Kirche in Not
Vermutlich hilft nur noch Beten
Die einheimischen Christen im Heiligen Land sind in einer fatalen Situation. Die „lebendigen Steine“ werden zermahlen.
Benedikt XVI. feierte heute vormittag die Messe in Bethlehem
Benedikt XVI. feierte heute vormittag die Messe in Bethlehem
(kreuz.net) Marie-Ange Siebrecht – Länderreferentin des katholischen Hilfswerkes ‘Kirche in Not’ – ist am Sonntag von einer Heilig-Land-Reise zurückgekehrt.

In einem Interview berichtet sie über ihre Eindrücke angesichts des bevorstehenden Papstbesuches.

Welche Projekte von ‘Kirche in Not’ haben Sie im Heiligen Land besucht?

Wir haben einige Bauprojekte im Norden Israels, in Galiläa, besucht.

Zum Beispiel unterstützen wir den Bau eines Pastoralzentrums für die maronitische Kirche.

Für die melkitische Kirche unterstützen wir in einigen Dörfern den Bau von Pfarrsälen. Das ist den Menschen dort sehr wichtig.

Es gehört zu ihrer Mentalität, sich in Pfarrsälen zu versammeln und dort Taufen, Kommunion, Hochzeiten und auch Beerdigungen abzuhalten.

Das merkt man auch daran, daß die Menschen in diese Pfarrsäle viel Arbeit und Geld investieren.

Wir haben auch einige Projekte, in denen wir Theologiestudenten und Priesteramtskandidaten mit Stipendien unter die Arme greifen.

Auch in der Westbank helfen wir beim Wiederaufbau und bei der Renovierung von Kirchen und Klöstern.

Nicht zuletzt helfen wir der Universitäts-Bibliothek in Bethlehem bei der Anschaffung neuer Bücher.

Außerdem unterstützen wir die Christen in Bethlehem, sich mit Hilfe von Olivenholz-Produkten selbständig zu machen.

Dafür sind die Menschen dankbar und durch diese Hilfe zur Selbsthilfe konnten wir viele Christen zum Bleiben überzeugen, die sonst ausgewandert wären.

Was können wir hier tun, um die Papstreise so zu begleiten, daß sie auch den Menschen vor Ort eine Besserung ihrer Lage bringt?

Die Christen im Heiligen Land wünschen sich vor allem unser Gebet.

Das haben wir überall gehört und auch der Patriarch hat uns vor unserer Abreise noch gesagt:

„Ich habe alle Klöster im Heiligen Land um das Gebet für die Papstreise ersucht, damit sie ein Schritt nach vorne für die Christen sein wird.“

Dem stimme ich zu und sage: Gebet ist das allerwichtigste, das wir aus der Ferne beisteuern können.

Wer ins Heilige Land reist, der sollte darauf achten, daß er nicht nur die Heiligen Stätten besucht.

Man sollte unbedingt auch die „lebendigen Steine“ besuchen. Denn die Menschen dort sind so froh, wenn sie merken, daß andere Christen Anteil nehmen an ihrem Leid und an ihrem Glück.

Denn trotz aller Widrigkeiten: Das sind alles sehr lebendige Gemeinden.
      
6 Lesermeinungen
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#6   silesius   18:53:22 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Nix katholisch!
Eigentlich hätte ich mir die Überschrift „Vermutlich hilft nur noch Beten“ auf einer atheistisch-agnostischen Seite erwartet.
Somit habe ich neben dem agressiven Antisemitismus den nächsten Beweis, dass Kreuz.net nichts mit katholisch und christlich zu tun hat.
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#5   Bodo11 †   16:06:09 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Verräterpartei CDU
Nun ist die mosaische Religion die wichtigste Religion in Israel. Deshalb gebührt ihr der Vortritt.
Keine Partei hat mehr Moslems nach Deutschland geholt als die sogenannte CDU.Auch heutzutage setzt sich kaum eine andere Partei so sehr für den Bau von Moscheen in Deutschland ein wie die CDU.Jetzt legt sich Alice Schwarzer Freundin FDJ/CDU Merkel auch noch mit dem Papst an.
Kein Wunder,wenn das Christentum in Deutschland nicht mehr die wichtigste Religion ist.
Sie wird von Leuten,die unter falscher christlicher CDU Flagge fahren bekämpft.v.a Katholiken sollen niemals mehr wirklichen politischen Einfluß in Deutschland haben,wie es z.B unter der Zentrumspartei einst war.
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#4   HaAcher   15:04:06 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Diskriminierte Christen im Hl. Land
Wer macht Ihnen wohl wirklich das Leben schwer? Hier www.hudsonny.org/…ans-in-bethlehem.php ein Artikel eines (exil-)palästinensischen Christen …
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#3   LM.   14:59:03 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Schande
die diskriminierung der christen dort
das es sowas noch gibt in einer demokratie des 20 jhdts
unfassbar
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#2   Sefirot   14:04:42 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Nun ist die mosaische Religion
die wichtigste Religion in Israel. Deshalb gebührt ihr der
Vortritt. Der Papst ist auch als Staatsoberhaupt des
Vatikans und Oberhaupt der katholischen Kirche gereist und nicht nur als kleiner Bischof von Rom, der sich auf Missionsreise zu christlichen Gemeinden in Israel begeben hat… Da sind die Perspektiven doch etwas andere…!
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#1   wickerl   13:06:18 | Mittwoch, 13. Mai 2009
leider
Die Kirche selbst lenkt die Aufmerksamkeit aber immer nur auf die mosaische Religion und interessiert sich nicht für die Chrsiten, die auch jetzt zuallerletzt und am allerwenigsten besucht werden
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