Eine Erzdiözese wollte das päpstliche Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe einfach wegdekretieren. Doch für einmal hat der Vatikan die Zähne gezeigt.
(kreuz.net, Manila) Der Präsident der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillón
Hoyos, hat den Erzbischof von Manila, Gaudencio Kardinal Rosales, in einem Schreiben vom 6. März zurechtgewiesen.
Hintergrund des Briefes war ein Dekret, das Kardinal Rosales am 8. Dezember veröffentlichte. Mit dem
Dekret setzte er das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ eigenmächtig außer Kraft.
So wollte Kardinal
Rosales für seine Erzdiözese nur eine einzige monatliche Werktagsmesse im Alten Ritus zulassen.
Die
Erzdiözese Manila umfaßt mehr als 2,8 Millionen Katholiken.
Kurze Zeit nach einer heftigen, internationalen
Kritik verschwand das Dekret wieder von der Webseite des Erzbistums.
Im direkten Widerspruch zu den Wünschen
des Papstes
Kardinal Castrillón bezeichnete das Dekret in seinem Schreiben als unangemessen. Es stehe
in direktem Widerspruch zu den Wünschen von Papst Benedikt XVI.
Die Richtlinien seien „schlichtweg nicht
annehmbar“ – heißt es in dem vatikanischen Schreiben: „Ich fordere Sie auf, diese zu überdenken.“
Das
Motu Proprio sei Teil des kirchlichen Gesetzes und könne von einem Bischof nicht eingeschränkt werden –
so Kardinal Castrillón.
Es gebe keinen vernünftigen Grund, die Alte Messe nicht in „jeder Kirche oder
Kapelle“ der Erzdiözese Manila zu feiern.
Kardinal Rosales solle die Alte Messe aktiv fördern und Priestern
beistehen, welche die Alte Messe lernen wollten.
Neues Schreiben
Als Reaktion auf das Schreiben von
Kardinal Castrillón veröffentlichte die Erzdiözese Manila kürzlich eine Stellungnahme zum Motu Proprio.
Es handelt sich um allgemeine Fragen und Antworten zu ‘Summorum Pontificum’.
Das Motu Proprio suche
eine innerkirchliche Versöhnung mit denen, die bereits der Alten Messe anhangen – heißt es in dem Schreiben.
Es sei ferner eine Antwort auf Mißstände im Neuen Ritus.
Um die Alte Messe zu zelebrieren, müsse
der Priester eine liturgische Ausbildung und gewisse Kenntnisse der lateinischen Sprache besitzen.
Die
Alte Messe müsse lateinisch und mit speziellen liturgischen Geräten, Gewändern und Büchern gefeiert
werden:
„Um in voller Gemeinschaft mit der Kirche zu stehen, müssen Priester, die nach dem Meßbuch
von 1962 zelebrieren, grundsätzlich die Gültigkeit des Meßbuchs von 1970 anerkennen.“
Die Erzdiözese
Manila gibt ferner zu, daß aufgrund des Motu Proprios auch die altrituelle Taufe, Firmung, Ehe, Beichte,
Krankensalbung, Begräbnis und das Römische Brevier erlaubt sind.
Dagegen schließe ‘Summorum Pontificum’
die Feier der Karwoche im Alten Ritus aus – konterkariert die erzdiözesane Stellungnahme den Inhalt des
Motu Proprios.
In Pfarreien, wo es eine feste Gruppe von Altgläubigen gebe, soll der Pfarrer bereitwillig
im Alten Ritus zelebrieren.
Aber der Bischof habe zu bestimmen, aus wie vielen Personen eine „feste Gruppe“
bestehe – behauptet die Erzdiözese Manila erneut im Widerspruch zum ‘Motu Proprio’.
Abschließend hofft
die Erzdiözese, daß ‘Summorum Pontificum’ – immerhin das Dokument eines Papstes – die Kirche nicht spalte,
sondern das gegenseitige Verständnis in der Kirche fördere.
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73 Lesermeinungen
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Lasset uns beten für die im Glauben irrenden! Oremus et pro perfidis Judaeis: ut Deus et Dominus noster
auferat velamen de cordibus eorum; ut et ipsi agnoscant Jesus Christum Dominum nostrum.“, „Omnipotens
sempitérne Deus, qui étiam judáicam perfídiam a tua misericórdia non repéllis: exáudi preces nostras,
quas pro illíus pópuli obcæcatióne deférimus; ut, ágnita veritátis tuæ luce, quæ Christus est,
a suis ténebris eruántur. Per eúndem Dóminum nostrum. Amen. Auf für die Irrenden auf +.net
das Subjektive objektivieren = das Objektive subjektivieren Dienstag, 7. April 2009 02:31, Simplicius
@pamino: Arroganz und Subjektivität: […] Dies alles drängt den Ausdruck der Subjektivität zurück.
Der Priester macht nicht die Feier und kann sich in diesem Machen nicht selbst darstellen, sondern er
vollzieht, was vorgegeben ist. […] Ich unterschreibe alles, was Du hierüber gesagt hast, o Simplici,
gehe aber ein bißchen weiter: Indem der Priester das 100%ig willentlich tut, „was die Kirche tut“, ist
nebenbei auch für seine Subjektivität gesorgt.
@pamino Arroganz und Subjektivität Ja. Der alte Ritus hat etwas Unpersönliches. Der Priester mag Latein
verstehen, seine Muttersprache ist es nicht. Es wird ihm deshalb erschwert, durch die Vortragsweise (Intonation
u. ä.) augenblickliche persönliche Empfindungen auszudrücken. Der Ablauf der Zelebration ist minutiös
und in jeder Bewegung geregelt. Alles hat eine symbolische Bedeutung, die nicht im Hier und Jetzt erzeugt
wird und damit augenfällig ist, sondern die nur nach Unterweisung verstanden werden kann. Dies alles
drängt den Ausdruck der Subjektivität zurück. Der Priester macht nicht die Feier und kann sich in diesem
Machen nicht selbst darstellen, sondern er vollzieht, was vorgegeben ist. Dieses Unpersönliche mag manche
an der alten Messe stören – denn in unserer Zeit bringt sich die Subjektivität so gern zur Geltung.
Aber: das Vorgegebene hat Größe, weil die Jahrhunderte daran gearbeitet haben. Die konkrete individuelle
Subjektivität ist hingegen oft banal und muß es sein.
lykos, die alte chinesische tempelmesse war viel würdiger als die neuchinesische tempelmesse deshalb
ist das der zusammenbruch des universums. die katholiken haben dasselbe problem alles stirbt
Ohje Gutpfad diese chinesischen weisheiten hören sich immer ganz toll an, nur führen sie nicht wirklich
zu was. Aber das solls ja auch werden, das Nirvana, das Nichts.
arrogante Kommunionspender Montag, 6. April 2009 21:23, HBR: ruhrgebietler: Handkommunion darf ja nicht
verweigert werden. Andernfalls kann man sich an den Bischof wenden! Du hast hier Handkommunion mit Mundkommunion
verwechselt. Arrogante Pfaffen bekommt man ganz automatisch, wenn man ihre „Würde“ auf den Trohn hebt.
