(kreuz.net) Auch die Anglikaner führten neue Gottesdienst- formen ein, die oft peinlich und banal wirken.
Aber die Vorstellung ist völlig absurd, daß sie plötzlich den Wunsch gehabt hätten oder auch nur
dazu imstande gewesen wären, das traditionelle „Book of Common Prayer“ in allen Kirchen der anglikanischen
Gemeinschaft zu verbieten.
Ich kann mich erinnern, in den 70er Jahren aus Neugier eine Alte Messe besucht
zu haben. Sie wurde „illegal“ von Erzbischof Lefebvre im Great Western Hotel in Paddington – im Zentrum
von London – gefeiert.
Die Atmosphäre war unglaublich. Man fühlte sich wie in einer riesigen Katakombe,
in der eine Geheimzeremonie ablief.
Die Anwesenden kamen aus ganz England. Viele hatten Tränen in den
Augen als sie an dem Ritus teilnahmen, der ihnen ganz plötzlich verboten wurde.
Die nachkonziliaren Veränderungen
waren von einem Ausbruch der Bilderstürmerei begleitet.
In der Studentenseelsorge in Cambridge wurde
die ganze Ausstattung der Kapelle samt des wunderschönen Baldachins dank der Initiative eines Priesters
vernichtet.
Der Pfarrer der katholischen Hauptkirche in Cambridge schlug vor, die Kirchenbänke durch
kinoähnliche Sessel zu ersetzen, die bunten Glasfenster zu entfernen und den eleganten Baldachin zu demontieren.
In meiner Pfarreikirche zerschmetterten die Franziskaner den gesamten byzantinischen Chorraum. Solche
Szenen wiederholten sich in ganz England.
Es gab auch einen liturgischen Vandalismus – besonders in den
Vereinigten Staaten.
Priester mit Masken oder roten Nasen zelebrierten Clown-Gottesdienste. Daneben gab
es Halloween-Gottesdienste, Tanzmessen oder andere New-Age-Dummheiten.
In England brach die Zahl der
praktizierenden Katholiken ein. Viele Kirchen mußten geschlossen werden. Die englischen Katholiken hatten
gute Gründe, sich nach der Alten Messe zu sehnen.
In der langen Zeit, als die katholische Kirche in
England verboten war, wurden einige hundert Priester hingerichtet, weil sie ihre Anhänglichkeit an die
Alte Messe offen bekannten.
An ihren Hinrichtungsorten küßten sie das Schafott, so wie die Priester
während der Feier der Alten Messe den Altar küssen – viel öfters als bei der Neuen Messe.
Der Artikel
erschien zum ersten Mal auf der englischsprachigen Webseite ‘openDemocracy’.
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#55 caritatem 06:36:14 | Donnerstag, 2. April 2009
4.Jahrestag des Todes Johannes Paul II Wir danken Dir,daß Du der Kirche,Papst Johannes Paul II geschenkt
hast und dafür,dass Du in Ihm die Zärtlichkeit Deiner väterlichen Liebe,die Herrlichkeit des Kreuzes
Christi und den Glanz des Geistes der Liebe hast erstrahlen lassen. Er hat sich ganz und gar Deiner unbegrenzten
Barmherzigkeit sowie der mütterlichen Fürbitte Mariens anvertraut und gab uns so ein lebendiges Bild
von Jesus dem guten Hirten. Er hat uns die Heiligkeit als hohen Maßstab für ein christliches Leben im
Alltag aufgezeigt,welches auf diese Weise ein Weg zur ewigen Gemeinschaft mit Dir werden kann. Gewähre
uns,wenn es Deinem Willen entspricht,durch seine Fürbitte die Gnade,die wir in der Hoffnung erflehen,dass
er bald unter Deinen Heiligen gezählt wird.
Deutscher Eber, Sie sollten um zerstörte Gipsfiguren und neobyzantische Altäre klagen, Neue Messen verfluchen
und die Lateinischen von 1570 besuchen. Sie sollten den Kirchenfeinden und denen, die Kirche hassen Teufel,
Hölle und Verdammnis verpassen. Statt wie ein Schweinskerl hier zu schaben, sollten Sie sich an der Keuschheit
laben. Kehren Sie um, noch ist Zeit, denn der Teufel hält für das Schwein seine Pfanne bereit.
deutsche Brunftsau Machen sie das – bringt nix, was meinen sie wieviele Beschwerden ich schon an die Redaktion
geschickt habe. Und? Nix passiert. Kann man sich bei der Redaktion eigentlich auch über die Redaktion
beschweren???
