Orden
Überraschend verstorben
Als Präsidentin der deutschsprachigen Frauenklöster des Ordens strebte sie die Gleichstellung der Äbtissinnen mit den Äbten ihres Ordens an.
Das wiederbelebte Frauenkloster Helfta
Das wiederbelebte Frauenkloster Helfta
© Thomas Guffler, GFDL
(kreuz.net) Die Alt-Äbtissin Maria Assumpta Schenkl, ist am Morgen des 24. Aprils im Alter von 84 Jahren überraschend verstorben.

Die Verstorbene leitete bis im Juli 1999 die Zisterzienserinnenabtei Seligenthal in der niederbayrischen Stadt Landshut. Danach zog sie ins Zisterzienserinnen-Priorat Helfta in Eisleben.

Äbtissin Maria Assumpta stammte aus Passau. Nach Abitur und Reichsarbeitsdienst wurde sie Volksschullehrerin und war einige Jahre in diesem Beruf tätig.

Im Jahr 1954 trat sie in Seligenthal ein. Auf Wunsch des Klosters studierte sie Latein und Deutsch für das Höhere Lehramt und unterrichtete dreißig Jahre am klostereigenen Gymnasium.

Im Jahre 1987 wählte sie der Konvent zur 42. Äbtissin des Klosters.

Als Präsidentin der deutschsprachigen Frauenklöster des Ordens strebte sie die Gleichstellung der Äbtissinnen mit den Äbten des Ordens an. Beim Generalkapitel im Jahr 2000 durften die Äbtissinnen schließlich stimmberechtigt teilnehmen.

Nach ihrer Resignation als Äbtissin zog sie für immer nach Helfta. Dort versuchte sie zusammen mit sieben Schwestern aus Seligenthal und anderen Gemeinschaften die Wiedererrichtung des bereits im 16. Jahrhundert aufgelassenen Klosters.

Inzwischen leben mit den Jungprofessen und einer Schwester aus einem anderen Zisterzienserinnenkloster 13 Schwestern in Helfta.

An das Kloster ist ein Bildungs- und Exerzitienhaus für vierzig Personen angeschlossen. Ebenso wurde für die Aufnahme von Gästen ein Hotel gebaut.

Die Verstorbene übte eine umfangreiche Vortragstätigkeit aus, in der sie sich vorwiegend mit der Mystik der drei heiligen Schwestern Mechthild von Magdeburg († 1285), Mechthild von Hackeborn († 1299) und Gertrud von Helfta († 1301) beschäftigte.

In einer Pressemitteilung zeigte sich auch der ‘Katholische Deutsche Frauenbund’ bestürzt über den plötzlichen Tod der Alt-Äbtissin.

Ingrid Fischbach – Präsidentin des ‘Frauenbundes’ – beschrieb die Verstorbene als eine tief gläubige, mutige und beeindruckende Persönlichkeit.

