15:03:07 | Montag, 23. März 2009
Eine Berliner Tageszeitung gibt ihren Lesern ausgiebig Raum, Haß gegen die neuen Juden des Vierten Reiches zu schüren. Wer steckt hinter ‘kreuz.net’?

Seite mit Leserkommentaren auf der ‘taz’
(kreuz.net) Anfang März publizierte das Berliner Kirchenhaß-Blatt ‘taz’ einen
Hetzartikel gegen das
europaweit größte und bestinformierte katholische Portal ‘kreuz.net’.
Der umstrittene Autor, Janusz
Biene, gab sich darin alle erdenkliche Mühe, zu hetzen und zu diffamieren. Sein Haßtext brachte es immerhin
auf 37 Lesermeinungen.
Leser ‘Subbelrath’ zeigt sich in seinem Beitrag von der Tatsache „fasziniert“,
daß ‘kreuz.net’ die Homo-Perversen als Homo-Perverse bezeichnet.
„Jetzt werden die bösen, rechten Katholiken
vorgeführt“Leser ‘Mr. Burns’ erinnert an den Kreuzzug der ‘taz’ gegen Piusbruderschaft und Papst und
erklärt: „Jetzt werden die bösen, rechten Katholiken vorgeführt.“
Von islamischer „Juden- und Homosexuellen-Hetze“
berichte die ‘taz’ nicht so häufig – „wahrscheinlich ein ideologisches ‘taz’-Problem“ – vermutet der
Leser.
Auch Leser ‘Linksliberaler’ geht mit der ‘taz’ ins Gericht: „Vermutungen aufzustellen, daß die
Piusbruderschaft bei ‘kreuz.net’ mitwirkt, ist verleumderisch und antidemokratisch.“
Schuldsprüche würden
unterschwellig gefällt, obwohl keinerlei Beweise vorliegen.
Leser ‘onkelklaus’ erklärt, daß es zu
‘kreuz.net’ „auch noch eine Art Katholiken-Youtube mit dem tollen Namen gloria.tv’“ gebe. Außerdem setzte
sich die Webseite ‘pi-news’ mit dem Islam auseinander.
Dann beschwört er Dämonen: „Die wahre Gefahr
für unsere Kultur sind diese bekloppten fundamentalen Christen.“
„Unterirdisches Niveau gepaart mit
Gehässigkeit“Leser ‘Anonymous’ findet den ‘taz’-Haßartikel angesichts der Tatsache, daß es „unter
den Muslimen viel, viel, viel mehr »rechte« Ideologie“ gebe „ein wenig belächelnswert.“
Auch Leser
‘H.Schrewe’ sieht Dämonen: „Das Gute an Williamson ist doch, dass die Öffentlichkeit nun endlich aufmerksam
wird auf den christlichen Fundamentalismus in unserem Land.“
Er hofft auf „Aussteiger, die von gewalttätiger
Erziehung und Psychoterror berichten.“
Gelassener geht Leser ‘Pater Rolf Hermann Lingen’ die Sache an:
„Die ‘taz’ bleibt ihrer Tradition treu – unterirdisches Niveau gepaart mit Gehässigkeit.“
Die Webseite
‘kreuz.net’ stehe „ideologisch nahe bei dem Lefebvre-Dunstkreis“.
Man müsse aber wissen, daß Lefebvre
die Extremform der Widersprüchlichkeit sei. Entsprechend seien viele ‘kreuz.net’-Artkel – „namentlich
meine eigenen ausgenommen“ – arg verworren.
Die Atheisten sehen den TeufelLeser ‘nopediesesmalnicht’
kann einen ‘kreuz.net’-Artikel zum britischen
Bombenholocaust in Deutschland nicht fassen.
Kritik bringt
Leser ‘UweRietmöller’ an: „Seid ihr sicher, daß es gegen die von ‘kreuz.net’ verbreiteten Lügen geht?
Wenn ja, warum darf ‘kreuz.net’ das einzige Portal sein, dem seine Lügen übel genommen werden?“
Leser
‘derNoergler’ benörgelt, daß das Nischenblatt ‘taz’ wiederholt über ‘kreuz.net’ berichtet: „Ich finde
das fragwürdig, da so nur Werbung für die Seite gemacht wird – kein Wunder, daß dort immer mehr Leute
landen“ – beurteilt er die Sachlage realistisch.
Leser ‘Bernd möchte kritische Stimmen zur Homo-Perversion
in Deutschland verbieten.
Leser ‘Alexandra Kollontaijewa’ glaubt vorkonziliär, daß die ‘kreuz.net’-Autoren
Dr. Johannes Lerle und
Leo G. Schüchter vom Teufel besessen seien.
Ein weiterer Teufelsseher ist Leser
‘DiversityAndEquality’: „Hauptsache die stetige homofeindliche Propaganda des Vatikans und der katholischen
Kirchenleitung, ihre politischen Allianzen mit teils kriminellen, autoritären Regimen zur Unterdrückung
von Homosexuellen und Frauen sind keine »Dummheit« und kein »Unsinn«.“
‘taz’-Leser ‘vic’, lebt ihm
Wahn, daß es keinen Gott gebe und erklärt: „Ich muß es wissen, ich bin der Antichrist.“
Unterhaltsame
LektüreDafür wünscht sich Leser ‘otto’, daß die ‘taz’ auch den Islam als antisemitisch und homo-feindlich
in die Pfanne haut.