[Trog? Truthahn (vgl. Pfau)? Thron?] Arrogante (und bescheidene) Pfaffen bekommt man sowieso immer, aber
jene können sich im ritu extraordinario bei weitem nicht so gut entfalten.
formaler Schock für hildegardfan Montag, 6. April 2009 18:44, hildegardfan: […] Allerdings beschleicht
mich das Gefühl, das [sc. daß], wenn man sich ausschließlich um den Äußeren Rahmen kümmert, der
Inhalt verloren geht. Inhalt ist indiskutabel. Es ist jedesmal möglich, zu beweisen, daß jemand, der
behauptet, über Inhalt zu sprechen, dabei ist, entweder über Form zu sprechen oder Unverifizierbares
von sich zu geben. Diese Idee wird Dich sehr schockieren. Ich empfehle daher eine Pause von mindestens
einer Woche, bevor Du antwortest.
Lykos, in Deinen Heiligen Büchern steht, dass Dein Gott nur die zum Kampf erwählt hat, die an der Quelle
das Wasser wie Hunde saufen. Alle andern wurden von Deinem Gott vom Kampf ausgeschlossen. Dein Meister
bekam nasse Hände, als er seinen Schülern die Füsse wusch. Du hättest ihm eine Tasse gereicht.
Aber wenn in der geschlossenen Faust der Henkel einer großen Tasse ist kann ich nicht nur mehr Wasser
schöpfen, sondern auch schneller und ich mach mir die Hände nicht so nass.
Der Buddhist darf nur behalten, was er bereit ist loszulassen Mit der offenen Hand kann ich das kühle
strömende Wasser aus dem Fluss schöpfen. Mit der geschlossenen Faust gelingt es nicht, wie groß der
Durst auch sein mag, der dieses verzweifelte Zugreifen bewirkt. Öffne die Hand für das Wasser.
@ HBR „Die Sicht, dass die katholische Messe ein Opfer ist, stimmt natürlich. Aber es ist eben nur ein
Aspekt von vielen.“ Es ist der wichtigste: Gott selbst hat sich für unsere Sünden hingeopfert: „seht
das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt“. Kann eine Liebe größer sein, als die die sich
selbst verzehrt, sich hingibt, aufgibt, sich selbst zerschmettern läßt für andere? Kann eine Opfergabe
reiner sein, als der liebende Gott selbst? Keine Predigt ist so wichtig, keine Lesung so weltbewegend
wie eben Gottes Liebesopfer für uns Menschen. Die Kommunion ist dann die Zuwendung eben dieses Opfers,
sicher nicht nur, aber eben besonders.
Hebdomas Major in ritu extraordinario? Dagegen schließe ‘Summorum Pontificum’ die Feier der Karwoche
im Alten Ritus aus – konterkariert die erzdiözesane Stellungnahme den Inhalt des Motu Proprios. Ohne
überhaupt gegen alte Riten oder ein Partisan des em. Erzbischofs von Manila zu sein, frage ich die Redaktion:
Inwiefern konterkarieren die zitierten Worte der erdiözesanen Stellungnahme den Inhalt des Motu Proprio?
@caritatem Nein, ich habe hier einen Link www.taufoase.de/…lieder/tauflieder-2/, aber leider fand ich
keine MP3 udgl. im Netz. Die Aufnahme klingt zart und gebrechlich, eher vielleicht ängstlich. Du bist
Herr, du bist Herr, du bist auferstanden und du bist Herr. Jedes Knie soll sich beugen, jede Zunge soll
bekennen, dass Jesus ist der Herr. […]
Frau Galatea, Sie sind ja die Siebengescheite. Unsereins hat ein „Geschmarre und Gelaber“ und Sie die
Weisheit mit der Schöpfkelle gefressen. Unsereins war in Dummshausen auf der Trottel-Uni. Sie wollen
halt eine schöne Kirchengeschichte, einäugig, systemangepasst, diktatorisch. Ich kann wohl zwischen
einem Bordell- Papst Alexander VI. und einem Karl Borromäus unterscheiden. So vornehm wie Schalom, werde
ich Sie herablassende eingebildete Heuchlerin nicht behandeln. Klartext.
@Galatea ich glaube nicht, dass du wirklich ermessen kannst, was die Jugendlichen bewegt. Deine Argumentation
scheint generell so zu verlaufen: alles schon dagewesen und alles dasselbe, das einzig Wahre ist das,
was du gepachtet zu haben meinst mit deinem Tradi-Katholizismus. Weisst du das ist eine äußerst destruktive
Lebenseinstellung auch in Hinblick auf dich selbst und vor allem ist es ignorant.
@caritatem Also der Sing Sang www.youtube.com/watch?v=UiRpXsWlZK4 ist vielleicht ein erster Trend in eine
sinnvolle Richtung. Habe neulich vergeblich in einem Elektrogroßmarkt christliche Lieder zu finden. So
chorale Musik würde ich mir jedenfalls nicht wirklich anhören. Gesucht hätte ich eigentlich das Lied
„Du bist Herr“, aber das gab’s leider nicht. Nur in meinem Herzen.
Sehr geehrter Herr DJM, Sie sind zu sanft: Was wir heute in den Geschichtsbüchern lesen entspricht nicht
1:1 dem Zeitgeschehen von damals. Gewisse Herrschaften belieben andere mit Jahreszahlen und Guantanamo-Diktion
zu verarschen. Es fehlte nur noch der Begriff „menschenverachtend“. Jede sachliche Diskussion wird unmöglich.
Und hier haben Sie recht: auf menschlicher Basis findet man mit jedem leichter einen Konsens, und vielleicht
ist dies auch ein besserer Anfang. Wenn man es denn nicht mit schizophrenen Persönlichkeiten zu tun hat.
Super,ich habe Respekt vor jedem Mönch ! Stift Heiligenkreuz ? Da ist die Geldgier eingekehrt.Sie scheffeln
Mio. Wie war das mit dem Gelübde der Armut ? Sicherlich ist schon eine Ausrede parat.