Mit viel Charisma und einem überzeugenden Gottvertrauen habe sie das Kloster Helfta „zu einem neuen Ort der Frauenspiritualität gemacht“.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Ursula Pons   07:34:04 | Sonntag, 3. Mai 2009
Wozu…
braucht ein Mensch „Mystik“??
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#14   DJM †   23:47:47 | Dienstag, 28. April 2009
@Gotthard
Antichristlich isz das Forum auch nur deswegen, weil Sie nicht genug Freiheit walten lassen. Christ ist ohnehin nur der, der auch den Willen Gottes zu erfüllen bereit ist…
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#13   Gotthard   23:43:44 | Dienstag, 28. April 2009
@wassers
Ich versuche ein überzeugender Zeuge des Evangeliums zu sein… im realen Leben und in diesem antichristlichen Forum.
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#12   wassers   15:33:30 | Dienstag, 28. April 2009
Gotthard – So wie Ihr…
Kampf gegen den katholischen Glauben durch die Unterstützung der konziliaren hoch besoldeten Funktionäre!
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#11   SignumSalutis †   13:40:23 | Dienstag, 28. April 2009
@JB Walton
Assumpta Schenkl war durch zahlreiche Vorträge und Bücher, als Verfasserung spiritueller Texte wie auch als Kennerin der Frauenmystik bekannt. Gut. Kein „weiblicher Anselm Grün.“
SignSal
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#10   Gotthard   13:27:46 | Dienstag, 28. April 2009
Gleichstellung
Als Präsidentin der deutschsprachigen Frauenklöster des Ordens strebte sie die Gleichstellung der Äbtissinnen mit den Äbten des Ordens an. Beim Generalkapitel im Jahr 2000 durften die Äbtissinnen schließlich stimmberechtigt teilnehmen.
dass sie für diese Gleichstellung immer noch kämpfen musste im 20. Jahrhundert – und diese erst im Jahre 2000 erreicht war, ist schon erstaunlich.
Darum ist ihr Bemühen umso höher einzuschätzen.
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#9   lux in tenebris   13:25:26 | Dienstag, 28. April 2009
de mortuis nihil nisi bene
und daran sollte man sich -sofern es nicht gegen die guten sitten und das eigene gewissen verstößt- auch halten.
sicherlich war ihr herz voll dankbarkeit für das wirken des eigentlichen entdeckers und wiederbelebers von kloster helfta, hochwürden horst mittenentzwei :(3
die ehrwürdige äbtissin möge ruhen in frieden! :(3
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#8   Pontifex   13:14:41 | Dienstag, 28. April 2009
Meine Güte,
selbst hier können einige nicht von ihren dümmlichen Kommentaren ablassen.
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#7   JMX   12:53:39 | Dienstag, 28. April 2009
Mit 86 Jahren
stirbt niemand „überraschend“. :-S
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#6   Sefirot   12:46:23 | Dienstag, 28. April 2009
Das unchristliche
Getue des KDF stört mich enorm.
Junge Menschen sterben,
alte Menschen sterben.
Dabei es spielt keine Rolle,
ob sie Päpste, Mönche,
Priester, Nonnen oder gar
Ungeweihte sind.
Erst durch durch den Tod
können auch sie
die Fülle der anderen Wirklichkeit
erfahren, auch wenn sie während
ihres Erdenlebens gegaukelt haben,
sie wären schon in deren Besitz…
Deshalb ist das Geschwafel über
den vermeintlichen Sühnetod
total an der Sache vorbei…
und EB Robert Zollitschhat recht…!
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#5   Lorenzo Frikadelli   12:41:44 | Dienstag, 28. April 2009
@John-B. – Kenntnis
altes Mütterlein, das nirgends in Erscheinung getreten ist und nie etwas besondeers geleistet hat. Dies ist der redaktion eine Meldung wert.
Ja, weil die Readaktion auch Leistungen kennt und anerkennt, die Ihnen völlig unbekannt sind.
Aber Sie werden sich bestimmt in Ihren Kreisen über diese Unkenntnis hinwegtrösten können.
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#4   John-Boy   12:31:10 | Dienstag, 28. April 2009
DA stirbt ein
altes Mütterlein, das nirgends in Erscheinung getreten ist und nie etwas besondeers geleistet hat. Dies ist der redaktion eine Meldung wert.
Naja, wenigstens mal kein Hetzartikel… :)3
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#3   Sefirot   12:03:11 | Dienstag, 28. April 2009
Aus Jesus soll gestorben sein…
In einer Pressemitteilung zeigte sich auch der ‘Katholische Deutsche Frauenbund’ bestürzt über den plötzlichen Tod der Alt-Äbtissin.
Wem nützt die Bestürzung, wenn der KDF nicht in der
Lage ist den Tod der Äbtissin zu verhindern. Da ist wohl
viel zu wenig gebetet worden.
Oder aber die Damen haben vergessen, dass jeder Mensch sein eigenes Kreuz des Todes zu schleppen
hat, wie es auc Jesus nicht anders ergängen ist, obwohl er keine Äbtissin war…!
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#2   Pontifex   11:23:12 | Dienstag, 28. April 2009
So möge
sie nun in Frieden ruhen.
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#1   SignumSalutis †   10:58:22 | Dienstag, 28. April 2009
Verdiente geistliche Frau
Die Verstorbene war eine sehr verdiente, überzeugene, tiefgeistliche Frau, ihr Werk in Helfta ist eine geistliche Oase in der spirituellen Wüste, die um den Geburts- und Sterbeort Martin Luthers herum herrscht (muss aber nicht allein an dem liegen!). Ich kann allen nur empfehlen, Helfta einmal aufzusuchen.
Wichtig auch: dass dieser Ort im MA wie heute ein Ort der Frömmigkeit für Frauen ist. Frau Äbtissin Assumpta trägt daran große Verdienste!
SignSal
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