#47 MartinBieger 19:23:53 | Mittwoch, 1. April 2009
Also das ist der Lacher Eine Seite von der sich die RKK schon maehrfach distanziert hat wird von einigen
als Katholisch bezeichnet. Und auch noch als Christlich. Witz komm raus
@Hellboy Ich werde mich schriftlich bei der Redaktion beschweren, daß sowas wie Sie hier überhaupt zugelassen
wird. User mit solchen Nicknamen sollten keinen Zugang zu dieser christlichen Seite bekommen. Das ist
nicht katholisch. Sie wollen doch nur provozieren. An die Mitkatholiken und die Redaktion: Schmeißt die
Provokateure hier endlich raus. Lasst uns eine häresiefreie, katholische Seite werden. :)3 o^/
deutscher Eber Ich halte sie für einen Faker, denn wenn sie wirklich etwas gegen Popmusik hätten, würden
sie doch die Biedermann gar nicht kennen. Britney Spears hätte ich ihnen evtl. noch abgenommen. Und Quenn
als satanische Musik zu bezeichnen ist einfach zu lächerlich – ne Spur drüber. Ich weiß zwar nicht,
was sie damit bezwecken die Leute hier zu verarschen, aber am 1. April ist ja bekanntlich alles erlaubt
@matt Verschonen Sie die Leser mit Ihrem Müll. Dies ist ein Forum für aufrechte Katholiken und nicht
für seichte Anhänger der Popkultur. Wenn Sie für solch satanische Musik schwärmen, dann entschwinden
Sie doch ins Jeanette Biedermann Fanforum. Popmusik verführt unsere Jugend! Unsere Jugend sind die Opus
Dei- und FSSPX-ler von morgen. In die gilt es zu investieren. Nur der deutsche Eber wetzt sich an der
deutschen Buche!
manchmal hat es die moderne Musik auch gewagt klassische Motive zu transzendieren… z.B. die Bedeutung
des tragischen Komödianten in Pagliacci, der aus Kummer über die Untreue seiner Frau gegen sein inneres
Empfinden auftreten muss um die Leute zu unterhalten. Das hat Queen z.B. in dem Song „The show must go
on“ zur überspannenden Gesellschaftskritik ausgeweitet in der Art, dass wir unsere Masken tragen und
das Spiel mitspielen, obgleich es uns innerlich nicht befriedigt.
#41 hildegardfan 16:32:24 | Mittwoch, 1. April 2009
Es ist Unsinn… zu Glauben, das nur die Lateinische Messe die einzig wahre sei. Jeder soll so feiern
können wie Er/Sie es möchte. Leider fehlt es geraden Jenen, die die Alte Messe lieber feiern, an genug
Toleranz, Menschen zu akzeptieren, die die Neue Messe gerne feiern. Man kann nicht auf der einen Seite
die Toleranz für sich und die eigenen Ziele einfordern, und andererseits allen anderen nicht diese Form
von Toleranz entgegenbringen. Und das ist das eigentliche Problem, nicht die Art der Messfeier. Diese
wird nur als Grad der Gläubigkeit vorgeführt, um die Eigene Position zu untermauern oder zu stärken.
Es begann sehr früh… In manchen Bistümern und vor allem in den Kleinstädten hatte die Interpretation
der liturgischen Reform eine enorme Kraft gewonnen. In kleinen bayerischen Dörfern sind diese Dinge erst
vor 15 Jahren eingedrungen und sind dort nun fester Bestandteil der Kirche. Doch von dort gehen gerade
die Initiativen für die ALTE MESSE aus und von dort wird auch die Reform ausgehen, dass die Kirche wieder
zu einer Einheit findet. Interessant dokumentiert, wie bereits 1973 das ZDF eine Gemeinschafts- und Menschenmesse
übertragen hat: 1973 Revolution im ZDFwww.youtube.com/watch?v=tHFnFUaNuuc&…
@Ruhrpotti Das ist ja schon gemeingefährlich was Sie hier leugnen! Danke, der war gut. Übrigens, du
kannst sogar einen Pius-Priester fragen wenn du möchtest. Er wird dir bestätigen dass „die Realpräsenz“
nichts ist, was man irgendwo einschliessen kann, auch nicht in einem Tabernakel.