@Zölibat Aber ich habe keinen Respekt vor einem Papst, der 1139 brutalst mit Peitsche und Folter jenes
Gesetz durchgesetzt hat, das der Kirche Sünden und Schande eingebtracht hat. Was wir heute in den Geschichtsbüchern
lesen entspricht nicht 1:1 dem Zeitgeschehen von damals. Zwar kenne ich die Umstände nicht, doch ist
mir bewußt, dass Gott diejenigen, die er liebt, mitunter schlägt. Was erwarten Sie denn? Wir werden
auch den Kelch Christi trinken. wer zölibatär leben will und kann, braucht kein Gesetz. Nein, denn
es ist der Gehorsam eine viel wichtigere Tugend des Christentums und der Amtskirche. Was glauben Sie,
dass Christus nur einfach so die Binde- und Lösegewalt an seine Knechte weitergab? Die Kirche ist eine
Hierachie vor Gott, wie auch der Himmel eine Hierachie vor Gott ist. Was auf Erden gebunden wird, ist
es auch im Himmel, ergo auch die Lossprechung. Hut ab vor jeden Mönch. Also ich möchte keiner werden.
Ich sagte mal scherzhalber in der Nähe des Abtes vom Stift Heiligenkreuz zu meiner Begleiterin „Schau,
das ist der Abt, bei dem nichts klappt.“ … und heute muss ich einsehen, dass ich mich wohl selbst damit
gemeint habe. Wenngleich, ich bin ja nicht undankbar. Vieles klappt ja ausgezeichnet und anderes eben
nicht. Der Abt jedenfalls kann stolz sein auf das Kloster, indem selbst ein Papst eingekehrt ist und dessen
Stimmen in aller Welt gehört werden. Hut ab, ja. Da ist schon was dran. Die Geschichte mit der „Dämonenlehre“
ist ein Homunculus.
Es wäre wirklich fairer,nur mit einem Usernamen aufzutreten… Aber die Menschen sind schlecht und auffallen
tut’s auch mitlerweile gähn… @ Doriano,einen lieben Brudergruß… :(3
Lesen, Herr Zölibat: de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6libat Bitte um Quellen für „brutalst“ und „Folter“.
Die Begriffe ziehen aber immer bei Demagogen und deren Opfer. Bei Bedarf liefere ich auch gerne weitaus
seriösere und differenziertere Quellen; Ihr Zölibatsgeschmarre hatte ich bisher allerdings nicht besonders
ernst genommen. Herr Samurai: in der Tat. Meine letzte Zuschrift bezog sich auf Ihre enthusiastisches
Jugend-Gelaber. Herr Mannheimer: falls von Ihnen auch in Zukunft nicht mehr zu erwarten ist, dann kann
man sich für den kath. Glauben nur freuen. Danke fürs Gespräch übrigens.
DJM, Phillip – Ich habe vor jedem ledigen und verheirateten Priester Respekt Aber ich habe keinen Respekt
vor einem Papst, der 1139 brutalst mit Peitsche und Folter jenes Gesetz durchgesetzt hat, das der Kirche
Sünden und Schande eingebtracht hat. Dies ist das Goldene Kalb, mehr noch ein Fetisch, der die Tür zum
Priestertum zusperrt. Werte Herren Pharisäer, wer zölibatär leben will und kann, braucht kein Gesetz.
Hut ab vor jeden Mönch. Ausgerechnet der zölibatäre Paulus, nennt das Heiratsverbot „Dämonenlehre“
und empfiehlt den Bischöfen gute Väter Ihrer Kinder zu sein. Neues Testament gründlich lesen, aus Liebe
zur Kirche.
@Galatea Beziehen Sie das jetzt in irgendeiner Weise auf meinen letzten Beitrag? Habe ich einen Fehler
gemacht, habe ich etwas Falsches gesagt? Oder wieso dieser leicht aggressive Ton mir gegenüber?
Sehr geehrter Herr Samurai, seit Tausenden von Jahren gibt es Kinder und Jugendliche. Seit Tausenden von
Jahren gibt es ältere Herrschaften, die etwas zu erzählen haben. Sie werden doch wohl nicht vor lauter
Enthusiasmus darüber hyperventilieren, wenn Ihre Jugendlichen auch einmal dieses erleben? – Das ist NORMAL
für Jugendliche. Und die JUGENDLICHEN heute, die sind auch nicht einzigartig. Deren Einzigartigkeit besteht
in ihrer JUGEND, und ob Sie es sich vorstellen können oder auch nicht, das ist nichts besonderes. Das
ist ein Entwicklungsstadium von vielen im menschlichen Leben. Ich frage mich allmählich, wie es die Menschheit
geschafft hat, sich regelmäßig zu reproduzieren, ohne jeden einzelnen Jugendlichen von einem Sozialarbeiter
begleiten zu lassen. Möglicherweise nicht nur ich, Herr Samurai.
@Goldenes Kalb: Verdreherei Trauer und Freude, dass der Sieg des Lammes dem Zölibat ein Vorrecht gab,
welches zu bestimmen allein durch die Wahrheit möglich geworden ist. Ohne dem Zölibat wäre die Kirche
nicht mehr einig, sondern uniert.
@Schalom/Zölibat Ihr Lieblingsthema… Haben Sie daran gedacht, sich darüber zu informieren, ob einer
der Vorschreiber Diakon, Ordensmann oder Priester gar ist? Ansonsten vermisse ich Ihren Hinweis auf die
vitalen Kiewer Priester, bin aber hoffnungsvoll selbigen bald zu lesen. Zum Thema Hinauswurf hätt ich
auch einen Vorschlag…
Es gibt keine abgefallenen Priester, sondern nur hinausgeworfene. heute würden sogar die verheirateten
Apostel hinausgeworfen. Das Pflichtzölibat von 1139 ist das Goldene Kalb unserer Oberkirche.
Herr oder Frau HBR: Sie haben nolens volens den Katechismus gelesen oder eine Messe besucht (also keine
Alte Messe in der ekliche Alte Leute ihre Alten Zungen einfach so unästhetisch herausstrecken, was Ihrer
Meinung nach – ekelhaft – unzumutbar – alt – und vor allem ein Argument gegen die Tridentinische Messe
ist, Herr oder Frau HBR. Ja, Sie waren im Altenheim in der Alten Messe. Und jetzt fällt Ihnen ein: Die
Sicht, dass die katholische Messe ein Opfer ist, stimmt natürlich. Nicht nur im Altersheim gewesen, noch
dazu Katechismus gelesen? Respekt. Innerhalb eines halben Jahres eine so großartige Leistung. Und sonst:
Es sei hier den Altnostalgikern mal ein Blick in den Katechismus empfohlen. Hier wird schnell klar, dass
das allerheiligste Altarssakrament ein ganzes Bündel von Aspekten umfasst. Es zeugt von der vereinfachten
Weltsicht der Altromantiker, dass sie sich auf die Opfersicht so sehr versteifen. Jetzt weiß ich es.
Das ist O-Ton Bayerischer Rundfunk. Sie sind die blonde Praktikantin am Schreibtisch links. Gute Nacht.
@ Burgorus Wenn ich die Jugendlichen sehe, mit denen ich so in der Jugendarbeit zu tun habe- dann kann
ich sagen: Respekt und Achtung vor den Jugendlichen. Was ich mit der Sprache der Jugendlichen meinte,
ist genau das, was Sie auch erwähnten. Die Kids möchten, daß’wir ihnen deutlich sagen, was Sache ist.
