Die Sprachen zerfallen
Die Sprachentwicklung beweist, daß die Heilige Schrift näher bei der Wahrheit ist, als es manchem Evolutions-Ideologen lieb ist. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
(kreuz.net) Latein ist schwieriger als Französisch. Jedenfalls auf den ersten Blick. So gibt es fünf
lateinische Deklinationen mit jeweils fünf Fällen.
Im Französischen bleiben davon nicht einmal Singular und Plural übrig. Alle fünf Deklinationen der lateinischen Muttersprache sind verschwunden. Die Unterscheidung zwischen Singular und Plural gibt es vielfach auch nicht mehr.
Sie geschieht bei der überwiegenden Zahl der Worte durch den vorgestellten Artikel, weil sich die Aussprache eines Wortes im Singular und Plural nicht unterscheidet.
Die verschwundenen Fälle werden mit Präpositionen und Artikeln oft kompliziert umschrieben.
Im Portugiesischen sieht es ein bißchen besser aus. Zwar sind auch hier die fünf Deklinationen des Lateinischen verschwunden.
Doch haben die meisten Worte wenigstens noch lautlich verschiedene Singular- und Pluralformen: o jardim – os jardins (der Garten), o senhor – os senhores (der Herr), o canal – os canais (der Kanal).
Die Wörter sind auf Französisch wie auf Portugiesisch auch generell kürzer als ihre lateinischen Ursprünge: panis, credere, bonus, amicus (Brot, glauben, gut, Freund) werden auf Französisch zu pain, croire, bon, ami und auf Portugiesisch zu pâo, crere, bom und amigo.
Das letzte Wort „amigo“ zeigt keinen Abbau. Das ist ein Beweis dafür, daß das Portugiesische die lateinische Sprache etwas besser bewahrt hat als das Französische.
Man nennt den Prozeß der Verkürzung der Worte „Abschleifung“.
Das Zeitwort zeigt eine ähnliche Entwicklung. Bei seiner Flexion unterscheidet man synthetische und analytische Formen.
Synthetische Formen werden durch Veränderung des Wortes selber gebildet: „gesungen“ von „singen“.
Analytische Formen nehmen zu dem Zeitwort noch Hilfsverben hinzu. Zum Beispiel: „ich habe gesungen“ von „singen“.
Die lateinische Sprache kann zu jedem Verb über 170 synthetische Formen bilden. Das Französische kennt nur noch vierzig und das nicht-romanische Englisch kaum ein halbes Dutzend.
Offenbar kann der Mensch keine neuen synthetischen Formen schaffen.
Der Abbau ist schon im Latein sichtbar. Denn die konsonantische Deklination des Hauptwortes ist eine Mischung aus zwei reduzierten älteren Deklinationen der konsonantischen und vokalischen Stämme.
Die lateinischen Maskulina auf „-er“ haben die ursprüngliche Endung „-us“ eingebüßt: magister oder puer statt magistrus oder puerus.
Die sogenannten Verba deponentia mit passiver Form und aktiver Bedeutung sind Überreste des indogermanischen Mediums, das noch im Altgriechischen erhalten ist. Das Mediums ist eine Mittelform zwischen dem Aktiv und dem Passiv.
Der Abbau geht unvermindert weiter: Im heutigen Französisch sind der Subjonctif und das Passé simple bedroht.
Nach der Evolutionstheorie haben sich die Sprachen aus dem Nichts zu ihrer heutigen Höhe entwickelt.
Doch die Wirklichkeit zeigt das genaue Gegenteil. Im Teilbereich „Formenlehre“ verlieren die Sprachen mit der Zeit an Komplexität. Was hier an den romanischen Sprachen gezeigt wurde, gilt für alle Sprachen der Welt.
Der moderne Mensch kann keine synthetischen Formen oder neue Deklinationen bilden.
Dennoch setzt die Evolutions-Ideologie den Glauben voraus, daß halbäffische Frühmenschen diese Leistung fertiggebracht hätten.
Dagegen erklärt die Heilige Schrift, daß die Menschen vor etwa 6000 Jahren in Babel von Gott viele verschiedene Sprachen erhielten.
Diese Ursprachen waren, wie man weiß, hochkomplex und konzentriert. Sie waren jenes Gottes würdig, der auf der Hochzeit von Kana nicht irgendeinen, sondern den besten Wein schuf.
Da unsere Welt dem Zerfall und dem Tod unterliegt, geht es seitdem mit den Sprachen langsam bergab.
Die Linguistik ist heute eine wichtige Stütze der Schöpfungslehre – wie eine neue katholische evolutionskritische Vereinigung ausführlich darstellt.
Der Verfasser ist praktizierender Arzt im Nord-Elsaß.
Im Französischen bleiben davon nicht einmal Singular und Plural übrig. Alle fünf Deklinationen der lateinischen Muttersprache sind verschwunden. Die Unterscheidung zwischen Singular und Plural gibt es vielfach auch nicht mehr.
Sie geschieht bei der überwiegenden Zahl der Worte durch den vorgestellten Artikel, weil sich die Aussprache eines Wortes im Singular und Plural nicht unterscheidet.
Die verschwundenen Fälle werden mit Präpositionen und Artikeln oft kompliziert umschrieben.
Im Portugiesischen sieht es ein bißchen besser aus. Zwar sind auch hier die fünf Deklinationen des Lateinischen verschwunden.
Doch haben die meisten Worte wenigstens noch lautlich verschiedene Singular- und Pluralformen: o jardim – os jardins (der Garten), o senhor – os senhores (der Herr), o canal – os canais (der Kanal).
Die Wörter sind auf Französisch wie auf Portugiesisch auch generell kürzer als ihre lateinischen Ursprünge: panis, credere, bonus, amicus (Brot, glauben, gut, Freund) werden auf Französisch zu pain, croire, bon, ami und auf Portugiesisch zu pâo, crere, bom und amigo.
Das letzte Wort „amigo“ zeigt keinen Abbau. Das ist ein Beweis dafür, daß das Portugiesische die lateinische Sprache etwas besser bewahrt hat als das Französische.
Man nennt den Prozeß der Verkürzung der Worte „Abschleifung“.
Das Zeitwort zeigt eine ähnliche Entwicklung. Bei seiner Flexion unterscheidet man synthetische und analytische Formen.
Synthetische Formen werden durch Veränderung des Wortes selber gebildet: „gesungen“ von „singen“.
Analytische Formen nehmen zu dem Zeitwort noch Hilfsverben hinzu. Zum Beispiel: „ich habe gesungen“ von „singen“.
Die lateinische Sprache kann zu jedem Verb über 170 synthetische Formen bilden. Das Französische kennt nur noch vierzig und das nicht-romanische Englisch kaum ein halbes Dutzend.
Offenbar kann der Mensch keine neuen synthetischen Formen schaffen.
Der Abbau ist schon im Latein sichtbar. Denn die konsonantische Deklination des Hauptwortes ist eine Mischung aus zwei reduzierten älteren Deklinationen der konsonantischen und vokalischen Stämme.
Die lateinischen Maskulina auf „-er“ haben die ursprüngliche Endung „-us“ eingebüßt: magister oder puer statt magistrus oder puerus.
Die sogenannten Verba deponentia mit passiver Form und aktiver Bedeutung sind Überreste des indogermanischen Mediums, das noch im Altgriechischen erhalten ist. Das Mediums ist eine Mittelform zwischen dem Aktiv und dem Passiv.
Der Abbau geht unvermindert weiter: Im heutigen Französisch sind der Subjonctif und das Passé simple bedroht.
Nach der Evolutionstheorie haben sich die Sprachen aus dem Nichts zu ihrer heutigen Höhe entwickelt.
Doch die Wirklichkeit zeigt das genaue Gegenteil. Im Teilbereich „Formenlehre“ verlieren die Sprachen mit der Zeit an Komplexität. Was hier an den romanischen Sprachen gezeigt wurde, gilt für alle Sprachen der Welt.
Der moderne Mensch kann keine synthetischen Formen oder neue Deklinationen bilden.
Dennoch setzt die Evolutions-Ideologie den Glauben voraus, daß halbäffische Frühmenschen diese Leistung fertiggebracht hätten.
Dagegen erklärt die Heilige Schrift, daß die Menschen vor etwa 6000 Jahren in Babel von Gott viele verschiedene Sprachen erhielten.
Diese Ursprachen waren, wie man weiß, hochkomplex und konzentriert. Sie waren jenes Gottes würdig, der auf der Hochzeit von Kana nicht irgendeinen, sondern den besten Wein schuf.
Da unsere Welt dem Zerfall und dem Tod unterliegt, geht es seitdem mit den Sprachen langsam bergab.
Die Linguistik ist heute eine wichtige Stütze der Schöpfungslehre – wie eine neue katholische evolutionskritische Vereinigung ausführlich darstellt.
Der Verfasser ist praktizierender Arzt im Nord-Elsaß.
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Montag, 23. März 2009 00:55
Kunibert: @litterae sunt divitiae
„Die Leute suchen sich so oder so aus, was sie für plausibel halten und an was sie glauben.“
So ist es. Nicht jeder prüft erstmal. Dabei sollte das Hinterfragen in der Wissenschaft selbstverständlich sein.
„Des Weiteren spreche ich natürlich kein Wort Estisch. Was ich weiß, ist, dass Finnisch z.B. auch fusionale Tendenzen aufweist, es ist keine agglutinierende Sprache in „Reinform“ mehr.“
Nach allem kann ich nun sagen, daß die Situation mit den Sprachen komplizierter ist, als zunächst von mir angenommen.
Z.B. war mir neu, daß es Tonsprachen gibt (die isolierenden Sprachen Chinesisch oder Vietnamesisch gehören dazu) Bei einem Erlernen dieser „einfachen“ Sprachen würde ich mir denn schonmal mit diesen verschiedenen Satzmelodien recht schwer tun.
„Jein. Zwar befähigen uns nur unsere kognitiven Fähigkeiten zum Sprechen, aber natürliche Veränderungen, wie, dass z.B. aus „want to“ „wanna“ wird, passieren einfach. Die erdenkt sich niemand „mit Vorsatz“. Wir reden ja nicht von Plansprachen.“
Korrekt. Ich meinte daneben aber auch sowas wie die Notwendigkeit von Intelligenz, um mit der noch unbekannten Veränderung etwas anzufangen und sie richtig zu interpretieren, oder wenigstens dann die Erklärung dazu zu verstehen. Andernfalls wird sich sowas wohl kaum verbreiten können.
