Katholische Organisationen im deutschen Sprachraum inserieren in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Die neue EU-Verfassung soll sich dem demokratischen Volksentscheid stellen.
(kreuz.net, Frankfurt) Die beiden katholischen Organisationen ‘Pro Sancta Ecclesia’ und die ‘Vereinigung
der Initiativkreise’ haben am letzten Freitag eine Erklärung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anläßlich
der Unterzeichnung der geplanten EU-Verfassung veröffentlicht.
Darin fordern sie, daß in Deutschland
und Österreich über die EU-Verfassung und den EU-Beitritt der Türkei demokratisch abgestimmt werde:
„Anläßlich der Unterzeichnung der geplanten EU-Verfassung durch die europäischen Staats- und Regierungschefs
sagen wir Nein zu diesem Europa.
Nein zu diesem Europa, das durch die ausdrückliche Verwerfung eines
Gottesbezuges in der geplanten Verfassung eine Absage an Gott und die Ideale der christlichen Gründerväter
der europäischen Einigung darstellt.
Nein zu diesem Europa, das – wie der Fall Buttiglione zeigt – katholische
Politiker wegen ihres Festhaltens an der katholischen Moral- und Gesellschaftslehre massiv diskriminiert.
Nein zu diesem Europa, das durch bestehende und geplante Regelungen unmoralische, widernatürliche und
kinderfeindliche Verhaltensweisen und Forschungsmethoden begünstigt.
Nein zu diesem Europa, das die
katholischen Christen, die Angehörigen des größten Bekenntnisses in Europa, zum Beispiel durch „Antidiskriminierungsrichtlinien“,
belastet und gleichzeitig mit der geplanten Aufnahme der nichteuropäischen Türkei in die EU einer Islamisierung
Europas Vorschub leistet.
Nein zu diesem Europa, das die demokratischen Grundfreiheiten der europäischen
Völker gefährdet, wie das Beispiel Österreichs zeigt, wo nach einer demokratischen Wahl eine nicht
genehme Regierung massiven Pressionen durch die übrigen EU-Regierungen ausgesetzt war.
Wir fordern daher,
daß auch den Wählern in Deutschland und Österreich, und zwar schnellstmöglich, die Gelegenheit geboten
wird, in einer Volksabstimmung ihr Votum zu der geplanten EU-Verfassung und zum EU-Beitritt der Türkei
abgeben zu können.
Wir fordern die Rückkehr zu einem Europa mit christlich-humanen Grundwerten.“
Die
Initiative katholischer Laien und Priester „Pro Sancta Ecclesia“ („Für die heilige Kirche“) wurde im
Jahre 2000 gegründet. Sie will zur Heiligung ihrer Mitglieder sowie anderer Menschen beitragen und mithelfen,
die Lehre der katholischen Kirche, wie sie in ungebrochener Tradition von den Päpsten und den mit ihnen
verbundenen Bischöfen vorgelegt wird, zu verbreiten und zu verteidigen. „Pro Sancta Ecclesia“ möchte
Glaubensinseln schaffen, auf denen ein geistiges Überleben in der heutigen Situation möglich ist.
Pro
Sancta Ecclesia“ arbeitet eng zusammen mit der 1997 gegründeten „Vereinigung der Initiativkreise katholischer
Laien und Priester im deutschsprachigen Raum“ und den in ihr zusammengeschlossenen einzelnen Initiativkreisen.
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1 Lesermeinung
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#1 Uwe Schmidt 06:34:27 | Mittwoch, 19. Januar 2005
referendum Gute Initiative, wenn auch eigentlich nicht sehr nötig. Die Referenda in Großbritannien und
Polen werden mit Sicherheit gegen die jetzige EU-Verfassung ausgehen. Gott sei Dank!