Wir haben vor etwa 2 Jahren einen Herrn kennengelernt, Mitte/Ende 60, immer noch ausgesprochen rüstig,
geistig topfit und offen für Neues. Er hat in den 50ern am ersten Jamboree (Weltpfadfindertreffen) teilgenommen,
an dem wieder Deutsche teilnehmen durften. Wenn der unseren Kids im Lager erzählt, wie es war – ungeschönt –
und ihnen nebenbei- scheinbar beiläufig – etwas über seine Glaubenshaltung erzählt- dann hängen die
an seinen Lippen und es bleibt mehr hängen als bei einem lateinischem Tantum ergo.
Scheuklappen Die Sicht, dass die katholische Messe ein Opfer ist, stimmt natürlich. Aber es ist eben
nur ein Aspekt von vielen. Es sei hier den Altnostalgikern mal ein Blick in den Katechismus empfohlen.
Hier wird schnell klar, dass das allerheiligste Altarssakrament ein ganzes Bündel von Aspekten umfasst.
Es zeugt von der vereinfachten Weltsicht der Altromantiker, dass sie sich auf die Opfersicht so sehr versteifen.
@wolfgang11 „Das sind die neuen …Texte eindeutig die besseren.“ In den alten Texten, vorallem im alten
Canon, kommt der katholische Glaube zum Ausdruck, dass die Messe ein Opfer ist. Im 2. Hochgebet der neuen
Messe, dem heute häufigsten Hochgebet, kommt dieser Glaube nicht mehr zum Ausdruck und ist fast vollkommen
verschleiert. Deshalb sind diese Texte dem Messopfer nicht angemessen – quasi Themaverfehlung.
@HBR… Ich will die Messe nachvollziehen und mitbeten. Daher ist unsere großartige deutsche Sprache
auch erste Wahl. Ok. Und was ist, wenn Sie in Spanien, Italien, Frankreich, Ungarn, Rumänien, Finnland,
etc. sind ? Ach ja, so ein schlaues Kerlchen wie Sie ist natürlich ALLER Sprachen mächtig, ich vergaß
!
ruhrgebietler Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass jeder die Messe in dem Usus feiern sollte, wie er
sie am liebsten hat. ABER: Mit dem Motu Proprio ist man den Altnostalgikern sehr weit entgegen gekommen.
Leider sind das Fanatiker. Daher muss man hier dagegen halten. Es ist wichtig, daß die Gebete überall
in Latein zelebriert und verrichtet werden. So hat die Seele überall auf der Erde die Gelegenheit „Zuhause
in Jesus“ zu sein! Ich fühle mich nicht mehr oder weniger „zuhause in Jesus“ wenn die Gebete in Latein
erfolgen. Ich will die Messe nachvollziehen und mitbeten. Daher ist unsere großartige deutsche Sprache
auch erste Wahl. DAS grausamste Sakrileg ist die Hand- und Stehkommunion! Sakrileg? Kann ich nicht sehen.
Die unansehnliche Munkommunion hingegen ist eine Zumutung. Aber meistens sind die Priester so oder so
flexibel genug, jedem die Form seiner Wahl auszuteilen. Handkommunion darf ja nicht verweigert werden.
Andernfalls kann man sich an den Bischof wenden! Es ist ein Privileg des Priesters den Leib Jesu mit den
Händen zu berühren – das dürfen nicht einmal die Engel im Himmel! Blödsinn. Die Mundkommunion wurde
erst spät eingeführt. Vor dem Mittelalter wurde allen das Brot gereicht. Ehre wem Ehre gebührt! ABER
keine arroganten Pfaffen!! Arrogante Pfaffen bekommt man ganz automatisch, wenn man ihre „Würde“ auf
den Trohn hebt. Der Priester ist dazu da, der Gemeinde und der Kirche zu dienen, so wie Christus dereinst
gedient hat. Die Stolzen werden fallen, heißt es so schön
@hildegardfan „Allerdings beschleicht mich das Gefühl, das, wenn man sich ausschließlich um den Äußeren
Rahmen kümmert, der Inhalt verloren geht.“ Der wesentliche Unterschied zwischen altem und neuem Ritus
sind nicht die äußeren Dinge, sondern die Inhalte des Meßtexts.
@Gotthard: die Zeiten, zu denen die Jugendlichen im Schlampi-Gwand daherlaufen und Autoritäten mit Du
anreden, sind längst vorbei. Das sagt mir auch mein Anzug-Verkäufer. Gewisse Leute wie Sie wissen immer
noch nicht, dass die 68er schon seit 40 Jahren Geschichte sind. Nur die Abtreibungs-Ideologen der 68er
sind halt jetzt an der Macht und meinen nun, das, was vor 40 Jahren in war, an den Mann kriegen zu müssen.
Wir müssen nur noch warten, bis auch sie ausgestorben sind. Heute gibt es in Spanien Zigtausende Demonstranten
gegen den Abtreibungsmord. @HBR: Latein Es geben sogar abgefallene Priester zu, dass das Latein den Eindruck
erweckt, hier handle es sich um etwas Übernatürliches. Und beim Messopfer handelt es sich auch um was
Übernatürliches. Also muss es so gefeiert werden, dass dies auch zum Ausdruck kommt.
@burgorus Wunder: Marienerscheinungen (wie Fatima, La Salette oder Heroldsbach, wenn auch noch nicht anerkannt)
oder eucharistische Wunder wie das von Locarno. damit willst Du bei Jung und Alt Glauben wecken? In welcher
Zeit lebst Du denn noch? Das hatten die Italiener auch schon in den 50er Jahren versucht – mit dem Ergebnis,
dass dort in Rom 2-3% der Katholiken praktizierten.
@HBR und Samurai: HBR: Es (Umgehen mit lateinischen Texten) macht aber mehr Arbeit, weil man dann irgendwelche
Heftchen mit deutschen Übersetzungen blättern muss. Das hatte ich ja bereits gesagt, dass die Alten
froh waren, dass sie nach Einführung des NOM nicht mehr arbeiten mussten, die Jungen aber sind schlauer
und gehen an einen Arbeitsplatz, wo man nicht arbeiten muss, gleich gar nicht erst hin. Das ist dann auch
ein Glaubensproblem: Dass man mit Arbeiten, d.h. andächtiges Mitbeten im Messbuch das Himmelreich erwerben
kann und natürlich auch mit dem Halten der übrigen Gebote, ist glaubwürdig, nicht aber, dass es mit
40 Minuten Rumhocken, Berieselnlassen und auf den Schlusspfiff warten getan ist. @Samurai: Nicht mehr
ihre (der Jugend) Sprache sprechen, da ist schon was dran. Das abstrakte Zeug, was heute im Religionsunterricht
gelehrt wird, Sinnfindung und anderer Quatsch, geht tatsächlich an der Jugend vorbei. Die jungen wollen
Konkretes hören. Für Konkrets oder für Geschichten, die sich ereignet haben, sind sie immer aufgeschlossen.
