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Freitag, 18. März 2005 17:39
Ein Flair für Homos und Ketzer und viel Rückendeckung von der Pfarrei
Das Bistum Basel hat einem Pfarradministrator in der Nordschweiz nach jahrelangen Konflikten die kirchliche Sendung entzogen. Die teilte das Bistum heute Freitag in einem Mediencommuniqué mit.
Die Nordschweizer Gemeinde Röschenz
Die Nordschweizer Gemeinde Röschenz
(kreuz.net, Solothurn) Am Donnerstag fand in Röschenz, im Kanton Baselland, eine dreistündige Aussprache zwischen dem Generalvikar des Bistums Basel, Pater Roland-B. Trauffer OP, dem Personalchef und Bischofsvikar, Kurt Grüter, und dem Kirchgemeinderat Röschenz statt. Grund für das Treffen war der dortige Pfarradministrator Franz Sabo (52). Die Diözese Basel hat entschieden, dem Priester die Missio canonica zu entziehen. Röschenz befindet sich in der Nordschweiz unweit von Basel.

Obwohl die Vertreter der Diözese die Gründe für den Entzug der Missio canonica des Pfarradministrators detailliert und ausführlich darlegten, zeigte der Kirchgemeinderat von Röschenz für den Schritt des Bischofs kein Musikgehör.

Die Missio canonica ist eine vom Diözesanbischof ausgesprochene kirchliche Sendung. Ohne diese kann kein Priester in einer Diözese seine Funktionen ausüben.

Der Entzug der Missio canonica des Priesters geschieht in Absprache mit dem Heimatbischof von Franz Sabo, Mons. Ludwig Schick, dem Erzbischof von Bamberg (Nordbayern). Franz Sabo ist als Priester in der Erzdiözese Bamberg inkadiniert. Erzbischof Schick ist der kirchliche Letztverantwortliche für Sabo.

Im Gespräch mit der Pfarrei wurde vereinbart, daß die öffentlichen Äußerungen zum Entzug der kirchlichen Sendung beidseitig so erfolgen sollen, daß der Persönlichkeitsschutz des Priesters Franz Sabo nicht verletzt werde.

Bereits im Jahr 2003 stand die Frage der Suspendierung des Pfarradministrators im Raum. Sabo meinte damals, er sehe einer möglichen Suspendierung gelassen entgegen. So lange er die Unterstützung seiner Gemeinde habe, werde er bleiben.

Im Jahre 2003 hatte Sabo heftige öffentliche Attacken gegen den Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, geritten.

In einem Beitrag in der täglich erscheinenden „Basler Zeitung“ hatte er Bischof Koch unter dem Titel „Herzlichkeit und Glaubwürdigkeit in der Kirche“ persönlich verunglimpft. Der Bischof sei „herzlos“, erklärte Sabo, nachdem dieser in einer Weisung verfügt hatte, künftig keine laisierten Priester mehr als Gemeindeleiter einzusetzen. Mons. Koch sei ein Funktionär und Professor „der den Puls der Zeit und seiner Diözese“ nicht wahrnehme oder wahrnehmen wolle.

Auch der vatikanische Widerstand gegen das Homo-Konkubinat erzürnte den Priester. Es sei höchste Zeit, daß die Kirche endlich auch „andere Lebensformen“ akzeptiere, erklärte er in einem Interview mit einer lokalen Tageszeitung. Die Ehe sei nur „eine“ Lebensform – es gebe noch andere: „Jeder Mensch muß selber entscheiden können, welche Form für ihn die beste ist.“ Nicht die Lebens-‘form’ sei gut oder schlecht, sondern ‘wie’ die Menschen leben. Das habe mit hetero- oder homosexuell nichts zu tun.

Auch in diesem Fall berief sich Sabo auf den „Puls der Zeit“: Die katholische Kirche müsse endlich von ihrem „Herrschafts- und Machtbewußtsein“ wegkommen und „auf den Puls der Zeit und der Menschen hören.“

Nach diesen Tiraden trafen sich Bischof und Priester zweimal. Der Bischof zeigte sich versöhnlich und Sabo versprach, künftig, „kein Öl ins Feuer“ zu gießen.

Schon während der Krise vor zwei Jahren dachte Sabo öffentlich über eine mögliche Suspendierung nach: „Wir brauchen mutige Gemeinden, die suspendierten Priestern – ob sie nun hetero- oder homosexuell sind, allein oder in einer Partnerschaft leben – die Möglichkeit bieten, ihren priesterlichen Dienst in den Pfarrgemeinden wieder aufzunehmen.“ Der Bischof könne einem Priester die Missio nicht entziehen, ohne den Priester und die betroffene Pfarrei bei dieser Entscheidung gebührend miteinzubeziehen.