Aus Liebe zur Kirche, plädiere ich für die würdige Feier der 1570ger Messe und kann ihr mit meinen
Lateinkenntnissen in Andacht beiwohnen. Meistens feiere ich die Eucharistie in meiner Muttersprache mit,
durch die ich mein Herz Gott besser hingeben kann und nicht nur in passiver Andacht verweile. Jeder mag
dort bewohnen oder mitfeiern, wo es seiner Seele gut tut. Mittelpunkt ist Jesus Christus in seiner Gemeinde.
Aus Liebe zur Kirche :(3
@ brauneBirne Tanzen ist für Weicheier und Feministinnen Ein Mann marschiert zu der Musik Auf und nieder
immer wieder Rechts zwo drei vier rechts zwo drei vier … ich kann micht mehr… aufhören…
haaaaaa
@Job… Ich gehe davon aus, dass sich die Schönheit von klassischer Musik und Gesang an einzelnen Motiven
auch der Allgemeinheit erschließt. Etwas wahrhaft Schönes sollte für jederman kennbar und bewegend
sein. Vielleicht muss man das Liebliche und Sensible etwas hervorheben, es zuspitzen um es für die Wahrnehmung
und den Geschmack der Masse eindringlich zu machen ohne aber dabei ins Kitschige abzugleiten. Ich denke
es ist keine Anbiederung wenn man den klassischen Gesang in Hinblick auf die Populärkultur mit neuer
Musik belebt. Man will ja bei den Leuten auch ankommen. Für den Geschmack der Massen muss man auf Ausschweifungen
und langatmige Inszenierungen verzichten. Die sind im Zeitalter von Videomusik nicht mehr recht gefragt.
#34 lateiniheini 13:38:27 | Mittwoch, 1. April 2009
@R.ruhrgebietler gemeingefährlich Mein lieber Ruhrgebietler, Sie scheinen mir ja ein rundum glücklicher
Mensch zu sein, wenn Sie das als gemeingefährlich bezeichnen.Naja, gemeingefährlich sind für mich viele
andere Dinge-aber Ihnen wünsche ich von ganzem Herzen, dass Ihnen in Ihrem Leben nichts gemeingefährlicheres
mehr passiert, als mit einer abweichenden Glaubensauffassung konfrontiert zu werden…
stimme aus dem sumpf Tabernakel (…) in dem die Realpräsenz Gottes sich befindet Du hast ne sehr eigenwillige
Vorstellung von Realpräsenz. Du solltest dir mal erklären lassen, was das ist. Kleiner Hinweis: Es ist
nichts was man in einen Tabernakel stecken kann. Das ist ja schon gemeingefährlich was Sie hier leugnen!
U n g l a u b l i c h! sie tuin mir leid
#31 lateiniheini 13:05:46 | Mittwoch, 1. April 2009
@lumpie @john-boy Ich würde die Alte Messe ja wirklich nicht als Dreck bezeichnen! Es ist ein Ritus und
wer ihn mag, soll ihn so feiern! Da habe ich nichts gegen. Das Problem liegt nur darin, dass die meisten
Anhänger dieses Alten Ritus nicht die Toleranz besitzen, auch andere Liturgieformen zu dulden.Die Piusse
lehnen ja ein Miteinander verschiedener Messformen kategorisch ab! Für sie ist ja alles andere Teufelswerk
usw.! In meinen Augen sollten sie auf jeden Fall die Möglichkeit haben, nach ihrem Ritus die Messe zu
feiern, aber bitteschön auch anderen ihre Freiheiten lassen! Diese Leute fordern Meinungs- und Religionsfreiheit,
die ihnen hier angeblich vorenthalten wird, sind aber selbst nicht bereit auch nur einen Jota nachzugeben.
Trotzdem, wir sollten tolerant bleiben – dass zeichnet uns hier schließlich aus und macht uns stark!
:)3
@matt3 Was ich ihm (Pavarotti) auch im Gegensatz zu manchen Kritikern gar nicht verübeln möchte. Möglicherweise
sind durch diese Cross-Over-Geschichten ja viele Menschen zum ersten Mal mit klassischer Musik in Kontakt
gekommen. Pavarotti war es ja wohl auch, der „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini
(von dem übrigens auch eine reizvolle Messvertonung überliefert ist) zu einer der bekanntesten Opernarien
gemacht hat. Dennoch werden sie mir erlauben, dass ich einen der größten Sänger des 20. Jahrhunderts
lieber so in Erinnerung behalte: www.youtube.com/watch?v=wLH1twzR7QI
@ john-boy Alter Dreckmuss endgültig weg. Keine Chance den reaktionären Eiferern! Im Prinzip hast Du
ja recht. Aber was soll’s? Wen interessiert es, ob irgendwelche senilen, geistesschwachen Popen irgendwo
die Messe nach altem Ritus feiern? Die Menschen interssierts schon lange nicht mehr…
@Ruhrpotti Tabernakel (…) in dem die Realpräsenz Gottes sich befindet Du hast ne sehr eigenwillige
Vorstellung von Realpräsenz. Du solltest dir mal erklären lassen, was das ist. Kleiner Hinweis: Es ist
nichts was man in einen Tabernakel stecken kann.