Im Klartext: Die Lehre verkünden, wie sie ist, und vieles mit Beispielen und auch Wundererzählungen
ausmalen. Beispiele: Etwa wie es Voltaire oder Elisabeth I. vor ihrem Tod ergangen ist. Das wären beste
Beispiele für das, was die Leute am meisten interessiert: wie es nach dem Tod weitergeht. Wunder: Marienerscheinungen
(wie Fatima, La Salette oder Heroldsbach, wenn auch noch nicht anerkannt) oder eucharistische Wunder wie
das von Locarno.
@matt3 Der Prater ist langweilig. Das war er immer schon. Die Kirche hingegen bietet jeden Reiz, den sich
das Herz nur vorstellen kann. Gleich ob während der hl. Messe, im Beichtstuhl oder einfach bei der Anbetung
des Allerheiligsten. Man kann so viel erfahren. Zwar keine Hochschaubahn der Gefühle, doch dafür ein
Bergwerk mit Edelsteinen und Erzengeln. Das ist mehr, als das wenige, was der Prater zur Schau stellt.
Mein Tipp wäre wenn schon der Beginn des Marienmonats. Da ist auf dem Tschuschenrummler was los, auch
auch da wäre es klüger hinten zu den Bühnen zu gehen, als sich durch die Menschenmassen zu schlängeln.
Die Preise im Prater sind jedoch ausgezeichnet. Jedes Jahr steigt der Preis um 50 cent. Der Toboggan ist
dieses Jahr wieder aktiv, wie im TV berichtet wurde. Da zahlt man weniger, wenn man ein Zwerg ist, im
Gegensatz zur Zwergenhochschaubahn, wo man ohnehin nur angepisst wird. Nene, da bietet die wahre Kirche
ihren Gläubigen viel tiefergehende Impressionen, die einem tief unter die Haut gehen. Da braucht man
keine Gänsehaut zu bekommen und fühlt sich trotzdem frei.
Hallo hildegardfan, so ist es auch, denn würde ich die tridentinische Liturgie ablehnen, hätte ich mir
diese Website – www.alte-messe.de www.alte-messe.de/- kaum unter den Favoriten abgelegt.
Generell… sollte die Messform nicht Maßstab der Gläubigkeit sein. Und ist es auch nicht. Sicherlich
kann eine Lateinische Messe sehr schön sein. Es sollte jedoch auch möglich sein, Beide Messformen Vorurteilsfrei
besuchen zu können. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, das, wenn man sich ausschließlich um den
Äußeren Rahmen kümmert, der Inhalt verloren geht. Ich möchte meinen Priester verstehen. Die Predigten
unseres Priester sind immer aktuell, Zeitnah… Und die Gebete, die Einkehr ehrlich und meditativ. Es
sollte wirklich Jeden freistehen, die Messe der persönlichen Wahl zu besuchen. Auch die Alte Messe. Aber
diese Toleranz gilt für Beide Seiten, nicht nur für eine.
@HBR und Burgorus Nun, warum Jugendliche teilweise nicht mehr in den Gottesdienst gehen? Nach den Erfahrungen,
die ich in Jahren aktiver Jugendarbeit gemacht habe, hat es mehrere Gründe: – Sie fühlen sich nicht
mehr verstanden, – nicht vom Pfarrer, der „dank“ der Arbeitsflut kaum Zeit für sie hat, – nicht von der
Kirche, die nicht Ihre Sprache spricht, – nicht von den Eltern, die darauf drängen, daß die Kids „natürlich“
sonntags mit zur Messe kommen, weil „man das eben macht!“ Ich habe Jugendliche erlebt, die mit Kirchenliedern
von 1540 inhaltlich nichts anfangen konnten (Gott, der uns aus dem Jammertal befreien soll usw.) und die
be-geist- ert mitsangen, sobald es Lieder gab, die inhaltlich etwas rüberbrachten und auch musikalisch
ansprechend waren.
hbr – ist doch abwegig! – die lateinische Sprache verschwinden sollte Es ist wichtig, daß die Gebete
überall in Latein zelebriert und verrichtet werden. So hat die Seele überall auf der Erde die Gelegenheit
„Zuhause in Jesus“ zu sein! – die Kirchen leergeräumt werden sollten die aktuellen Gebäude sind so gottfern.
Alles in diesen Gebäuden lenkte von Gott ab! Wie seegensreich sind Kirchen, in denen die Bilder der Heiligen
die ruhesuchende Seele zur Einkehr anregen. Anregen zur Zwiesprache mit der Seele mit Gott! – die Steh-
und die Handkommunion (!) eingeführt werden sollte DAS grausamste Sakrileg ist die Hand- und Stehkommunion!
– Laien gleichsam den Altarraum stürmen ekelhaft – es stört völlig die Anbetung und die Opfermesse!
– Laien den LEIB CHRISTI von Hand zu Hand reichen sollten… Es ist ein Privileg des Priesters den Leib
Jesu mit den Händen zu berühren – das dürfen nicht einmal die Engel im Himmel! – „Liturgien“ zusammengebastelt
werden sollten, die nichts mehr mit einer andächtigen, ehrfürchtigen heiligen Messe zu tun hätten…(
oft häretisch-sakrilegisch…bis zum „Verdunsten Lassen“ der GEGENWART CHRISTI im allerheilgsten Altarssakrament
!) Hab ich genau und nur so in den letzten 17Jahren in der V-II-K erlebt! Grausam! – die heiligen Sakramente
und die Glaubenswahrheiten / Dogmen auf das Niveau von „Nichts Besonderes mehr“ relativiert werden sollten
Ist ganz genau so! – die Würde der Priester herunter dekliniert werden sollte… Ehre wem Ehre gebührt!
ABER keine arroganten Pfaffen!!
seine eminenz kämpft wie ein löwe… …im verwüsteten weinberg des herrn. und da gibt es immer noch
einige leute, die es vorziehen, weiterhin extra muros herumzulungern, anstatt verantwortung zu übernehmen.
nachtrag: @ruhrgebietler „bitte schreiben Sie dies doch auch mal den lehmann-brothers bzw. dem z llitsch
und seiner Gefolgsschar“ lesen sie bitte einmal den artikel: „Kardinal Hoyos ruft Erzbischof von Manila
zur Ordnung“ vom 4. April 2009 auf …ww.summorum-pontificum.de, da finden sie so etwas wie eine antwort.
:)3
@Burgeos Wenn man das Latein in der Messe nur so halbwegs versteht, zeigt dies ja auch, dass man den geheimnisvollen
Vorgang während des Opfers auch nie in seiner Fülle verstehen kann, sondern nur vom Wesentlichen her.
