Vatikan
Eine schallende Ohrfeige
Der Chef des deutschen Programms von Radio Vatikan hat dem Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. in einem antikirchlichen Lokalblatt eine schallende Ohrfeige verpaßt.
Prälat Georg Gänswein mit Maltesern
Prälat Georg Gänswein mit Maltesern
© Eva Lütcke, GFDL
(kreuz.net) Bei der Aufhebung der Pius-Exkommunikationen und bei der Bestellung von Mons. Gerhard Wagner zum Linzer Weihbischof sei Christoph Kardinal Schönborn „deutlich auf Distanz zur Führung im Vatikan gegangen“.

Das stellte die kirchenfeindliche Tageszeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’ in einem heutigen Artikel fest.

Dann berichtet das Blatt über die jüngste Rom-Wallfahrt von Kardinal Schönborn.

Der Prälat wurde vom österreichischen Militärbischof Christian Werner, seinen Weihbischöfen, den Bischofsvikaren und mehr als 400 Wallfahrern begleitet.

Weitere vierhundert Pilger kamen statt mit dem Sonderzug mit anderen Verkehrsmitteln.

Die kirchenfeindliche Lokalzeitung unterstellt, daß Kardinal Schönborn aus den Affären um angebliche „römische Fehlentscheidungen“ nicht nur daheim gestärkt hervorgegangen sei.

Das sei aus Gesprächen mit führenden Vertretern vatikanischer Behörden hervorgegangen – wünscht sich der ungezeichnete Artikel.

Zitiert wird der altliberale Jesuit und umstrittene Chef des deutschen Programms von Radio Vatikan, Pater Eberhard von Gemmingen.

Dieser behauptet nach Angaben des Blattes frisch von der Leber, daß es im Umfeld von Benedikt XVI. an Personen fehle, die den Mut hätten, den Papst vor Fehlentscheidungen zu warnen oder angebliche „Fehler“ wie eine angeblich „mangelnde Prüfung“ der angeblich „antisemitischen Lefebvre-Bischöfe“ im Vorfeld zu verhindern.

Diese Aussage ist eine schallende Ohrfeige für den Privatsekretär des Papstes, Mons. Georg Gänswein, oder für den vatikanischen Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone.

Ein Mitarbeiter der Römischen Kurie erklärte vor ‘kreuz.net’, daß sich kein Betrieb dieser Welt es erlauben könne, solche Skandal-Aussagen auch nur einen Tag zu tolerieren.

Pater von Gemmingen versucht seinen Haßangriff damit zu vertuschen, daß er Benedikt XVI. als „anima candida“, eine offenbar dümmliche reine Seele, hinstellt, welcher „der Hang zur Macht fehle“ – als ob das bei der Ausübung des Papstamtes eine notwendige Tugend wäre.

Auch der deutsche Laie Benedikt Steinschulte – Mitarbeiter des päpstlichen Medienrates – sehe angeblich „Fehler in der Führungsstruktur“ unterstellt der Artikel:

An der Vorbereitung der Exkommunikations-Aufhebung seien drei Büros der vatikanischen Spitze beteiligt gewesen mit bis zu fünfzig Dienststellen.

Dennoch sei dem Vatikan entgangen, daß Mons. Richard Williamson „öffentlich den Holocaust an den Juden geleugnet hat“ – diffamiert die Kirchenhaß-Zeitung den Bischof.

Der Artikel enthält ein Photo, auf dem Kardinal Schönborn am Sonntag mittag auf dem Petersplatz dem Papst zuwinkt, der vom Fenster seines Arbeitszimmers aus mit der Menge die Oster-Antiphon ‘Regina Caeli’ gesungen hat.

Der Heilige Vater habe sichtlich erschöpft gewirkt – erklärt der Artikel.

Leser ‘pepiboeck’ fügt dem hinzu: „Ob der Herr Kardinal gestärkt aus der Auseinandersetzung um Bischof Wagner hervorging ist sehr die Frage – an sich begrüßt der Papst einen Kardinal nicht aus dem Fenster.“

Und weiter: „Die gezeigte Erschöpfung könnte durchaus ein diplomatisches Signal sein, nach dem Motto du gehst mir unheimlich auf die Nerven.“
      
