Hypothese + Letzte Chance vorbei? + Rechtsstatus für „Zeugen Jehovas“ + Geschlechtsselektion + Schweinische Blasphemie + Die weinenden Frauen
Hypothese
Vatikan. Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls wies gestern Spekulationen zurück, wonach Kardinalstaatssekretär
Angelo Sodano (Bild) unmittelbar nach Ostern aus seinem Amt scheiden werde. Er beurteilte die Behauptung
der italienischen Tageszeitung „Il Messaggero“ als bloße „Hypothese ohne jegliches Fundament“.
Letzte
Chance vorbei?
USA. Der Antrag des Gouverneurs von Florida, Jeb Bush, der zur sofortigen Wiederaufnahme
der Nahrung für die Wachkomapatientin Terri Schiavo geführt hätte, ist gescheitert. Jeb Bush wollte
gemeinsam mit Sozialbehörden das Sorgerecht für die 41-Jährige übernehmen und hätte somit sebst über
die Wiederaufnahme von Nahrung und Flüssigkeit für Terri entscheiden können. Gouverneur Bush begründete
seinen Antrag mit neuen medizinischen Erkenntnissen an Terri. Der Richter sah keine rechtliche Grundlage
für den Antrag des Gouverneurs.
Rechtsstatus für „Zeugen Jehovas“
Deutschland. Das Oberverwaltungsgericht
Berlin hat den „Zeugen Jehovas“ am Donnerstag die staatliche Anerkennung zugestanden. Die Gruppe erhält
durch dieses Urteil erstmals in einem deutschen Bundesland den rechtlichen Status der katholischen Kirche
und kann somit Kirchensteuer erheben und Religionsunterricht erteilen. In seiner Begründung erklärt
der Richter, daß es keine objektiven Anhaltspunkte dafür gebe, daß die Religionsgemeinschaft gegen
die Demokratie verstoße. Die „Zeugen Jehovas“ hoffen nun auf eine Anerkennung in den restlichen deutschen
Bundesländern.
Geschlechtsselektion
Großbritannien. Britische Eltern sollen künftig bei der künstlichen
Befruchtung das Geschlecht ihres Kindes selber wählen können. Dies fordert der Wissenschaftsausschuß
des britischen Parlaments in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Als Begründung gibt der Ausschuß
an, die Bestimmung des Geschlechts durch die Eltern sei ein Vorteil für das „familiäre Gleichgewicht“.
Schweinische Blasphemie
Deutschland. Ein militanter Tierschützer erzürnte am gestrigen Gründonnerstag
die Christen Berlins. Laut einem Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ äffte der als Schwein
verkleidete Tierfreund den gekreuzigten Christus vor der evangelischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
nach. Das auftretende Schwein hatte ein Kreuz und eine Dornenkrone bei sich und schnitt sich die Adern
auf. Auf zwei am Kreuz angehefteten Tafeln standen die Aufschriften „SchweINRI“ und „Wir sterben täglich
für Eure Ernährungsgewohnheiten“.
Die weinenden Frauen
Es macht uns nachdenklich, wie streng Jesus
zu den weinenden Frauen spricht, die doch ihn begleiten und um ihn klagen. Wie sollen wir das verstehen?
Spüren wir darin nicht den Tadel gegen eine bloß sentimentale Frömmigkeit, die nicht zu Umkehr und
gelebtem Glauben wird? Es reicht nicht, mit Worten und Gefühlen über die Leiden dieser Welt zu klagen,
während unser Leben doch weitergeht, wie es immer war. Deswegen macht uns der Herr auf die Gefahr aufmerksam,
in der wir selber leben. Er zeigt uns den Ernst der Sünde und den Ernst des Gerichts. Sind wir nicht
allzu sehr versucht, bei allen Worten der Empörung über das Böse und über das Leid der Unschuldigen
das Geheimnis des Bösen zu verharmlosen? Lassen wir vom Bild Gottes und Jesu nicht am Ende doch nur das
Sanfte und Liebe stehen, und haben wir nicht das Gericht im stillen gestrichen? (…) Weint nicht über
mich, weint über euch… Denn wenn das am grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren
werden? Auszug aus der Meditation zur achten Kreuzwegstation von Josef Kardinal Ratzinger.
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Gesegnetes Osterfest Ich wünsche allen Betreibern dieser WWW-Seite und den Lesern einen andächtigen
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