Eine vielsagende Entscheidung: Ein Kardinal der Römischen Kirche zog es vor, sein letztes Hochamt als amtierender Erzbischof im Alten Ritus zu zelebrieren.
(kreuz.net) Joseph Kardinal Zen Zekiun (77) von Hong Kong hat sein letztes Pontifikalamt als Erzbischof
von Hong Kong im Alten Ritus zelebriert. Das berichtete die französische Webseite ‘paixliturgique.org’.
Am 15. April nahm Papst Benedikt XVI. den Rücktritt des Erzbischofs an. Das Pontifikalamt fand gleichentags
statt.
Mit seinem Schritt wollte der Kardinal seine Verbundenheit mit dem Ritus seiner Priesterweihe
ausdrücken. Kardinal Zen wurde im Februar 1961 für den Salesianerorden geweiht.
Bereits
im Mai 2006 zelebrierte er kurz nach seiner Erhebung zum Kardinal ein öffentliches Pontifikal im Alten
Ritus und ein weiteres vor der Veröffentlichung des Motu Proprios ‘Summorum Pontificum’.
Kardinal Zen
ist Mitglied der vatikanischen Gottesdienstkongregation.
Vor Journalisten erklärte er, daß er in Zukunft
einen Teil seiner Zeit den Altgläubigen widmen wolle.
Mit der Feier des Pontifikalamts im Alten Ritus
habe er öffentlich die Bedeutung dieser liturgischen Form unterstreichen und betonen wollen, daß es
der Wunsch des Vatikan sei, daß diese Liturgie in den Diözesen wieder zu Ehren komme.
In China waren
radikale Konzilsfundamentalisten aufgrund der politischen Umstände nie in der Lage, die Alte Messe auszurotten.
Darum sind zahlreiche chinesische Gläubige dem ursprünglichen katholischen Ritus verbunden geblieben.
Noch immer werden etwa zehn Prozent der Messen im Reich der Mitte im Alten Ritus zelebriert.
In der Kathedrale
von Peking gibt es eine tägliche Alte Messe.
Email-Adressen der Empfänger
28 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#27 landorganist 13:34:08 | Freitag, 24. April 2009
Oh, Alois, oh Alois, der Gehorsam, die die Weiheversprechen gegenüber dem Papst sind ja völlig unwichtig,
Hauptsache die Pontifkalhandschühchen und der restliche Tüll ist an Ort und Stelle. Ihre Denkweise beweist
Ihr einfaches Gemüt.
#26 Alois Bischof 23:19:35 | Mittwoch, 22. April 2009
Untergrundkirche Leider wurde in der römisch-katholischen Untergrundkirche seit etwa 1980 radikal die
‘Neue Messe’ eingeführt. Nur im Westen Chinas dürfte dies nicht der Fall gewesen sein. Die Patriotische
Vereinigung der Katholiken, die patriotische ‘Kirche’, aber hielt die ‘Alte Messe’ bis Mitte der 1980er
oder sogar bis 1989 bei. Danach wurde dort kräftig der Novus Ordo Missae nach kommunistischer Fassung
eingeführt. Allerdings sind die patriotischen Weiheformel ganz nach dem Muster des alten Pontificále
Románum (1949) ausgerichtet, nur mit Weglassung der Treueversprechen dem hl. Vater dem römischen Papst
gegenüber. Auch Einzelkeiten aus der ‘alten’ Liturgie, z.B. Pontifikalhandschuhe, wurden in sowohl Patriotischen
Kirchen als auch in der Untergrundkirche bewahrt. Im isolierten und noch sehr kommunistischen Westen Chinas
wird die Untergrundkirche vor allem von älteren Priestern geführt und gibt es deswegen noch viele hl.
Messen nach überliefertem römischem Ritus. Dennoch sind an der chinesischen Ostküste sowohl die Patriotische
Vereinigung wie auch die Untergrundkirche völlig dem Novus Ordo zugewandt. Die hl. Messe in der patriotischen
Kathedrale von Peking fängt morgens um 6.30 Uhr an. Die Hl. Messe wird von einem sehr alten Priester
zelebriert – der übrigens vom deutschen sedisvakantistischen Priester P. Eugen Rissling schon mal befragt
wurde. Sedisvakantist P. Rissling dürfte Auskunft geben können zu dieser hl. Messe.