19 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#20   Mathias Wagener   18:20:56 | Dienstag, 12. Mai 2009
Von Gemmingen
„Umstritten“ ist eine Nettitesse für diesen Herrn.
Redaktion benachrichtigen
#19   Bodo11 †   13:45:00 | Montag, 11. Mai 2009
Wegsehen-damals wie heute !
Wie BRD die Ungeborenen schützt !Die Wahrheit darf niemand sehn !
www.babycaust.at/…Germany/neuindex.htm
Vorsicht! Dieser Internetauftritt, der über die Tötung von ungeborenen Kindern aufklären will, darf auf Beschluß der Bundesprüfstelle jugendgefährdender Medien in Bonn, Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zugänglich gemacht werden.
Begründung:
Das Internetangebot kann Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu einer eigenständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeit beeinträchtigen“.
Willkommen im 4. Reich!
Redaktion benachrichtigen
#18   Marcelus   18:18:54 | Sonntag, 10. Mai 2009
Wohin die liberale Kirchenhierarchiejunta à la Montini und Wojtyla die heilige Kirche geführt hat,
das sieht jeder Katholik mit großer Trauer …
Redaktion benachrichtigen
#17   Rodolfo Panetta   08:26:35 | Freitag, 8. Mai 2009
Dank sei Prälat Gänswein und Kardinal Bertone!
Sie entscheiden nach seelsorgerlichen Kriterien und nicht nach der political correctness.
Redaktion benachrichtigen
#16   Stephanus   01:09:21 | Freitag, 8. Mai 2009
Wer mit dem Teufel tanzt…
nimmt seinen Geruch an!!!
Redaktion benachrichtigen
#15   r.ruhrgebietler   20:47:00 | Donnerstag, 7. Mai 2009
was machen wir nur
wenn die richtige saure-gurken-zeit anbricht?? dann ist hier auf +.net ja gar nichts mehr los… ^-^
Redaktion benachrichtigen
#14   Paulaner †   20:18:44 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Der Schelm denkt wie er ist.
Diese Aussage ist eine schallende Ohrfeige für den Privatsekretär des Papstes, Mons. Georg Gänswein, oder für den vatikanischen Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone.
Der Schelm denkt wie er ist.
Von einer schallenden Ohrfeige kann keine Rede sein, da ist nur der Wunsch der Vater des Gedankens. Im Vatikan kümmert sich doch niemand um solche Nebenkriegsschauplätze wie eine dumme Behauptung eines Ex-Anglikaners aus dem Jahr 1988, die in den Datenbanken des ZdJ penibel gespeichert werden.
Und außer im deutschen Medien-Hühnerstall, (besonders in der SZ, im Spiegel und im ZDF) war … Sache über. In Deutschland. Im Vatikan gab es Erstaunen, mehr nicht.
Ich halte die „schallende Ohrfeige“ wieder nur für eine deutsche Überreaktion, wie üblich.
Redaktion benachrichtigen
#13   hieronymus333   20:10:13 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Hoffentlich müssen sich
die Neo-Jesuiten auf eine erneute Schließung gefasst machen, dann hat auch dieser Häretikerverein wenigstens ein schmachvolleres Ende gefunden als er jetzt im Begriff ist zu finden.
Redaktion benachrichtigen
#12   Bodo11 †   19:23:46 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Das wahre Gesicht der linken V2 Kirche in Deutschland
www.youtube.com/watch?v=Sfzi2iHnWFk&…
Das wahre Gesicht der linken V2 Kirche in Deutschland.
Sie reißt die Wahrheit zu Boden.
Redaktion benachrichtigen
#11   ihrseidnichtkatholisch   19:20:06 | Donnerstag, 7. Mai 2009
schönnn…
… das hier inzwischen ganz offen nazigesinnungen zur schau gestellt werden… zeigt nur euer wahres gesicht !
Redaktion benachrichtigen
#9   Bodo11 †   19:14:32 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Getrennt marschieren,gemeinsam schlagen.
Getrennt marschieren,gemeinsam schlagen.
nationalesmuenchen.de/news.php?id=69
Habt ihr schon mal die roten Ratten oder scheinchristliche CSU/CDU Leute bei so etwas gesehen ?
Also:echte Christen und Rechte :wenns nicht anders geht :
Getrennt marschieren,gemeinsam schlagen,damit wir solchem kommunistisch-femi-nazistischen Gesindel den Garaus machen können:
maedchenblog.blogsport.de/index.php?s=abtreibung
Redaktion benachrichtigen
#8   noch ein Landorganist   18:46:51 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Abwinken von hoch oben
Der Artikel enthält ein Photo, auf dem Kardinal Schönborn am Sonntag mittag auf dem Petersplatz dem Papst zuwinkt, der vom Fenster seines Arbeitszimmers aus mit der Menge die Oster-Antiphon ‘Regina Caeli’ gesungen hat.
[…]
Leser ‘pepiboeck’ fügt dem hinzu: „Ob der Herr Kardinal gestärkt aus der Auseinandersetzung um Bischof Wagner hervorging ist sehr die Frage – an sich begrüßt der Papst einen Kardinal nicht aus dem Fenster.“
[…] :)3
