Euthanasie
Holländerin via Internet zu Tode kuriert
Ein niederländischer Arzt bediente eine selbstmordgefährdete Frau via Internet mit starken Schmerztabletten. Die 44-Jährige starb anschließend an einer Überdosis, vermutlich als Folge eines Suizides. Nun will das Parlament der Niederlande die Ausstellung von Rezepten im weltweiten Netz verbieten.
(kreuz.net) Kürzlich starb eine 44-jährige niederländische Frau durch die Überdosis eines Medikamentes, das ihr ein Mediziner via Internet verschrieben und zugeschickt hatte. Die verstorbene Frau stammte aus Gelderland, einer Provinz in der östlichen Mitte der Niederlande. Das berichtete der Online-Nachrichtendienst Expatica.

Das holländische Parlament will nun die Ausstellung von Rezepten über Internet verbieten. Die Behörden verlangen ein standesrechtliches Verfahren gegen den Arzt. Hätte die Frau mit Hilfe des Arztes offiziell Selbstmord begangen, wäre das nach niederländischem Gesetz problemlos möglich gewesen.

Der Mediziner – von den Medien als „Dr. Verhorst“ bezeichnet – hatte nie persönlichen Kontakt mit der in ihrer Umgebung als selbstmordgefährdet und depressiv bekannten Frau. Er verschrieb ihr auf deren Wunsch das starke Schmerzmittel ‘Depronal’ über die Homepage dokteronline.com. Die Frau bezog das Medikament über die gleiche Adresse. Dieses Mittel wird von Ärzten eher selten verwendet, weil es dafür bekannt ist, daß es häufig für Selbstmordversuche eingesetzt wird.

„Online Konsultierungen hätten ihre Grenzen“, bekannte der Arzt. Grundsätzlich nehme ich an, daß die Leute auch in einer Internet-Beratung die Wahrheit sagen.“ Er fühle sich als Arzt teilweise verantwortlich. Aber die Patienten wüßten, daß das Internet eine normale Konsultation bei einem Arzt nicht ersetzen könne.

Maarten Jan Reijnders, Geschäftspartner der ominösen Homepage, behauptete noch im Juni 2004 in einem Zeitungsinterview, daß seine Internetseite lediglich Gesundheitsprodukte wie Vitamine oder rezeptfreie Medizin anbiete. Sie würde auch Mittel verkaufen, die viele Menschen in einem normalen Geschäft nicht kaufen würden, weil es ihnen peinlich sei – so etwa Präparate gegen Haarausfall, Akne, Übergewicht oder Erektionsprobleme.

„Wir stellen keine Diagnose. Unsere Zielgruppe ist der Patient, der weiß, was er benötigt, lange Warteschlangen bei Ärzten und Apotheken meiden will und seine Erektionsprobleme nicht mit einem Fremden diskutieren will.“

Das Gesundheitsinspektorat legte Dr. Verhorst bereits Ende letzten Jahres nahe, seine Aktivitäten einzustellen. Ebenso wurden damals zwei weitere Online-Ärzte gebeten, ihre Seiten aus dem Internet zu nehmen. Dokteronline.com verschreibt gegenwärtig keine Medikamente mehr.
      
1 Lesermeinung
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#1   Athanasius   14:13:45 | Montag, 21. März 2005
Betet,
dass die Niederlande und das niederländische Volk sich endlich wehren werden gegen den unmoralischen Kurs ihrer Politiker und Mediziner.
Hl. Märtyrer von Gorinchem, bittet für uns!
Hl. Lidwina von Schiedam, bitte für uns!
Hl. Bonifatius, bitte für uns!
Hl. Willibrordus, bitte für uns!
Hl. Plechelmus, bitte für uns!
Hl. Liudger, bitte für uns!
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