Ritenstreit Die erfolgreiche Christianisierung Chinas scheiterte schon im 17. Jahrhundert an europäischen
Auseinandersetzungen über chinesische Bräuche und über eine Inkulturation der Liturgie. Dickschädel
und Ignoranten und Hardliner hat es in der Kirche Christi leider immer schon gegeben –----- die zum Unheil
von Millionen von Menschen führten. Zig-Millionen von Chinesen wurden seitdem nicht getauft …
Es wäre interessant, wie die Heilige Messe wohl zelebriert würde, wenn das katholische Christentum aus
China gekommen wäre, der Papst in Peking residierte und die Traditionalisten Chinesen wären?
Peking In der Kathedrale von Peking gibt es eine tägliche Alte Messe. Diese Messe kann aber nur von einem
patriotischen Priester gelesen werden – der sich also vom Papst abgewandt hat. Die patriotische Kirche
in China ist doch eine schismatische Kirche … bei altem Ritus ist das ganz egal … das Leiden der Untergrundchristen
ist damit vergessen …
Hochwürden Ruhrgebietler, bitte posten Sie konsequenterweise nur nach in Latein. Beatus ille homo catholicus,
qui sedet in sua missa tridentina per omnia saecula saeculorum. Amen!
Auf Dauer wird es nur noch einen Ritus geben und zwar den tridentinischen Ritus. www.fsspx.info/…uderschaft/index.php?show=hlmesse&p…
und das ist gut und richtig so – so ist jede Seele, egal wo sie sich gerade befindet, in Jesus Christus
zu Hause und darf überall an der ewig gültigen trid. Liturgie teilhaben! Ein echt gute Sache!
Wenn China nicht so weit weg wäre… dann könnte man sich ja dort ein Wochenendhaus kaufen. +++ Aber
mal Spaß beiseite: Wie oft habe ich im Leben schon von der sogenannten gelben Gefahr gehört, die uns
Europäer und besonders uns Deutschen droht! Und all die Jahre hatte ich Angst vor globalen kriegerischen
Auseinandersetzungen. Vielleicht ist ja mit der gelben Gefahr etwas ganz anderes gemeint. Vielleicht bekommen
wir ja in Zukunft aus den überquellenden Seminaren der 2.und 3.Welt junge Priester des alterwürdigen
Ritus? in unsere verwaisten Pfarreien. So gesehen schon eine drohende „gelbe“ Gefahr, wenn auch nur für
Diejenigen die in der nachkonzilliaren „Tradition“ verklemmt bleiben.
JungeFreiheit, absolut richtig! Es ist die fluchbeladene Zerstörung der Sünde der Unkeuschheit, die
heute unter uns unzählbare Scharen der Jugend unaufhaltsam in den schrecklichen Strudel des seelischen
und leiblichen Verderbens reisst. Daran sind nur das 2. Vatikanische Konzil und die Religionslehrer der
68ger Generation schuld. o^/
@ Wassers, Mindszenty Naja, was machen Sie, wenn 1) das Offertorium in die „neue“ Messe eingeführt wird
2) der zweite und vierte Kanon verschwinden und 3) die Leseordnung an die traditionelle angepasst wird?
Dann bleibt die neue Form in vielerlei Hinsicht immer noch mangelhaft, insbesondere, weil ihr der sakrale
Charakter abgeht. Aber katholisch ist sie dann ohne Frage.
@zölibat: Was Sie nicht sagen. Bei uns wohnt die Sünde in allen Straßen und durch die Verwirrung wird
es mehr werden. Die jungen Menschen sind nicht schuldig, da sie es nicht anders gelernt haben. Schuld
auf sich geladen haben die Religionslehrer und all die sogenannten Vorbilder die den bequemen Weg nach
1968 gegangen sind!
#14 Mindszenty 14:09:29 | Mittwoch, 22. April 2009
@wassers „Könnte man sich nicht ein friedliches Nebeneinander von Neuer und Alter Messe vorstellen? Nein.
Beide verhalten sich zueinander wie Feuer und Eis.“ Schmiedberger Kommt mir irgendwie bekannt vor. „Sozialismus
und Kapitalismus sind unvereinbar, wie Feuer und Wasser“ Honecker Was sagte der Generalsekretär noch?
Richtig: „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf.“ Auch das stimmt auffällig
mit den zukunftsweisenden Aussagen der Piusbruderschaft überein. Ach ja, bevor ich es vergesse: Die Partei
hat immer recht.
@Ach Sushi – Sie wollen nicht! Sie, lieber Konzilsbruder,-schwester,-geschwister wollen einfach nicht
die Realität wahrhaben, sondern nur alles durch Ihre Konzilsbrille sehen. Selbst der von ihnen sicherlich
anerkannte gegenwärtige Papst definiert die katholische Messe als „forma extraordinaria“. Damit gibt
es eine normale und eine außergewöhnliche Messe, die lateinische Kirche kennt im Gegensatz zu den Ostkirchen
nur einen einizigen Ritus, den römischen. Nun haben Sie das Problem: Es kann nur eine katholische Messe
geben, während die andere die neue, die konziliare „Messe“ ist.