Ist aber bei diesem Opfer die Sprache so leicht verständlich wie die Ungangssprache, fällt es auch schwerer
zu glauben, dass sich beim Messopfer was Übernatürliches abspielt. Und das ist meiner Meinung nach der
Grund für das Fernbleiben der jungen Leute. Sorry aber dieses Statement ist Blödsinn. Latein macht die
Messe oder die Wandlung nicht „geheimnisvoller“. Es macht aber mehr Arbeit, weil man dann irgendwelche
Heftchen mit deutschen Übersetzungen blättern muss. Für ein paar Liebhaber und Altnostalgiker mag daher
Latein „geheimnisvoll“ erscheinen. Für die breite Masse hingegen ist das schlicht veraltet. Und gerade
das dürfte Jungendliche eher dazu bringen, nicht mehr in die Kirche zu gehen.
@Samurai: Mit Ihren letzten Aussagen stimme ich überein. Wenn ich von Bildung der Bauern sprach, war
das nicht ganz so ernst gemeint. Nicht nur in Bezug auf die Natur, sondern auch in Bezug auf das, was
hinsichtlich des Seelenheils wichtig ist, waren sie aber gut genug ausgebildet. Sie wussten, was in der
Messe vor sich geht. Dass ein Hokuspokus als Verballhornung von „Hoc est corpus“ entstanden ist, zeigt,
dass sie das sie das Wandlungsgeschehen verstanden haben. Wenn man das Latein in der Messe nur so halbwegs
versteht, zeigt dies ja auch, dass man den geheimnisvollen Vorgang während des Opfers auch nie in seiner
Fülle verstehen kann, sondern nur vom Wesentlichen her. Ist aber bei diesem Opfer die Sprache so leicht
verständlich wie die Ungangssprache, fällt es auch schwerer zu glauben, dass sich beim Messopfer was
Übernatürliches abspielt. Und das ist meiner Meinung nach der Grund für das Fernbleiben der jungen
Leute.
@ Burgorus Das ein wenig Latein an den Schulen aus den genannten Gründen nicht verkehrt wäre, sehe ich
genauso, die Aussage über die Bildung der Bauern früher teile ich so nicht. Sie waren in sofern gebildet,
als daß sie die Natur sehr gut kannten und ofmals ziemlich clever waren, aber im eigentlichen Sinn gebildet-
nein. Die wenigen Söhne „von’s Land“, die hier im Westmünsterland überhaupt in der Zeit von 1850-1950/60
das Abi machen und studieren konnten, standen nicht meh auf dem Hof zur Verfügung und galten als „latinsken
Buern“- also die „lateinischen Bauern“ und das war nicht freundlich gemeint. Sicherlich, das Tamtum ergo
wurde ihnen ebenso beigebracht wie das Vater-unser, aber das wars auch schon mit Lateinkenntnissen.
Anstrengend und Latein. Und wenn man erst immer die Übersetzung mitlesen muß, aufpassen muß, daß man
an der richtigen Stelle ist usw. stimmt, das ist anstrengend. Eben, und deswegen gab es ja seitens der
Alten kaum Widerstand. Sie haben sich gefreut, dass sie jetzt nicht mehr arbeiten müssen. Aber dass ihre
Kinder ein Hirn haben, daran haben sie nicht gedacht. Diese Kinder sagen, wozu an einen Arbeitsplatz gehen
wo man nicht arbeiten muss. Wozu an eine Gebetsstätte gehen, an der man nicht betet, sondern unterhalten
wird, und zwar so langweilig, dass jede Fernsehsendung interessanter ist. Übrigens: Was einem nachgeschmissen
wird, war noch nie was wert. Eine vergeistigte Sprache macht da vieles interessanter. Latein ist natürlich
ein Problem für die heutigen Leute. Früher hatten die Leute ja noch eine Bildung. Jeder Bauer konnte
das Tantum ergo auswendig. Heute aber lernen die Jugendliche, ihr Deutsch mit ein bisschen Denglisch kaputt
zu machen, aber Latein soll ja wohl nicht mehr sein dürfen. In Wirklichkeit ist das Intereesse an Latein
stark gestiegen. Und um den Mess-Kanon im Wesentlichen zu verstehen, reicht, ein halbes Jahr Lateinunterricht
vollkommen aus. Man muss ja nicht die gesamte Grammatik beherrschen. Was hindert uns eigentlich daran,
auch in der Grundschule statt des vielen Denglisch auch ein bisschen Latein anzubieten. Das hätte dann
den Vorteil, dass man einen Teil der lateinischen Fremdwörter im Deutschen sowie der vielen englischen
Lehnwörter aus dem Lateinischen versteht.
Was raucht HBR? HB-Männchen phantasierte: In der Zwischenzeit wurde Hoyos ja als Präsident von Ecclesia
Dei abgesetzt… Die alte Messe ist verzichtbar… Die sogenannte „Messe aller Zeiten“ galt gerade mal
vom 16 Jhd bis 1970… wollen die Altnostalgiker nur mit aller Gewalt die Kirchen leeren? SE Cardinal
Hoyos ist weiterhin Präsident von Ecclesia Dei – die Kommission wurde lediglich für die Verhandlungen
mit Pius der Glaubenskongregation zugeordnet. Summorum Pontifikum sagt ganz klar, daß die „Alte Messe“
weder ‘verzichtbar’ ist noch jemals abgeschafft wurde. Sie wurde und wird übrigens in weitgehend gleichbleibender
Form vom 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart gefeiert. Das sind zwar immer noch nicht „alle Zeiten“ –
aber doch mehr als 4 Jahrzehnte des Niedergangs. Was das Leeren der Kirchen betrifft, so haben die Neurevolutionäre
damit ja die besten Erfahrungen, wie diese Statistik der DBK www.dbk.de/…mme/kath-gott-07.pdf ausweist.
Gutgemeinter Rat an HBR: Rauchen Sie mal weniger giftiges Kraut, gönnen Sie sich einen Urlaub im realen
Leben.
@matt3 Wie wahr! Übrigens geht es mir mit der Messe genauso. Ja, ich verstehe die berechtigte Kritik
an Mißständen in der Liturgie. Wenn ein Firmling in der Messe die Hostie nimmt, als wären es Chips
und der zelebrierende Priester unternimmt nichts, nicht mal Aufklärung im Nachhinein (es war eine Jugendmesse),
dann ist das fatal. Aber ich kommuniziere immer in Form der Handkommunion. Und jedesmal, wenn ich vor
dem Priester stehe und entsprechen (sehr ehrfürchtig) die Hände ineinanderlege, weiß ich, daß meine
Hände einen Thron für Jesus bilden, und es großartig ist, daß er Schöpfer der Welt sich nicht zu
schade ist, sich mir, seinem Geschöpf anzuvertrauen. Ebenso die Haltung: Ja, aus Ehrfurcht bei der Wandlung
knien ist selbstreden angebracht, aber gesundheitsbedingt kann ich es nicht, bleibe also stehen,wissend,
daß ich durch Jesu Kreuz befreit wurden und als freier Mensch vor Gott stehe(n darf).
