Greifbares Zeichen + Waffennärrischer Priester + Bistum schrittweise geschlossen + Küster mit Hakenkreuz + Schikanen zum Papstbesuch
Greifbares Zeichen
Italien. Papst Benedikt XVI. besuchte am gestrigen Dienstag das Erdbebengebiet in
den Abruzzen. Wegen starken Regens reiste er mit dem Auto und nicht wie geplant mit dem Hubschrauber.
Der Heilige Vater hörte den Menschen zu, sprach mit Hilfskräften und grüßte die Kinder: „Mein Besuch
bei euch soll ein greifbares Zeichen sein, daß der gekreuzigte Herr auferstanden ist und euch nicht verläßt.“
Waffennärrischer Priester
Österreich. Bei Umbauarbeiten in einem Innsbrucker Kloster wurde ein Waffenarsenal
gefunden. Das berichtete der ‘Österreichische Rundfunk’. Die Feuerwaffen gehören einem sechzigjährigen
Priester, der seit seinem 15. Lebensjahr Waffen sammelt. Der Geistliche besitzt keinen Waffenschein.
Bistum schrittweise geschlossen
Deutschland. Das Kirchengericht von Essen schließt. Ab dem 1. Mai werden
die Entscheidungen in Köln getroffen. Das bischöfliche Offizialat Essen wird nur noch als Außenstelle
von Köln fungieren. Das Bistum Essen konnte keinen Nachfolger für den „aus persönlichen Gründen“ scheidenden
Offizial Rainer Alfs finden. Ein Kirchengericht behandelt kirchliche Streit-, Straf- und Feststellungsverfahren –
meist im Zusammenhang mit der Annullierung von Ehen.
Küster mit Hakenkreuz
Italien. Am letzten Dienstag
wurde ein italienischer 51jähriger Küster aus dem Bistum Vigevano in Norditalien mit einer Hakenkreuz-Schleife
am Oberarm photographiert. Das Bistum will disziplinarische Schritte gegen den Mesner einleiten. Details
wurden nicht bekannt.
Schikanen zum Papstbesuch
Heiliges Land. Derzeit wird in einem Flüchtlingslager
in Bethlehem in der Westbank eine Tribüne für den Papstbesuch errichtet. Doch ein israelischer Richter
verbot den Bau. Die Organisatoren hätten dafür keine Genehmigung eingeholt. Dennoch soll die Tribüne
vorerst weitergebaut werden. Der Platz liegt direkt neben der Betonmauer, durch die Bethlehem von der
Außenwelt abgeschnitten ist. Im Flüchtlingslager gab es keinen Platz, der für den Papstbesuch groß
genug gewesen wäre. Die Bewohner des Flüchtlingslagers wollen dem Heiligen Vater von Ihrem harten Leben
unter der brutalen israelischen Besatzung erzählen.
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23 Lesermeinungen
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Matthæusstelle nicht da Mittwoch, 29. April 2009 20:25, clarissa colonia: Wie wäre es trotzdem mit einem
Versuch der Nachprüfung des Textes anhand der ältesten bekannten Handschrift? Ich kann das nur applaudieren.
Allein, vom NT scheinen die editores nur Marcum ins Netz gestellt zu haben. Oder ist der codex unvollständig?
#22 Paulaner † 22:43:36 | Mittwoch, 29. April 2009
Was belegen die Handschriften aus Qumran? Belegen die denn die „Aussagen des Jesus“ zum Thema „wer sich
nicht taufen läßt, der fährt schnurstracks in die Hölle“. Eeecht? Ich kanns nicht glauben.
Cara vipera crucis, ja, der Text ist wirklich alt; um 350 geschrieben und damit wohl noch älter als der
des codex vaticanus (Ende IV. Jhdt.). Aber: Die Texttreue des griechischen LXX-AT-Textes läßt sich nun
durch Vergleiche mit den knapp 300 jahre älteren (hebräischen und aramäischen) Handschriften aus Qumran
eindrucksvoll belegen. Da stellt sich dann doch die Frage, warum das für das NT (trotz fehlender älterer
Belege) nicht ebenfalls gelten sollte, oder?
#19 Kreuznetter † 20:36:25 | Mittwoch, 29. April 2009
@clarissa Ui, der Text ist wirklich alt. Das übersteigt leider meine Sprachkenntnisse. Man weiß immer
noch nicht, was auf dem Weg der Verschriftlichung verloren ging oder verändert wurde, aber das wäre
zumindest ein erster Ansatz.
#17 Kreuznetter † 20:20:09 | Mittwoch, 29. April 2009
Nachprüfen kanns keiner, die Texte sind durch viele Münder gegangen (stille Post), ehe sie gesammelt,
redaktionell bearbeitet, durch Konzile kanonisiert und mehrfach übersetzt wurden.
