12:37:49 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Die einheimischen Christen im Heiligen Land sind in einer fatalen Situation. Die „lebendigen Steine“ werden zermahlen.

Benedikt XVI. feierte heute vormittag die Messe in Bethlehem
(kreuz.net) Marie-Ange Siebrecht – Länderreferentin des katholischen Hilfswerkes ‘Kirche in Not’ – ist
am Sonntag von einer Heilig-Land-Reise zurückgekehrt.
In einem Interview berichtet sie über ihre Eindrücke
angesichts des bevorstehenden Papstbesuches.
Welche Projekte von ‘Kirche in Not’ haben Sie im Heiligen
Land besucht?Wir haben einige Bauprojekte im Norden Israels, in Galiläa, besucht.
Zum Beispiel unterstützen
wir den Bau eines Pastoralzentrums für die maronitische Kirche.
Für die melkitische Kirche unterstützen
wir in einigen Dörfern den Bau von Pfarrsälen. Das ist den Menschen dort sehr wichtig.
Es gehört zu
ihrer Mentalität, sich in Pfarrsälen zu versammeln und dort Taufen, Kommunion, Hochzeiten und auch Beerdigungen
abzuhalten.
Das merkt man auch daran, daß die Menschen in diese Pfarrsäle viel Arbeit und Geld investieren.
Wir haben auch einige Projekte, in denen wir Theologiestudenten und Priesteramtskandidaten mit Stipendien
unter die Arme greifen.
Auch in der Westbank helfen wir beim Wiederaufbau und bei der Renovierung von
Kirchen und Klöstern.
Nicht zuletzt helfen wir der Universitäts-Bibliothek in Bethlehem bei der Anschaffung
neuer Bücher.
Außerdem unterstützen wir die Christen in Bethlehem, sich mit Hilfe von Olivenholz-Produkten
selbständig zu machen.
Dafür sind die Menschen dankbar und durch diese Hilfe zur Selbsthilfe konnten
wir viele Christen zum Bleiben überzeugen, die sonst ausgewandert wären.
Was können wir hier tun,
um die Papstreise so zu begleiten, daß sie auch den Menschen vor Ort eine Besserung ihrer Lage bringt?
Die Christen im Heiligen Land wünschen sich vor allem unser Gebet.
Das haben wir überall gehört und
auch der Patriarch hat uns vor unserer Abreise noch gesagt:
„Ich habe alle Klöster im Heiligen Land
um das Gebet für die Papstreise ersucht, damit sie ein Schritt nach vorne für die Christen sein wird.“
Dem stimme ich zu und sage: Gebet ist das allerwichtigste, das wir aus der Ferne beisteuern können.
Wer ins Heilige Land reist, der sollte darauf achten, daß er nicht nur die Heiligen Stätten besucht.
Man sollte unbedingt auch die „lebendigen Steine“ besuchen. Denn die Menschen dort sind so froh, wenn
sie merken, daß andere Christen Anteil nehmen an ihrem Leid und an ihrem Glück.
Denn trotz aller Widrigkeiten:
Das sind alles sehr lebendige Gemeinden.
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#6
silesius 18:53:22 | Mittwoch, 13. Mai 2009
#5
Bodo11 † 16:06:09 | Mittwoch, 13. Mai 2009
#4
HaAcher 15:04:06 | Mittwoch, 13. Mai 2009
#3
LM. 14:59:03 | Mittwoch, 13. Mai 2009
#2
Sefirot 14:04:42 | Mittwoch, 13. Mai 2009
#1
wickerl 13:06:18 | Mittwoch, 13. Mai 2009