So ist es. Nicht jeder prüft erstmal. Dabei sollte das Hinterfragen in der Wissenschaft selbstverständlich sein.
„Des Weiteren spreche ich natürlich kein Wort Estisch. Was ich weiß, ist, dass Finnisch z.B. auch fusionale Tendenzen aufweist, es ist keine agglutinierende Sprache in „Reinform“ mehr.“
Nach allem kann ich nun sagen, daß die Situation mit den Sprachen komplizierter ist, als zunächst von mir angenommen.
Z.B. war mir neu, daß es Tonsprachen gibt (die isolierenden Sprachen Chinesisch oder Vietnamesisch gehören dazu) Bei einem Erlernen dieser „einfachen“ Sprachen würde ich mir denn schonmal mit diesen verschiedenen Satzmelodien recht schwer tun.
„Jein. Zwar befähigen uns nur unsere kognitiven Fähigkeiten zum Sprechen, aber natürliche Veränderungen, wie, dass z.B. aus „want to“ „wanna“ wird, passieren einfach. Die erdenkt sich niemand „mit Vorsatz“. Wir reden ja nicht von Plansprachen.“
Korrekt. Ich meinte daneben aber auch sowas wie die Notwendigkeit von Intelligenz, um mit der noch unbekannten Veränderung etwas anzufangen und sie richtig zu interpretieren, oder wenigstens dann die Erklärung dazu zu verstehen. Andernfalls wird sich sowas wohl kaum verbreiten können.
Sonntag, 22. März 2009 21:18
litterae sunt divitiae: @Kunibert
Ich finde, daß man sich soweit (noch) aussuchen kann, wie man zum Karussell steht.
Die Leute suchen sich so oder so aus, was sie für plausibel halten und an was sie glauben.
Wie gut läßt sich dieses Karussell mit Daten stützen?
Offengesagt: da kann ich Ihnen nix konkretes sagen. Erst recht keine numerischen Daten nennen- da müsste ich einen Linguisten aus der Forschung fragen.
Des Weiteren spreche ich natürlich kein Wort Estisch. Was ich weiß, ist, dass Finnisch z.B. auch fusionale Tendenzen aufweist, es ist keine agglutinierende Sprache in „Reinform“ mehr.
Und von Khmer habe ich noch nicht mal was gehört. Was Wiki über Khmer schreibt, scheint aber auf eine agglutinierende Tendenz hinzudeuten. Leicht agglutinierende Tendenzen gibt es aber auch in vielen anderen Sprachen. Als Bsp. aus dem Englischen seien die noch jungen Formen „gonna“ und „wanna“ aufgeführt, die aus „going to“ und „want to“ entstanden sind.
Ist nicht auch ein entgegengesetzter Trend denkbar? Also von einer aggl. zu einer isol. Sprache?
Kann ich mir im Rahmen eines natürlichen Entwicklungsprozesses einer Sprache eigentlich nicht vorstellen und wüsste auch von keinem Bsp.
Für solche Sprachänderungen braucht es grundsätzlich Intelligenz.
Jein. Zwar befähigen uns nur unsere kognitiven Fähigkeiten zum Sprechen, aber natürliche Veränderungen, wie, dass z.B. aus „want to“ „wanna“ wird, passieren einfach. Die erdenkt sich niemand „mit Vorsatz“. Wir reden ja nicht von Plansprachen.
Die Leute suchen sich so oder so aus, was sie für plausibel halten und an was sie glauben.
Wie gut läßt sich dieses Karussell mit Daten stützen?
Offengesagt: da kann ich Ihnen nix konkretes sagen. Erst recht keine numerischen Daten nennen- da müsste ich einen Linguisten aus der Forschung fragen.
Des Weiteren spreche ich natürlich kein Wort Estisch. Was ich weiß, ist, dass Finnisch z.B. auch fusionale Tendenzen aufweist, es ist keine agglutinierende Sprache in „Reinform“ mehr.
Und von Khmer habe ich noch nicht mal was gehört. Was Wiki über Khmer schreibt, scheint aber auf eine agglutinierende Tendenz hinzudeuten. Leicht agglutinierende Tendenzen gibt es aber auch in vielen anderen Sprachen. Als Bsp. aus dem Englischen seien die noch jungen Formen „gonna“ und „wanna“ aufgeführt, die aus „going to“ und „want to“ entstanden sind.
Ist nicht auch ein entgegengesetzter Trend denkbar? Also von einer aggl. zu einer isol. Sprache?
Kann ich mir im Rahmen eines natürlichen Entwicklungsprozesses einer Sprache eigentlich nicht vorstellen und wüsste auch von keinem Bsp.
Für solche Sprachänderungen braucht es grundsätzlich Intelligenz.
Jein. Zwar befähigen uns nur unsere kognitiven Fähigkeiten zum Sprechen, aber natürliche Veränderungen, wie, dass z.B. aus „want to“ „wanna“ wird, passieren einfach. Die erdenkt sich niemand „mit Vorsatz“. Wir reden ja nicht von Plansprachen.
Sonntag, 22. März 2009 18:51
Kunibert: @litterae sunt divitiae
Grundsätzlich bin ich mit ihren Aussagen einverstanden. Die von Ihnen geschilderte „Karussellfahrt“ erscheint
durchaus möglich.
Wie gut läßt sich dieses Karussell mit Daten stützen?
Für einen Übergang von flekt. zu isol. Sprachen haben wir ja einige Beispiele. Es scheint auch möglich zu sein, komplett zum isol. Sprachtyp zu wechseln (Vietnamesisch hat die Flexion verloren – siehe Punkt „Geschichte“).
Als Bsp. für einen Übergang einer aggl. zu einer flekt. Sprache wurde Estnisch genannt.
Gibt es auch ein Bsp. für einen (nahezu) vollständigen Wechsel? Schon ein Fall wie Estnisch soll ja relativ selten sein.
Wie weit ist Estnisch eigentlich schon auf dem Weg zu einer flekt. Sprache? In dem Wiki-Artikel zu Estnisch wird es zwar als aggl.-flekt. bezeichnet, aber ich finde dort keine näheren Angaben oder ein Beispiel für Flexion.
Bzgl. eines Übergangs von isol. zu aggl. Sprachen paßt vielleicht Khmer.
Inwiefern und inwieweit läßt sich da ein Übergang zu einer aggl. Sprache feststellen?
Ist nicht auch ein entgegengesetzter Trend denkbar? Also von einer aggl. zu einer isol. Sprache?
Ich finde, daß man sich soweit (noch) aussuchen kann, wie man zum Karussell steht.
Für solche Sprachänderungen braucht es grundsätzlich Intelligenz. Und diese ist, meine ich, beim Menschen auch manchmal vorhanden.
@Clemens Klein
Vllt. kommt Latein tatsächlich wieder als Verkehrssprache, aber ich vermute, daß es eher seinen jetzigen Status beibehält.
Wie gut läßt sich dieses Karussell mit Daten stützen?
Für einen Übergang von flekt. zu isol. Sprachen haben wir ja einige Beispiele. Es scheint auch möglich zu sein, komplett zum isol. Sprachtyp zu wechseln (Vietnamesisch hat die Flexion verloren – siehe Punkt „Geschichte“).
Als Bsp. für einen Übergang einer aggl. zu einer flekt. Sprache wurde Estnisch genannt.
Gibt es auch ein Bsp. für einen (nahezu) vollständigen Wechsel? Schon ein Fall wie Estnisch soll ja relativ selten sein.
Wie weit ist Estnisch eigentlich schon auf dem Weg zu einer flekt. Sprache? In dem Wiki-Artikel zu Estnisch wird es zwar als aggl.-flekt. bezeichnet, aber ich finde dort keine näheren Angaben oder ein Beispiel für Flexion.
Bzgl. eines Übergangs von isol. zu aggl. Sprachen paßt vielleicht Khmer.
Inwiefern und inwieweit läßt sich da ein Übergang zu einer aggl. Sprache feststellen?
Ist nicht auch ein entgegengesetzter Trend denkbar? Also von einer aggl. zu einer isol. Sprache?
Ich finde, daß man sich soweit (noch) aussuchen kann, wie man zum Karussell steht.
Für solche Sprachänderungen braucht es grundsätzlich Intelligenz. Und diese ist, meine ich, beim Menschen auch manchmal vorhanden.
@Clemens Klein
Vllt. kommt Latein tatsächlich wieder als Verkehrssprache, aber ich vermute, daß es eher seinen jetzigen Status beibehält.
Sonntag, 22. März 2009 15:32
Claus Klain: Sprachen zerfallen – eine kommt wieder
Die Kommission für die Herausgabe eines mittellateinischen Wörterbuches durch die BAYERISCHE AKADEMIE
DER WISSENSCHAFTEN informiert auf ihrer Webseite…
<http://www.mlw.badw.de/…tellatein/index.html<
Es sind Wissenschaftler aller drei deutschprachigen Länder an diesem Vorhaben beteiligt, der mit 30 Mill. € jährlich gefördert wird und mit dem Buchstabe „P“ gerade einen weiteren Band abgeschlossen hat. Unter den Gebildeten hat man über 1000 Jahre, etwa in der Zeit von 500 bis 1500 mittellatain gesprochen und geschrieben. Ihre Spuren sind unsrer Geschichte noch nicht verloren… und nach einem „Abstellgleis“… sieht mir das gerade nicht aus.
Reinhold Schneider (1903-1957) erzäht in „Winter in Wien“ über Erfahrungen aus der k. u. K. Zeit, dem Ende Österreichs, unter dem Hause Habsburgs. Er war in vielen Sprache zu Hause. In Sprachen die hier, nur fein säuberlich seziert behandelt, vorkommen. Man hat Reinhold Schneider daher schon verehrt und alle Türen Wiens standen ihm offen. Für den Sprachbegabten Schriftsteller war es nicht kritisch, dass man in diesem Vielvölkerstaat 24 verschidene Sprachen gesprochen hat und unter diesen Umständen regiert werden mußte… Ähnlichkeit mit der EU Brüssels drängt sich auf.
Es soll vorgekomen sein, dass einige Generationen bei der Weitergabe von Wissen ausgefallen sind. Fakt ist: Latainlehrer werden heute wieder gesucht.