@hildegardfan Sehr gutes Statement. Die alte Messe an sich ist eine schöne Messform, dich auch schon
gerne mitgefeiert habe. Wenn allerdings so einige Altnostalgiker der Pius-Sekte und Anhang meinen, sie
müssten jetzt die ordentliche Form verdammen, ist das was anderes. Solche Militanz ist es, die Reaktionen
hervorruft. Und dummerweise kann man die alte Messe zumindest hier ganz getrost mit den Altnostalgikern
gleichsetzen
#11 landorganist 13:34:52 | Mittwoch, 22. April 2009
@Zölibat Woher wissen Sie das? Sie haben wohl ein Ferienhaus da, oder was? Hier den Moralapostel spielen
und dahinten,…na ja, ich muss das wohl nicht näher schildern.
#8 hildegardfan 13:20:16 | Mittwoch, 22. April 2009
Jeder wie Er/Sie mag… Allein der Absolutheitsanspruch, mit dem z.B. die Piusbruderschaft die Alte Messe
vertritt, macht diese Messform für viele wenig attraktiv, weil die diese Messform automatisch mit der
Piusbruderschaft verbinden. Es sollte Jeder die Messfeier besuchen können, die Er/Sie bevorzugt, aber
das scheint ja nicht möglich zu sein. Wenn der Piusbruderschaft wirklich dermaßen viel an dem Inhalt
und vor allen Dingen am Glauben läge, würden Sie diese Alte Messform nicht dermaßen für Ihre Eigenen
Zwecke „mißbrauchen“. Denn mehr ist es in der Form schon nicht mehr: Ein Mißbrauch. Schade um die Messe…
Na ist doch prima Da hat ein alter Mann der den Tod nahen sieht noch einmal in nostalgischer Erinnerung
geschwelgt, warum auch nicht. Nachfolgende Generationen haben andere Erinnerungen.
@pamino Die hiesige Journaille legt dem Kardinal eine Aussage in den Mund, die er nie und nimmer getätigt
haben wird. „Altgläubige“ ist ein ideologischer Kampf-Begriff dieser Redaktion und der Pius-Freunde –
gehört aber bestimmt weder zum Sprachgebrauch des emeritierten Erzbischofs noch wird dieser Begriff seinem
Denken gerecht… Der Kardinal wird also durch Verwendung dieses Begriffes vereinnahmt – und damit missbraucht.
DAS ist miese Journaille!
@Gotthard Es sei auf eine Tatsache hingewiesen, daß Deinem wie üblich vorschnellen Blick entkommen ist:
Es geht hier um die indirekte Rede, das heißt: Man erhebt die Anspruch nicht, die Worte des Kardinals
wiederzugeben, sondern nur den allgemeinen Sinn. Ich habe keinen einzigen Beitrag von Dir gelesen, der
nicht in diesem herablassenden, pubertierenden Stil gehalten wäre. Du willst gesehen werden? Gut, man
hat gesehen, aber man hat weiter geschaut, als Du.
Manipulation Vor Journalisten erklärte er, daß er in Zukunft einen Teil seiner Zeit den Altgläubigen
widmen wolle. wer lügt denn hier in der Wortwahl? „Altgläubige“ hat der Hw Kardinal bestimmt nicht gesagt …
also eine dicke Lüge dieser +.net Journaille
Wers braucht Naja, wer unbedingt die alte Messe haben will, der soll sie feiern. Ist ja nur eine recht
unbedeutende Minderheit. Mit seinem Schritt wollte der Kardinal seine Verbunden mit dem Ritus seiner Priesterweihe
ausdrücken. Kardinal Zen wurde im Februar 1961 für den Salesianerorden geweiht. Jaja, das ist die typische
Altromantik. Sozusagen die Sehnsucht nach der Zeit, als man noch jung war.
nichts dagegen Gegen die sog. alte Messe ist gar nichts einzuwenden, solange sie nicht wie von den Pius-Brüdern
als einzig wahrer Ritus hingestellt wird. Man kann doch ohne Probleme beide Riten als voll gültige Hl.
Messe zelebrieren. Schmidberger von de PX Bruderschaft sagt: Auf Dauer wird es nur noch einen Ritus geben
und zwar den tridentinischen Ritus. Nachzulesen in www.fsspx.info/…uderschaft/index.php?show=hlmesse&p…
Die PX-ler führen sich auf wie die alleinigen Wächter des Glaubens. Dies ist ein Anmaßung.