#16 Paulaner † 19:47:52 | Mittwoch, 29. April 2009
Wenn nur dieser Matthäus 10,34 echt ist? „Jesus hat gesagt“ … ODER: Matthäus schreibt aus politischen
und praktischen Gründen über 100 Jahre später, dass Jesus gesagt hätte: „…“ Wer kann es denn nachprüfen?
#15 Kreuznetter † 19:35:29 | Mittwoch, 29. April 2009
es heißt nach Matthäus Kapitel 10 Vers 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu
bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Daran hat sich nichts geändert,
nur die Wahl der Waffen
#13 sankt niketas 19:11:33 | Mittwoch, 29. April 2009
@ sct Vielleicht gibt es auch nur in Essen nicht so viel zu tun. Oder aber die geeigneten Priester – der
oberste Diözesanrichter muss ja ein Priester sein – wollten ihre derzeitigen Stellen nicht verlassen
oder sollten es nicht einmal, um sich eher den eigentlichen priesterlichen Aufgaben in der Gemeindeleitung
und Sakramentenspendung zu widmen. Aus der Nichtbesetzung einer Stelle und der daraus folgenden Übertragung
bestimmter Gerichtskompetenzen an das Metropolitangericht in Köln gleich auf ein kaputtes Bistum zu schließen,
das ist wohl doch eine etwas überzogene Schlussfolgerung, die keinem Logikseminar standhält.
stimmt, die Wiltener Prämonstratenser, so auch der in Rede stehende Priester, sind im Bistum Innsbruck
stark in der Pfarrseelsorge vertreten. Darüber hinaus ist der Betreffende Religionslehrer, was zumindest
in den deutschsprachigen Ländern auch einen starken säkularen Aspekt aufweist.
#10 sankt niketas 15:29:01 | Mittwoch, 29. April 2009
@ RJH Jeder, der Waffen gezielt sammelt, weiß auch noch ein bisschen über die gesetzlichen Bestimmungen.
Im Übrigen ist der Herr kein Mönch, sondern ein Chorherr. Aber diese Unterscheidung wäre ja für alle,
die sofort ejakulieren, wenn jemand eine Weihe empfangen hat, doch etwas zu viel verlangt…
mag sein … Hauptsache, er versteht etwas von religiösen Themen wie Flinten, Pistolen und zugehörigem
Knallstoff … vielleicht kommt ja noch ein lobender Artikel von Ahmadinedjad. Wundern würde mich nichts
mehr.
„Waffennärrischer Priester“ Präzisierung: Das ist nicht irgendein Innsbrucker Kloster, sondern das bekannte
Prämonstratenserkloster Stift Wilten tirol.orf.at/stories/358515/ gewesen.
Wie macht man „Nachrichten? Doch durch eigene Recherche, (oder wenigstens durch vollständiges Abschreiben)!
Die erste Sektion des obersten Tribunals der apostolischen Signatur hat die Gerichtszuständigkeit des
Essener Offizialats lediglich für ein Quinquennium auf das Kölner Metropolitangericht übertragen. Wer
deswegen die „Nachricht“ verbreitet, dies sei ein Indiz dafür, daß das Bistum Essen aufgelassen werden
solle, müßte entweder Quellen nennen, oder sich des Afterjourmalismus bezichtigen lassen …
zu: Bistum schrittweise [wieder] geschlossen Ein Kirchengericht behandelt kirchliche Streit-, Straf- und
Feststellungsverfahren – meist im Zusammenhang mit der Annullierung von Ehen. So mißverständlich solltet
Ihr nicht von ‘Annullierung’ reden. Es geht hierin nämlich immer um die Feststellung, daß eine angebliche
Ehe in Wirklichkeit keine war.
Verstoß gegen das Völkerrecht! Kurz und bündig: Es liegt hier ein eindeutiger Verstoß gegen das Völkerrecht
vor, aber das wird ja gemeinhin nicht zur Kenntnis genommen.
ein israelischer Richter Israel wendet israelisches Recht in besetzten Gebieten hat die es nicht annektiert
hat, annektieren tut es nicht weil es da den Palästinensern die Staatsbürgerschaft geben müsste, aber
israelische Gerichte entscheiden über die Palästinenser, ein äußerst gravierender Völkerrechtsbruch,
leider ignoriert Papst Benedikt das alles, und Papst Johannes Paul hat sich mit Israel intensiv angefreundet
obwohl die palästinensische Christenheit in den letzten 50 Jahren geradezu zu Grunde ging. Die christlichen
Palästinenser können auswandern weil man sie im Ausland nimmt, die moslemischen nicht einmal das. Keine
schöne Pilgerreise , noch dazu mit Aufwartung bei Netanjahu