<http://www.mlw.badw.de/…tellatein/index.html<
Es sind Wissenschaftler aller drei deutschprachigen Länder an diesem Vorhaben beteiligt, der mit 30 Mill. € jährlich gefördert wird und mit dem Buchstabe „P“ gerade einen weiteren Band abgeschlossen hat. Unter den Gebildeten hat man über 1000 Jahre, etwa in der Zeit von 500 bis 1500 mittellatain gesprochen und geschrieben. Ihre Spuren sind unsrer Geschichte noch nicht verloren… und nach einem „Abstellgleis“… sieht mir das gerade nicht aus.
Reinhold Schneider (1903-1957) erzäht in „Winter in Wien“ über Erfahrungen aus der k. u. K. Zeit, dem Ende Österreichs, unter dem Hause Habsburgs. Er war in vielen Sprache zu Hause. In Sprachen die hier, nur fein säuberlich seziert behandelt, vorkommen. Man hat Reinhold Schneider daher schon verehrt und alle Türen Wiens standen ihm offen. Für den Sprachbegabten Schriftsteller war es nicht kritisch, dass man in diesem Vielvölkerstaat 24 verschidene Sprachen gesprochen hat und unter diesen Umständen regiert werden mußte… Ähnlichkeit mit der EU Brüssels drängt sich auf.
Es soll vorgekomen sein, dass einige Generationen bei der Weitergabe von Wissen ausgefallen sind. Fakt ist: Latainlehrer werden heute wieder gesucht.
Sonntag, 22. März 2009 00:30
litterae sunt divitiae: @Kunibert
und ein Zuwachs erscheint weniger wahrsch. als ein Wegfall.
Das sehe ich anders. Wir reden von agglutinierenden Sprachen. Da, wo wir z.B. im Deutschen präpositionale Strukturen verwenden müssen, hängt die agglutinierende Sprache, die ja deswegen so heißt, weil sie ursprünglich eigenständige Wörter an ein anderes Wort „anklebt“, einfach noch ein Affix mehr dran, anstatt eine alleinstehende Präposition zu verwenden – und schwuppdiwupp – ist wieder ein neuer Kasus geboren. Dieser Prozess ist so banal, dass manche Sprachwissenschaftler bei agglutinierenden Sprachen ohnehin nur ungern von echten „Kasus“ reden.
Allerdings kann durch Abschleifung routiniert verwendeter agglutinierter Formen ein Zusammenfall der Affixe entstehen, die dann in Silben verschmelzen, die jeweils mehr als nur eine grammatische Information tragen. So tendieren agglut. Sprachen also zur Struktur der flektierenden. Dann können durch weitere Abschleifung die Flexionsendungen wegfallen, sodass das ganze isolierend wird, von wo aus es wieder zu Agglutination tendieren könnte. Solche Prozesse finden im Laufe von Jahrhunderten statt.
Ich sehe da wirklich keine Hexerei dahinter und verstehe auch nicht, warum man glauben müsste, dass nur der Herrgott Kasus erfinden kann, so wie das Herr Lindemann ja unterstellt.
Dass Gott das Karussel irgendwann angestoßen hat, kann man ja glauben. Aber drehen tut es sich jedenfalls alleine (weiter). Ich habe da keinen Zweifel daran, dass Kasus nicht „vom Himmel fallen“.
Das sehe ich anders. Wir reden von agglutinierenden Sprachen. Da, wo wir z.B. im Deutschen präpositionale Strukturen verwenden müssen, hängt die agglutinierende Sprache, die ja deswegen so heißt, weil sie ursprünglich eigenständige Wörter an ein anderes Wort „anklebt“, einfach noch ein Affix mehr dran, anstatt eine alleinstehende Präposition zu verwenden – und schwuppdiwupp – ist wieder ein neuer Kasus geboren. Dieser Prozess ist so banal, dass manche Sprachwissenschaftler bei agglutinierenden Sprachen ohnehin nur ungern von echten „Kasus“ reden.
Allerdings kann durch Abschleifung routiniert verwendeter agglutinierter Formen ein Zusammenfall der Affixe entstehen, die dann in Silben verschmelzen, die jeweils mehr als nur eine grammatische Information tragen. So tendieren agglut. Sprachen also zur Struktur der flektierenden. Dann können durch weitere Abschleifung die Flexionsendungen wegfallen, sodass das ganze isolierend wird, von wo aus es wieder zu Agglutination tendieren könnte. Solche Prozesse finden im Laufe von Jahrhunderten statt.
Ich sehe da wirklich keine Hexerei dahinter und verstehe auch nicht, warum man glauben müsste, dass nur der Herrgott Kasus erfinden kann, so wie das Herr Lindemann ja unterstellt.
Dass Gott das Karussel irgendwann angestoßen hat, kann man ja glauben. Aber drehen tut es sich jedenfalls alleine (weiter). Ich habe da keinen Zweifel daran, dass Kasus nicht „vom Himmel fallen“.
Samstag, 21. März 2009 23:37
Kunibert: @litterae sunt divitae
Ihrem ersten Absatz stimme ich voll und ganz zu. Texte begnügen sich im Engl. auch meiner Erfahrung nach
üblicherweise mit weniger Wörtern/Zeichen als im Deutschen, allerdings sind manche Informationen („Würze“)
schwierig zu übersetzen.
Es kann schon sein, daß Ur-Finnougrisch „nur“ 8 Kasus hatte. Es gibt dann aber bei nicht nur einer, sondern bei mehreren davon abgeleiteten Sprachen einen erhebl. Kasus-Zuwachs und ein Zuwachs erscheint weniger wahrsch. als ein Wegfall.
„Auf Wiki ist Estisch als agglutiniered – flektierende Sprache eingestuft. Das müsste doch die These stützen, dass agglutinierende Sprachen sich zu flektierenden entwickeln können.“
Das sehe ich auch so, zumindest kann sich also eine agglutinierende Sprache einer flektierenden annähern. Die Frage stellt sich nun nach der Ursache.
Hier sehe ich im Einfluß anderer Sprachen eine plausible Möglichkeit. Es könnte natürlich auch andere Gründe gegeben haben. Der Mensch ist ja intelligent – was hier bei der „Sprachevolution“ einen massiven Unterschied zur Evolution darstellt, denn dort wird ja das Wirken einer Intelligenz von Vornherein ausgeschlossen.
Leider wird man die Ursache wohl nicht näher in Erfahrung bringen können:
„Die Kodifizierung von Schriftlichkeit im finnougrischen Bereich startet ja sehr spät, das Ungarische beginnt um 1200, im 15. Jahrhundert flackert das Syrjänische mal kurz auf und dann, aus dem zeitlichen Umfeld der Reformation, stammen die ersten Sprachdenkmäler des Estnischen und Finnischen.…
Es kann schon sein, daß Ur-Finnougrisch „nur“ 8 Kasus hatte. Es gibt dann aber bei nicht nur einer, sondern bei mehreren davon abgeleiteten Sprachen einen erhebl. Kasus-Zuwachs und ein Zuwachs erscheint weniger wahrsch. als ein Wegfall.
„Auf Wiki ist Estisch als agglutiniered – flektierende Sprache eingestuft. Das müsste doch die These stützen, dass agglutinierende Sprachen sich zu flektierenden entwickeln können.“
Das sehe ich auch so, zumindest kann sich also eine agglutinierende Sprache einer flektierenden annähern. Die Frage stellt sich nun nach der Ursache.
Hier sehe ich im Einfluß anderer Sprachen eine plausible Möglichkeit. Es könnte natürlich auch andere Gründe gegeben haben. Der Mensch ist ja intelligent – was hier bei der „Sprachevolution“ einen massiven Unterschied zur Evolution darstellt, denn dort wird ja das Wirken einer Intelligenz von Vornherein ausgeschlossen.
Leider wird man die Ursache wohl nicht näher in Erfahrung bringen können:
„Die Kodifizierung von Schriftlichkeit im finnougrischen Bereich startet ja sehr spät, das Ungarische beginnt um 1200, im 15. Jahrhundert flackert das Syrjänische mal kurz auf und dann, aus dem zeitlichen Umfeld der Reformation, stammen die ersten Sprachdenkmäler des Estnischen und Finnischen.…
Samstag, 21. März 2009 18:52
litterae sunt divitiae: @Kunibert
Auch wenn in Ihrem, durchaus originellen, Versuch mit Babelfisch die Übersetzung im Deutschen ein paar
Wörter weniger zählt als der engl. Text, habe ich doch immer den Eindruck, dass engl. Texte tendenziell
kürzer sind. Vielleicht nicht unbedingt mit der tatsächlichen Wörterzahl, aber zumindest mit der Buchstabenzahl.
Deutsch ist eigentlich eine Sprache, in der man viele Wörter um wenig Information machen kann, was u.a.
mit der inflationären Benutzung der zahlreichen Abtönungspartikel zusammenhängt. Allerdings geben die
auch manchmal die spezielle „Würze“ im Deutschen.
Ich habe mal gelesen, dass die Finnougrische Ursprache, soweit man sie rekonstruieren kann, wohl nur wenig Kasus (etwa 8) hatte, unterschiedlich viele in den verschiedenen uralischen Sprachen dazukamen.
Auf Wiki ist Estisch als agglutiniered – flektierende Sprache eingestuft. Das müsste doch die These stützen, dass agglutinierende Sprachen sich zu flektierenden entwickeln können. Kurios beim Estischen scheint eher zu sein, dass es weder Ergativ, noch Akkusativ, dafür aber einen Sack voll anderer Kasus hat.
Ja, Kontakte mit anderen Sprachen können auch die Struktur beeinflussen. So gibt es z.B. sogar im Deutschen immer mehr auch grammat. Phänomene, die aus dem Engl. kommen, wie z.B. das Phänomen, das Verb „erinnern“ nicht mehr reflexiv mit „sich“ zu verwenden, angelehnt an die Verwendung des engl. Verbs „remember“ oder z.B. „in“ 2008 zu sagen. Freilich sind das nur einzelne Punkte. Aber so fängt’s vllt. an.
Ich habe mal gelesen, dass die Finnougrische Ursprache, soweit man sie rekonstruieren kann, wohl nur wenig Kasus (etwa 8) hatte, unterschiedlich viele in den verschiedenen uralischen Sprachen dazukamen.
