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Sonntag, 20. März 2005 11:22
Grauen an heiliger Stätte
Im kommenden August sollen in Jerusalem Hunderttausende Homosexueller aufmarschieren. Eine christliche Vereinigung im Heiligen Land will eine Million Unterschriften sammeln, um dieses traurige Spektakel abzuwenden: „Es gibt keinen Zweifel, daß das ein Versuch ist, über alles, was echten Christen wahr und heilig ist, Schande zu bringen.“
Grabeskirche in Jerusalem
Grabeskirche in Jerusalem
(kreuz.net, Jerusalem) „Welt Stolz 2005“ heißt ein riesiger internationaler Aufmarsch, der im kommenden August Homosexuelle, Bisexuelle und Transvestiten in Jerusalem versammeln will. Die christliche Vereinigung ‘Jerusalem Prayer Team’ bezeichnete die Veranstaltung als „abscheulich“ und „ gegen jede religiöse Sensibilität gerichtet“. Die Vereinigung hat begonnen einen Million Unterschriften gegen den Anlaß zu mobilisieren.

Die Homo-Zusammenkunft steht unter dem mißverständlichen Motto „Liebe ohne Grenzen“. Die Organisatoren erklärten, daß es das Ziel der Veranstaltung sei, durch eine überwältigende Demonstration der „Würde und des Stolzes“ von Homosexuellen der historischen Stadt eine neue Ausrichtung zu geben. In der Heimat der drei großen Weltreligionen wolle man auch religiöse Töne anklingen lassen.

Die letzte vergleichbare Veranstaltung fand im Jahr 2000 in Rom statt. Damals wurden fast 500.000 sexuell gestörte Menschen von den abgehaltenen Paraden angezogen. Verblüffte Römer mußten sich den Anblick von Männern, die in knappen Röcken und Bikinioberteilen händchenhaltend durch die Straßen tänzelten, gefallen lassen.

Der Gründer der Vereinigung ‘Jerusalem Prayer Team’, Mike Evans, meinte gegenüber der US-Internetzeitung ‘WorldNetDaily’: „Jerusalem ist der Ort, wo sich Himmel und Erde berührten. Es ist die heilige Stadt. Dieses Spektakel wird die Straßen Jerusalems mit Homosexuellen in schamlosester Kleidung füllen.“

Die Homophilen hätten die Absicht, mit ihren Sodmistenparties die Gassen und Häuser der Stadt vor den Augen der Weltpresse zu verpesten. Das sei eine Schande für die Heiligkeit der Stadt Jerusalem und für seine Bewohner.

Evans wandte sich in einem Offenen Brief an den religiösen Bürgermeister Jerusalems: „Ich bete für Sie“, schrieb Evans, „daß Gott Ihnen die notwendige Stärke und Weisheit gebe, um sich diesen Scheußlichkeiten zu widersetzen.“

Abgesehen von den negativen politischen Auswirkungen für Israel sei er darüber besorgt, daß orthodoxe Juden den Eindruck gewönnen, es seien mit diesem Spektakel Christen ins Land gekommen.

„Die jüdische Bevölkerung wird die Mehrheit dieser Leute für Christen halten, weil sie sich als solche ausgeben. Homosexuelle Geistliche werden beispielsweise Reiseleitungen übernehmen. Männer werden an heiligen Orten händchenhaltend aufmarschieren. Es gibt keinen Zweifel, daß dies ein Versuch ist, über alles was echten Christen wahr und heilig ist, Schande zu bringen.“

Er mache sich – so Evans – auch Sorgen um die Kinder. Das Spektakel werde besonders bei der jungen Generation schädliche Eindrücke hinterlassen. Wenn mehr als 100.000 Unzüchtige auf der Straße seien, würde kein Kind mehr schadlos davonkommen.

