Der emeritierte Bischof der Diözese St. Pölten hat sich kürzlich einigen Fragen von kreuz.net gestellt. In der Kürze liegt die Würze.
(kreuz.net, St. Pölten) Anfang April wird der St. Pöltener Altbischof Dr. Kurt Krenn seinen jahrelangen
Wohnsitz, die Bischofsresidenz, verlassen. Nur wenige Gehminuten vom Palais entfernt, übersiedelt er
in die sogenannte „Schreck-Mühle“.
Seit seinem Rücktritt als Bischof von St. Pölten Anfang Oktober
vergangenen Jahres ist es ruhig um den katholischen Medienliebling geworden. Oder ist es etwa er selbst,
der ruhig geworden ist?
kreuz.net: Exzellenz, seit Ihrem Rücktritt ist es um Sie sehr still geworden.
Planen Sie in Zukuft wieder aktiver zu brisanten Themen Stellung zu beziehen?
Altbischof Krenn: Ja, bestimmt,
wenn es notwendig ist. Sei es gelegen oder ungelegen.
kreuz.net: Wie ist Ihre Beziehung zu Bischof Küng?
Altbischof Krenn: Eine gute Beziehung.
kreuz.net: Manches bei der Visitation erinnert an einen Schauprozeß…
Altbischof Krenn: Ja, leider.
kreuz.net: Wie ist seither Ihr Verhältnis zu den österreichischen Bischöfen?
Altbischof Krenn: Unverändert.
kreuz.net: Wo planen Sie Ihren Lebensabend zu verbringen?
Altbischof
Krenn: Lebensabend ist noch nicht aktuell.
Email-Adressen der Empfänger
7 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ Athanasius Meinen Sie etwa, dass das Ablehnen einiger Punkte eines Konzils SChisma ist? Es kann dazu
führen und im Falle Bischofs Lefebrve und der Piusbruderschaft hat dies dazu geführt. Tatsache ist,
subjektiv hat Mgr. Marcel Lefebvre keine Exkommunikation bekommen… Dies geschah automatisch – nach dem
Kirchenrecht – nachdem er Bischöfe geweiht hatte, obwohl bereits Papst Paul VI ihn gebeten hat, keine
Priester mehr zu weihen. Er hat sich immer zum Papst bekennt und jeden Sedisvakantisten rausgeschmissen
so zu sagen. ist das jetzt sachkundig? Das ist einfach nur Ignoranz. Aber Glaubenstreue beschimpfen ist
ja toll… Wer ist Glaubenstreu? – der, der sich allein gegen Konzilsbeschlüsse stellt? Oder der, der
diese akzeptiert? Man darf und kann denken was man will über die Piusbruderschaft. richtig. Diese Priesterbruderschaft
sorgt sich nicht um den Glauben der Kirche, sie sorgt sich um ihren eigenen gesellschaftlichen Status.
Aber bitte denken Sie erst mal darüber nach ob sie solche Sachen mit Fakten unterstützen können. Konnte
Bischof Lefebrve zum Zeitpunkt des II Vatikanum seine Position mit Fakten unterstützen? Nein, denn die
Fakten, die die Piusbruderschaft kritisiert (zu Recht), kamen erst später. Also Fakten spielen hier eine
eher untergeordnete Rolle.
Athanasius Wenn es wahr ist, dass die Bischofsweihen 1988 gegen ausdrückliches päpstliches Verbot erfolgten
und ebenso wahr, dass Erzbischof Lefebvre gegen das II.Vatikanum war (J’accuse le concil!), warum ist
diese Feststellung für „Athanasius“ Polemik? Für sachliche Gegengründe offen: Konrad
Konrad, Bitte lassen Sie mal die anti-FSSPX Polemik stehen! Meinen Sie etwa, dass das Ablehnen einiger
Punkte eines Konzils SChisma ist? Dann wissen Sie nicht was Schisma ist. Anscheinend lieben einige es
als nicht-Sachkundigen Menschen und Situationen zu verurteilen. Tatsache ist, subjektiv hat Mgr. Marcel
Lefebvre keine Exkommunikation bekommen und noch viel weniger war er schismatisch. Er hat sich immer zum
Papst bekennt und jeden Sedisvakantisten rausgeschmissen so zu sagen. Aber Glaubenstreue beschimpfen ist
ja toll… Man darf und kann denken was man will über die Piusbruderschaft. Aber bitte denken Sie erst
mal darüber nach ob sie solche Sachen mit Fakten unterstützen können.
Schisma Welches Schisma? Wie jeder weiss, jenes, das durch antipäpstliche Bischofsweihen durch Erzbischof
Lefebvre im Juni 1988 entstanden ist – und durch die in dieser Gemeinschaft (FSSPX) verkündete Totalablehnung
eines ordentlichen Konzils der Kirche.
Bischof Krenn Bischof Krenn, der viel erduldet hat, ist auch viel zuzutrauen, aber nie würde er wie „Marcel“
meint, sich gegen den Papst und die Kirche stellen durch schismatischen Verrat.
Er wurde abgeschossen … was sehr schade ist, denn er stand im Gegensatz zu der überwältigenden Mehrheit
der deutschsprachigen Bischöfe zur Lehre der Kirche. Nun ja, vielleicht schließt er sich eines Tages
der Priesterbruderschaft St. Pius X. an, die können glaubenstreue Bischöfe ja immer gebrauchen, und
haben Erfahrung im „Abgeschossenwerden durch Modernisten“. www.fsspx.at