Das de-facto-Verbot der überkommenen Liturgie war ein unerhörter u ganz unzulässiger Traditionsbruch
in der katholischen Kirche. Gleichzeitig brach ein Bildersturm los mit einer Zerstörungswut, die von
niemand weniger als vom Heiligen Geist inspiriert war. Ich weiß von vielen konkreten Beispielen, aus
dem Munde von Priestern, Küstern und Gläubigen in Deutschland und den Niederlanden. Gerade gestern hat
es mir ein Pfarrer im nördlichen Münsterland wieder berichtet. Zugleich verrieten Tausende und Abertausende
von Priestern und Ordensleuten ihre Berufung und verließen Hunderttausende und Millionen die Kirche,
nahmen nicht mehr an den Gottesdiensten teil. Mag sein, dass das 2. Vatikanum von Gott kam – ich muss
es ja annehmen als Katholik. Aber was draus gemacht wurde, kam größtenteils nicht von Gott, da bin ich
mittlerweile ganz sicher – das war und ist noch immer schlicht Häresie und Apostasie im großen Maßstab,
auch in der Hierarchie. Der Hauptgrund, warum die deutschen Bischöfe nichts mit der Piusbruderschaft
zu tun haben will, ist, dass sie die Konfrontation mit der wahren Glaubens- und Sittenlehre der Kirche
scheuen. Dabei werden sie nämlich schlecht abschneiden. Allmählich frage ich mich, wie es sein kann,
dass die Nachfolger des hl. Petrus dem Glaubensabfall zusehen, ohne wirksam dagegen einzuschreiten.
was natürlich nicht meinen soll, dass ich die Populärmusik pauschal schlechtreden will… Es gibt auch
sehr schöne moderne Stücke. Ein Star-Tenor wie Pavarotti ist gerne zusammen mit Vertretern der modernen
Musik aufgetreten. Besonders bewegend fand ich da z.B. das Duett mit Brian May. www.youtube.com/watch?v=C7FGPIRJx6I
Insofern bleibt es unverständlich, dass es hier immer noch Menschen gibt, die behaupten, die neue Messe
sei weniger wert oder gar ungültig. Das ist natürlich völlig Banane. Das Problem der alten Messe ist,
dass man sie in 15 Minuten herunter rattern kann. In vielen Kirchen der Pius- und Petrusbrüder kann man
das bis zum heutigen Tag erleben. Da schauen die Leute auf die Uhr und regen sich auf, wenn es mal länger
als 20 Minuten dauert.
matt3 Aber gerade, wenn Sie auf Musik zu sprechen kommen, möchte ich doch darauf hinweisen, dass letztlich
die gesamte abendländische Musik (und also auch die Oper) in der Sakralmusik und letztlich im gregorianischen
Choral wurzelt. Natürlich ist es später auch umgekehrt zu Beeinflussungen geistlicher Musik durch die
Formensprache der Oper gekommen. Deshalb finde ich es besonders wertvoll, wenn man diesen gregorianischen
Choral nicht nur in Bibliotheken und Museen betrachten kann, sondern auch als lebendigen Teil der Liturgie
erfahren kann. Dazu taugt für mich im übrigen auch eine würdig gefeierte Novus-Ordo-Messe.
was bewegt euch?… die schönen Formen des Lebens nehmt ihr doch garnicht wahr oder schätzt sie gering.
Aber darin ist der Geist Gottes und somit auch die wahre Religiosität und nicht in hohlen Gesten. Was
bewegt Euch: die Blickrichtung des Priesters, seine Fixierung auf den Tabernakel-Fetisch. Ihr seids Spinner!
