10:54:42 | Donnerstag, 30. April 2009
Der Kompromißkurs der Bischöfe, ihre Speichelleckerei und Anpassung an die Welt haben zum schlimmstmöglichsten Ergebnis geführt. Das merken jetzt auch Journalisten.

Seit Jahren leeren sich die Kirchenbänke immer mehr.
© photosan0, CC(kreuz.net) An die Auferstehung Christi – das Festgeheimnis von Ostern – glauben in Österreich noch 28
Prozent der Bevölkerung.
Das stellte Chefredaktor Andreas Unterberger (60) am 11. April in einem Kommentar
für die ‘Wiener Zeitung’ fest und ergänzt, daß sich in Österreich noch eine Minderheit von 47 Prozent
als gottgläubig ausgibt.
Damit beantwortet sich für Unterberger die in Kirchenkreisen oft diskutierte
Frage, ob man lieber eine Massenkirche mit vielen Lauen oder eine Minderheitskirche voller Überzeugter
sein wolle, von selber: „Es geht Richtung Minderheitskirche – voll lauer Mitglieder.“
Die Kirche sei
dabei, uns wunderschöne Architektur, Musik und Kunst zu hinterlassen – „über deren Ursache und Sinn
aber bald nur noch gerätselt werden wird, so wie es Archäologen mit steinzeitlichen Höhlenmalereien
tun.“
Dieser Trend erstaunt den Journalisten: „Entwickelt sich doch das Christentum anderswo viel positiver,
wobei man freilich nicht genau weiß, ob es dort dasselbe oder ein anderes Christentum ist.“
Erstaunt
ist Unterberger über die kirchliche Situation in Österreich auch deshalb, weil die Menschen nach dem
Scheitern der diversen Kommunismen und Egoismen von Investmentbankern, Politikern und Gewerkschaftern
eindeutig auf Sinnsuche sind:
„Diese Sinnsucher müßten dem Angebot der Christen eigentlich die Türen
einstürmen.“
Das Problem sieht der Journalist darin, daß die Kirchen diesen Menschen auch die Türen
öffnen müssen.
Dagegen stellt er fest, daß die österlichen Klassenkampf-Töne gewisser Kirchenfunktionäre
eher danach klingen, „als ob sie ihre Kirchen nur für die fast schon ausgestorbenen Altmarxisten offen
halten wollten.“
Schwere Probleme konstatiert Unterberger auch in der Kirchenleitung:
„Die vielen kirchlichen
Würdenträger – von Bischöfen bis zu den gefolgschaftslosen Führern diverser katholischer Aktiönchen
–, die sich wochenlang öffentlich über Ungeschicklichkeiten des Papstes alteriert und nie versucht haben,
ihn zu verstehen oder gar zu verteidigen, sind mitschuld, daß Kirche und Glaube weiter an Attraktivität
für die Menschen verlieren.“
Für Unterberger ist das schon deshalb schade, weil die Menschen „nichts
Besseres haben“ als die Kirche.
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HarroMeyer † 22:39:37 | Donnerstag, 30. April 2009
#13
Paulaner † 19:39:53 | Donnerstag, 30. April 2009
#12
biomilch 17:56:03 | Donnerstag, 30. April 2009
#11
badhofer † 16:40:17 | Donnerstag, 30. April 2009
#10
HarroMeyer † 16:36:53 | Donnerstag, 30. April 2009
#9
Mrs.Cologne 16:15:40 | Donnerstag, 30. April 2009
#8
badhofer † 15:24:29 | Donnerstag, 30. April 2009
#7
stimme der vernunft † 14:31:49 | Donnerstag, 30. April 2009
#6
HarroMeyer † 12:53:25 | Donnerstag, 30. April 2009
#5
Guiseppe 11:42:19 | Donnerstag, 30. April 2009
#4
r.ruhrgebietler 11:40:52 | Donnerstag, 30. April 2009
#3
badhofer † 11:29:38 | Donnerstag, 30. April 2009
#2
r.ruhrgebietler 11:13:59 | Donnerstag, 30. April 2009
#1
badhofer † 11:07:49 | Donnerstag, 30. April 2009