Militärbischof entlassen – er kämpfte gegen den falschen Feind
Der argentinische Militärbischof Antonio Baseotto wurde von der Regierung entlassen, weil er statt für den Tod für das Leben gekämpft hat. Darf Mons. Baseotto jetzt mit der Unterstützung des Vatikan und der weltweiten Solidarität seiner Mitbrüder im Bischofsamt rechnen?
(kreuz.net, Buenos Aires) Der argentinische Präsident Nestor Kirchner hat ein Dekret unterzeichnet, mit
dem er den Militärbischof des Landes, Mons. Antonio Baseotto, seiner Funktion enthob. Der Bischof hatte
mit Bezug auf das Matthäusevangelium (Mt 18,4-5) erklärt, daß es für den Gesundheitsminister des Landes
besser wäre, statt die Kinderabtreibung zu verteidigen, mit einem Mühlstein um den Hals im Meer versenkt
zu werden.
Die ganze Stelle im Matthäusevangelium, die der Bischof auf die Kinderabtreibung anwendete,
lautet: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. Wer aber einem von diesen
Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den
Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“
Bei der Abtreibung werden Kinder im Mutterleib
durch verschiedene Techniken gezielt getötet, um ihre Geburt zu verhindern. Beliebte Methoden sind die
chemische Vergiftung des kleinen Ungeborenen oder die Zerstückelung seines Leibes und das anschließende
Absaugen der Teile mit einer Pumpe.
Der Chef des argentinischen Kabinetts behauptete in einer Brandstiftererklärung,
der Kommentar des Bischofs erinnere an die früheren argentinischen Militärregierungen, welche politische
Gegner aus Flugzeugen in das Meer geworfen hätten. Experten für Textinterpretation führten dagegen
aus, daß die Aussage des Bischofs im präzisen Rahmen des von ihm benützten Evangeliumzitates zu verstehen
sei. Der Vergleich mit der Militärregierung sei an den Haaren herbeigezogen.
Streng genommen ist es
nur dem Vatikan erlaubt, den Prälaten von seiner Funktion als Militärbischof zu suspendieren. Es wird
aber davon ausgegangen, daß sich Rom dem Schritt der argentinischen Regierung widerstandslos beugen wird.
Zur Zeit ist die Kinderabtreibung in Argentinien noch illegal und wird mit Gefängnis bestraft. Die Kommentare
des Gesundheitsministers zugunsten der ungestraften Tötung von Kindern im Mutterleib dienen dazu, eine
Gesetzesänderung vorzubereiten.
Der Gesundheitsminister Gines Gonzalez Garcia hatte kürzlich erklärt,
daß er dafür sei, daß die Kinderabtreibung im Land legalisiert würde. Bischof Baseotto zog daraufhin
den Schluß, daß diese Aussage den Minister als Verteidiger von Mord und Totschlag hinstelle.
Die Hälfte
der fast 40 Millionen Argentinier lebt seit den jüngsten ökonomischen Problemen des Landes an der Armutsgrenze.
Der gegenwärtige Präsident, Nestor Kirchner, ist seit Mai 2003 an der Macht. Er ist ein Sohn von Einwanderern
aus der Schweiz und Kroatien.
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7 Lesermeinungen
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Militärbischof??? Es wird kein Bischof oder auch Priester gezwungen zwei Herren zu dienen also rafft
euch auf und verlasst die Geldreiche Buhlschaft mit dem Staat…
@ sttn Ob es besonders Heilig ist wenn man jemanden einen qualvollen Tod wünscht bin ich mir nicht sicher.
Und ich bin mir aber sicher, dass es kein wirklicher Wunsch war. Man muss schon entsetzlich dumm sein,
um den Bezug des Bischofs auf eine Stelle im Evangelium, als wirklichen Wunsch zu interpretieren.
Wer aber einen dieser Kleinen zu Fall bringt, Wer sie hungern lässt wer ihnen Bildung verwehrt wer sie
sozial verkommen lässt wer auch immer? die an mich glauben, trifft es nur die Kinder die an Jesus glauben?
sind Kinder die von Jesus nichts wissen davon ausgenommen? dem wäre es Gewinn, wenn ihm ein Mühlstein
um seinen Hals gehängt und er auf offener See versenkt würde. Wie ist es mit den christlichen Politikern
die Steuern erheben um damit Waffen anzubeten? die Sozialleistungen kürzen? um damit die Einnahmen der
Reichen zu erhöhen und die Steuern derer zu senken? die Schulbildung nur für „Eliten“ fördern? aber
doch die Grundbildung vernachlässigen? Sozialkürzungen bringen Kinder zu Fall.
Ein Heiliger So könnte ein Heiliger Bischof aussehen. Betrachten wir sein von Gott erfülltes Angesicht.
Inmitten der Christus- und Kirchen-feindlichen Gesellschaft verleugnet dieser Diener Gottes unseren Herrn
und Gott, Jesus Christus, nicht. Der Herr segne ihn und alle, die treu zum Glauben der Kirche stehen.