Schweiz
Steine aus dem Glashaus
Mit provinzieller Verspätung haben sich die Schweizer Bischöfe gemeldet und gegen die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. gepoltert. Sie wollen damit überspielen, daß sie in ihren eigenen Diözesen nichts mehr zu berichten haben.
Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz
Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz
© Pressebild Schweizer Bischofskonferenz
(kreuz.net) Die Schweizer Bischofskonferenz veröffentlichte heute eine Stellungnahme zur Priesterbruderschaft Sankt Pius X.

Der Text jammert, daß sich durch die Aufhebung der Exkommunikationen angeblich „eine schwierige Situation“ ergeben habe.

Die Prälaten berufen sich auf „zahlreicher Reaktionen“. Diese zeigten die große Besorgnis vieler Menschen.

Papst Benedikt XVI. habe von Lefebvre-Bischof Richard Williamson einen öffentlichen und eindeutigen Widerruf der Gaskammer-Aussagen verlangt. Der sei bisher nicht geschehen.

Die Bischofskonferenz unterstreicht, daß die Aufhebung der Exkommunikation noch keine völlige Aussöhnung mit der Bruderschaft darstelle.

Der Weg der Versöhnung sei erst begonnen: „Die vier Bischöfe bleiben weiterhin suspendiert.“

Die Stellungnahme der Bischöfe betont, daß die vier Lefebvre-Bischöfe ihr Amt nicht ausüben dürfen. Den Schweizer Bischöfen ist allerdings entgangen, daß gegen die vier Bischöfe nie eine Suspendierung ausgesprochen wurde.

Der Vatikan habe erklärt, daß die Bruderschaft das Zweite Vatikanische Konzil sowie das Lehramt der letzten fünf Päpste vollständig anerkennen müsse.
Johannes Paul II.
„Als Christen können wir nicht nur mit einer Lunge atmen; wir brauchen zwei Lungen, die westliche und die östliche.“


Im Sinne dieser Päpste sei das Leben der Kirche vor und nach dem Konzil als Erneuerung in der Kontinuität und nicht als Bruch zu verstehen – behaupten die Schweizer Bischöfe unbeschadet der Zustände in ihren Diözesen und Pfarreien.

In der Schweiz haben die Bischöfe – neben zahllosen geduldeten Mißbräuchen – seit dem Zweiten Vatikanum auch die Beichte de facto flächendeckend abgeschafft.

Abschließend kommen die Bischöfe zum Punkt. Die Aufhebung der Exkommunikation sei schlampig vorbereitet gewesen. Es habe schwerwiegende Informationsmängel an die Bischöfe, die Gläubigen und die Presse gegeben. Die Bischöfe und sogar der Nuntius in Bern „bedauern diese Fehler“.

Die Ereignisse der letzten Wochen hätten zu Polarisierungen geführt.

Die Schweizer Tageszeitung ‘Neue Zürcher Zeitung’ ließ sich von der Dialektik der Bischöfe – Papst gut, aber Kurie böse – nicht verwirren.

Sie brachte den Kern der Sache in einen unmißverständlichen Titel: „Schweizer Bischöfe kritisieren Papst.“
      
