13:49:15 | Donnerstag, 5. März 2009
Mit provinzieller Verspätung haben sich die Schweizer Bischöfe gemeldet und gegen die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. gepoltert. Sie wollen damit überspielen, daß sie in ihren eigenen Diözesen
nichts mehr zu berichten haben.

Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz
© Pressebild Schweizer Bischofskonferenz(kreuz.net) Die Schweizer Bischofskonferenz veröffentlichte heute eine Stellungnahme zur Priesterbruderschaft
Sankt Pius X.
Der Text jammert, daß sich durch die Aufhebung der Exkommunikationen angeblich „eine schwierige
Situation“ ergeben habe.
Die Prälaten berufen sich auf „zahlreicher Reaktionen“. Diese zeigten die große
Besorgnis vieler Menschen.
Papst Benedikt XVI. habe von Lefebvre-Bischof Richard Williamson einen öffentlichen
und eindeutigen Widerruf der Gaskammer-Aussagen verlangt. Der sei bisher nicht geschehen.
Die Bischofskonferenz
unterstreicht, daß die Aufhebung der Exkommunikation noch keine völlige Aussöhnung mit der Bruderschaft
darstelle.
Der Weg der Versöhnung sei erst begonnen: „Die vier Bischöfe bleiben weiterhin suspendiert.“
Die Stellungnahme der Bischöfe betont, daß die vier Lefebvre-Bischöfe ihr Amt nicht ausüben dürfen.
Den Schweizer Bischöfen ist allerdings entgangen, daß gegen die vier Bischöfe nie eine Suspendierung
ausgesprochen wurde.
Der Vatikan habe erklärt, daß die Bruderschaft das Zweite Vatikanische Konzil
sowie das Lehramt der letzten fünf Päpste vollständig anerkennen müsse.
Johannes Paul II.
„Als Christen
können wir nicht nur mit einer Lunge atmen; wir brauchen zwei Lungen, die westliche und die östliche.“
Im Sinne dieser Päpste sei das Leben der Kirche vor und nach dem Konzil als Erneuerung in der Kontinuität
und nicht als Bruch zu verstehen – behaupten die Schweizer Bischöfe unbeschadet der Zustände in ihren
Diözesen und Pfarreien.
In der Schweiz haben die Bischöfe – neben zahllosen geduldeten Mißbräuchen –
seit dem Zweiten Vatikanum auch die Beichte de facto flächendeckend abgeschafft.
Abschließend kommen
die Bischöfe zum Punkt. Die Aufhebung der Exkommunikation sei schlampig vorbereitet gewesen. Es habe
schwerwiegende Informationsmängel an die Bischöfe, die Gläubigen und die Presse gegeben. Die Bischöfe
und sogar der Nuntius in Bern „bedauern diese Fehler“.
Die Ereignisse der letzten Wochen hätten zu Polarisierungen
geführt.
Die Schweizer Tageszeitung ‘Neue Zürcher Zeitung’ ließ sich von der Dialektik der Bischöfe –
Papst gut, aber Kurie böse – nicht verwirren.
Sie brachte den Kern der Sache in einen unmißverständlichen
Titel: „Schweizer Bischöfe kritisieren Papst.“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#11
vonHerzmanovsky-Orlando 09:09:54 | Freitag, 6. März 2009
#10
Seppi 09:08:27 | Freitag, 6. März 2009
#9
Schalom 17:16:13 | Donnerstag, 5. März 2009
#8
Domenico Tuttisanti 16:43:23 | Donnerstag, 5. März 2009
#7
HK417 16:21:20 | Donnerstag, 5. März 2009
#6
r.ruhrgebietler 14:55:05 | Donnerstag, 5. März 2009
#5
Strohsack, heiliger 14:39:21 | Donnerstag, 5. März 2009
#4
Stephanus 14:31:21 | Donnerstag, 5. März 2009
#3
caritatem 14:02:51 | Donnerstag, 5. März 2009
#2
LandorganistII 13:59:46 | Donnerstag, 5. März 2009
#1
möchtegern-kathole 13:54:27 | Donnerstag, 5. März 2009