Papst interpretiert die Musik + Konservative Minderheit + Orgasmuskirche verboten + Dominikaner auf der Matte + Hauptsache peinlich und bigott
Papst interpretiert die Musik
Vatikan. Nach dem Konzert zu seinen Ehren am Donnerstag abend hielt Papst
Benedikt XVI. eine kurze Rede. Die Haydn-Symphonie Nummer 95, die in Moll beginnt und in Dur endet, erinnere
an den Weg der Seele zu Frieden und Glückseligkeit – erklärte Benedikt XVI. Die Mozart-Sinfonie Nummer
35 zeige die Krönung des Lebens, das über den Tod siegt. Das vom Chor gesungene „Magnifikat“ von Vivaldi
interpretierte der Papst als stimmhaften Lobpreis Gottes. In Mozarts ‘Ave Verum Corpus’ sei die Musik
schließlich zum Gebet geworden, zur Hingabe an Gott.
Konservative Minderheit
Deutschland. Die Verhinderung
des CDU-Politikers Heinz Wilhelm Brockmann (61) als nächsten Präsidenten des Laiengremiums ‘Zentralkomitee
deutscher Katholiken’ offenbare die Gespaltenheit des deutschen Episkopats. Das erklärte der Journalist
Gernot Facius auf der deuschen Webseite ‘Welt Online’. In der Bischofskonferenz habe es eine Mehrheit
für Brockmann gegeben – nur nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. Der Widerstand sei erwartungsgemäß
vom konservativen Flügel um den Kölner Kardinal Joachim Meisner und den bayerischen Bischöfen gekommen.
Facius erklärte ferner, daß Brockmann nicht wegen seiner Verstrickung in die umstrittene Mütterberatung
‘Donum Vitae’ abgelehnt worden sei. Es sei um eine grundsätzliche Kritik an der Führung des Zentralkomitees
gegangen.
Orgasmuskirche verboten
Schweden. Eine pseudoreligioöse Sekte in der südschwedischen Stadt
Lövestad darf ihren Versammlungsort nicht mehr „Orgasmuskirche“ nennen. Das entschied das Oberlandesgericht
Göteborg am Donnerstag. Das Gericht wies damit ein Urteil aus erster Instanz zurück. Der Name sei anstößig
und verstoße gegen die guten Sitten. In dem Versammlungsort hängt eine Blasphemie mit dem Titel „Madonna
des Orgasmus“.
Dominikaner auf der Matte
Deutschland. Der Düsseldorfer Dominikaner, Pater Wolfgang
Sieffert übt sich als Mitglied eines Ringervereins. Der Sport komme seiner inneren Einstellung als kämpferischer
Seelsorger nahe – sagte Pater Sieffert dem Kölner ‘Domradio’: „Ich will nicht aufgeben, ohne für eine
Sache gekämpft zu haben.“ Als Gefängnisseelsorger kämpfe er beispielsweise um kleine Freiheiten der
Insassen.
Hauptsache peinlich und bigott
Niederlande. Die öffentliche niederländische Rundfunkanstalt
KRO – Katholieke Radio Omroep – startet diesen Sommer eine sechsteilige Fernsehreihe, bei der sich zehn
Gruppen von sechs bis zehn Personen „für einen guten Zweck“ ausziehen können. Die „besten Bilder“ werden
anschließend in einem Aktkalender vermarktet. Das berichtete die offizielle Webseite der niederländischen
Bischofskonferenz am 22. April, ohne diese peinliche und bigotte Initiative zu kommentieren.
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38 Lesermeinungen
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@solagratia Na eben nicht. Luther verkündete den „barmherzigen“ Gott, aber nicht den Gnädigen, welcher
eben Gnaden verleiht. Das ist schon ein Unterschied, denn Gott ist größer als die Barmherzigkeit, weil
Er die Liebe ist.
Schalom: Da lügen Sie doch einfach: Wenn Sie eine Sonnenkappe haben, warum um Himmels Willen wickeln
Sie sich in Mitteleuropa gelbe Tücher um den Kopf?? Aber machen Sie das ruhig, es ist mir egal. Nur warum
posten Sie hier dauernd die Bibel und verquicken es mit Ihrer schamanischen Privatreligion? Auf die Gefahr
hin, mich zu wiederholen: Einfach mal 275 Jahre Schnauze halten.