#21 Mannheimer † 12:06:47 | Mittwoch, 1. April 2009
ruhrgebietler: Geändert…? Ebenso ist die von Papst Pius V. promuligerte Ltirugie auf ewig gültig –
kann und darf (lt. Pius V.!) nicht geändert werden! Na, das wurde sie ja auch gar nicht – sie existiert
ja noch. Si wurde lediglich ersetzt.
Nun, wenn es Pius V. gesagt hat, daß sie nicht geändert werden darf (wo eigentlich?), dann schmort wahrscheinlich
auch Pius XII. in der Hölle, weil ers trotzdem getan hat, oder?
die Frömmigkeit erlaubt und gebietet es, Dem, dem alle Ehre, Anbetung und Ehrfurcht gebührt, in tiefer
Demutshaltung zu begegnen. Der Priester steht als Mittler zwischen Gott und den Menschen – und ist ebenfalls
Mensch. Und darin begründet liegt es, daß auch der Priester mit bliockrichtung Tabernakel zelebriert
in dem die Realpräsenz Gottes sich befindet. Alles andere ist ist nicht förderlich für des Menschen
Seelenheil. Ebenso ist die von Papst Pius V. promuligerte Ltirugie auf ewig gültig – kann und darf (lt.
Pius V.!) nicht geändert werden! Welch’ ein Segen für die Seele, daß sie wenigstens in diesem Punkt
ein ganz verläßliches Fundament in Jesus Chistus hat. Für meinen Teil ist alles andere Häresie.
Die schöne Kultur sehe ich auch in der Vergangenheit eher ausserhalb der kath. Spiritualität… z.B.
die ganzen schönen Opern. Dagegen ist freilich manches, was einem heute so von der Pop-Kultur geboten
wird eher oberflächlich und degeneriert. Ihm fehlt diese andächtige Tiefe und Romantik. Wenn ich eine
manche Arie von einem namhaften Tenor höre, dann können mir die Tränen kommen. Das braucht sich die
Gnade und Heiligkeit nicht theoretisch zuschreiben. Das ist einfach was Schönes und darin erhaben. Für
mich ist die wahre Kirche, die es versteht das Leben mit ungeheuchelter Leidenschaft zu inszenieren. Ja,
Kirche ist für mich kreativ und darstellend. Da braucht es dann kein aufgesetztes religiöses Getue mehr,
weil die Menschen allein von diesen Darstellungen ergriffen sind. Das Problem ist: die Leute wurden dahin
gezwungen zu glauben, nur das ist Kirche, was einen Kirchtum und ein Kreuz oben hat und das, was man da
drin macht. Aber für mich ist das bloß eine Veranstaltung für Liebhaber dieses Kults, wie immer man
ihn inszenieren mag. Ich sehne mich nach einer überzeugenderen und umfassenderen Darbietung des Lebens
als den leidenden Mann am Kreuz. Das Leben ist mehr als das und deshalb ist meine Kirche auch mehr als
das.
Auf der einen Seite die liturgischen Lächerlichkeiten, die in den von Reformeifer2008 verlinkten Clips
zu sehen sind. Auf der anderen Seite tridentinische Messe in der Gesellschaft von Holocaustleugnern und
Menschenfeinden. Skylla und Charybdis waren vergleichsweise Kindergarten.
@Reformeifer2008 Schade dass es zu Zeiten der alten Messe noch kein Digitalvideo gab. Es wäre auch mal
interessant auf Youtube so ein Wettzelebrieren von einem Pfarrer mit seinen beiden Kaplänen an den Seitenaltären
einer vorkonziliaren Kirche zu sehen. Das war ja damals nichts ungewöhnliches, und dass in den 12 Minuten
je Messe die liturgischen Texte nicht nach Willkür des Zelebranten geändert und gekürzt wurden, wird
ja wohl niemand behaupten können (es hat nur halt keiner gehört)
#14 Mannheimer † 11:38:39 | Mittwoch, 1. April 2009
Strohsack, heiliger: Willkürlicher zeitpunkt der Geschichte So siehts aus. Die Reaktionären bestimmen
willkürlich einen ihnen genehmen Zeitpunkt der Geschichte und benennen die Form des Glaubensausdrucks
als die einzig wahre, ewig gültige Blablabla. Die Messe von 1570 ist die ewig gültige… Haha, schon
dieser Satz …
Mir ist nicht bekannt … … dass Jesus beim letzten Abenmahl Mundkommunion betrieben und weiße Handschuhe
getragen hat. Außerdem ist auf allen Bildern zu sehen, dass er seine Jünger angeblickt hat. Latein sprach
er auch nicht. Deshalb frage ich mich, wie man sich um solche Äußerlichkeiten, um den Schein, so aufregen
kann. Meint hier wirklich jemand, dass die ersten Katholiken den tridentinischen Ritus erfunden haben?