Auf Wiki ist Estisch als agglutiniered – flektierende Sprache eingestuft. Das müsste doch die These stützen, dass agglutinierende Sprachen sich zu flektierenden entwickeln können. Kurios beim Estischen scheint eher zu sein, dass es weder Ergativ, noch Akkusativ, dafür aber einen Sack voll anderer Kasus hat.
Ja, Kontakte mit anderen Sprachen können auch die Struktur beeinflussen. So gibt es z.B. sogar im Deutschen immer mehr auch grammat. Phänomene, die aus dem Engl. kommen, wie z.B. das Phänomen, das Verb „erinnern“ nicht mehr reflexiv mit „sich“ zu verwenden, angelehnt an die Verwendung des engl. Verbs „remember“ oder z.B. „in“ 2008 zu sagen. Freilich sind das nur einzelne Punkte. Aber so fängt’s vllt. an.
Samstag, 21. März 2009 16:21
Kunibert: @literae sunt divitiae: Qualität einer Sprache und Entwicklungstrends
Der genannte Qualitätsbegriff hat schon was, denn Prägnanz wirkt höherwertig als Weitschweifigkeit,
aber wie kann man diese „Qualität“ bei Sprachen objektiv feststellen?
Mangels genügender, eigener Sprachkenntn. hier mal ein Versuch dazu mit Babelfish:
Die ersten beiden Absätze dieses englischen Wiki-Artikels wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und die Anzahl der Wörter und Zeichen mit Open Office bestimmt:
Englisch: 88 Wörter / 560 Zeichen
Deutsch: 85 W / 641 Z
Holländisch: 88 W / 631 Z
Griechisch: 90 W / 646 Z
Portugiesisch: 95 W / 628 Z
Italienisch: 99 W / 642 Z
Spanisch: 101 W / 635 Z
Französisch: 102 W / 646 Z
Russisch: 72 W / 526 Z
=> Prüfung der Qualität einer Sprache: so nicht!
Entwicklungstrends von Sprachen:
In dieser Hinsicht habe ich etwas zu Estnisch als flektierend-agglutinierende Sprache gefunden:
Estnisch habe sich am weitesten vom finnougrischen Sprachtypus entfernt. „Daß Züge zweier stark von einander abweichenden Sprachtypen in einer Sprache deutlich vorhanden sind, ist relativ selten in den Sprachen der Welt und bereitet dem Sprachtypologen einiges Kopfzerbrechen.“
Läßt sich sowas auf die Beeinflussung durch entsprechende andere Sprachen zurückführen, mit denen man im Kontakt war?
Bzgl. Finnougrisch habe ich per Google keine Angabe zur Kasuszahl gefunden, aber es scheinen eher viele gewesen zu sein, denn laut Wiki hat
Finnisch: 15 Kasus
Estnisch: 14
Ungarisch: etwa 20
Komi: 16
Mordwinisch: 11-12
Nordsamisch: 6-7
Wepsisch: 24
Wotisch: 14
Mangels genügender, eigener Sprachkenntn. hier mal ein Versuch dazu mit Babelfish:
Die ersten beiden Absätze dieses englischen Wiki-Artikels wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und die Anzahl der Wörter und Zeichen mit Open Office bestimmt:
Englisch: 88 Wörter / 560 Zeichen
Deutsch: 85 W / 641 Z
Holländisch: 88 W / 631 Z
Griechisch: 90 W / 646 Z
Portugiesisch: 95 W / 628 Z
Italienisch: 99 W / 642 Z
Spanisch: 101 W / 635 Z
Französisch: 102 W / 646 Z
Russisch: 72 W / 526 Z
=> Prüfung der Qualität einer Sprache: so nicht!
Entwicklungstrends von Sprachen:
In dieser Hinsicht habe ich etwas zu Estnisch als flektierend-agglutinierende Sprache gefunden:
Estnisch habe sich am weitesten vom finnougrischen Sprachtypus entfernt. „Daß Züge zweier stark von einander abweichenden Sprachtypen in einer Sprache deutlich vorhanden sind, ist relativ selten in den Sprachen der Welt und bereitet dem Sprachtypologen einiges Kopfzerbrechen.“
Läßt sich sowas auf die Beeinflussung durch entsprechende andere Sprachen zurückführen, mit denen man im Kontakt war?
Bzgl. Finnougrisch habe ich per Google keine Angabe zur Kasuszahl gefunden, aber es scheinen eher viele gewesen zu sein, denn laut Wiki hat
Finnisch: 15 Kasus
Estnisch: 14
Ungarisch: etwa 20
Komi: 16
Mordwinisch: 11-12
Nordsamisch: 6-7
Wepsisch: 24
Wotisch: 14
Freitag, 20. März 2009 11:08
litterae sunt divitiae: @Clemens und Kunibert
Und Sie meinen, dass Latein in der Hinsicht eine höhere Qualität hätte als unsere modernen Sprachen?
Was meinen Sie genau mit „unterstützendem Eingreifen einer zweiten Sprache“? Zählen Sie dazu bereits
Lehnwörter? Nun, es gibt, glaube ich (fast) keine Sprache (mehr), die nicht wenigstens ein paar Lehnwörter
aus anderen Sprachen hätte. Die Einwirkung des Englischen aufs Deutsche ist zugegeben ziemlich ausgeprägt.
Doch es gibt für fast alle engl. Lehnwörter, wie „Computer“ oder „E-Mail“ zumindest theoretische deutsche
Synonyme, bzw. Umschreibungsmöglichkeiten. Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, dass Latein auch einige
Lehnwörter, z.B. aus dem Griechischen hatte.
Beim Entwicklungstrend von Sprachen scheint es schon gewisse Gesetzmäßigkeiten zu geben. So kann eine flektierende Sprache eigentlich im Trend nur in Richtung Modifikation oder Abbau der Flexion wandern. Genauso wie agglutinierende Sprachen, wenn sie in Richtung eines anderen Typus wandern, nur in Richtung flektierenden Aufbau wandern können und isolierende in Richtung agglutinierenden. Das ist quasi wie ein Karussell. Ich denke aber, dass man grundsätzlich keinen Typus als qualitativ hochwertiger ansehen kann als einen anderen. Denn für sich genommen funktionieren Sprachen wie z.B. Ungarisch, Englisch und Russisch (alles Vertreter jeweils anderer Sprachtypen) doch sehr gut.
Beim Entwicklungstrend von Sprachen scheint es schon gewisse Gesetzmäßigkeiten zu geben. So kann eine flektierende Sprache eigentlich im Trend nur in Richtung Modifikation oder Abbau der Flexion wandern. Genauso wie agglutinierende Sprachen, wenn sie in Richtung eines anderen Typus wandern, nur in Richtung flektierenden Aufbau wandern können und isolierende in Richtung agglutinierenden. Das ist quasi wie ein Karussell. Ich denke aber, dass man grundsätzlich keinen Typus als qualitativ hochwertiger ansehen kann als einen anderen. Denn für sich genommen funktionieren Sprachen wie z.B. Ungarisch, Englisch und Russisch (alles Vertreter jeweils anderer Sprachtypen) doch sehr gut.
Freitag, 20. März 2009 04:02
Claus Klain: Clemens Klein: @Kunibert
Sprache hat ihre höchste Qualität:
Wenn alles Erforderliche in ihr vorfindbar ist, was dazu befähigt,
in kürzester- und eindeutig-unverwechselbarer Form, eine
gesprochene oder geschriebene Mitteilung unmissverständlich weiterzugeben. Eine zweite Sprache darf in diesen Vorgang nicht unterstützend eingreifen.
Letzteres ist die uneingeschränkte Voraussetzung für diesen Qualitätsbegriff für Sprache, um für eine Mitteilung – zeitunabhängig – und gleichbleibend-unmissverständlich einen Zugang zum Inhalt dieser Mitteilung zu gewähren.
Wenn alles Erforderliche in ihr vorfindbar ist, was dazu befähigt,
in kürzester- und eindeutig-unverwechselbarer Form, eine
gesprochene oder geschriebene Mitteilung unmissverständlich weiterzugeben. Eine zweite Sprache darf in diesen Vorgang nicht unterstützend eingreifen.
Letzteres ist die uneingeschränkte Voraussetzung für diesen Qualitätsbegriff für Sprache, um für eine Mitteilung – zeitunabhängig – und gleichbleibend-unmissverständlich einen Zugang zum Inhalt dieser Mitteilung zu gewähren.
Freitag, 20. März 2009 01:10
Kunibert: @Clemens Klein
„Und wohin müsste dieser Trend gehen? Gehört zu möglichst alle verfügbaren Daten auch die ‘Qualität’
der Sprache, die sie wertvoll machen könnte ?“
Der Trend muß nirgendwo hingehen. Je nach Position – Evolution oder Schöpfung – wird man natürlich Erwartungen bezüglich des allgemeinen sprachlichen Trends haben. Das ist dem Trend aber egal.
Je mehr Daten man zu den Sprachen berücksichtigt, desto genauer kann man Auskunft über Sprachabbau und Sprachaufbau geben. Und je mehr Sprachen untersucht wurden, desto mehr Gewicht bekommt die Aussage über einen allgemeinen Trend.
Bekanntlich sind die verfügbaren Daten jedoch „recht begrenzt“.
Was meinen Sie mit ‘Qualität’ der Sprache, die sie wertvoll machen könnte? Mit welchem Aufwand man einen Sachverhalt beschreiben kann?
Der Trend muß nirgendwo hingehen. Je nach Position – Evolution oder Schöpfung – wird man natürlich Erwartungen bezüglich des allgemeinen sprachlichen Trends haben. Das ist dem Trend aber egal.
Je mehr Daten man zu den Sprachen berücksichtigt, desto genauer kann man Auskunft über Sprachabbau und Sprachaufbau geben. Und je mehr Sprachen untersucht wurden, desto mehr Gewicht bekommt die Aussage über einen allgemeinen Trend.
Bekanntlich sind die verfügbaren Daten jedoch „recht begrenzt“.
Was meinen Sie mit ‘Qualität’ der Sprache, die sie wertvoll machen könnte? Mit welchem Aufwand man einen Sachverhalt beschreiben kann?
Donnerstag, 19. März 2009 05:16
Claus Klain: Eine Fahrt ins Blaue?
Es muß wohl die – evolutionär-linguistische Sichtweise – von Sprachbildung bedeutungsvoller sein als
Ehrlichkeit, die sie bevorzugt zulassen kann? Sind Sprachverwirrung, Verschlüsselung und Mehrdeutigkeit
die wichtigeren Parameter in 2009?