Solagratia*** Haben Sie etwas gegen gelbe Tücher? Natürlich wickle ich mir als Sonnenschutz aus einem
leichten Baumwolltuch einen Turban. Soll ich bei einer Predigt im Freien einen Sonnenstich bekommen. Ich
trage auch eine Sonnenkappe. Hat das was mit dem Glauben an Jesus zu tun? Werden Sie bitte etwas toleranter
und nicht so engkirchlich wie in einer „Freikirche.“ Mein evangelischer Mitbruder Pfarrer ist da großzügig.
Schauen Sie lieber auf Jesus, als auf mich. Gute Nacht !
Ach Galatea, Sie sind schon sehr Begriffsstutzig: Ich vergotte den Mann nicht, er war Mensch. Ja, und
auch den Ablass – wir nennen das Vergebung der Sünden und es spielt sich im Sakrament des Abendmahls
ab (wir beschränken uns auf die zwei von Jesus Christus eingesetzten, aber das können Sie natürlich
gerne inflationieren) – hat er nicht per se abgelehnt. Ich habe ja auch nicht von Ablass, sondern von
talerklimpernden Buchhaltern gersprochen. Können Sie den Unterschied verstehen?
Lesen Sie doch einmal die Thesen Luthers, Herr solagratia, und Sie werden feststellen, dass der von Ihnen
Vergottete keineswegs den Ablass per se ablehnte, wohlgemerkt, den kirchlichen Ablass: einer der bekannteren
war Luther in einer Zeit, da der Rest der Kirche verkündete, Gott sei ein Talerklimpernder Buchhalter.
Ganz im Gegenteil.
Schalom: Aber bestimmt hatten sie sich ein gelbes Tuch um den Kopf gewickelt, oder? Was bezwecken Sie
eigentlich mit solchen geistigen Maulwurfsgängen? Sie können beruhigt davon ausgehen, dass wir alle
das bereits wissen und nicht vor lauter Überraschung in Preisgesänge über die Weisheit der 40 Alpenschamanen
ausbrechen…
Schalom: Jesus hätte sie in liturgischen Gewändern nicht erkannt, sie wären ja verkleidet gewesen.
Deshalb ist es heute so schwierig, die verkleideten Kleriker zu erkennen.
Jeschua ist auch noch da: Aus seinem Leben :(3 Jeschua geht am See von Galiäa entlang. Er sieht Schimon
und dessen Bruder Andreas. Sie werfen auf dem See ihr Netz aus. Sie sind nämlich Fischer. Da sagt er
zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! ich werd euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre
Netze liegen und folgten ihm. Und das ganz ohne liturgische Gewänder.
DJM: OOOch, das trauen sich ne ganze Menge Leute… … einer der bekannteren war Luther in einer Zeit,
da der Rest der Kirche verkündete, Gott sei ein Talerklimpernder Buchhalter. Und auch das mit der Musik
hat der Papst nicht gepachtet: Es gibt in meinem Bekanntenkreis kein „Instrument“, das so viel Menschen
zu GOtt gebracht hat, wie die geistliche Musik.
Musik ist der Anfang und das Ende eines Rauschens. So kommt mir die Symphonie Nummer 95 vor. Ein klassischer
Hochgenuß. Haydn halt. Ist es denn aussergewöhnlich, wenn der Papst die Musik, welche bei der „Erbauung“
der Kirche beiträgt, schätzt, oder sind die Worte nicht würdig genug, Musik zu beschreiben? Hä? …
Gott ist die Liebe! Das soll mal jemand sich trauen, vor der Welt zu verkünden. Ob in Musik oder eben
in „prophetischen Worten“. :(3
Alle mal herhören! Ich schlage vor, wir richten eine Petition an den lieben Gott, er soll zurücktreten
und seinen Platz für Marcelus freimachen. Bei dem wissen wir wenigstens, dass es unfehlbar rechtgläubig
ist, beim lieben Gott dagegen sind angesichts von Juden, Protestanten und so Gesocks, die sich jetzt schon
Jahrhunderte auf der Welt rumtreiben doch langsam erste Zweifel angebracht. Marcelus setzt dann Elijahu
als Schwulenintegrationsbeauftragten und Bodo11 als Freimaurerstreichelsekretär ein. Vorsitzender der
Wiederherstellung der voreiszeitlichen und alleinseligmachenden Liturgie wird Defendor. OK?