Wenn schon Tradition, dann von Anfang an oder gar nicht.
sogar Pfr. Breitenbach plädiert jetzt für eine gemeinsame Ausrichtung! Priester und Volk sollen eine
gemeinsame Zelebrationsrichtung einnehmen: siehe Bild www.stmichael.de/…maerz_2009_10_02.jpg
@Roma locuta Je länger ich mich mit Fragen der Liturie und den Anliegen der „Traditionalisten“ befasse,
desto deutlicher wird, dass die Lügner und Wahrheitsverdreher ganz klar fast ausschließlich auf der
„modernen“ Seite zu finden sind, und zwar leider bis in hohe Kreise der Kirchenleitung. Roma, dies geht
mir absolut ebenso. Die letzte Zeit war für mich wirklich eine wertvolle Erfahrung und ich kann sagen,
danke dafür, auch den sich grauenvollst an den Zeitgeist anschmiegenden Bischöfen, herzlichen Dank.
Mir wurden wirklich und auf deutlichste Art und Weise die Augen geöffnet. Dass man so was noch erleben
darf …
Nun ja, vielleicht haben Sie recht … wahrscheinlich wird der allgemeine Bildugsstand der Gläubigen
seinerzeit daran gehindert haben, die Veränderungen zu bemerken. Nun gut, Pius V. durfte also die Liturgie
der Kirche verändern. Durften das dessen Nachfolger dann auch?
@Clarissa colonia Also, wenn Du mich fragen würdest: Ich habe mich damals sehr gut gefühlt, als endlich
verständliches Deutsch in der Messe gesprochen wurde, kein genuscheltes Latein mehr. So arm war ich zumindest
gar nicht dran, als ich dann endlich Klartext verstehen durfte, denn die Lateinische Messe wurde uns Kindern
ohne jede Erklärung im Erstkommunionunterricht übergestülpt. („Das ist, sagt die Hl. Mutter Kirche,
so und wehe wenn ihr zweifelt“) Später wurde es dann noch fetziger, als die ersten Jugendmessen mit schöner
lauter Musik aufkamen. War schon ne tolle Zeit damals. Und Heute? Allerdings war ich das letzte Mal in
einer katholischen Messe anlässlich einer Beerdigung (muss so ca. 5 Jahre her sein), diese Art der Messe
war dann für mich neu und total guuuut.
an clarissa und john-boy all jene riten älter als 200 jahre wurden von pius V bestätigt. nur jene, welche
unter dem einfluß der reformation und knapp davor entstanden waren, wurden aufgehoben. interessanterweise
waren einige eigen- und regionalriten bis 1850 (bonner eigenritus) bzw. bis ca. 1965 (glagolitischer ritus
in dalmatien) im gebrauch. die griechisch-katholischen riten aber auch der ambrosianische ritus waren
von den verirrungen der lateiner nach 1965 nicht betroffen. schon erzbischof lefebvre bat s.h. paul VI:
erlauben sie das experiment der tradition! genau jene intoleranz zeigen sie, aber es ist bekannt, dass
dieses verhalten das markenzeichen der sieger ist!
@clarissa Was soll diese dümmliche Provokation? Sie wissen doch genau, dass die „tridentinische“ Messe
zu ihrer Zeit keine „neue“ Messe war und dass damals alle Riten, die älter als 200 Jahre waren, ausdrücklich
unangefochten blieben … Je länger ich mich mit Fragen der Liturie und den Anliegen der „Traditionalisten“
befasse, desto deutlicher wird, dass die Lügner und Wahrheitsverdreher ganz klar fast ausschließlich
auf der „modernen“ Seite zu finden sind, und zwar leider bis in hohe Kreise der Kirchenleitung. Das stelle
ich fest als jemand, der ganz und gar im neuen Usus großgeworden ist und bis heute seiner Sonntagspflicht
regelmäßig auch in der „normalen“ Novus-Ordo-Heimatpfarrei nachkommt, also keinesfalls als eingefleischter
„Tradi“ …
Wie müssen sich wohl die armen Gläubigen gefühlt haben, als ihnen Pius V. die gewohnte Messe verbot
und den Gebrauch des neuen Meßbuchs ex decreto concilii tridentini vorschrieb?