Heiliges Land
Heuchelei wird zur Routine
Minderwertige Völker sind mittels Terrorgewalt zu erziehen. Außerdem ist nach israelischer Doktrin Terror ein gutes Mittel gegen Terror. Von Noam Chomsky.
Blick auf das Tote Meer
Blick auf das Tote Meer
© David Ortmann, CC
(kreuz.net) Der berühmte israelische Strategieanalyst Zeev Maoz verurteilte die Libanon-Invasion im Jahr 2006. Er schrieb in der israelischen Presse:

„Israel verletzt den libanesischen Luftraum, indem es seit seinem Rückzug aus dem Libanon vor sechs Jahren praktisch täglich Luftaufklärungsmissionen durchführt. Es stimmt, daß diese Aufklärungsflüge auf libanesischer Seite keine Opfer fordern, aber Grenzverletzung bleibt Grenzverletzung. Auch hier ist Israel moralisch nicht stärker im Recht“.

Introvertierte Weltsicht und Doppelmoral

Es ist nach Maoz generell anzumerken, daß der „Mundpropaganda-Konsens in Israel, der lautet, der Krieg gegen die Hisbollah im Libanon war ein gerechter und moralischer Krieg“, jeder Grundlage entbehre.

Dies sei ein Konsens „basierend auf einem selektiven Kurzzeitgedächtnis, einer introvertierten Weltsicht und einer Doppelmoral. Dies war kein gerechter Krieg, die Anwendung von Gewalt war exzessiv und willkürlich, sein ultimatives Ziel Erpressung“.

Maoz erinnert seine israelischen Leser auch daran, daß das knallende, laute Durchbrechen der Schallmauer, um die Libanesen zu terrorisieren, noch das geringste der israelischen Verbrechen im Libanon sei – ganz abgesehen von fünf Invasionen seit 1978:

„Am 28. Juli 1988 entführten israelische Spezialeinheiten Sheikh Obeid, am 21. Mai 1994 entführte Israel Mustafa Dirani, der für die Gefangennahme des israelischen Piloten Ron Arad verantwortlich war (als dieser im Jahr 1986 Bomben auf den Libanon abwarf).

Israelische Geiselnahmen

Israel hielt sie und weitere zwanzig Libanesen, die unter geheim gehaltenen Umständen gefangen genommen wurden, über einen längeren Zeitraum ohne Verfahren in Haft.

Sie wurden als ‘menschliche Verhandlungs-Chips’ festgehalten. Offensichtlich halten die Israelis Entführungen für moralisch nachvollziehbar, wenn auf diese Weise Gefangene ausgetauscht werden.

Militärisch zu bestrafen sind Entführungen, wenn sie von der Hisbollah begangen werden, jedoch nicht, wenn Israel genau dasselbe tut“ – will heißen, in weit größerem Ausmaß und über viele Jahre hinweg.

Westliche Unterstützung für Kriminelle

Die israelische Routinepraxis ist bemerkenswert – ganz abgesehen davon, was sie über die Kriminalität Israels und die westliche Unterstützung für diese Kriminalität verrät.

Wie Maoz zeigt, unterstreicht diese Praxis die absolute Heuchelei der Standardbehauptung, Israel sei 2006 berechtigt gewesen, ein weiteres Mal in den Libanon einzumarschieren, nachdem (israelische) Soldaten an der Grenze gefangen genommen wurden.

Es war die erste grenzüberschreitende Aktion der Hisbollah seit sechs Jahren – seit dem israelischen Rückzug aus dem Südlibanon. Israel hatte den Südlibanon 22 Jahre lang besetzt gehalten und damit gegen mehrere Anordnungen des UN-Sicherheitsrates verstoßen.

Israelische Erziehungsmethoden

Während der darauffolgenden sechs Jahre verletzte Israel die Grenze fast täglich – ungestraft – während bei uns Schweigen herrschte.

Wieder wird Heuchelei zur Routine. So erklärte der Journalist Thomas Friedman wie minderwertigere Ethnien mittels Terrorgewalt zu ‘erziehen’ seien und sagte, daß die israelische Libanon-Invasion von 2006, bei der Südlibanon und Beirut erneut zerstört wurden und noch einmal mehr als 1.000 Zivilisten starben, ein gerechter Akt der Selbstverteidigung gewesen sei, mit dem man auf folgendes Verbrechen der Hisbollah reagiert habe:

Die Hisbollah habe „einen unprovozierten Krieg über die von der UNO anerkannte israelisch-libanesische Grenze hinweg geführt, nachdem sich Israel unilateral aus dem Libanon zurückgezogen hatte“.