[Beispiel: Gut für die Amerikaner, dass die Europäer so dumm waren ihnen Kredite aufzukaufen. Da haben Finanzinstitute nota bene in Amerika Hypotheken für Häuser an Menschen verkauft, die sich das eigentlich gar nicht hätten leisten konnten. Weil das so ist, sind die Hypotheken schlecht, heißen auch so: unter-ertsklasig „sub prime“, wurden mit AAA von Rating-Agenturen beurteilt und damit war die Irreführung komplett: So funktioniert’s, wenn es um viel Geld geht.]
„Wie literae sehe ich für eine Wiedereinführung von Latein auch wenig Chancen“…
„Für eine möglichst genaue Aussage über einen allg. Trend bei Sprachen sollte auf möglichst alle verfügbaren Daten zurückgegriffen werden, sonst gilt die Aussage nur mit entsprechenden Einschränkungen“…@Kunibert
Und wohin müsste dieser Trend gehen? Gehört zu möglichst alle verfügbaren Daten auch die ‘Qualität’ der Sprache, die sie wertvoll machen könnte ?
[Beispiel: Gut für die Amerikaner, dass die Europäer so dumm waren ihnen Kredite aufzukaufen. Da haben Finanzinstitute nota bene in Amerika Hypotheken für Häuser an Menschen verkauft, die sich das eigentlich gar nicht hätten leisten konnten. Weil das so ist, sind die Hypotheken schlecht, heißen auch so: unter-ertsklasig „sub prime“, wurden mit AAA von Rating-Agenturen beurteilt und damit war die Irreführung komplett: So funktioniert’s, wenn es um viel Geld geht.]
„Wie literae sehe ich für eine Wiedereinführung von Latein auch wenig Chancen“…
„Für eine möglichst genaue Aussage über einen allg. Trend bei Sprachen sollte auf möglichst alle verfügbaren Daten zurückgegriffen werden, sonst gilt die Aussage nur mit entsprechenden Einschränkungen“…@Kunibert
Und wohin müsste dieser Trend gehen? Gehört zu möglichst alle verfügbaren Daten auch die ‘Qualität’ der Sprache, die sie wertvoll machen könnte ?
Donnerstag, 19. März 2009 00:58
litterae sunt divitiae: @Kunibert
Grundsätzlich bleibt jedoch das Problem für Anhänger der ET, wie diese komplizierten alten Sprachen
entstanden sein können, was ja mangels Daten zu wildesten Spekulationen führen muß.
Richtig. Der Ursprung der Sprachen bleibt im Dunkeln. Und im Dunkeln ist gut Munkeln, sagt man doch. Allerdings spricht der Mensch nicht erst seit gestern, auch nicht erst seit PIE oder der Entstehung der Schrift.
Es gibt Sprachen fast ohne synthetische Strukturen, aber keine, die ohne analytische auskämen. Der analytische Aspekt scheint mir der wichtigere zu sein. Daher halte ich persönlich es für möglich, dass die allerersten Sprachen, die Menschen sprachen, ob nun von Gott gegeben oder nicht, isolierend waren. Und im Zuge der „Faulheit beim Sprechen“ wurden eben eigenständige Morpheme zusammengezogen, aneinandergeklebt, woduch dann die flektierenden Sprachen entstanden. Wenn erste Schriftzeugnisse erst ab dann einsetzen, dann muss es ja so ausschauen, dass seither Sprachen degenerieren. Doch wegen beobachtbarer auch umgekehrter Trends kann man das zumindest für möglich halten, dass Sprachen im Zuge der normalen Entwicklung den Flexionsapparat erst aufbauten.
Richtig. Der Ursprung der Sprachen bleibt im Dunkeln. Und im Dunkeln ist gut Munkeln, sagt man doch. Allerdings spricht der Mensch nicht erst seit gestern, auch nicht erst seit PIE oder der Entstehung der Schrift.
Es gibt Sprachen fast ohne synthetische Strukturen, aber keine, die ohne analytische auskämen. Der analytische Aspekt scheint mir der wichtigere zu sein. Daher halte ich persönlich es für möglich, dass die allerersten Sprachen, die Menschen sprachen, ob nun von Gott gegeben oder nicht, isolierend waren. Und im Zuge der „Faulheit beim Sprechen“ wurden eben eigenständige Morpheme zusammengezogen, aneinandergeklebt, woduch dann die flektierenden Sprachen entstanden. Wenn erste Schriftzeugnisse erst ab dann einsetzen, dann muss es ja so ausschauen, dass seither Sprachen degenerieren. Doch wegen beobachtbarer auch umgekehrter Trends kann man das zumindest für möglich halten, dass Sprachen im Zuge der normalen Entwicklung den Flexionsapparat erst aufbauten.
Donnerstag, 19. März 2009 00:17
Kunibert: @Clemens Klein und @literae sunt divitiae
Vielen Dank, aber Experte bin ich nun wirklich nicht beim Thema Sprachen – siehe zweiter smiley meines
letzten Kommentars.
Wie literae sehe ich aber für eine Wiedereinführung von Latein auch wenig Chancen.
@literae
Die Sprachverwirrung in Babel kann man als ein Ereignis verstehen, bei dem mit einem Schlag viele neue Sprachen auftraten, wobei für keine davon Abhängigkeiten zu einer anderen (Ur-)Sprache angenommen werden brauchen.
=> wenig Sinn in einem Vergl. von Sprachen aus unterschiedl. Sprachstämmen.
Für eine möglichst genaue Aussage über einen allg. Trend bei Sprachen sollte auf möglichst alle verfügbaren Daten zurückgegriffen werden, sonst gilt die Aussage nur mit entsprechenden Einschränkungen.
Ich hätte mir auch gewünscht, daß der Artikel mehr Informationen bringt. Es gibt ja bestimmt noch mehr interessante Aspekte und vor allem fehlt mir, soweit das denn möglich ist, eine Analyse der Sprachstämme, zu denen wenig oder nichts gesagt wird.
Daher vermutlich der Hinweis am Anfang auf das Buch.
Aufgrund der Bsp. für Sprachaufbau würde ich mal schlußfolgern, daß es zwar durchaus einen allg. Trend zum Sprachabbau geben dürfte (Faulheit des Menschen), aber der Mensch mit seiner Intelligenz auch in der Lage ist, diesem Trend in gewissem Maße mal entgegenzusteuern.
Grundsätzlich bleibt jedoch das Problem für Anhänger der ET, wie diese komplizierten alten Sprachen entstanden sein können, was ja mangels Daten zu wildesten Spekulationen führen muß.
Wie literae sehe ich aber für eine Wiedereinführung von Latein auch wenig Chancen.
@literae
Die Sprachverwirrung in Babel kann man als ein Ereignis verstehen, bei dem mit einem Schlag viele neue Sprachen auftraten, wobei für keine davon Abhängigkeiten zu einer anderen (Ur-)Sprache angenommen werden brauchen.
=> wenig Sinn in einem Vergl. von Sprachen aus unterschiedl. Sprachstämmen.
Für eine möglichst genaue Aussage über einen allg. Trend bei Sprachen sollte auf möglichst alle verfügbaren Daten zurückgegriffen werden, sonst gilt die Aussage nur mit entsprechenden Einschränkungen.
Ich hätte mir auch gewünscht, daß der Artikel mehr Informationen bringt. Es gibt ja bestimmt noch mehr interessante Aspekte und vor allem fehlt mir, soweit das denn möglich ist, eine Analyse der Sprachstämme, zu denen wenig oder nichts gesagt wird.
Daher vermutlich der Hinweis am Anfang auf das Buch.
Aufgrund der Bsp. für Sprachaufbau würde ich mal schlußfolgern, daß es zwar durchaus einen allg. Trend zum Sprachabbau geben dürfte (Faulheit des Menschen), aber der Mensch mit seiner Intelligenz auch in der Lage ist, diesem Trend in gewissem Maße mal entgegenzusteuern.
Grundsätzlich bleibt jedoch das Problem für Anhänger der ET, wie diese komplizierten alten Sprachen entstanden sein können, was ja mangels Daten zu wildesten Spekulationen führen muß.
Mittwoch, 18. März 2009 21:36
Atheist: Evolution zielt nicht, definitiv nicht immer auf das Komplexere
@Burgorus:
Ich habe nie vorausgesetzt, dass unsere halbäffischen Vorfahren bereits 170 synthetische Formen gesprochen haben (und auch Dr. Lindemann nicht). Da bitte ich Sie doch, meinen Beitrag genau zu lesen.
Sprachentwicklung ist einem ständigen Wandel unterworfen: neue Wort- (auch dank kreuz.net) und Satzkonstruktionen werden erschaffen, verschwinden wieder in der Versenkung, oder haben solch eine Leuchtkraft, dass sie von genügend vielen kopiert und verwendet werden, um für eine Zeitspanne in den allgemeinen Sprachgebrauch Einzug zu halten (was den „Homo-Sado-Genossen“ à la kreuz.net hoffentlich nicht beschieden ist). Andere werden für veraltet und nicht mehr notwendig betrachtet und verkümmern.
Es wird in jeder Sprache ein oder mehrere „Hoch“-Phasen gegeben haben, aber abgelöst werden von „Degenerations“-Phasen.
Nun kann aber keiner ernsthaft behaupten, dass die ersten Menschen bereits das Maximum an Sprachentwicklung aus dem Nichts erreicht hätten (auch die von Herrn Lindemann so hochgelobten komplexeren Sprachen hatten einfachere Vorläufer, deren Vorläufer sicherlich in Urzeiten eher dem Grunzen der Neandertaler geglichen hat).
Sprache ist einer kontinuierlichen Fluktuation unterworfen, die geprägt ist von einer Abänderung bestehender Worte und Konstrukte, deren Test auf Alltagstauglichkeit, Übernahme bzw. Untergang.
…mit anderen Worten: Evolution… qed
Ich habe nie vorausgesetzt, dass unsere halbäffischen Vorfahren bereits 170 synthetische Formen gesprochen haben (und auch Dr. Lindemann nicht). Da bitte ich Sie doch, meinen Beitrag genau zu lesen.
