Kooperative Pastoral
Aachener Aktionsbündnis in der Krise?
„Die Fragen, vor oder hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil, war nie ein Thema, das von unserem Bündnis behandelt wurde.“
Webseite des Aachener Aktionsbündnisses Kirche vor Ort
Webseite des Aachener Aktionsbündnisses Kirche vor Ort
(kreuz.net) Das ‘Aktionsbündnis Kirche vor Ort’ ist ein Zusammenschluß von etwa 110 Kirchengemeinden im Bistum Aachen.

Die Kirchenvorstände dieser Gemeinden haben sich vereinigt, um in Gesprächen mit der Diözesanleitung geschlossener auftreten zu können.

Es geht dabei vor allem um die Einrichtung von Großpfarreien, die Zusammenlegung der Verwaltungsstrukturen und den Abbau des diözesanen Millionendefizits.

Altliberaler Jargon

Doch am 8. Mai titelte die ‘Aachener Zeitung’ ohne Fragezeichen: „»Aktionsbündnis Kirche vor Ort« vor dem Aus“. Vier Mitbegründer haben die Vereinigung verlassen.

Es handelt sich um Hermann Bauer und Antia Zucketto-Debour von Sankt Gregorius in Aachen sowie Günter Siebertz und Holger Brantin von Sankt Martinus in Aachen-Richterich.

Die vier sind zwar immer noch gegen das Vorgehen der Aachener Diözesanleitung. Diese seien nicht „mit den Gesichtspunkten einer Kirche im christlich-geschwisterlichen Verständnis“ vereinbar – erklärte Brantin in altliberalem Jargon vor der ‘Aachener Zeitung’.

Er ist aber dagegen, das die gegenwärtige Leitung des ‘Aktionsbündnisses’ vom Generalvikar Vereinbarungen über die Verteilung der Kirchensteuermittel fordere.

Dafür sei das Bündnis rechtlich nicht legitimiert.

Brantin ist nach Angaben der ‘Aachener Zeitung’ auch darüber „schockiert“, daß die neuen Sprecher die Gespräche mit der Bistumsleitung eingestellt hätten.

Der altliberale Jargon wird noch deutlicher, wenn die vier Ex-Sprecher ihren Nachfolgern vorwerfen, „erzkonservative Interessen“ zu fördern.

Im ‘Aktionsbündnis’ gebe es Pfarrer, welche die – vom Papst rehabilitierte – Alte Messe favorisierten. Ihnen gehe es um „die Priesterkirche“, in der alleine die „geweihten Theologen“ das Sagen hätten – wird die altliberale Katze ganz aus dem Sack gelassen.

Dagegen verstehen sich die Davongelaufenen als „Kirche von unten“ und möchten keinen angeblichen „Rückschritt in Zeiten vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil machen“.

Schlechte Verlierer

Am Samstag antwortete der Sprecher für das ‘Aktionsbündnis’, Karl-Josef Begaß, den linken Abweichlern.

Er habe den Schriftwechsel mit dem Aachener Generalvikar an die Regionalsprecher des ‘Aktionsbündnisses’ weitergeleitet. Darin geht es um die Festlegung der Themen für einen Gesprächstermin:

„Vier von fünf Sprechern – außer Herr Brantin – waren der Auffassung, daß ein wirklicher Dialog von der Bistumsleitung nicht gewollt ist und wir haben das Gespräch abgesagt“ – erklärt Begaß dazu.

Er findet, daß es von Brantin „fair“ gewesen wäre, „wenn er diese Mehrheitsentscheidung respektiert hätte.“

Sein Fazit: „So verbleibt bei mir nur der Eindruck, daß er ein schlechter Verlierer ist.“

Zur Kirchenpolitik der vier erklärt Begaß: „Die Fragen, vor oder hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil, war nie ein Thema, das von unserem Bündnis behandelt wurde.“

Er wisse nicht, warum Brantin und seine Mitstreiter dies nun so in den Vordergrund stellten:

„Die Art und Weise allerdings, wie er meint mit diesem Thema umgehen zu müssen, befremdet mich.“
      