so müsste nur noch jemand begründen warum das „theologische zeitbedingte Drumherum und Klingklangundgloria“
von 1970 soviel besser, höherwertiger und deshalb unbedingt zu erhalten ist im Vergleich zum „theologische[n]
zeitbedingte[n] Drumherum und Klingklangundgloria“ von z.B. 1950. Was ist der Maßstab für das Messen
mit zweierlei Maß? Vielleicht nur Selbstverliebtheit und Glaubensvergessenheit?
gunther maria michel***** Ich danke Ihnen für Ihre Klarstellung. Da geht es mir genauso wie Ihnen. Ich
mag unsere Kirche in Ihrer gesunden Vielfältigkeit; Was aber überzogen, morsch, ungesund, menschenverachtend
und nicht im Sinne Jesu Christi und seines Evangeliums ist, muß ich auch in der Kirche ablehnen. Dabei
sage ich mir immer, wenn du was ändern willst, fang bei Dir an. Ich war einmal als Pilger auf dem Berg
Athos: Da sagte der Gastbruder: Hier zähl nicht katholisch, orthodox, protestant. Wir alle sind Kinder
von Gott. Und dann bekam jeder die gleiche Gemüsesuppe. Jesus und Franziskus sind meine Lehrer. Ich kenn
viele liebe Katholiken in unserer Gemeinde. T Liebe Grüße, Ihr Schalom :(3
Schalom danebengelaufenen Traditionalismus :)3 In diesem Sinne muss ich Ihnen recht geben, denn die Höllenphantasien
und Höllenwünsche von manchen angeblichen Christen ist NICHT im Sinne Christi. Nicht umsonst sagt uns
Christus: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Gott ist unser Richter und nicht der Mensch
!
@Schalom, unterbewerten Sie nicht die strenge Wahrheitsfrage? Was mich vor allem noch an Rom hält, sind
die Heiligen der römischen Kirche und die vorhandenen Erweise göttlicher Gnade in der römischen Kirche
(ich glaube noch an die Gültigkeit ihrer Sakramente), trotz alledem. Diese sind jedoch auch in der Orthodoxie
für jeden unbezweifelbar, der sie kennt.
Das Papsttum ist eine historische Entwicklung Der junge Jude Jeschua (33) und sein verheirateter Freund
Schimon Kefas Simon Petrus hatten nicht die geringste Ahnung von dem Titel „Papa“ (Papst) oder gar „Heiliger
Vater.“ Nur Gott ist der „Heilige Vater“ und sonst niemand; man nehme das Wort des Meisters ernst. Richtschnur
sollte für uns immer das Wort Jesu und der Apostel sein und nicht das theologische zeitbedingte Drumherum
und Klingklangundgloria. Klare Katholizität ist gefragt und nicht die Brokatspiele eines danebengelaufenen
Traditionalismus: Siehe defendor und marcelus.
Der Geist der Wahrheit ist wiedererschienen, ohne dass wir es merkten, wie ein Dieb in der Nacht. Durch
die Wiedererscheinung hat er natürlich das Papsttum abgeschafft. Der Geist der Wahrheit nannte sich „Die
Herrlichkeit Gottes“ und lebte von 1817 – 1892.