Zwei gegen zwanzig

Ganz abgesehen von der Täuschung, die in dieser Aussage steckt, würde diese Logik bedeuten, daß Terroranschläge gegen Israelis – noch weit zerstörerischere und mörderischere, als es sie je gab –, völlig gerechtfertigt wären, als Reaktion auf die israelische Praxis im Libanon und auf hoher See, die weit über das Verbrechen der Hisbollah hinausgeht, das darin bestand, zwei Soldaten an der Grenze gefangenzunehmen.

Friedman weiß als erfahrener Nahostexperte der ‘New York Times’ über diese Verbrechen sicherlich Bescheid – zumindest, falls er seine eigene Zeitung liest.

So steht in Absatz 18 eines Artikels der New York Times vom November 1983 über einen Gefangenenaustausch beiläufig: 37 der arabischen Gefangenen „wurden kürzlich von der israelischen Marine festgenommen, als sie versuchten, von Zypern nach Tripoli“, nördlich von Beirut, „zu gelangen“.

Der Verfasser (80) war Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie. Er revolutionierte in den 60er Jahren die Vorstellungen über Sprache und Denken. Zugleich ist er einer der prominentesten und schärfsten Kritiker der gegenwärtigen Weltordnung und des US-Imperialismus. Der Text ist eine sprachliche Bearbeitung eines Artikels, der ursprünglich auf ‘ZNet Deutschland’ erschien.

Nächstes Mal: Es war der engherzige Schritt eines engstirnigen Besatzers
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Die Doktrin des Staatsterrorismus 2. Wegen Sabbat geschlossen 3. Das Monopol der Gewalt 4. Der Feind hat viele Augen 5. Ein kleines Schiff im offenen Meer
6. Heuchelei wird zur Routine
7. Es war der engherzige Schritt eines engstirnigen Besatzers 8. Deutsche kollaborieren mit Kriegsverbrechern 9. Vor dieser Krise wirken die Finanzkrisen sehr klein
      