Sprachentwicklung ist einem ständigen Wandel unterworfen: neue Wort- (auch dank kreuz.net) und Satzkonstruktionen werden erschaffen, verschwinden wieder in der Versenkung, oder haben solch eine Leuchtkraft, dass sie von genügend vielen kopiert und verwendet werden, um für eine Zeitspanne in den allgemeinen Sprachgebrauch Einzug zu halten (was den „Homo-Sado-Genossen“ à la kreuz.net hoffentlich nicht beschieden ist). Andere werden für veraltet und nicht mehr notwendig betrachtet und verkümmern.
Es wird in jeder Sprache ein oder mehrere „Hoch“-Phasen gegeben haben, aber abgelöst werden von „Degenerations“-Phasen.
Nun kann aber keiner ernsthaft behaupten, dass die ersten Menschen bereits das Maximum an Sprachentwicklung aus dem Nichts erreicht hätten (auch die von Herrn Lindemann so hochgelobten komplexeren Sprachen hatten einfachere Vorläufer, deren Vorläufer sicherlich in Urzeiten eher dem Grunzen der Neandertaler geglichen hat).
Sprache ist einer kontinuierlichen Fluktuation unterworfen, die geprägt ist von einer Abänderung bestehender Worte und Konstrukte, deren Test auf Alltagstauglichkeit, Übernahme bzw. Untergang.
…mit anderen Worten: Evolution… qed
Mittwoch, 18. März 2009 15:21
litterae sunt divitiae: Also Kunibert, ich habe den lagen Artikel gelesen; doch auch er lässt so manches unerwähnt…
…z.B. dass flektierende Sprachen nachweislich aus agglutinierenden entstehen können. Agglutinierende
wiederum können entstehen, wenn Morpheme klitisch und so zu Affixen werden.
Das Ur – Finnougrische kannte vermutlich nur 8 Kasus (heutiges Finnisch: 15). In einigen uralischen Sprachen lässt sich offenbar eine Zunahme an Kasus, sowie separate Neubildungen von grammatischen Morphemen nachweisen. Auch sind erst vor wenigen Jahrhunderten in der finnischen Sprache offenbar zahlreiche Wortneuschöpfungen entstanden, die nicht nur durch Aneinanderreihung bereits existierender Wörter gebildet wurden und auch nicht entlehnt wurden.
Mein Fazit bleibt: kein Grundprinzip für alle Sprachen, nur vllt. für die indogermanischen. Synthetische Strukturen können im natürlichen Entwicklungsprozess einer Sprache neu entstehen. Eine göttliche Intervention scheint mir nicht unbedingt nötig dafür.
Aber im Übrigen kann und soll jeder glauben was er will. Der Schlusssatz des Artikels ist ja auch recht versöhnlich.
@Clemens:
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihre Frage richtig verstanden habe. Wollen Sie Latein als „lingua franca“ wiedereinführen? Ich fürchte, der Zug steht schon auf dem Abstellgleis. Ich wüsste auch nicht, wozu das gut sein sollte. Ansonsten gebe ich Ihnen Recht: Wenn Räteroromanisch ausstürbe, wäre das, wie bei jeder anderen Sprache, einfach schade.
Grüße,
l.s.d.
Das Ur – Finnougrische kannte vermutlich nur 8 Kasus (heutiges Finnisch: 15). In einigen uralischen Sprachen lässt sich offenbar eine Zunahme an Kasus, sowie separate Neubildungen von grammatischen Morphemen nachweisen. Auch sind erst vor wenigen Jahrhunderten in der finnischen Sprache offenbar zahlreiche Wortneuschöpfungen entstanden, die nicht nur durch Aneinanderreihung bereits existierender Wörter gebildet wurden und auch nicht entlehnt wurden.
Mein Fazit bleibt: kein Grundprinzip für alle Sprachen, nur vllt. für die indogermanischen. Synthetische Strukturen können im natürlichen Entwicklungsprozess einer Sprache neu entstehen. Eine göttliche Intervention scheint mir nicht unbedingt nötig dafür.
Aber im Übrigen kann und soll jeder glauben was er will. Der Schlusssatz des Artikels ist ja auch recht versöhnlich.
@Clemens:
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihre Frage richtig verstanden habe. Wollen Sie Latein als „lingua franca“ wiedereinführen? Ich fürchte, der Zug steht schon auf dem Abstellgleis. Ich wüsste auch nicht, wozu das gut sein sollte. Ansonsten gebe ich Ihnen Recht: Wenn Räteroromanisch ausstürbe, wäre das, wie bei jeder anderen Sprache, einfach schade.
Grüße,
l.s.d.
Mittwoch, 18. März 2009 14:53
Claus Klain: Fragen an den Altphilologen,…
…wenn sich die Möglichkeit auftut zwei Experten zu befragen
@ litterae sunt divitiae und @ Kunibert (auf eigne Gefahr)…
„Es gibt nur einen sprachl. Zerfall, nämlich den, wenn die Sprecherzahl einer Sprache den Bach runtergeht – wie bei Altsprachen (auch dem Latein) geschehen“…
Aus diesem Grunde bedauert die viersprachige Schweiz heute den möglichen Verlust des Räteromanischen:
Wie wäre es, wenn die Altsprachen Latain und Griechisch die Rolle einer „Sprachkonstante“ (in Anlehnung diverser Naturkonstanten der Physik) übernehmen würden? Und Esperanto in dieser Funktion?
Länderübergreifende Fälle mit denen Justiz und Medizin -mit Erstellung von Gutachten – sich befassen müssen als Anwendungsgebiete wären vorhanden… und hier englisch als Vehikel? Übersetzer würden nur umgeleitet, in ihrer Arbeit nicht entlastet. Es könnte in der EU, mit erweiterter Option bei Betriebsbewährung (technischer Begriff: bei genehmigungs- und prüfpflichtigen Anlagen) eingeführt werden.
Wahrscheinlich ist diese Idee längst berets schon ein alter Hut ?
@ litterae sunt divitiae und @ Kunibert (auf eigne Gefahr)…
„Es gibt nur einen sprachl. Zerfall, nämlich den, wenn die Sprecherzahl einer Sprache den Bach runtergeht – wie bei Altsprachen (auch dem Latein) geschehen“…
Aus diesem Grunde bedauert die viersprachige Schweiz heute den möglichen Verlust des Räteromanischen:
Wie wäre es, wenn die Altsprachen Latain und Griechisch die Rolle einer „Sprachkonstante“ (in Anlehnung diverser Naturkonstanten der Physik) übernehmen würden? Und Esperanto in dieser Funktion?
Länderübergreifende Fälle mit denen Justiz und Medizin -mit Erstellung von Gutachten – sich befassen müssen als Anwendungsgebiete wären vorhanden… und hier englisch als Vehikel? Übersetzer würden nur umgeleitet, in ihrer Arbeit nicht entlastet. Es könnte in der EU, mit erweiterter Option bei Betriebsbewährung (technischer Begriff: bei genehmigungs- und prüfpflichtigen Anlagen) eingeführt werden.
Wahrscheinlich ist diese Idee längst berets schon ein alter Hut ?
Mittwoch, 18. März 2009 00:25
litterae sunt divitiae: @Kunibert
literae: aufgeblähter Flexionsapparat wie Latein
Was ist mit Sumerisch und Akkadisch?
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich wollte nicht behaupten, dass es nicht auch Sprachen gibt und gegeben hat, die noch weitaus komplexer hinsichtlich des Flexionsformenreichtums sind als das Lateinische. Aber es gibt eben auch Altsprachen, teilweise älter als Latein, die weniger komplex und synthetisch waren. Ich würde schätzen, Latein lag etwa „im Mittelfeld“ mit seiner Komplexität.
Danke für den Link. Wenn ich die nächsten Tage die Muße habe, werde ich mir den vielleicht durchlesen. Ich bin immer an linguistischen Themen interessiert.
Es macht vermutlich wenig Sinn, Sprachen bzgl. Komplexität zu vergleichen, wenn sie nicht zu den gleichen Sprachstämmen gehören, da ja dann keine Abhängigkeiten vorliegen.
An sich ja. Aber der These zufolge müssten alle Sprachen denselben Startpunkt haben. Somit ist ein Vergleich in dem Fall legitim. Denn wenn i.europ. und semitische und all die anderen Sprachen alle zeitgleich in Babel als hochflektierende S. entstanden wären, wieso dann bei noch älteren Sprachen als Latein teilweise weniger Flexion?
Grüße,
l.s.d
Was ist mit Sumerisch und Akkadisch?
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich wollte nicht behaupten, dass es nicht auch Sprachen gibt und gegeben hat, die noch weitaus komplexer hinsichtlich des Flexionsformenreichtums sind als das Lateinische. Aber es gibt eben auch Altsprachen, teilweise älter als Latein, die weniger komplex und synthetisch waren. Ich würde schätzen, Latein lag etwa „im Mittelfeld“ mit seiner Komplexität.
Danke für den Link. Wenn ich die nächsten Tage die Muße habe, werde ich mir den vielleicht durchlesen. Ich bin immer an linguistischen Themen interessiert.
Es macht vermutlich wenig Sinn, Sprachen bzgl. Komplexität zu vergleichen, wenn sie nicht zu den gleichen Sprachstämmen gehören, da ja dann keine Abhängigkeiten vorliegen.
An sich ja. Aber der These zufolge müssten alle Sprachen denselben Startpunkt haben. Somit ist ein Vergleich in dem Fall legitim. Denn wenn i.europ. und semitische und all die anderen Sprachen alle zeitgleich in Babel als hochflektierende S. entstanden wären, wieso dann bei noch älteren Sprachen als Latein teilweise weniger Flexion?
Grüße,
l.s.d
Mittwoch, 18. März 2009 00:00
Kunibert: Geht der Trend im Allgemeinen zum sprachlichen Abbau? – Gut möglich
Wir alle wissen doch (hoffentlich), daß kreuz.net gerne provokante Überschriften verwendet und auch
nicht alle davon ernst gemeint sind.
Der Autor bezieht sich übrigens auf einen ausführlicheren Artikel, der allerdings zurückhaltender ist und z.B. auch den Sprachaufbau (mit Beispielen) erwähnt.
Da hier am Ende auf besagten Artikel verwiesen und auf die Hauptseite verlinkt wurde und sich so jeder leicht ein umfassenderes Bild machen kann, erscheint mir eher, daß der Autor etwas provozieren wollte, um eine Diskussion anzufachen. Leider gelingt das bei diesem Thema nicht besonders, da vermutlich (noch) kaum jemand (inklusive mir
) über die Entwicklung der Sprachen sonderlich informiert ist.