Ihm eilt Leser ‘efjott ess’ zu Hilfe und versucht, den ‘taz’-Hetz-Text zu erklären:
„Das hier ist der Artikel über katholische Fundamentalisten.“
Auch Leser ‘Kamu’ sucht zu erklären:
„Der Islam ist einfach nicht so unterhaltsam wie ‘kreuz.net’. Da ist immer nur schlechte Laune.“
Dagegen
sei ‘kreuz.net’ eine „herrliche Realsatire“ und bei ihm direkt neben der Reise-Webseite ‘titanic.de’ gespeichert.
Leser ‘Eben Ezer’ weist darauf hin, daß es auf ‘kreuz.net’ auch „massiv oppositionelle Gruppen“ gebe.
Deren Mitglieder würden mitunter – angeblich – reihenweise gesperrt – jammert er.
Offensichtlich ist
auch ‘Eben Ezer’ ein ‘kreuz.net’-Leser. Er fühlt sich als Held: „Wir alle wollen und werden das Feld,
so lange wir können und nicht gekeult werden, nicht räumen!“
Leser ‘andrea spering’ weist darauf hin,
daß es auch Hetze gegen Christen gibt.
Leugner des Tokio-HolocaustesLeser ‘Fabien Menor’ findet es
„komisch“, daß „über einen Dummschwätzer-Bischof mehr berichtet wird als über Steinigungen im Iran.“
Auf den Punkt bringt Leser ‘Hans Lotus’ die Sache: „Ja, in den USA ist die Meinungsfreiheit höchstes
Gut. Ein Umstand, an dem Europäer immer wieder verzweifeln, natürlich besonders die »Linken«.“
Dem
von einigen Diskutanten ausgedrückten Wunsch, die Wahrheit und Redefreiheit in Deutschland zu unterdrücken,
fühlt Leser ‘wuermeling’ auf den Zahn:
„Wie würdest Du das bezeichnen, was die
»ach so guten Amerikaner«
mit Tokio, Hiroshima und Nagasaki angestellt haben – vielleicht »Dienst an der japanischen Zivilbevölkerung»?“ –
fragt er den Leser ‘nopediesesmalnicht’.
Von Leser ‘Bernd’ möchte er wissen: „Was möchtest Du außer
der angeblichen Homophobie denn noch alles verbieten – ehe wir in der nächsten Diktatur angelangt sind?“
Auch die ‘taz’-Redaktion führt er vor: „Kennt Ihr Voltaire? Wahrscheinlich nicht, sonst ginge Euch –
genauso wie das vollkommen zu recht in den USA praktiziert wird – die Meinungsfreiheit über (fast) alles.“
Ihm könne niemand erklären, weshalb „die (völlig schwachsinnige) Leugnung des Holocaust“ strafbar
sei, die ohnehin nur von völlig durchgeknallten Leuten getätigt werden könne – weshalb einem Bischof
Williamson auch eine total überzogene Publizität zuteil geworden sei:
„Diese ist nur dadurch zu erklären,
weil sie dafür herhalten mußte, gegen den Papst, die katholische Kirche, aber auch gegen die Piusbrüder
zu hetzen.“
Wer steckt hinter ‘kreuz.net’?Leser ‘Isabella’ dankt ironisch der ‘taz’-Redaktion, „daß
sich alle Kommentatoren im Leserteil wenigstens mit Klarnamen, Impressum, Schuhgröße und Bankverbindung
offenbaren.“
Sie bittet um noch viel mehr Beiträge wie der Haßartikel gegen ‘kreuz.net’: „Möglichst
täglich, möglichst inhaltslos, möglichst reißerisch.“
Das Fazit: „Die Meinungsfreiheit bei den Katholiken
als Fall für den Verfassungsschutz aufzudecken, hat was. Bitte weiter so, ‘taz’.“
Am Schluß kommt Leser
‘Signum Salutis’ zu Wort, der auch auf ‘kreuz.net’ postet.
Er glaubt, daß es ein „ungemeiner Lustgewinn“
für die ‘kreuz.net’-Leute sein müsse, in „wichtigen Presseorganen“ erwähnt zu werden.
Allerdings vermutet
er, daß die Redaktion höchstens aus zwei oder drei Personen bestehe – „vielleicht auch nur einer“.
Für ihn ist der „Ex-Piusbruder
Pater Michael Wildfeuer, früher mal Schuldirektor im Sauerland“ ein ganz
heißer Kandidat.
Der Pater agiere wohl jetzt auch im Umfeld der zwar Rom unterstehenden, aber in vielen
Diözesen nicht erwünschten Ordensgemeinschaft „Servi Jesu et Mariae“ – weiß ‘Signum Salutis’.
Skurril
findet er, daß es angeblich „unlängst“ auch
Uri Avnery, friedensbewegter israelischer Schriftsteller,
zum ‘kreuz-net-Autor’ geschafft habe.
Im übrigen beschimpft ‘Signum Salutis’ auch die Video-Webseite
‘gloria.tv’ und den katholischen Fernsehsender ‘K-TV’.
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