Überall wo mir etwas geboten wird, da fühle ich das Leben… es gibt in dieser Welt soviele Erfahrungsräume.
Ich kann mich noch erinnern, als ich als Kind zum ersten Mal in den Wiener Wurstelprater ging. Das ist
unser stadteigener Rummelplatz mit allerhand Schaustellern, Attraktionen. Im Grunde also etwas eher profanes.
Ich sah die schaurige Geisterbahn von außen mit den Ungeheuern und Kreaturen und Heavy-Metal Malereien,
oder das Clownhaus wo man gleich mit höhnischem Gelächter empfangen wurde und im Inneren allerhand bizarre
Installationen vorfindet. Man ließ sich durch die Luft schleudern und herumtreiben von den Fahrgeschäften,
wie sie alle hießen, stets einer lustigen Idee verpflichtet. Man hatte den Geruch in der Nase von der
Zuckerwatte und den Maiskolben, man hörte all diese Geräusche und Musik und tief innerlich war ich davon
bewegt. Ich empfand darin etwas, was ich vielleicht in der Intensität nirgendwo anders empfunden habe.
Es gewinnt eine neue Bedeutung. Es wird zu einem Schauspiel des Lebens, einem Wirbelwind aus Eindrücken,
die sich dynamisch überlagern und immer neue Stimmungsebenen hervorrufen. Und da ist mir klargeworden,
obwohl ich damals noch zu jung war, es mir einzugestehen, dass diese Erfahrungsräume, diese phantastische
und gleichsam kindhafte Kreativität, die so unmittelbar aus der Seele strömt mir viel mehr über mich
sagt, als die angemaßte Geistigkeit der kath. Kirche. Da ist mir klar geworden, dass hier die Säfte
des Lebens in Strömen fließen, während anderswo nur ein Rinnsal ist.
@samurai… Es geht darum, dass aus einer geplanten massvollen Reform ( dazu gehört sicherlich der –
massvolle – Gebrauch der Landessprache ) eine MASSLOSER STROM DES UNGEHORSAMS entbrannt ist ! All das
Folgende: – die Messe versus populum – die Handkommunion (!) – das völlige Verschwinden des Lateins und
des gregoriansichen Chorals – die völlig missverstanden „tätige Teilnahme“ der Gläubigen an der heiligen
Eucharistie Verdrängung von fundamentalen Glaubensgrundlagen wie – Opfer und Erlösung, – Mission, – Verkündigung
und Bekehrung, – Anbetung und – die Kirche als Notwendigkeit für die Rettung… stattdessen…„Dialog“,
Inkulturation, Ökumene, Eucharistie als Mahl, Evangelisierung als Bezeugung…etc… war NIEMALS im Sinne
der m a s s v o l l gedachten Reform ! Das Vaticanum II. wurde von gewissen modernistischen Kreisen missbraucht,
um die Gläubigen schnell vor „vollendete Tatsachen“ zu stellen, die freilich niemals mit dem Vaticanum
II. vereinbar sind. Sicherlich spielen dabei allerdings auch die bezüglich einzelner Themen wage gehaltenen
Dekrete des V2-Konzils eine gewichtige Rolle ! Daher würde eine Klärung gewisser Ungereimtheiten dazu
verhelfen, den vollzogenen Missbrauch modernisitscher Kreise in aller Deutlichkeit vor Augen zu führen !
Der HEILIGE GEIST hat ein Zeichen gesetzt und ER wird das Begonnene auch vollenden ! www.gloriapolo.net/
@ Burgorus Nun, das Gotteslob des Bistums Münster kenne ich- es ist weder eintönig noch bunt, enthält
aber neben den Liedern auch so nicht gerade unwichtige Texte wie mehrere Beichtspiegel, ein Heiligenverzeichnis
des Bistums, diverse Gebete -im wesentlichen altüberlieferte aber auch neuere und manches mehr. Übrigens
habe ich vor kurzem bei Oxfam eine Ausgabe des Schott von 1952 gesehen- ich wollte es mir kurz drauf am
selben Tag kaufen, leider war es vergriffen -also in meine Hosen-oder Jackentasche hätte es nicht gepasst.
Natürlich kann sich jemand in der Messe des nachkonziliaren – also ordentlichen Ritus- berieseln lassen,
aber es dürfte schwer werden. Und ich kenne viele ältere >Menschen, die offen sagen, in der Alten Messe
damals hätten sie entweder den Rosenkranz gebetet oder ein geistliches Buch gelesen- das lateinische
hätten sie ja ehe nicht verstanden. Und wenn man erst immer die Übersetzung mitlesen muß, aufpassen
muß, daß man an der richtigen Stelle ist usw. stimmt, das ist anstrengend.
„tätige“ , aktive Teilnahme, passives Sich-berieseln-lassen. Das Gotteslob, Entzug des Messbuches Zur
Neuen Messe geht man hin, lässt sich berieseln, fertig. Von aktiver Teilnahme keine Spur. Bei der Alten
Messe bringt man sich selbt ins Opfer ein, indem man die entsprechenden Gebete selbst (nicht von einem
vorgekaut) mitliest und damit besser verinnerlicht. Das ist eine aktive Teilnahme, die einen durchaus
fordert, ja anstrengend ist. Damit man in der Neuen Messe ja nicht auf die Idee kommt, selbst aktiv zu
sein, wird sogar das Gotteslob in der Kirche ausgelegt. Ansonsten müssten sich ja die Gläubigen schon
beim Messgang darüber bewusst sein, dass sie jetzt eine Messe besuchen, also ein Messbuch mitbringen
sollten. Und um eins mitbringen zu können, muss man erst einmal eins haben. Ich glaube, viele haben schon
keins mehr. Dann ist das Gotteslob so unhandlich, dass man es kaum in die Hosen- oder Jacken-Tasche stecken
kann. Das war mit Sicherheit beabsichtigt, um die Gläubigen des Gebetsbuches zu berauben. Die eintönigen
bunten Farben des Gotteslobs machen von vornherein schon klar, dass kein geistiges Gebetsbuch beabsichtigt
war, sondern ein der Welt angepasstes.