9 Lesermeinungen
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#9   newtube   16:44:26 | Montag, 11. Mai 2009
@ niketas
Schwache Begründung und, nach Kant, „selbstverschuldete
Unmündigkeit“. Schlechter Stil!
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#8   Bodo11 †   13:43:20 | Montag, 11. Mai 2009
Wegsehen-damals wie heute !
www.babycaust.at/…Germany/neuindex.htm
Wie BRD die Ungeborenen schützt !Die Wahrheit darf niemand sehn !
Vorsicht! Dieser Internetauftritt, der über die Tötung von ungeborenen Kindern aufklären will, darf auf Beschluß der Bundesprüfstelle jugendgefährdender Medien in Bonn, Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zugänglich gemacht werden.
Begründung:
Das Internetangebot kann Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu einer eigenständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeit beeinträchtigen“.
Willkommen im 4. Reich!
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#7   Lorenzo Frikadelli   12:11:43 | Montag, 11. Mai 2009
– … – „Piushänsel“
„Piushänsel“
… finde ich garnicht so abwertend, wenn ich dabei an „Hänsel“ denke, der sich mit seiner „Gretel“ im Wald verlaufen hat.
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#6   sankt niketas   12:02:13 | Montag, 11. Mai 2009
@ newtube
Ich halte mich nur an die Umgangsformen, die in den „redaktionellen“ Artikeln vorgegeben sind.
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#5   Lorenzo Frikadelli   11:50:01 | Montag, 11. Mai 2009
@Kreuznetter
… sind im „größten katholischen Nachrichtenportal“ unbekannt, das schlägt sich auch auf die geschriebenen Kommentare nieder.
Der „Wiener Opernball“ ist das hier nicht, da stimme ich Ihnen zu.
Obwohl, der Forenwechsel ist hier nicht verboten.
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#4   Kreuznetter †   11:47:54 | Montag, 11. Mai 2009
Gute Manieren
sind im „größten katholischen Nachrichtenportal“ unbekannt, das schlägt sich auch auf die geschriebenen Kommentare nieder.
Demnach müßte der katholische Glauben nur so vor Haß und Verachtung triefen, überall lauern die Altliberalen.
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#3   Siegfried   11:33:23 | Montag, 11. Mai 2009
zu sankt niketas: Wunderbar!
liebe/r sankt niketas, bei Ihrer Schilderung liegt eine große Unkenntnis vor. Die traditionellen Katholiken, zu denen die Mitglieder der Piusbruderschaft gehören, wie auch die Katholiken denen die Dogmatik, die Offenbarungen der Heiligen Schrift und die kirchliche Tradition behilflich sind den persönlichen Glauben zu stärken und der Wahrheit entsprechend zu formen, sprechen niemals von der Kirche vor oder nach dem Konzil.
Die Aussage hat sich durch die Modernisten in den kirchlichen Sprachgebrauch eingebürgert. Von dieser Seite wird behauptet, seit dem Konzil haben sich Dogmen geändert. Glaubenswahrheiten haben keine Gültigkeit mehr. Vor dem Allerheiligsten Altarsakrament wird nicht mehr das Knie gebeugt usw… Durch diese Verhaltensform sind die Traditionalisten gezwungen immer wieder auf die Zeit vor dem Konzil hinzuweisen. Die Info, daß der ewige Hohepriester Jesus Christus die Kirche vor ca 2.000 Jahren gegründet hat und die Kirche nicht durch Häretiker vor 40 Jahren gegründet wurde, muß immer betont werden. Bitte immer bei der Wahrheit bleiben. Die Glaubensgrunlagen der Kirche sind :
1. die Offenbarung in der Bibel (altes/neues T)
2. die Dogmatik der Kirche, und
3. die Tradition in der Kirche, die in sich die Lehre der Kirche vereinigt.
Eine Lehre, ohne Rückhalt in der Tradition, die vor 40 jahren gegründet wurde, ist nicht christlich und nicht katholisch. Dies ist ein sektiererisches Unterfangen, das versucht einen religiösen Anschein zu geben, um Menschen zu verwirren!
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#2   newtube   11:20:52 | Montag, 11. Mai 2009
@ niketas
Kommen Sie in Ihren Kommentaren ohne Beleidigungen
nicht aus? Welchen Unterschied hätte es gemacht, was
die Stärke Ihrer Argumentation betrifft, wenn Sie auf das
„Piushänsel“ verzichetet hätten, und stattdessen von der
„Pius-Bruderschaft“ gesprochen hätten? M.E. keinen, und
Ihr Beitrag hätte an Stil und Niveau gewonnen. Sind gute
Manieren unter Christen verpönt, … oder unbekannt?
Man erinnert sich vage an einem Wort Jesu, das sinngemäß
wie folgt lautet: nennst du deinen Bruder „Dummkopf“, so
gehörst vors Gericht…“.
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#1   sankt niketas   11:08:51 | Montag, 11. Mai 2009
Wunderbar!
„Die Fragen, vor oder hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil, war nie ein Thema, das von unserem Bündnis behandelt wurde.“
Na also: Hermeneutik der Kontinuität! Es gibt keine Kirche „vor dem Konzil“ und „nach dem Konzil“, sondern vor wie nach dem Konzil ist es die eine katholische Kirche.
Nur die Piushanseln können das nicht anerkennen, weil sie glauben, die Kirche sei 1950 so vom Himmel gefallen und müsse daher auf dem Stand von 1950 eingefroren werden. Piushanseln verwerfen das Konzil von Nizäa I, indem sie die Gläubigen auffordern, während der Sonntagsmesse zu knien, und Piushanseln verwerfen das Konzil Vaticanum II, weil da nette Sachen über Juden stehen, vor denen die Piushanseln sich doch so ekeln, weil nämlich Charlotte Knobloch den Jesus persönlich gekreuzigt hat, was die Piushanseln nicht gut finden.
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