Evans betonte, daß seine Vereinigung die Homosexuellen und deren Lebensweise zwar verurteile, ihre Leute aber trotzdem bitte, den Sodomisten barmherzig und mit Mitleid zu begegnen: „Wir ersuchen die Menschen, für die Homosexuellen zu beten. Viele von ihnen tragen tiefe Verletzungen, leiden an Aids oder sind drogen- oder alkoholabhängig. Einige sind in ihrer Kindheit mißbraucht worden.“

Evans ist überzeugt, daß seine Unterschriftenaktion etwas bewegen wird. Es sei wichtig, daß die Stadt Jerusalem in ihrem Vorgehen auch bedenke, wie die Sache von unzähligen Christen auf der ganzen Welt eingeschätzt werde.

Der Staat Israel gilt im Bezug auf sogenannte Homosexuellenrechte als eines der „fortschrittlichsten“ und „tolerantesten“ Länder der Welt. Als einer der ersten Staaten der Welt anerkannte Israel zum Beispiel das Homo-Konkubinat. Tel Aviv, die größte und bedeutendste Stadt des Landes, wird sogar als „Mekka der Homosexuellen“ bezeichnet. Tel Aviv liegt an der Mittelmeerküste.

Der Widerstand gegen die Veranstaltung „Welt Stolz 2005“ beschränkt sich nicht nur auf Christen. Orthodoxe Juden und Rabbiner haben ihren Mißmut bereits in Briefen und Protesten geäußert.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 47 Lesermeinungen:
Dienstag, 22. März 2005 20:39
GerdEric: Von der Redaktion entfernt
Dienstag, 22. März 2005 20:31
Pelagius: Dank…
… der „Stimme aus dem Tradiland“ sind hier endlich wieder Zeilen zu lesen gewesen, die sowohl sprachlich als auch inhaltlich gut sind.
Was die Parade anbelangt, so sind sich die in Jerusalem vertretenen Religionen (zumindest ihre authentischen Urkunden und Ausleger) über die Beurteilung ziemlich einig. Nicht einmal Papst Pius XI. hätte hier etwas gegen eine gemeinsame Aktion einzuwenden gehabt. Leider werden die Akzente im interreligiösen Dialog etwas anders gesetzt.
Für die Christenheit gesprochen: Ist der Aufzug solcher Scharen an den Heiligen Stätten nicht geradezu ein Symbol für die Abirrungen der jüngeren und jüngsten Vergangenheit, zugleich ein Menetekel für die Zukunft?
Tu autem Domine, miserere nobis!
Dienstag, 22. März 2005 12:38
spectator †: Von der Redaktion entfernt
Dienstag, 22. März 2005 08:01
GerdEric: Antworten?
@ Paul Mayer
die Antworten
die Du meinst
sind etwas ganz anderes
als die Antworten
die mir hier einige „zeigen“…

@ allgemein
ich finde es etwas !platt“
wenn jemand im net googlet und
dann das gefundene als die Wahren Anmtworten bezeichnet
zumal dort der eine vom anderen abschreibt.
Und wenn die „Kommentatoren“ wichtige Informationen unterschlagen.

Ansonsten sollte man tatsächlich beim Thema bleiben (ich gebe zu
es fällt auch mir schwer
insofern
Danke für den Hinweis).
Montag, 21. März 2005 19:36
Paul Mayer: @ GerdE. Im Talmud wirst Du
die Antworten auf Deine Fragen nicht erhalten. Empfehle den Katechismus der Katholischen Kirche. Für den Anfang. Weiterführende Literatur kein Problem…
Montag, 21. März 2005 18:14
chato †: Was haben Antworten wie:
„hast Du den Talmud gelesen?“

mit dem Leitthema dieser Seite zu tun?

Die Leitartikel und Themen interessieren offenbar längst nicht mehr on diesem GerdEric-Forum.

GerdEric, wieso gehst du nicht nach Jeschurun wo du, nachdem du vom Christentum konvertiertest, deine jetzige Anschauung bestätigt bekommst?
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