13:45:16 | Mittwoch, 11. Februar 2009
Pater Eberhard von Gemmingen soll vor der eigenen Haustür kehren! Gute Besserung wünschend – Felizitas Küble. Von Felizitas Küble.

‘kreuz.net’ verlinkt auf die lateinischen Nachrichten bei ‘Radio Vatikan’.
(kreuz.net/ News4Press.com) Pater Eberhard von Gemmingen SJ – scheidender Leiter des deutschsprachigen
Radio Vatikan und gern gesehener Gast in diversen Talkshows – ist seit Wochen damit beschäftigt, sich
den Steinewerfern gegen Rom nicht etwa nur anzuschließen, sondern ihnen sogar neue Stichwörter zu liefern.
Ein Beispiel ist die von ihm losgetretene Debatte über vermeintliche Rücktrittsabsichten des Papstes
sowie seine Äußerungen über eine angebliche Austrittswelle aus der Katholischen Kirche, ohne daß konkrete
Zahlen genannt werden.
Statt Öl ins Feuer einer ohnehin längst aus den Fugen geratenen, geradezu hysterischen
Kampagne zu gießen, wäre Pater von Gemmingen gut beraten, in sich zu gehen und vor der eigenen Haustüre
zu kehren.
Eine FalschmeldungTatsache ist jedenfalls, daß Radio Vatikan Anfang Januar, als Israel
auf den jahrelangen Hamas-Terror
militärisch reagierte, eine Falschmeldung veröffentlichte:
Kardinal
Martini von Mailand habe die Situation in Gaza mit einem Konzentrationslager verglichen.
Auf kritische
Rückfrage unseres ‘Christoferuswerks’ wegen dieser „scharfen Äußerung“ erklärte Pater von Gemmingen
in einem Mail, es habe sich um eine Verwechslung gehandelt, der Konzentrationslager-Vergleich stamme in
Wirklichkeit von Kardinal Martino – dem vatikanischen Friedensminister.
Eine offizielle Korrektur in
Radio Vatikan ist nach meinem Kenntnisstand nicht erfolgt.
Auffallendes LogoNoch problematischer ist
es aus unserer Sicht, daß das deutschsprachige Radio Vatikan der
judenfeindlichen Internetpräsenz ‘kreuz.net’
bis heute ein seriöses Mäntelchen verleiht, indem die Portalseite von ‘kreuz.net’ ständig mit auffallendem
Logo von Radio Vatikan geziert und mit den neuen Nachrichten von dort versehen ist.
Am 9. Juni 2008 schrieb
ich daher einen Protestbrief an Radio Vatikan, der mit den Worten beginnt:
„Mir ist unbegreiflich, wie
Sie als Stimme Roms allen Ernstes Ihren mehr oder weniger ehrengeachteten Namen für ‘kreuz.net’ hergeben.“
Sodann beklagte ich mich über die
„antijüdische Hetze“in diesem Internetmagazin und beschwerte mich
über seine Anonymität sowie über das Niveau „häufig unterhalb der Gürtellinie“.
Seriöses Radio
Vatikan?Dieser Brief an die deutschsprachige Abteilung von Radio Vatikan endete mit den Worten:
„Ich
erwarte erstens eine Antwort und zweitens, daß Sie schleunigst aus dieser Dreckschleuder wieder aussteigen.
Gute Besserung wünschend – Felizitas Küble“
Pater von Gemmingen fragte zwei Tage später per Mail zurück,
wo ich denn „gesehen oder den Eindruck bekommen hätte“, daß „wir mit ‘kreuz.net’ zusammenarbeiten“.
Daraufhin klärte ich den Jesuitenpater postwendend auf: „Den Eindruck einer Zusammenarbeit gewinnt man
auf der Frontseite von ‘kreuz.net’, wo sich rechts ein auffälliger Link auf Radio Vatikan befindet.“
Natürlich werden die meisten Leser davon ausgehen, daß dies mit Ihrer Zustimmung geschieht. Falls dem
nicht so ist, schlage ich vor, daß Sie ‘kreuz.net’ auffordern, den Link zu löschen.
„Es ist offensichtlich,
daß ‘kreuz.net’ versucht, sich mit dem Link zu Ihnen und mit Ihren Stichwort-Kurznachrichten ein seriöses
Mäntelchen zu geben.“
Heuchelei – soweit das Auge reichtAuf diesen Brief erfolgte keine Antwort. Tatsache
ist jedenfalls, daß das Logo von Radio Vatikan bis zum heutigen Tage die rechte Frontseite von ‘kreuz.net’
ziert.
Ähnlich merkwürdig erscheint uns das Faktum, daß einer der Star-Autoren von ‘kreuz.net’, Hw.
Alexander Pytlik, der sich dort seit vielen Jahren als Verfasser und Leserbriefschreiber tummelt, hauptberuflich
als Vizeoffizial des Bistums Eichstätt tätig ist und auch bereits als Rechtsberater von Bischof Klaus
Küng aus St. Pölten beschäftigt war.
Seine diversen
Tätigkeiten werden in ‘kreuz.net’-Artikeln seit
langem in den hellsten Farben geschildert und Kritik an ihm redaktionell scharf zurückgewiesen oder im
Leserforum gelöscht.
Überdies zeigt sich die Heuchelei der veröffentlichten Meinung auch darin, daß
es keinen Aufschrei des Entsetzens gab, als der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani kürzlich
auf der Münchner Sicherheitskonferenz seine Sympathie mit Holocaustleugnern äußerte.
Und die israelischen
Atombomben?Im Unterschied zu Bischof Williamson, der sich auf absurde Thesen beschränkt, geht der Iran
zur schrecklichen Tat über und bastelt seit Jahren an der vor allem für Israel bedrohlichen Atombombe.
Um so verhängnisvoller erscheint uns die pro-iranische Neigung der von Pater Eberhard von Gemmingen
mitbegründeten „Benedictus Stiftung“, die zu einer Veranstaltung in München einlud und sich hierbei
ausgerechnet Referenten – darunter Prof. Muhammad Legenhausen – aussuchte, die führend an einem iranischen
Propaganda-Institut arbeiten.
Die Verfasserin ist Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster
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