Prominenz
Erzbischof läßt sich von Gymnasiasten kahlscheren
Der Erzbischof von Adelaide in Südaustralien hat sich am 10. März kahlscheren lassen, um seine Solidarität mit Leukämiepatienten zum Ausdruck zu bringen. Eine Frage des Geschmacks.
(kreuz.net, Adelaide) Mons. Philip Wilson ist der erste Kopf einer religiösen Gruppe in Südaustralien, der sich öffentlich das Haupt rasieren ließ, um auf die Krebsforschung aufmerksam zu machen und dafür Geld zu sammeln.

Umgeben von katholischen Gymnasiasten, die selber Freunde besitzen, die an Krebs erkrankt sind, ließ sich der Erzbischof seine Locken abschneiden. Der Anlaß fand bereits am 10. März statt.

Erzbischof Wilson sammelt mit dieser ungewöhnlichen Tat Geld für Leukämiepatienten in Australien. Der jüngere Bruder des Erzbischofs verstarb vor neun Jahren an einer Krebserkrankung.

Christopher Williams (18), ein ehemaliger Student des katholischen Gymnasiums, wo sich Erzbischof Wilson die Haare abschneiden ließ, war dazu ausersehen, den Rasierapparat über das erzbischöfliche Haupt zu fahren.

Bei dem achtzehnjährigen Studenten wurde vor mehr als zwei Jahren eine bösartige Lymphknotenvergrößerung diagnostiziert. Während der anschließenden sechs Monate Chemotherapie lernte er die Kunst des Kopfrasierens. Mit Eifer machte er sich daran, diese Fertigkeit am Kopf des Erzbischofs auszuüben.

Der krebskranke Williams übergab die Schere weiteren Gymnasiasten und Lehrern, welche die Beteiligung des Erzbischof im Aktionsprogramm der australischen Leukämiestiftung unterstützen.

Das Aktionsprogramm nennt sich „Die weltgrößte Kopfrasur“ und wurde bereits vor sechs Jahren in Südaustralien eingeführt. Es fordert Leute heraus, ihr Haupthaar zu rasieren oder zu färben, um das Trauma einer Krebstherapie besser nachvollziehen zu können, welches den Verlust der eigenen Haare impliziert.

Unter dem Titel „Erzbischof Philip Wilsons größte Rasur“ wird jetzt in Adelaide und Südaustralien Geld gesammelt, das für die Pflege von Krebskranken und für die Krebsforschung verwendet werden soll.

Erzbischof Philip Wilson gehört zum konservativen Flügel der stark gespaltenen Australischen Bischofskonferenz.
      
2 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#2   GerdEric   11:34:33 | Montag, 28. März 2005
Naja gut
aber,
war das die „Lockenpracht“
(auf dem Photo)
die der Bischof
vor oder
nach
der Rasur trug…
Redaktion benachrichtigen
#1   1+1=7   11:04:40 | Montag, 28. März 2005
Bravo kreuz.net für diese Information,
Mut zur Anteilnahme ist lobenswert.
Erzbischof Philip Wilson gehört zum konservativen Flügel der stark gespaltenen Australischen Bischofskonferenz.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
ProminenzZuviele Hochzeiten ProminenzMel Gibson in Sorge um seine Familie ProminenzEin katholischer Priester organisiert die Verteidigung von Tariq Asis
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net