Mit seinem neuen Evangelium schien Pfarradministrator Sabo in der Pfarrei Röschenz gut anzukommen. Nachdem er seine Klagen über Bischof Koch, die „starren Bestimmungen“ und die „unbarmherzige Haltung“ der katholischen Kirche Andersdenkenden gegenüber auch im Gottesdienst wiederholt hatte, erhielt er von den Gläubigen Applaus und vom Kirchenrat Rückendeckung.

Darauf wurde den 1.005 Röschenzer Katholiken über 16 ein Fragebogen ins Haus geschickt, auf dem eine interessante Frage zu lesen war: „Wollen Sie, daß Franz Sabo weiterhin als Priester in unserer Pfarrgemeinde tätig ist, auch dann, wenn der Bischof ihn aus dem priesterlichen Dienst entlassen sollte?“

Man wird in nächster Zukunft erfahren, was die rebellischen Gläubigen von Röschenz auf diese Frage zu antworten gedenken.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 11 Lesermeinungen:
Montag, 21. März 2005 18:58
FioreGraz: @Tradiland wie wäre es mit Richter
Als aber die Männer nicht auf ihn hören wollten, nahm der Levit seine Nebenfrau und führte sie zu ihnen hinaus auf die Straße. Sie mißbrauchten sie und trieben mit ihr die ganze Nacht hindurch ihr Unwesen bis zum Morgen. Erst bei Aufgang der Morgenröte ließen sie sie frei…Die Bürger von Gibea erhoben sich gegen mich und umringten nachts das Haus, in dem ich mich befand. Mich wollten sie töten; meine Nebenfrau aber vergewaltigten sie, so daß sie starb…Da nahm ich meine Nebenfrau, zerstückelte sie und schickte die Teile im ganzen Gebiet des israelitischen Erbbesitzes umher, weil sie eine greuliche Schandtat in Israel begangen hatten…Die Israeliten aber kehrten zu den Benjaminitern zurück und machten sie mit dem Schwert nieder von den Männern bis zum Vieh, alles, was sich in den Städten vorfand. Sämtliche Städte, die angetroffen wurden, steckten sie in Brand.

Massenvergewaltigung einer Frau. tja ist jetzt heterosexualität etwas schlecht? Oder gehts in beiden Fällen einfach nur um Vergewaltigung?

LG
Fiore
Montag, 21. März 2005 16:42
GerdEric: spectator
nee
wirklich nicht
der liegt da bei Dir überall rum…

Montag, 21. März 2005 16:12
spectator †: Von der Redaktion entfernt
Montag, 21. März 2005 15:06
Stimme aus dem Tradiland: Sodoms Fall aus Gen 19
1
Und die zwei Engel kamen am Abend nach Sodom.

3
Da kehrten sie bei ihm ein und kamen in sein Haus. Und er bereitete ihnen ein Mahl und machte ungesäuerte Kuchen; und sie aßen.

4
Aber ehe sie sich legten, umringten die Männer der Stadt das Haus, die Männer von Sodom, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden

5
und riefen Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Bringe sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen!

6
Da ging Lot zu ihnen hinaus und schloß die Tür hinter sich zu.

7
Und sprach: Ach, meine Brüder, tut doch nicht so übel!

9
Sie aber sprachen: Mach, daß du fortkommst! Darnach sprachen sie: Der ist der einzige Fremdling hier und will den Richter spielen! Nun wollen wir dir’s noch ärger machen als ihnen! Und sie drangen hart auf den Mann, auf Lot ein und machten sich daran, die Türe aufzubrechen.

10
Da streckten die Männer ihre Hände hinaus und zogen Lot zu sich hinein und schlossen die Türe zu

11
und schlugen die Männer vor der Haustüre mit Blindheit, beide klein und groß, daß sie müde wurden, die Tür zu suchen.

24
Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen auf Sodom und Gomorra, vom HERRN, vom Himmel herab

25
und kehrte die Städte um und die ganze Umgebung und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war.
Montag, 21. März 2005 10:21
spectator †: Von der Redaktion entfernt
Montag, 21. März 2005 07:14
GerdEric: @ spectator
Wenn du schon Bezug auf meine Zitate nimmst, dann musst du auch damit rechnen, dass ich dich „Hanswurst“ nenne. Oder bildest du dir ein, dass mich deine gottlose Exegese interessiert?

Aber lieber spectator
sicher rechne ich damit
dass Du mich so nennst
entspringt es doch nur Deinem Selbstwertgefühl…
Deine sprachliche Ebene entspricht der eines martin luther
womit ich aufrechnten Protestanten nicht zu nahe treten möchte
und wenn Du inhaltlich nicht weiter weisst
und Dir die Argumente ausgehen
dann greifst Du halt in Dreck…
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