Warum… wollen die Altnostalgiker nur mit aller Gewalt die Kirchen leeren? Genau das wäre die Folge,
wenn sich der Retrotrend wirklich durchsetzen würde
In der Tat zeigt sich mit aller Deutlichkeit, dass … gerade jene Gruppierungen, die nun bez. der Pius-Bruderschaft
auf die „Anerkennung des Vaticanums II.“ … pochen ( wobei dieses von jenen nicht als Ganzes abgelehnt
wurde !), selbst es sind, durch die nahezu alle Dekrete des V2 offenbar „modernistisch zurecht interpretiert“
worden sind… zu sehen an den durch Ungehorsam nach dem Vaticanum II. verursachten Glaubens-Scherbenhaufen
der modernistischen Gruppierungen ! Erzbischof Malcolm Ranjith, Sekretär der vatikanischen Gottesdienstkongregation
fordert im Vorwort zu einem neuen Buch über liturgische Anliegen von Kardinal Fernando Antonellis…
EINE REFORM DER LITURGIEREFORM ! Dies aufgrund der unfassbaren liturgischen Missständenach dem Vaticanum
II. er nennt im Besonderen einige Praktiken, die niemals im Einklang mit dem Vaticanum II. stünden wie
z.b.: – die Messe versus populum – die Handkommunion (!) – das völlige Verschwinden des Lateins und des
gregoriansichen Chorals – die völlig missverstanden „tätige Teilnahme“ der Gläubigen an der heiligen
Eucharistie Weiter nennt er eklatante Versäumnisse: Verdrängung von fundamentalen Glaubensgrundlagen
wie – Opfer und Erlösung, – Mission, – Verkündigung und Bekehrung, – Anbetung und – die Kirche als Notwendigkeit
für die Rettung… stattdessen…„Dialog“, Inkulturation, Ökumene, Eucharistie als Mahl, Evangelisierung
als Bezeugung…etc… Der HEILIGE GEIST setzt nun aber weitere – unmissverständliche – Zeichen ! ER
wird das Begonnene auch vollenden ! www.gloriapolo.net/
Ich finde die Entwicklungen gut! – die lateinische Sprache verschwinden sollte Es ist besser so, dass
Latein nicht mehr die Hauptrolle spielt. Verstehen die meisten nicht. – die Kirchen leergeräumt werden
sollten Wo wurden die Kirchen leergeräumt? Ok, die überflüssige Kommunionbank und so mancher Hochaltar.
Aber wozu das Gerümpel, wenn es nicht gebraucht wird? – die Steh- und die Handkommunion (!) eingeführt
werden sollte Ein Gewinn für die Kirche, dass die unansehnliche Mundkommuion zurückgedrängt wurde – Laien
gleichsam den Altarraum stürmen sollten Pöser Lektor, Pöser Kommunionhelfer – Laien den LEIB CHRISTI
von Hand zu Hand reichen sollten… Niemand reicht von Hand zu Hand. Er wird lediglich ausgeteilt – „Liturgien“
zusammengebastelt werden sollten, die nichts mehr mit einer andächtigen, ehrfürchtigen heiligen Messe
zu tun hätten…( oft häretisch-sakrilegisch…bis zum „Verdunsten Lassen“ der GEGENWART CHRISTI im
allerheilgsten Altarssakrament !) Hab ich nicht erlebt…aber ist zu verurteilen wenn dem so sein sollte
– die heiligen Sakramente und die Glaubenswahrheiten / Dogmen auf das Niveau von „Nichts Besonderes mehr“
relativiert werden sollten Ist doch gar nicht so. – die Würde der Priester herunter dekliniert werden
sollte… Der Priester wurde vom hohen Ross geholt. Er ist nun wieder in der Rolle, der er eigentlich
nachkommen sollte. Als Diener an der Gemeinde
Wer hat hier nun in der Tat beinahe die Kirche gespaltet…? wohl eher die synkretischen Modernisten im
Zuge ihres Ungehorsam-Feldzuges nach dem Vaticanum II. Wer die unfassbare Lawine des Ungehorsams nach
dem Vaticanum II. genauer analysiert, wird erschreckend feststellen müssen, dass von bestimmten modernistischen
Kreisen die Ergebnisse des Vaticanum II. aufs Uebelste zu einer selbstherrlichen und selbstdarstellerischen
Ungehorsams-Lawine missbraucht worden sind ! Klartext: Niemals hat das Vaticanum II. bestimmt oder „genehmigt“,
dass: – die lateinische Sprache verschwinden sollte – die Kirchen leergeräumt werden sollten – die Steh-
und die Handkommunion (!) eingeführt werden sollte – Laien gleichsam den Altarraum stürmen sollten – Laien
den LEIB CHRISTI von Hand zu Hand reichen sollten… – „Liturgien“ zusammengebastelt werden sollten, die
nichts mehr mit einer andächtigen, ehrfürchtigen heiligen Messe zu tun hätten…( oft häretisch-sakrilegisch…bis
zum „Verdunsten Lassen“ der GEGENWART CHRISTI im allerheilgsten Altarssakrament !) – der Religionsunterricht
zu einem synkretischen Einheitsbrei verkommen sollte ohne Vermittlung der reinen Lehre der heiligen Mutter
Kirche – die heiligen Sakramente und die Glaubenswahrheiten / Dogmen auf das Niveau von „Nichts Besonderes
mehr“ relativiert werden sollten – die Würde der Priester herunter dekliniert werden sollte… etc…etc…
Sie sehen…wenn Ungehorsam zur Routine wird, dann schert sich dieser nicht mehr um Erlasse und Weisungen ! www.gloriapolo.net/
Messe aller Zeiten? Was ist das eigentlich für ein Stumpfsinn „Messe aller Zeiten“? Die sogenannte „Messe
aller Zeiten“ galt gerade mal vom 16 Jhd bis 1970. Also wirklich lange haben „alle Zeiten“ nicht gedauert
Spaltung, wo und wann? Kann die konziliare überhaupt gespalten werden. Nein, ist nicht machbar, denn
sie in sich selbst so zerrissen – die vielgepriese Viel- in der Einheit – so dass der Begriff „Spaltung“
eigentich nur dann Verwendung findet, wenn sich ein Katholik zur katholischen Messe aller Zeiten bekennt.
Dann schreien Lehmann und Konsorten – unterstützt von Frau Charlotte Knoblauch – unisono: Verrat, Spaltung
und Störung des konziliar-jüdischen Dialoges!
Segensreich? Die alte Messe ist verzichtbar. Durch das Motu Proprio haben lediglich die altnostalgischen
Kirchenspalter wieder Oberwasser erhalten…nicht lange aber immerhin.
Kardinal Hoyos ist einer der wenigen mutigen Kardinäle, die die Kirche noch hat. Möge er weiterhin so
segensreich wirken, wie er es in Bezug auf die alte Messe bereits getan hat.
Hoyos Der Präsident der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillón Hoyos, hat den
Erzbischof von Manila, Gaudencio Kardinal Rosales, in einem Schreiben vom 6. März zurechtgewiesen Ziemlich
spät, bis das hier erscheint. In der Zwischenzeit wurde Hoyos ja als Präsident von Ecclesia Dei abgesetzt.
Und das ist auch gut so, dass ein Altnostalgiker wie Hoyos nun nicht mehr derart tonangebende Posten bekleidet