23 Lesermeinungen
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#23   Paulaner †   01:10:41 | Freitag, 15. Mai 2009
Die Schuhputzer von Moskau
Einen Presse(Wien)-Artikel habe ich gefunden: Assyrer diepresse.com/…gion/471618/index.do
Christen in Moskau.
^-^
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#22   Lumpie †   12:23:23 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Kenne ich…
Minderwertige Völker sind mittels Terrorgewalt zu erziehen
irgendwie von der Kath. Kirche…
>:)
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#21   hildegardfan   10:34:03 | Donnerstag, 14. Mai 2009
@ Großwildjäger:
Ist Elijahu denn nicht da??
Ich vermisse Ihn auch schmerzlich… :-|
Dabei kommen doch wieder seine Lieblingsthemen auf, und er läßt sich einfach nicht blicken… wahrscheinlich wurde er eine weile ruhig gestellt… Na ja, auch der geduldigste Pfleger hat mal die Nase voll. :-)
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#20   Großwildjäger   23:06:54 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Das war…
…aber auch mal Zeit… :-D
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#19   Sefirot   23:02:32 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Großwildjäger
… den haben sie heute in die Zwangsjacke getan,
… der darf heute nicht…!
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#18   Großwildjäger   20:52:30 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@ Tacitus:
Ich warte ja auf den ersten Beitrag eines antisemitischen Homosexuellen
Ist Elijahu denn nicht da?? :-O
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#17   Bodo11 †   17:33:21 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Tacitus
Noch mehr aber hinter Haß und Hochmut, letzteres übrigens eine Sünde.
Sehen sie,die Kommunisten wollten ihre Opfer einfach zu ihrem Glück zwingen.
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#16   Tacitus   17:29:59 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@hildegardfan
Da werden hier sogar die ärgsten Feinde, die Moslems, mit ins Boot geholt und auf Brüderlich gemacht, solange das Ziel das gleiche ist.
In der Tat. Ich warte ja auf den ersten Beitrag eines antisemitischen Homosexuellen – kann nicht mehr lange dauern…
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#15   hildegardfan   17:26:21 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@ Tacitus:
Man sollte noch ergänzen, daß das tägliche Verbeugen nach Mekka sowie das routinemäßige Sudeln auf die katholische Kirche auch dazu gehört.
Oh nein, da Irren Sie sich aber… sobald mit Hilfe der „Muselmanen“ das ungläubige „Pack“ weg gefegt wurde, hört die Brüderlichkeit wieder auf.
Dann wird auch diese Redaktion aufhören, Ahmadinedschad eine Plattform zu bieten.
Aber solange es den eigenen Zwecken dient, kann man die kleinen Unterschiede, die hier eigentlich als große und nicht zu überbrückende Unterschiede gesehen werden, übersehen … wenigstens eine Weile.
Es erstaunt mich ehrlicherweise immer wieder, mit welcher Leichtigkeit diese Redaktion Ihre „Fahne“ dreht, solange es denn gegen Juden geht. Da werden hier sogar die ärgsten Feinde, die Moslems, mit ins Boot geholt und auf Brüderlich gemacht, solange das Ziel das gleiche ist.
Wirklich erstaunlich…
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#14   Tacitus   17:25:51 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@Bodo11
Der Teufel versteckt sich gerne hinter der Humanität.
Noch mehr aber hinter Haß und Hochmut, letzteres übrigens eine Sünde.
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#13   Bodo11 †   17:22:56 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Alles um des Menschen willen !
www.davno.ru/…s/mir/poster-12.html
Kommunistisches Propagandaposter:
Alles um des Menschen willen !
Wie die beiden kleinen Menschlein in der Mitte des Posters doch in die Sonne ihrer neuen lichten Zukunft schreiten !
Brüder zur Sonne,zur Freiheit…Uns’re Fahne flattert uns voran, Uns’re Fahne ist die neue Zeit…
Der Teufel versteckt sich gerne hinter der Humanität und dem Fortschrittsglauben.
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#12   Tacitus   17:16:07 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@hildegardfan
Ich glaube, da beschreiben Sie ziemlich korrekt die Idealweltvorstellung von so einigen Pappenheimern hier.
Man sollte noch ergänzen, daß das tägliche Verbeugen nach Mekka sowie das routinemäßige Sudeln auf die katholische Kirche auch dazu gehört.
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#11   hildegardfan   17:09:43 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@ Tacitus:
Dann kann man endlich in ökumenischer Gemeinschaft mit Ahmadinedschad und seinen Spießgesellen leben, nicht war?
Ja, und was wird das wunderbar werden.
Frauen, die endlich wieder lernen, wo Ihr Platz im Leben ist… (hinter dem Herd, im Bett…)
Brav erzogene Kinder denen man auch mal „eine langen darf“ wenn die frech sind… (gelle Bodo11…?!?)
Nein, ganz toll… ich freu mich schon.
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#10   Tacitus   16:48:52 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@wickerl
Genau – gut daß man das hier liest.
Hoffentlich schmeißt endlich einer eine Atombombe auf Israel, dann sind doch alle zufrieden, oder?
Dann kann man endlich in ökumenischer Gemeinschaft mit Ahmadinedschad und seinen Spießgesellen leben, nicht war?
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#9   wickerl   16:35:23 | Mittwoch, 13. Mai 2009
sehr gut
Gut dass das hier abgedruckt wird, viele wissen es nicht gerade in der Katholischen Kirche
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#8   Bodo11 †   16:21:45 | Mittwoch, 13. Mai 2009
stimme der vernunft
Also bist du ein Freimaurer?
Ich suche nach Wahrheit,Aufklärung und Erleuchtung.
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#7   stimme der vernunft †   16:13:28 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@Bodo
Also bist du ein Freimaurer?
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#6   Bodo11 †   16:10:37 | Mittwoch, 13. Mai 2009
stimme der vernunft
Ein wirklicher „Insider“ kennt diese Sachen.
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#5   stimme der vernunft †   15:48:15 | Mittwoch, 13. Mai 2009
@Bodo
irgendwie klingt das für mich nicht ganz logisch, wenn du von Dingen wissen willst, von denen du annimmst, dass nicht einmal angebliche Insider sie kennen.
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#4   Bodo11 †   15:34:03 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Sefirot
Als Freimaurer-Zögling sollten sie zum Thema Terror und Gewalt aber mal ganz schnell still sein und sich darüber informieren,was bestimmte „Brüder“ in den oberen Etagen so alles getrieben haben.
Aber sie sind ja darüber zum Totschweigen verpflichtet,falls sie es überhaupt wissen sollten.
:-@
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#3   MartinBieger   15:27:45 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Aber wenns sein musste
Hat man die Religion den Leuten auch mal mit dem Schwert eingeprügelt.
Was tut man doch nicht alles für das Seelenheil seiner Mitmenschen.
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#2   Sefirot   15:08:21 | Mittwoch, 13. Mai 2009
stimme der vernunft
…aber die Missionierung hat doch nichts mit Terror zu tun. :-( Die Missionar haben doch nur getauch(f)t… und peinlich darauf geachtet den ominösen Missionsbefehl auszuführen…immer diese Unterstellungen…huch! :-)
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#1   stimme der vernunft †   14:51:49 | Mittwoch, 13. Mai 2009
Minderwertige Völker sind mittels Terrorgewalt zu erziehen.
Ah, ich dachte schon, nun folgt ein Bericht über die christliche Missionierung der Welt.
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