Der lange Artikel gibt literae in manchen Punkten recht, in manchen widerspricht er. Z.B.:
„In 3 Sprachstämmen (Indogermanisch, Semitisch, Sino- Tibetanisch) lassen sich Sprachen über Jahrtausende zurückverfolgen und sie zeigen ohne Ausnahme im gesamten Zeitraum das hier für die romanischen Sprachen und das Griechische beschriebene Phänomen“ (den Trend zum Zweitauto, äh Sprachabbau)
literae: aufgeblähter Flexionsapparat wie Latein
Was ist mit Sumerisch und Akkadisch?
Zum Vergleich von Finnisch, Latein, Althebräisch, etc.:
Es macht vermutlich wenig Sinn, Sprachen bzgl. Komplexität zu vergleichen, wenn sie nicht zu den gleichen Sprachstämmen gehören, da ja dann keine Abhängigkeiten vorliegen.
Interessant:
„Die Sprachen der Eingeborenen in aller Welt sind vielmehr
hochkomplex,“
Der Autor bezieht sich übrigens auf einen ausführlicheren Artikel, der allerdings zurückhaltender ist und z.B. auch den Sprachaufbau (mit Beispielen) erwähnt.
Da hier am Ende auf besagten Artikel verwiesen und auf die Hauptseite verlinkt wurde und sich so jeder leicht ein umfassenderes Bild machen kann, erscheint mir eher, daß der Autor etwas provozieren wollte, um eine Diskussion anzufachen. Leider gelingt das bei diesem Thema nicht besonders, da vermutlich (noch) kaum jemand (inklusive mir
Der lange Artikel gibt literae in manchen Punkten recht, in manchen widerspricht er. Z.B.:
„In 3 Sprachstämmen (Indogermanisch, Semitisch, Sino- Tibetanisch) lassen sich Sprachen über Jahrtausende zurückverfolgen und sie zeigen ohne Ausnahme im gesamten Zeitraum das hier für die romanischen Sprachen und das Griechische beschriebene Phänomen“ (den Trend zum Zweitauto, äh Sprachabbau)
literae: aufgeblähter Flexionsapparat wie Latein
Was ist mit Sumerisch und Akkadisch?
Zum Vergleich von Finnisch, Latein, Althebräisch, etc.:
Es macht vermutlich wenig Sinn, Sprachen bzgl. Komplexität zu vergleichen, wenn sie nicht zu den gleichen Sprachstämmen gehören, da ja dann keine Abhängigkeiten vorliegen.
Interessant:
„Die Sprachen der Eingeborenen in aller Welt sind vielmehr
hochkomplex,“
Dienstag, 17. März 2009 19:09
litterae sunt divitiae: Clemens, es gibt nur einen sprachl. Zerfall, nämlich den, wenn…
… die Sprecherzahl einer Sprache den Bach runtergeht – wie bei Altsprachen (auch dem Latein) geschehen.
Jedoch ist die These des Artikels ja viel gewagter: ausgehend von hochflektierenden, gottgegeben Altsprachen
könne sprachl. Entwicklung nur einseitig hin in immer geringere Komplexität gehen. Neue synthetische
Formen könnten nicht entstehen, Gott habe sich diese erdacht, der Mensch kann sie höchstens verschandeln.
Aber es gibt leider unglaublich viele Gegenbeispiele, allein innerhalb der indoeurop. Sprachfamilie, jüngeren wie älteren Datums, bei denen aus einstmalig periphrastisch – analytischen Strukturen neue synthetische Formen entstanden sind. Ein paar Beispiele habe ich bereits genannt. Diese einseitige Entwicklung, die im Artikel behauptet wird, ist kein Grundprinzip, nur ein Trend in einigen Zweigen der i.europ. Sprachen (so besonders stark ausgeprägt bei den germanischen mit Englisch und Afrikaans als fast vollständig isolierende Sprachen, was aber auch nicht als Zerfall zu bewerten ist), und selbst da finden sich auch Beispiele für neue synthetische Formen, auch wenn die Grundtendenz in der Tat in Richtung analytischen Sprachtypus geht.
Der ganze Artikel ist eine pseudowissenschaftl. Seifenblase. Was das ganze überhaupt mit Darwins Evolutionstheorie zu tun haben soll, erschließt sich mir ohnehin nicht.
Aber es gibt leider unglaublich viele Gegenbeispiele, allein innerhalb der indoeurop. Sprachfamilie, jüngeren wie älteren Datums, bei denen aus einstmalig periphrastisch – analytischen Strukturen neue synthetische Formen entstanden sind. Ein paar Beispiele habe ich bereits genannt. Diese einseitige Entwicklung, die im Artikel behauptet wird, ist kein Grundprinzip, nur ein Trend in einigen Zweigen der i.europ. Sprachen (so besonders stark ausgeprägt bei den germanischen mit Englisch und Afrikaans als fast vollständig isolierende Sprachen, was aber auch nicht als Zerfall zu bewerten ist), und selbst da finden sich auch Beispiele für neue synthetische Formen, auch wenn die Grundtendenz in der Tat in Richtung analytischen Sprachtypus geht.
Der ganze Artikel ist eine pseudowissenschaftl. Seifenblase. Was das ganze überhaupt mit Darwins Evolutionstheorie zu tun haben soll, erschließt sich mir ohnehin nicht.
Dienstag, 17. März 2009 14:30
Claus Klain: Ein Beitrag der nicht ganz zufriedenstellt ?
Von der Behauptung, dass die Sprachen zerfallen war ich nicht überzeugt, wie andere Foristen auch. Erst
jetzt werden brauchbare- und emotionslos vorgebrachte Argumente vorgebracht:
[Der einfachheithalber möchte ich die Meinung JMX mit (M113) und litterae sunt divitiae mit (M110) bezeichnen.]
…„doch viele Formen waren zum Funktionieren einer Sprache gar nicht nötig, weshalb sich in vielen modernen i.europ. Sprachen die Grammatik vereinfacht hat“ (M110) -auch meine Ansicht.
„Selbst wenn die evolutionär-linguistische Sichtweise falsch sein sollte (was sie erwiesenermaßen(!) nicht ist), heißt das im Umkehrschluß noch lange nicht, daß damit automatisch die biblische Babelgeschichte zutreffend ist. Der Artikel begeht einen logischen Fehlschluß – falsches Dilemma.“ (M113) richtig!
Unsre Umgangs- und Fachsprachen haben bis dato geleistet was man von ihnen erwartet und verlangt hat. Ob es in Nuancen besser und korrekter hätte sein können ohne gleichzeitig diffus zu werden, kann ich nicht beurteilen… da Kenntnisse nicht hinreichen.
Bis zum Ersten Weltkrieg war deutsch Sprache der Naturwissenschaft, um in Berlin, Göttingen und München studieren zu können. Heute hat englisch diesen Platz eingenommen. Ein Nach- oder Vorteil wurde nie bekannt. Warum ist dies eigentlich so? Sprache ist (auch) zweckgebunden. Dass sie heute vielfach unter die Räder kommt… ist vielleicht so etwas wie ein Zerfall ?
[NS: Rückkehr in dieses Forum… ist Neugier]
[Der einfachheithalber möchte ich die Meinung JMX mit (M113) und litterae sunt divitiae mit (M110) bezeichnen.]
…„doch viele Formen waren zum Funktionieren einer Sprache gar nicht nötig, weshalb sich in vielen modernen i.europ. Sprachen die Grammatik vereinfacht hat“ (M110) -auch meine Ansicht.
„Selbst wenn die evolutionär-linguistische Sichtweise falsch sein sollte (was sie erwiesenermaßen(!) nicht ist), heißt das im Umkehrschluß noch lange nicht, daß damit automatisch die biblische Babelgeschichte zutreffend ist. Der Artikel begeht einen logischen Fehlschluß – falsches Dilemma.“ (M113) richtig!
Unsre Umgangs- und Fachsprachen haben bis dato geleistet was man von ihnen erwartet und verlangt hat. Ob es in Nuancen besser und korrekter hätte sein können ohne gleichzeitig diffus zu werden, kann ich nicht beurteilen… da Kenntnisse nicht hinreichen.
Bis zum Ersten Weltkrieg war deutsch Sprache der Naturwissenschaft, um in Berlin, Göttingen und München studieren zu können. Heute hat englisch diesen Platz eingenommen. Ein Nach- oder Vorteil wurde nie bekannt. Warum ist dies eigentlich so? Sprache ist (auch) zweckgebunden. Dass sie heute vielfach unter die Räder kommt… ist vielleicht so etwas wie ein Zerfall ?
[NS: Rückkehr in dieses Forum… ist Neugier]
Dienstag, 17. März 2009 13:58
Mrs.Cologne: www.urwurz.de
Wer wissen möchte, um wen es sich bei Schalom alias zölibat wirklich handelt.
Dienstag, 17. März 2009 13:54
Lycos: Babylon war
zur Zeit des Exils eine Sprachenvielfalt von deportierten Zwangsarbeitern aus vielen Nationen und ist daran höchstwahrscheinlich kaputt gegangen.
Dienstag, 17. März 2009 13:51
catholic: engelhardt Die Sprachen haben sich durch die Babylonische Sprachverwirrung entwickelt
und nicht durch die Evolution. Und vorallen,weil die Menschen so sehr ihrer bösen Lust gefrönt hatten
und in Babylon einen Phallus bis zum Himmel aufrichten wollten. Endlich 1139 n.Chr., hat die Heilige Weisheit
ihren Priestern die böse Lust strikt verboten.
Wer es fassen kann, der fasse es.
Wer es fassen kann, der fasse es.
Dienstag, 17. März 2009 13:43
engelhardt: Luegen fuer Jesus
Nach der Evolutionstheorie haben sich die Sprachen aus dem Nichts zu ihrer heutigen Höhe entwickelt.
Das ist gelogen und auch noch schlecht. Die Evolutionstheorie macht ueberhaupt keine Aussage ueber die Sprachentwicklung.
Das ist gelogen und auch noch schlecht. Die Evolutionstheorie macht ueberhaupt keine Aussage ueber die Sprachentwicklung.
Dienstag, 17. März 2009 13:07
litterae sunt divitiae: nichts neues bei kreuz.net
Der moderne Mensch kann keine synthetischen Formen oder neue Deklinationen bilden.
