18:09:50 | Dienstag, 22. März 2005
Christus ist für alle Menschen gestorben. Und doch werden nicht alle erlöst. Um die Menschheit zu erlösen, hätte Gott auch einen Engel senden können. Und doch hat sich sein ewiger Sohn in die Bresche geworfen. Ein einziger Blutstropfen Christi hätte genügt. Und doch hat der Erlöser sein Blut bis zum letzten Tropfen vergossen.
(kreuz.net) Zwei Dinge voraus: Der menschgewordene Gottessohn
war des Leidens fähig und er hat gelitten,
um uns zu erlösen. Wie aber ist die Erlösung zu denken?
Wenn man die Erlösung der Menschheit durch
Christus betrachtet, muß die objektive und die subjektive Erlösung unterschieden werden. Erstere ist
das Werk des Erlösers. Die zweite – die auch Rechtfertigung genannt wird – ist die Verwirklichung der
objektiven Erlösung im einzelnen menschlichen Subjekt.
Christus hat das Kreuz nicht nur für jene bestiegen,
die an ihn glaubten, sondern ausnahmslos für alle Menschen. Das ist die objektive Erlösung. Die subjektive
Aneignung dieser objektiven Erlösungsfrüchte ist von der Erfüllung gewisser Bedingungen abhängig,
etwa vom Glauben und dem entsprechenden Halten der Gebote.
Der Sünder kann sich nicht selbst erlösen.
Das Konzil von Trient (1545-1563) lehrt, daß die Menschen so sehr Knechte der Sünde waren und unter
der Herrschaft von Tod und Teufel standen, daß weder die Heiden durch die Kraft der Natur noch die Juden
durch den Buchstaben des mosaischen Gesetzes sich daraus befreien konnten.
Die Versöhnung mußte von
Christus erwirkt werden. Er hat uns durch seinen Opfertod am Kreuz losgekauft und mit Gott versöhnt.
Jede einzelne Handlung Christi besitzt für uns Heilswert. Den Höhepunkt erreichte Seine Erlösertätigkeit
aber im Opfertod am Kreuz. Dieser bewirkt deshalb mit Vorzug – wenn auch nicht ausschließlich – unsere
Erlösung.
Die stellvertretende Genugtuung Christi am Kreuz erwirkte, daß die durch die Sünde Gott
zugefügte Beleidigung aufgewogen und seine verletzte Ehre wiederhergestellt wurde.
Die Sündenschuld
Adams war – weil sie den unendlichen Gott beleidigte – unendlich. Deshalb verlangt sie eine unendliche
Sühne. Eine unendliche Sühne kann nur vom unendlichen Gott geleistet werden. Er muß, um als Stellvertreter
der Menschen aufzutreten, zugleich Mensch sein: also Gottmensch.
Gott hat den Menschen nicht erlösen
müssen. Das war ein freier Entschluß seiner göttlichen Liebe und seines göttlichen Erbarmens. Auch
nachdem er seinen göttlichen Erlösungsratschluß getroffen hatte, war die Inkarnation des Gottessohnes
nicht absolut notwendig.
Gott kann ohne eine vollwertige, angemessene Genugtuung Verzeihung und Gnade
schenken, ohne dabei seine Gerechtigkeit zu verletzen. Gott wollte aber eine vollwertige Genugtuung. Deshalb
war die Inkarnation einer göttlichen Person notwendig.
Unter Genugtuung versteht man im menschlichen
Umgang die Erfüllung einer Forderung. Im engen Sinn ist „Genugtuung“ die Wiedergutmachung einer Beleidigung.
Diese geschieht durch eine Leistung, die ein begangenes Unrecht aufwiegt.
Wenn die Ersatzleistung so
groß ist, daß sie die Schwere der Schuld gänzlich aufwiegt, spricht man von einer angemessenen oder
vollwertigen Genugtuung. Nicht vollwertig ist die Wiedergutmachung, wenn die erbrachte Leistung der Schwere
der Schuld nicht entspricht.
Wird die Genugtuung nicht vom Beleidiger selbst, sondern von einem anderen
an dessen Stelle geleistet, ist das eine stellvertretende Genugtuung. Christus hat durch sein Leiden und
Sterben eine stellvertretende Genugtuung geleistet.
Die stellvertretende Genugtuung Christi ist vollwertig.
Man kann sie sogar als überfließend bezeichnen. Der positive Wert der Sühne ist größer als der negative
Wert der Sünde. Christus hat sein Blut reichlich, gleichsam in Strömen vergossen. Dabei hätte aufgrund
seiner Gottheit ein kleiner Tropfen des Blutes zur Erlösung der ganzen Menschheit gereicht. Denn der
winzigste Tropfen Blut Gottes ist mehr als die ganze Menschheit.
Denn wo die Sünde mächtig wurde, da
ist die Gnade übergroß geworden.
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GerdEric 12:46:04 | Mittwoch, 23. März 2005
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chato † 10:19:04 | Mittwoch, 23. März 2005
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GerdEric 09:10:58 | Mittwoch, 23. März 2005
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Ulrich Müller 08:22:17 | Mittwoch, 23. März 2005
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GerdEric 01:44:05 | Mittwoch, 23. März 2005
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Ulrich Müller 00:41:10 | Mittwoch, 23. März 2005
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GerdEric 23:37:29 | Dienstag, 22. März 2005
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Ulrich Müller 23:23:54 | Dienstag, 22. März 2005
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GerdEric 22:29:27 | Dienstag, 22. März 2005
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Ulrich Müller 22:12:21 | Dienstag, 22. März 2005