11:04:58 | Montag, 11. Mai 2009
„Die Fragen, vor oder hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil, war nie ein Thema, das von unserem Bündnis behandelt wurde.“

Webseite des Aachener Aktionsbündnisses Kirche vor Ort
(kreuz.net) Das ‘Aktionsbündnis Kirche vor Ort’ ist ein Zusammenschluß von etwa 110 Kirchengemeinden
im Bistum Aachen.
Die Kirchenvorstände dieser Gemeinden haben sich vereinigt, um in Gesprächen mit
der Diözesanleitung geschlossener auftreten zu können.
Es geht dabei vor allem um die Einrichtung von
Großpfarreien, die Zusammenlegung der Verwaltungsstrukturen und den Abbau des diözesanen Millionendefizits.
Altliberaler JargonDoch am 8. Mai titelte die ‘Aachener Zeitung’ ohne Fragezeichen: „»Aktionsbündnis
Kirche vor Ort« vor dem Aus“. Vier Mitbegründer haben die Vereinigung verlassen.
Es handelt sich um
Hermann Bauer und Antia Zucketto-Debour von Sankt Gregorius in Aachen sowie Günter Siebertz und Holger
Brantin von Sankt Martinus in Aachen-Richterich.
Die vier sind zwar immer noch gegen das Vorgehen der
Aachener Diözesanleitung. Diese seien nicht „mit den Gesichtspunkten einer Kirche im christlich-geschwisterlichen
Verständnis“ vereinbar – erklärte Brantin in altliberalem Jargon vor der ‘Aachener Zeitung’.
Er ist
aber dagegen, das die gegenwärtige Leitung des ‘Aktionsbündnisses’ vom Generalvikar Vereinbarungen über
die Verteilung der Kirchensteuermittel fordere.
Dafür sei das Bündnis rechtlich nicht legitimiert.
Brantin ist nach Angaben der ‘Aachener Zeitung’ auch darüber „schockiert“, daß die neuen Sprecher die
Gespräche mit der Bistumsleitung eingestellt hätten.
Der altliberale Jargon wird noch deutlicher, wenn
die vier Ex-Sprecher ihren Nachfolgern vorwerfen, „erzkonservative Interessen“ zu fördern.
Im ‘Aktionsbündnis’
gebe es Pfarrer, welche die – vom Papst rehabilitierte – Alte Messe favorisierten. Ihnen gehe es um „die
Priesterkirche“, in der alleine die „geweihten Theologen“ das Sagen hätten – wird die altliberale Katze
ganz aus dem Sack gelassen.
Dagegen verstehen sich die Davongelaufenen als „Kirche von unten“ und möchten
keinen angeblichen „Rückschritt in Zeiten vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil machen“.
Schlechte Verlierer
Am Samstag antwortete der Sprecher für das ‘Aktionsbündnis’, Karl-Josef Begaß, den linken Abweichlern.
Er habe den Schriftwechsel mit dem Aachener Generalvikar an die Regionalsprecher des ‘Aktionsbündnisses’
weitergeleitet. Darin geht es um die Festlegung der Themen für einen Gesprächstermin:
„Vier von fünf
Sprechern – außer Herr Brantin – waren der Auffassung, daß ein wirklicher Dialog von der Bistumsleitung
nicht gewollt ist und wir haben das Gespräch abgesagt“ – erklärt Begaß dazu.
Er findet, daß es von
Brantin „fair“ gewesen wäre, „wenn er diese Mehrheitsentscheidung respektiert hätte.“
Sein Fazit: „So
verbleibt bei mir nur der Eindruck, daß er ein schlechter Verlierer ist.“
Zur Kirchenpolitik der vier
erklärt Begaß: „Die Fragen, vor oder hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil, war nie ein Thema, das
von unserem Bündnis behandelt wurde.“
Er wisse nicht, warum Brantin und seine Mitstreiter dies nun so
in den Vordergrund stellten:
„Die Art und Weise allerdings, wie er meint mit diesem Thema umgehen zu
müssen, befremdet mich.“
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#9
newtube 16:44:26 | Montag, 11. Mai 2009
#8
Bodo11 † 13:43:20 | Montag, 11. Mai 2009
#6
sankt niketas 12:02:13 | Montag, 11. Mai 2009
#4
Kreuznetter † 11:47:54 | Montag, 11. Mai 2009
#3
Siegfried 11:33:23 | Montag, 11. Mai 2009
#2
newtube 11:20:52 | Montag, 11. Mai 2009
#1
sankt niketas 11:08:51 | Montag, 11. Mai 2009