Marcelus, die Worte Christi im Matthäus- und Johannesevangelium sind die die biblische und stärkste
Grundlage für den päpstlichen Primat. Dieser Primat war aber in der alten Kirche niemals so anerkannt,
wie er im 2. Jahrtausend, nach der Abspaltung 1054, im lateinischen Westen zugespitzt wurde. Versuche
in dieser Richtung wurden von den alten ökumenischen Konzilien zurückgewiesen. Die entsprechenden Beschlüsse
dieser Konzilien wurden vom Papst nicht anerkannt. Das ist aber eine Katze, die sich selbst in den Schwanz
beißt. Es gibt keinen Consensus patrum in der Auslegung dieser Bibelstellen im Sinne eines päpstlichen
Jurisdiktionsprimats, der gleichsam über der Kirche steht. Das Kirchenverständnis des 1. Jahrtausends
war synodal. Ganz zu schweigen, von den dogmatischen Neuerungen, wie das Filioque oder die Fegefeuerlehre.
Das Papsttum ist keine Neuerung, sondern direkt von Christus eingesetzt, und das Papsttum bewahrt die
alte Glaubensüberlieferung – wenn es das nicht tut, so muß man sich diesem widersetzen. Einen Papst,
dem keine Dogmenleugnung nachzuweisen ist, muß man aber grundsätzlich als Papst anerkennen – aber man
muß sich diesem widersetzen, wenn er uns zu Gehorsam gegenüber Häretikern verpflichtet – wozu der Papst
keinerlei Vollmacht hat! Und man muß sich auch sämtlichen verbrecherischen Befehlen eines Papstes oder
Papstgesandten widersetzen.
Marcelus, häretische Priester, häretische Bischöfe, häretische oder doch zumindest häresieverdächtige
Päpste… Jedenfalls Päpste, die gegen die Häretiker nicht vorgehen, sondern sie zu Bischöfen und
gar Kardinälen erheben. Was bedeutet das alles für den Zustand der katholischen Kirche? Sind überhaupt
noch die Sakramente gültig? Haben wir überhaupt noch eine legitime Hierarchie? Mal im Ernst: was soll
man Ihrer Meinung nach als Katholik tun? Wer hat recht: die Piusbruderschaft oder nicht etwa doch der
Sedisvakantismus? Wie kann man das objektiv beurteilen? Und wenn man in die Kirchengeschichte zurückschaut:
Hat Rom nicht schon immer Neuerungen eingeführt – gegen die apostolische Tradition? Ist nicht das Papsttum
in seiner Ausprägung im 2. Jahrtausend nicht eine römische Neuerung? Denn wenn katholisch das ist, was
nach dem hl. Vinzenz von Lerin immer und überall geglaubt wurde, so ist der päpstliche Jurisdiktioinsprimat
nicht katholisch, denn er wurde nicht immer und überall geglaubt, sondern von altchristlichen ökumenischen
Konzilien zurückgewiesen. Dann ist in Wahrheit nur die Orthodoxie katholisch.
Es gibt nur eine Kirche Christi: die rechtgläubige apostolische und göttliche Kirche, die mit der Römisch-Katholischen
Kirche ident ist: und es gehören nur jene dazu, die den rechten katholischen Glauben besitzen, also Amtsanmaßer,
die den katholischen Glauben leugnen, gehören nicht dazu, selbst wenn sie als „vorgebliche Katholiken“
für ihre Amtsanmaßung Zehntausende Euros oder US-Dollars pro Jahr abkassieren, und selbst wenn uns Rom
erklärt, „vorgebliche Katholiken“ wären Katholiken … auch Rom wird den Glauben verlieren, lehrt uns
die Erscheinung U.L.F. von LaSalette, die kirchlich anerkannt wurde …!!!
Der Papst soll besser endlich die Meute der Häretiker, die sich als Kirchenhierarchen und -lehrer ausgeben,
verjagen – Anlaß zum Feiern im Vatikan sehe ich überhaupt keinen: Trauermusik ist im Vatikan angebracht,
mehr nicht … Heiliger Vater, unterlassen Sie das Feiern, und verjagen Sie die häretische Meute, die
die Katholiken belästigt …
@Episkopes „In der Bischofskonferenz habe es eine Mehrheit für Brockmann gegeben – nur nicht die notwendige
Zwei-Drittel-Mehrheit.“ Vielleicht schaffen es die Bischöfe ja mal, diesen nichtsnutzigen Verein ein
paar Jahre ohne „Präsident“ zu belassen – vermutlich läßt sich so auch Geld sparen das man den Armen
zukommen lassen kann.