „Meine orthodoxen Brüder wollen, daß die Türkei zur
EU kommt.“
Immer setzen wir auf Leben
Argentinien. Die argentinische Bischofskonferenz stellte sich
gegen die 30 Artikel lange „UNO-Konvention zur Beseitigung aller Formen der Frauendiskriminierung“. „Wir
setzen immer auf das Leben“, meinten die Bischöfe in einer Stellungnahme am Dienstag. Die UNO-Konvention
bemüht sich um eine sogenannte „sichere Abtreibung“. Gegenwärtig wollen die Vereinten Nationen den Staat
Argentinien zur Einführung der Kinderabtreibung zwingen. Die umstrittene UNO-Konvention gegen die Frauendiskriminierung
wurde 1982 von Österreich, 1997 von der Schweiz und 2002 von Deutschland ratifiziert.
Beichtparodie
Deutschland. Vergangenes Wochenende ging im Münchner Europapark eine sogenannte „Erotik-Messe“ zuende.
Veranstalter war die Firma Ferdinand Liendl aus Loiperdorf/Fürstenfeld bei Graz im Südosten von Österreich.
Bereits vorher organisierte die gleiche Firma eine „Erotik-Messe“ in der Kurhalle Oberlaa in Wien. Dagegen
gingen bei der Wiener Staatsanwaltschaft zahlreiche Anzeigen gegen den Veranstalter ein. Es kam während
den Shows auf der Bühne zu verschiedenen abstoßenden Formen schwerer öffentlicher Unzucht. Diese war
zum Teil auch homosexueller und polygamer Natur. In einer gestellten Szene kniete sich eine Angestellte
nieder, bekreuzigte sich und sagte einem Anwesenden, der einen Priester spielte: „Vater, ich habe schlechte
Gedanken, hilf mir.“ Anschließend entledigte sich die Angestellte relativ umständlich ihrer Bekleidung
und führte öffentlich unzüchtige Handlungen durch. Die in Weinheim (Deutschland) beheimatete „Initiative
Nie wieder!“ ruft die Bevölkerung auf, gegen solche Veranstaltungen bei der Polizei Anzeige zu erstatten.
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