11 Lesermeinungen
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#11   vonHerzmanovsky-Orlando   09:09:54 | Freitag, 6. März 2009
Ist ja genial,
dass die Bischöfe wieder zu so einer Art Minimalkonsens fanden: Ein gemeinsamer Feind muss her! Ein gemeinsamer Feind ist gefunden!!! Jubel! Wer sich nicht mehr positiv selbst definieren kann, der versucht es wenigstens negativ.
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#10   Seppi   09:08:27 | Freitag, 6. März 2009
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen
Wenn man sieht wie die wenigen Gläubigen und der scwindende Klerus der „offiziellen Kirche“ über altert ist und wie viele Junge Priester und Laien bei der Piusbruderschaft aktiv sind, kann man nur sagen: „An ihen Früchten werdet ihr sie erkennen.“
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#9   Schalom   17:16:13 | Donnerstag, 5. März 2009
Für den NPD- Wähler Allerheiligen wartet ein Dauerjob als Leichenträger
verblichener Uralt-Traditionalisten.
Hat es eigentlich sehr wehgetan, als Sie vom Himmel
in die braune Hölle gestürzt sind
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#8   Domenico Tuttisanti   16:43:23 | Donnerstag, 5. März 2009
UNTERSCHRIFTEN-AKTION
gegen ANGELA MERKEL:
Sie soll sich beim Papst entschuldigen oder sie verliert Katholiken-Stimmen bei der nächsten Wahl! www.kreuz.net/bookentry.4098.html
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#7   HK417   16:21:20 | Donnerstag, 5. März 2009
Ach Schweiz …
Also ich sehe das so: Für die schweizerischen Bischöfe bot sich endlich einmal eine Gelegenheit, eine Erklärung zu veröffentlichen, die sogar die Zustimmung der „funktionärenden“ Basis findet, die sich ansonsten schon lange abseits von Rom und der örtlichen Ordinariate verselbständigt hat.
Gelegentliche Besuche von Sonntagsmessen – oder auch Wort-Gottes-Feier mit Kommunionspendung – in der Deutschschweiz (urlaubshalber) sind bei mir fast immer harte Bewährungsproben in Sachen Toleranzbereitschaft angesichts müder und ermüdender liturgischer Kreativität und unorthodoxer Verkündigungsmethoden (von den Inhalten ganz zu schweigen). Dagegen muten sogar die „normalen“ Messen in den meisten deutschen Pfarrkirchen noch irgendwie „tridentinisch“ an.
Was den „Geist des Konzils“ anbelangt, scheinen uns die Schweizer immerhin eindeutig voraus zu sein. Der schwirrt dort nämlich besonders heftig.
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#6   r.ruhrgebietler   14:55:05 | Donnerstag, 5. März 2009
Gähn – Profilneurose zum Frühjahrsanfang
Nicht nur die SBK sondern auch die DBK und ÖBK leiden also an krasser Fehleinschätzung der Lage (der ihnen anbefohlenen Seelen!).
Leute, kündigt sofort Euere Kichensteuerzahlungen an das System D-Ö-S-BK! Dann hat der Spuk ein ganz schnelles Ende! Ihr seit trotzdem Vollmitgleider der röm.-kath. Kirche Jesu Christi!
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#5   Strohsack, heiliger   14:39:21 | Donnerstag, 5. März 2009
Ich stehe voll und ganz …
… zur Erklärung der Schweizer Bischöfe ebenso wie zu jener, die gerade von der Deutschen Bischofskonferenz zu den Pius-Brüdern veröffentlicht wird. Das sind mal klare, eindeutige Worte, die sich jeder rechtschaffene, nicht spalten wollende Katholik zu Herzen nehmen sollte. Einer der Hauptautoren dieser Erklärung ist übrigens, wie man hört, interessanterweise Bischof Mixa aus Augsburg.
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#4   Stephanus   14:31:21 | Donnerstag, 5. März 2009
Achhh jaaaaa?
Na, denn!
was wird das für ein gewaltiger Frühjahrsputz in den deutschsprachigen Kirchenprovinzen!
Wenn jetzt alles mal herausgekehrt werden muß, was den Forderungen der Bischöfe von diesen selbst über die Jahrzehnte so an Widersprüchlichkeiten zu Papst, Lehramt und Konzil angesammelt wurde.
Manches ist dabei was mehr oder weniger schwer die Exkommunikation mit sich bringt!
Was gibt das für einen Haufen?!?!?!!?
Und wohin damit???? Bei den strengen grün-rot-unterlegten Umweltgesetzen. Das ist doch so gesehen alles hochgefährlicher Sondermüll.
Und dabei sind solche Risikobauwerke wie die Königssteiner Erklärung um nur ein Beispiel zu nennen, noch gar nicht dabei. Die Haufen die bei deren Dekonterminierung entstehen, die müssen wahrscheinlich um unseren Umweltschutzbestimmungen zu genügen unter milliardenteuren Betonsarkophagen vor weiterm Zugriff verwahrt werden!
Vielleicht ist das gerade die Arbeitsteilung die zur Gesundung der angeschlagenen Kirche führt: Die Hw. Herrn Bischöfe krempeln mal die Ärmel hoch und fangen schon mal an mit Beton mischen usw. und überlassen die Restauration der Glaubensgüter all den Menschen die voll von gutem Willen nichts anderes wollen, als katholisch sein und das im Wortsinn, vollumfänglich bei jedem einzelnen Wort des Glaubensbekenntnisses!!!
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#3   caritatem   14:02:51 | Donnerstag, 5. März 2009
Bis gleich
Ich muß jetzt mein Haus putzen.
Und 15.00 Uhr ist Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit.
Schließe alle guten Willens mit ein ! :(3
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#2   LandorganistII   13:59:46 | Donnerstag, 5. März 2009
blablabla
Das hatten wir doch schon alles, mal sind die deutschen, dann die österreichischen, dann die französischen Bischöfe die Bösen, jetzt eben die der Schweizer! Langweilig!!! o.O
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#1   möchtegern-kathole   13:54:27 | Donnerstag, 5. März 2009
„Die Ereignisse der letzten Wochen hätten zu Polarisierungen geführt.“
Das sollten alle Beteiligten ausräumen, durch den den Katholen wichtigen Dialog.
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