Euthanasie
Verurteilt – zu grausamen Todesqualen
Terris Eltern sind in der Letztinstanz, beim Obersten Gerichtshof in Washington, gescheitert: „Wenn ich nachts meine Augen schließe, sehe ich Terri vor mir, wie sie stirbt, wie sie verhungert. Bitte, stoppen Sie diese Grausamkeit! Bitte lassen Sie meine Tochter leben“, sagt Terris Mutter der „Washington Post“.
(kreuz.net) Auch die Letztinstanz hat ein Todesurteil für Terri gefällt: Heute verweigerte der Oberste Gerichtshof in Washington die Aufhebung früherer Urteile im Fall von Terri Schiavo und somit die Wiederaufnahme der Nahrung für die 41-jährige Wachkomapatientin.

Seit sechs Tagen werden Terri nun schon Nahrung und Flüssigkeit verwehrt: Seitdem am vergangenen Freitag nach einem Urteil eines Regionalgerichts der Ernährungsschlauch entfernt worden ist, hat sich Terris Zustand erheblich verschlechtert. Ihre Haut sei ausgetrocknet, die Augen eingesunken, berichtet eine Anwältin.

Welche Todesqualen die Sterbende durchleidet, ist schwer festzustellen. Schließlich kann sich die Wachkomapatientin nicht artikulieren.

Im folgenden ein Auszug aus dem Verlaufsprotokoll eines Verhungernden und Verdurstenden in seinen letzten Lebenstagen.

– Der Mund trocknet aus, verklebt oder wird von einer dicken Substanz überzogen.

– Die Lippen trocknen aus, springen oder reißen auf.

– Die Zunge schwillt an und kann platzen.

– Die Wangen werden hohl.

– Die Nasenschleimhäute können reißen und Nasenbluten verursachen.

– Die Haut hängt lose am Körper und wird trocken und schuppig.

– Der Urin wird hochkonzentriert und verursacht ein Brennen in der Blase.

– Die Magenwände trocknen aus, es kommt zu Würgen und Erbrechen.

– Es kommt zu Hyperthermie, sehr hoher Körpertemperatur.

– Die Gehirnzellen beginnen auszutrocknen und verursachen Konvulsionen (Krämpfe, Schüttelkrämpfe).

– Die Atemwege trocknen aus, dies führt zur Absonderung sehr dickflüssiger Sekrete, die seine Lungen verstopfen und seinen Tod verursachen können.

– Schließlich kommt es zum Versagen der wichtigen Organe, einschließlich Lunge, Herz und Gehirn.

Quelle: Aktion Leben Deutschland
      
5 Lesermeinungen
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#5   Uwe   08:47:07 | Sonntag, 16. Oktober 2005
Die Kirche schaut weg
Hallo Ihr da ,
meine Mutter ist zu Tode erkrankt. Trotz Kirchgängen. Der Kopf ist noch klaren Gedankens und was hilft Ihr der Glaube an Gott ? Nichts.
Die Kirche lehnt sich gegen Sterbehilfe auf und die an der Front müssen Leiden. Die ganze Familie.
Nichts kommt an wahrer Unterstützung. Ich glaube nicht an Euch.
Ich werde Euren goldenen Thron als Spende nehmen, für die Beerdigung. Der Tod auf dem Felde Eures Gottes ist nicht umsonst, er kostet.
Danke das Ihr mich nicht unterstützt. Sagt in Zukunft das Ihr mich nicht kennt, denn ich werde ebendso sprechen.
Meine Mutter wird nicht die ewig lange Qual erleiden, die Ihr wünscht. Ja schlimmer noch,…die Ihr fördert.
Wegschauen heißt Mittäter zu sein. Die Kirche schaut weg.
Grüße
Uwe
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#4   Yersinia   13:05:25 | Samstag, 26. März 2005
in Österreich wird das gerade nicht getan
du bist herzlich eingeladen, mein Posting nochmals zu lesen! Dass dies AUCH ein politisches Ereignis ist, liegt ob der Reaktionen und Aussagen von Politikern wohl auf der Hand und wird von einem Großteil der Amerikaner auch so begriffen.
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#3   Athanasius   23:18:15 | Freitag, 25. März 2005
Sie, Yersinia,
machen aus dieser Sache ein rein politisches Spiel.
Das ist es aber nicht. Es geht wesentlich über die Moral.
Dass man in Österreich ja bereits euthanisiert de facto usw. sehen Sie als „gut“ an und Sie sehen artifizielle Nährung als „anti-menschlich“ wahrscheinlich.
Ich frage mich aber hier: würde man ein Baby das sich ja auch nicht selbst ernähren kann so sterben lassen, eben deswegen?
„OPERATION AUSROTTUNG DES MINDERWERTIGEN LEBENS!“ ???
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#2   Yersinia   21:00:19 | Donnerstag, 24. März 2005
laut „Der Standard“ gibt es in den USA
jährlich tausende solcher Fälle – diesem wurde halt die notwendige Publicity und damit ein gewisses politisches PR-Potential zuteil. Tatsächlich hätten es die politisch Verantwortlichen in der Hand, ein Gesundheitssystem zu schaffen, das solche Fälle ausschließt. In Österreich wäre derartiges nicht möglich, weil hier zum ersten Nahrung nicht als Therapie zählt – die ja bei Erfolglosigkeit eingestellt werden kann; weil zum zweiten mehr in die Forschung über und die Betreuung von Wachkomapatienten investiert wird und zum dritten durch das System der öffentlichen solidarischen Krankenversicherung ganz einfach Geld für die Pflege dieser Menschen zur Verfügung steht. IMHO ist die Konzentration auf die einzelnen Beteiligten unvollkommen, wenn nicht die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge hinterfragt werden.
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#1   Paul Mayer   20:46:52 | Donnerstag, 24. März 2005
Ich verstehe das Vorgehen
der Gerichte überhaupt nicht. Ich verstehe auch nicht, warum Ernährung eine medizinische Massnahme sein sollte.
Terri Schiavo atmet selbständig – sie benötigt Hilfe bei der Basispflege – das ist alles.
Wachkomapatienten sind keine Leichen.
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