Was eine sachlich falsche Aussage ist. Das schlimme ist generell, dass solche Leute stets wie Wissenschaftler auftreten von einer wissenschaftlichen Basis ausgehend zu pseudowissenschaftlichen Behauptungen, Fehlinterpretationen und offensichtlichen Lügen übergehen. Und die Laien, die von Anfang an nix verstehen, glauben natürlich, dass wenn der Anfang stimmt, der Rest auch stimmen muss und schenken z.B. so einer Aussage Glauben und vergessen dabei, dass z.B. unsere geliebten synthetischen Präteritumformen aus periphrastischen Strukturen entstanden sind, dass in Skandinavien synthetische Verbformen zur Passivbildung genutzt werden, die es in den germ. Sprachen noch vor rund 600 Jahren nicht gab. Und dass Altsprachen anderer Sprachfamilien nie einen so aufgeblähten Flexionsapparat wie Latein hatten, aber deutlich älter sind (z.B. Altägyptisch). Was die These von der super – synthetischen Sprache, die Gott dem Menschen geschenkt haben soll (von der noch nicht mal in der Bibel explizit die Rede ist), etwas unglaubwürdig macht.
Was eine sachlich falsche Aussage ist. Das schlimme ist generell, dass solche Leute stets wie Wissenschaftler auftreten von einer wissenschaftlichen Basis ausgehend zu pseudowissenschaftlichen Behauptungen, Fehlinterpretationen und offensichtlichen Lügen übergehen. Und die Laien, die von Anfang an nix verstehen, glauben natürlich, dass wenn der Anfang stimmt, der Rest auch stimmen muss und schenken z.B. so einer Aussage Glauben und vergessen dabei, dass z.B. unsere geliebten synthetischen Präteritumformen aus periphrastischen Strukturen entstanden sind, dass in Skandinavien synthetische Verbformen zur Passivbildung genutzt werden, die es in den germ. Sprachen noch vor rund 600 Jahren nicht gab. Und dass Altsprachen anderer Sprachfamilien nie einen so aufgeblähten Flexionsapparat wie Latein hatten, aber deutlich älter sind (z.B. Altägyptisch). Was die These von der super – synthetischen Sprache, die Gott dem Menschen geschenkt haben soll (von der noch nicht mal in der Bibel explizit die Rede ist), etwas unglaubwürdig macht.
Dienstag, 17. März 2009 08:46
JMX: Selbst wenn
die evolutionär-linguistische Sichtweise falsch sein sollte (was sie erwiesenermaßen(!) nicht ist), heißt das im Umkehrschluß noch lange nicht, daß damit automatisch die biblische Babelgeschichte zutreffend ist. Der Artikel begeht einen logischen Fehlschluß (falsches Dilemma).
Dienstag, 17. März 2009 07:12
Protestant: Von der Redaktion entfernt
Dienstag, 17. März 2009 06:59
caritatem: So,genug getrödelt…
Ab unter die Dusche und frisch an’s Tagewerk !
Montag, 16. März 2009 21:16
litterae sunt divitiae: Kein Grundprinzip
Aus linguist. Sucht ist es richtig. Die aufgezeigte Tendenz aber nur innerhalb der indoeurop. Sprachfamilie
gültig. Die alten i.europ. Sprachen waren hochflektierend, doch viele Formen waren zum Funktionieren
einer Sprache gar nicht nötig, weshalb sich in vielen modernen i.europ. Sprachen die Grammatik vereinfacht
hat. Aber auch nicht in allen. Schauen Sie sich mal slawische Sprachen an.
Chinesisch war vor 2000 Jahren schon eine analytische Sprache. Genauer gesagt ist es nie eine synthetische Sprache gewesen (Zurückverfolgbar bis zu den ältesten Schriftzeugnissen vor etwa 3000 Jahren). Auch Althebräisch, die Sprache des AT, war grammatikalisch nicht so komplex und stärker analytisch als Latein oder Altgriechisch und z.T. sogar als z.B. modernes Deutsch.
Der umgekehrte Trend ist auch beobachtbar: die neuen synthet. Futur- und Konditionalformen in den roman. Sprachen (auch beim hier „gescholtenen“ Französisch) sind NICHT vom Lateinischen ererbt sondern NEU entstanden. Rumänisch hat ein neues Deklinationssystem wiedereingeführt, nachdem es das lateinische erst aufgegeben hatte. Im Deutschen sind neue synthetische Formen bei den Präpositionen (z.B. „in dem“ – „im“) noch nicht sehr alt.
Chinesisch war vor 2000 Jahren schon eine analytische Sprache. Genauer gesagt ist es nie eine synthetische Sprache gewesen (Zurückverfolgbar bis zu den ältesten Schriftzeugnissen vor etwa 3000 Jahren). Auch Althebräisch, die Sprache des AT, war grammatikalisch nicht so komplex und stärker analytisch als Latein oder Altgriechisch und z.T. sogar als z.B. modernes Deutsch.
Der umgekehrte Trend ist auch beobachtbar: die neuen synthet. Futur- und Konditionalformen in den roman. Sprachen (auch beim hier „gescholtenen“ Französisch) sind NICHT vom Lateinischen ererbt sondern NEU entstanden. Rumänisch hat ein neues Deklinationssystem wiedereingeführt, nachdem es das lateinische erst aufgegeben hatte. Im Deutschen sind neue synthetische Formen bei den Präpositionen (z.B. „in dem“ – „im“) noch nicht sehr alt.
Montag, 16. März 2009 18:38
juergen: *Prust*
ja ne is klar… Sprachentwicklung als „Beweis“ gegen die Evolutionstheorie, die hier natürlich mal wieder
komplett missverstanden wurde – aber das kennen wir ja.
Vielleicht sollte Herr Lindemann mal Finnisch lernen. Da hat er dann 15 Kasus, sowie 12 Adverbialkasus und bei den Verben 6 (oder nach anderer Einteilung 10) Konjugationstypen.
Viel Spass beim Lernen!
Vielleicht sollte Herr Lindemann mal Finnisch lernen. Da hat er dann 15 Kasus, sowie 12 Adverbialkasus und bei den Verben 6 (oder nach anderer Einteilung 10) Konjugationstypen.
Viel Spass beim Lernen!
Montag, 16. März 2009 17:40
Burgorus: @Clemens Klein:
Und bei manchen Foren ist dann noch eine Zeitverzögerung bis zur Veröffentlichung des Postings, damit
keine lebendige Diskussion entstehen kann. Mein Problem wäre hier, dass kein Bett zum Schlafen neben
dem PC steht.
Wenn sich jemand durch Schimpfnamengeben disqualifiziert, ist das doch sein Problem. Leute, die ernst genommen werden wollen, machen das nicht.
Und wenn’s mal vom Thema weggeht, so ist das nun mal bei einer lebhaften Plauder-Runde. Man lernt durch Plaudern oft mehr als in einer wissenschaftlichen Runde, da man nicht in der Lage ist, stundenlang wissenschaftlich zu denken.
Aber ein wissenschaftliches Posting während des Kaffeetratsches nimmt man schon mal mit.
Man muss übrigens nicht alles lesen. Ich persönlich lese die Postings der Kirchenfeinde fast nie, dafür wäre mir die Zeit zu schade. Es genügt meist, wenn man diese indirekt über die Zitate der Kirchenverteidiger erfährt.
Wenn sich jemand durch Schimpfnamengeben disqualifiziert, ist das doch sein Problem. Leute, die ernst genommen werden wollen, machen das nicht.
Und wenn’s mal vom Thema weggeht, so ist das nun mal bei einer lebhaften Plauder-Runde. Man lernt durch Plaudern oft mehr als in einer wissenschaftlichen Runde, da man nicht in der Lage ist, stundenlang wissenschaftlich zu denken.
Aber ein wissenschaftliches Posting während des Kaffeetratsches nimmt man schon mal mit.
Man muss übrigens nicht alles lesen. Ich persönlich lese die Postings der Kirchenfeinde fast nie, dafür wäre mir die Zeit zu schade. Es genügt meist, wenn man diese indirekt über die Zitate der Kirchenverteidiger erfährt.
Montag, 16. März 2009 13:17
Claus Klain: Ende einer Dientsreise – außer Spesen…
Samstag, 14. März 2009 17:21 Die Sprachen zerfallen Die Sprachentwicklung beweist, daß die Heilige Schrift
näher bei der Wahrheit ist, als es manchem Evolutions-Ideologen lieb ist.
Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann:
106 Lesermeinungen haben die Foristen zum Artikel „Die Sprachen zerfallen… geschrieben. Wie viele von ihnen real auf das Thema eingegangen sind?… mag jeder für sich nachprüfen.
Für mich ist dieser Kommentar der letzte „Liebesdienst für kreuz.net“, denn ich steige ein zweites Mal aus.
Wer sich das alles bieten läßt… hat es nicht besser verdient… ist doch der letzte Kommentar eine Todesanzeige für Robert Busilmann. Ein andrer Forist, von dem ich erwartet habe, dass er sich zu diesem Tema äußert – pamino – glänzt durch Abwesenheit und er ist nicht der einzige, der „kreuz.net“ zur Spielwiese erklärt hat.
Meine Empfehlung:
Behandeln Sie „Forum kreuz.net“ wie andere Redaktionen es Ihnen vormachen… zum Beispiel das Schweizer Fernsehn…
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Liebe Blog-Besucherinnen und -Besucher
Wir freuen uns, wenn Sie die Beiträge unserer Blog-Autoren kommentieren und bitten Sie, sich dabei an die Netiquette halten.
Schweizer Fernsehen
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Vielen Dank
und herzliches „Grüß Gott!“
Ihr Clemens Klein
Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann:
106 Lesermeinungen haben die Foristen zum Artikel „Die Sprachen zerfallen… geschrieben. Wie viele von ihnen real auf das Thema eingegangen sind?… mag jeder für sich nachprüfen.
Für mich ist dieser Kommentar der letzte „Liebesdienst für kreuz.net“, denn ich steige ein zweites Mal aus.
Wer sich das alles bieten läßt… hat es nicht besser verdient… ist doch der letzte Kommentar eine Todesanzeige für Robert Busilmann. Ein andrer Forist, von dem ich erwartet habe, dass er sich zu diesem Tema äußert – pamino – glänzt durch Abwesenheit und er ist nicht der einzige, der „kreuz.net“ zur Spielwiese erklärt hat.
Meine Empfehlung:
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