Wäre ne Gelegenheit gewesen nen Eimer Fäkalien auf den Scheißborn zu kippen.
Redaktion benachrichtigen
#7   lux in tenebris   18:46:42 | Donnerstag, 7. Mai 2009
muß man es diesen journalistischen lemmingen
wieder und wieder ins stammbuch schreiben, dass bezüglich der aufhebung der exkommunikation weder dem vatikan noch dem heiligen vater irgendein fehler nachzuweisen ist. diese unverschämte behauptung, die gemmingen allerdings stets geschürt und bestärkt hat, beruht auf der these, man hätte im vorfeld wissen und überprüfen müssen, wes geistes kind dieser williamson gewesen sei. und? was, wenn man es gewußt hätte? hätte man die aufhebung der ex dann nicht aussprechen sollen?? mit welcher begründung?? weil williamson die existenz von gaskammern in abrede stellt?? ist diese ansicht williamsons für die verhängung respektive aufhebung der exkommunikation von belang?? natürlich nicht! denn diese kirchenstrafe bezieht sich einzig auf die unerlaubt empfangene bischofsweihe und den darin gründenden ungehorsam gegenüber dem primat des papstes, darüber kann der papst befinden, von den weltlichen gedanken und ansichten eines bischofs kann er sich nur distanzieren. letzteres hat er schon vor merkels lanzenstich deutlich genug getan. der fehler und die blamage liegt also ganz auf seiten derer, die den papst zu unrecht kritisieren!
Redaktion benachrichtigen
#6   Romulus   18:29:03 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Gemmingen
Dass von Gemmingen ein Auslaufmodell ist, pfeifen in Rom die Spatzen von den Dächern. Er quatscht einfach zuviel Unsinn…
Redaktion benachrichtigen
#5   Gotthard   18:24:50 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Autor
dieser namentlich gekennzeichnete Artikel sagt die Unwahrheit!
„Mons. Richard Williamson „öffentlich den Holocaust an den Juden geleugnet hat“ – diffamiert die Kirchenhaß-Zeitung den Bischof.“
Redaktion benachrichtigen
#4   F.U.   18:21:09 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Lustig aber,
dass jede, aber auch jede Zeitung als „Kirchenfeindlich“ betituliert wird. Wäre mal interessant, welche Zeitung nicht Kirchenfeindlich ist. Ach ja da hätte ich doch fast die Postille der jungen Nazis „Junge Freiheit“ vergessen. Die ist es natürlich nicht :))))
Und die „Welt“ war es heute ausnahmsweise auch mal nicht, weil sich einige Leser angeblich pro hetz.net ausgesprochen haben.
Wat isset nit schöön.
Redaktion benachrichtigen
#3   Frollein Rottenmaier †   17:34:29 | Donnerstag, 7. Mai 2009
@Redaktion: GÄÄÄHHHN!
Eure Themen sind ewig gleich und werden von Woche zu Woche langweiliger.
Wann kommt denn mal ein schönes Sommerthema? Irgendwas Nettes, Erbauliches, Inspirierendes?
Ich möchte hiermit mal ein Update zu Pater Thomas Williams anregen. Bitte mit ausgiebiger Bebilderung! :-)
Wie geht’s ihm? Was macht er so? Was sind seine Hobbys? Was bringt ihm zum Lachen? Wann tourt er mal durch Deutschland?
www.kreuz.net/article.7566.html
Redaktion benachrichtigen
#2   Schluchzi, der Deutsche †   17:26:29 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Professor
Endlich mal ein Geleerter auf dieser Seite. Halte dich an die Kleiderordnung und zeige deine braune Unterhose niemals öffentlich!
Redaktion benachrichtigen
#1   Prof Rempremmerding   17:24:18 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Der einzige Fehler im Vatikan…
…besteht darin, daß der von W :-! jtyla hinterlassene Augiasstall noch immer nicht gnadenlos ausgemistet worden ist und die fünfte Kolonne dort nach wie vor ungehindert ihr Unwesen treiben kann. In jedem „normalen“ Unternehmen wäre dieser Herr Gemmingen samt Konsorten schon längst hochkant hinausgeflogen, nur die Kirche leistet sich den Luxus solch fossiler Lemuren. In Zeiten wie diesen einfach unfaßbar!
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
VatikanRömische Intrigen gegen den Papst VatikanDer Vatikan tanzt nach dem Marsch der Welt VatikanDekret der Bischofskongregation VatikanHauptsache Haß VatikanWieviel Geld besitzt der Heilige Stuhl? VatikanDie römischen Damen sind verrückt nach ihm VatikanEine neue Popessa? VatikanWeniger Gestaltungsmöglichkeiten? VatikanSchwerer Konflikt beim päpstlichen Wachpersonal VatikanVerwirrte Begriffe VatikanKein Hinterstubengerücht VatikanBlinder Passagier im Vatikan rechtzeitig über Bord geworfen VatikanSchnüffeln in der päpstlichen Garderobe VatikanDer Vatikan lernt – wenigstens was die Form betrifft GlaubenskongregationHerumgeisterndes Personalgerücht
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net