(kreuz.net, Orlando) „Ich frage mich, wann und wo die gegenwärtige Rückwärtsbewegung in der Liturgie
enden und führen wird“, erklärte Bischof Robert Lynch von St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida letzten
Oktober in einem Vortrag vor der „Nationalen Vereinigung der diözesanen Liturgiekommissionen“ in der
Stadt Orlando im US-Bundesstaat Florida.
In den frühen 70er Jahren arbeitete Lynch bei der US-Bischofskonferenz.
Von 1984-1995 war er zuerst Vizesekretär und dann Generalsekretär der Konferenz. 1995 wurde er Diözesanbischof
von St. Petersburg-Florida.
Bischof Lynch erinnerte sich in seinem Vortrag an den „Mut und die Entschlossenheit“
der liturgischen Reformer, die zu seiner Zeit in der US-Bischofskonferenz arbeiteten. Man habe damals
mutig für eine angemessene liturgische Umsetzung der kirchlichen Dokumente gekämpft. Oft hätte sich
die Bischofskonferenz gegen ein Nein aus Rom gewehrt und am Ende des Tages den Kampf mit verschiedenen
römischen Präfekten und Mitarbeitern von vatikanischen Kongregationen gewonnen.
Bischof Lynch erinnert
sich auch daran, daß die liturgische Kommission der US-Bischofskonferenz damals von einem Episkopat unterstützt
wurde, der sowohl „Rückgrat“ und „Entschlossenheit“ besaß.
Über die Aufgabe des Bischofs, die Liturgie
in seiner Diözese zu regeln, meinte er: „Ich verstehe es als meine Pflicht, einen Mittelweg zwischen
dem Gesetz und einer angemessenen Befreiung vom Gesetz zu finden, um kulturelle und ortsbedingte Anpassungen
zu ermöglichen, die nicht in offensichtlichen Widerspruch zum Gesetz stehen.“
Der Bischof bedauert „Pontifikalismen“
und die „Sünde des Exzesses an Symbolen und Zeremonien“. Er fügte aber sogleich hinzu, daß er in seiner
Diözese davon nicht viel höre. Im weiteren sprach er sich auch gegen vatikanische Einmischungen aus.
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Bischöflicher Gesetzesbrecher Bischof Robert Lynch ist nichts anderes als ein Gesetzesbrecher des Kirchenrechts.
Einer, der nicht aufbaut, sondern niederreißt. Einer, der nicht die Schafe weidet und hegt, sondern sie
den Wölfen ausliefert.