17:41:57 | Samstag, 28. März 2009
Die Kirche Polens steht vor dem Scheideweg: Sie wird sich entweder in der Welt als selbständige Kraft behaupten oder – nach dem Vorbild der Kirche im Westen – der Welt in den Abgrund nachrennen.

Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe.
(kreuz.net) Die akatholischen polnischen Medien reden gegenwärtig von einer „galoppierenden Schwäche
der Katholischen Kirche in Polen“.
Das berichtete der altkommunistische Journalist Julian Bartosz (75)
am 23. März in der ehemaligen DDR-Tageszeitung ‘Neues Deutschland’.
In Wahrheit ist die Schwäche der
Polnischen Kirche eine Schwäche der Bischöfe, die seit Jahren aus dem Heer rückgratloser kurialer Apparatschiks
rekrutiert werden.
Nach Angaben von Bartosz nahmen die Medien die jüngste Wahl des Vorsitzenden der
Polnischen Bischofskonferenz zum Anlaß, um die Krise heraufzubeschwören.
Vor der Wahl wurden in den
Medien zwei Namen genannt: Erzbischof Sławoj Głódź (63) von Danzig und Stanislaw Kardinal Dziwisz
(69) von Krakau.
Mons. Głódź ist ehemaliger Polnischer Militärbischof. Er unterstützt den katholischen
Radiosender ‘Radio Maryja’, der von polnischen Kirchenfeinden von Herzen gehaßt wird.
Kardinal Dziwisz –
ehemaliger Privatsekretär von Papst Johannes Paul II. – steht für eine Linie, die sich dem theologischen
Alt-Liberalismus der 1960er Jahre hingezogen fühlt.
Gewählt wurde schließlich mit großer Mehrheit
der bisherige Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Józef Michalik (68) von Przemysl in Südostpolen.
Nach Angaben von Bartosz war Mons. Michalik über seine Wahl eher enttäuscht: „Denn eigentlich wollte
er sich in seine ruhige und fromme ostpolnische Diözese zurückziehen“.
Bartosz zitiert eine Analyse
der linkslastigen ‘Gazeta Wyborcza’, wonach die polnischen Bischöfe mit der Wahl von Mons. Michalik den
„Stillstand“ vorgezogen hätten.
Kirchliche Beobachter sehen in der Wahl, daß sich die Bischöfe entschlossen
haben, weder eine katholische noch eine altliberale Linie zu fahren. Diese Taktik führt erfahrungsgemäß
zu einem de facto Altliberalismus.
Die Alternative wäre, die geistliche Ausbildung der Kleriker und
Laien zu forcieren, statt auf Statistiken und Zahlen zu schielen.
Bartosz erwähnt, daß die Anzahl der
Eintritte in die Priesterseminarien seit zehn Jahren rückläufig ist. Im Jahr 2008 gab es im Vergleich
zum Vorjahr 953 Neueintritte – zehn Prozent weniger als im Vorjahr.
Es gehen offenbar auch immer weniger
Gläubige zur Beichte. Der Kirchenbesuch sei bereits unter fünfzig Prozent gefallen.
Doch das Hauptproblem
sind auch in Polen die Bischöfe und Priester: materialistisch, weltzugewandt und den geistlichen Dingen
abgeneigt.
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W.Kotula 11:35:47 | Freitag, 15. Mai 2009
#19
Jotef 08:36:45 | Dienstag, 31. März 2009
#18
Prof Rempremmerding 16:07:44 | Montag, 30. März 2009
#17
Schalom 11:24:36 | Montag, 30. März 2009
#16
Jotef 11:07:38 | Montag, 30. März 2009
#15
Prof Rempremmerding 09:11:20 | Montag, 30. März 2009
#14
Lycos 06:58:33 | Montag, 30. März 2009
#13
Jotef 06:00:24 | Montag, 30. März 2009
#12
franziskus 10:20:43 | Sonntag, 29. März 2009
#11
Lycos 08:37:53 | Sonntag, 29. März 2009
#10
Jotef 08:13:43 | Sonntag, 29. März 2009
#9
orthokathole 21:47:21 | Samstag, 28. März 2009
#8
Major Kong 21:06:51 | Samstag, 28. März 2009
#7
wassers 20:29:24 | Samstag, 28. März 2009
#6
Beatus Theophilus_89 20:25:18 | Samstag, 28. März 2009
#5
sct 20:21:57 | Samstag, 28. März 2009
#4
wassers 20:15:33 | Samstag, 28. März 2009
#3
Krak des Chevaliers 19:30:58 | Samstag, 28. März 2009
#2
derLeser 17:49:52 | Samstag, 28. März 2009
#1
Der Seher 17:46:40 | Samstag, 28. März 2009