Deutschland
„Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal“
Handelsübliche Dialogangebote gleichen in Deutschland der Einladung, es sich bitte in der Gummizelle nebenan gemütlich zu machen: Es tue ganz bestimmt nicht weh.
Das bekannte Altarbild der römischen Kirche San Lorenzo in Lucina
Das bekannte Altarbild der römischen Kirche San Lorenzo in Lucina
© SteO153, CC
(kreuz.net) In interreligiöser Eintracht werden Karl Kardinal Lehmann, der frühere hessisch-nassauische Kirchenpräsident Peter Steinacker und Salomon Korn, Vizepräsident des ‘Zentralrats der Juden in Deutschland’, am 5. Juli den ‘Hessischen Kulturpreis’ erhalten.

Die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ kommentierte diese Preisverleihung heute mit den Worten: „Hinter dieser Nachricht verbirgt sich ein kleines deutsches Trauerspiel“.

Der Grund: Es fehlt ein ursprünglich ins Auge gefaßter Vertreter des Islam.

Als moslemischer Preisträger war der deutsch-iranische Schriftsteller und Publizist Navid Kermani (41) vorgesehen.

Kermani ist habilitierter Orientalist. Er lebt als freier Schriftsteller in Köln. Für sein akademisches und literarisches Werk ist er mehrfach ausgezeichnet worden.

Die römischen Kirche San Lorenzo in Lucina
Die römischen Kirche San Lorenzo in Lucina
© SteO153, CC
Ablehnung des Kreuzes

Zum Stein des Anstoßes wurde sein Artikel „Bildansicht: Warum hast du uns verlassen“, der Mitte März in der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ erschien.

Es handelte sich um Gedanken über das Kreuz nach der Vorlage von Guido Renis bekanntes Altarbild in der römischen Kirche San Lorenzo in Lucina.

Als Moslem macht Kermani aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Kreuzen gegenüber bin ich prinzipiell negativ eingestellt.“

Ihm stoße die angebliche Lust, „die katholische Darstellungen seit der Renaissance an Jesu Leiden haben, auch deshalb so auf, weil ich es von der Schia kenne und nicht kenne“ – erklärt der Autor:

„Ich kenne es, weil das Martyrium dort genauso exzessiv bis hin zum Pornographischen zelebriert wird“.

Das bringe die Menschen davon ab, „die Welt zu verbessern, statt nur ihren Zustand zu beklagen“ – predigt Kermani weltfromm.

„Gotteslästerung und Idolatrie“

Kermani will seine Kritik am Kreuz nicht als Vorwurf verstanden wissen: „Gerade weil ich ernst nehme, was es darstellt, lehne ich das Kreuz rundherum ab.“

Nebenbei finde er die „Hypostasierung des Schmerzes barbarisch, körperfeindlich, ein Undank gegenüber der Schöpfung, über die wir uns freuen, die wir geniessen sollen“ – meint Kermani konsumbewußt.

Die Kreuzestheologie bezeichnet er dafür als „Gotteslästerung und Idolatrie“.

Hostien essen für Moslems

Dann erinnert sich Kermani an seine Tochter, die als Grundschülerin gelegentlich in der Katholischen Kirche die Fürbitten las, „weil sie so gut lesen konnte und so eitel war, auf jeder Bühne stehen zu wollen, selbst wenn sie dafür eine Stunde früher aufstehen mußte“.

Doch seine Tochter unter dem Kreuz zu wissen, sei ihm, dem Vater, unangenehm gewesen: „Natürlich sagte ich nichts, schließlich ist man liberal.“

Dann wird es happig: „Eingegriffen habe ich nur bei der Messe zur Einschulung, als die Kinder Hostien essen sollten, gleich welchen Glaubens. Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal.“

Kreuz ohne Ecken

Wenn er selber in einer Kirche bete – „was ich tue“ – achte er immer darauf, niemals zum Kreuz zu beten:

„Und nun saß ich vor dem Altarbild Guido Renis in der Kirche San Lorenzo in Lucina und fand den Anblick so berückend, so voller Segen, daß ich am liebsten nicht mehr aufgestanden wäre.

Erstmals dachte ich: Ich – nicht nur: man –, ich könnte an ein Kreuz glauben.“

Vor dem Bild findet Kermani zu einer kleinbürgerlich-moralisierenden Kreuzesinterpretation: „Jesus leidet nicht, wie es die christliche Ideologie will, um Gott zu entlasten, Jesus klagt an: Nicht, warum hast du mich, nein, warum hast du uns verlassen?“

Der Autor kommt zum Schluß: „Dieser Jesus ist nicht Sohn Gottes und nicht einmal sein Gesandter.“

Weil Christi Schmerz bei Reni kein körperlicher sei und keine Folge unmenschlicher Folterungen, sterbe Jesus „stellvertretend für die Menschen, für alle Menschen, ist er jeder Tote, jederzeit, an jedem Ort.“

Kermani ist nur ein Moslem

Kermanis Rhapsodie ist jene Mischung von wahr und falsch, die in der offiziellen Medienindustrie – die auch den Geschmack der katholischen Bischöfe diktiert – in der Regel gut ankommt.

Wäre er ein Jude gewesen, hätten die zu ehrenden Amtschristen den Artikel – und schlimmeres – ohne Probleme geschluckt.

Aber so nicht: Kardinal Lehmann und Peter Steinacker erkannten in Kermanis Gedankengang – nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ – einen „so fundamentalen und unversöhnlichen Angriff auf das Kreuz als zentrales Symbol des christlichen Glaubens“, daß sie den Preis bei gleichzeitiger Vergabe an Kermani nicht annehmen wollten.

Die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ mag dem sonst recht Ketzerei-resistenten Kardinal seine Empörung nicht abnehmen:

„Der vielbeschworene »Dialog« hat sich diesmal selbst ad absurdum geführt, indem sich zeigt, wie wenig gerade seine lautstärksten Vertreter, zu denen Kardinal Lehmann und Peter Steinacker nun einmal gehören, in Wahrheit zu ihm bereit sind.“

Kermani ist auch nicht Erzbischof Robert Zollitsch

Das Blatt staunt über die „plötzliche Entschlossenheit“ der Kirchenmänner:

„Auch deshalb, weil sich in der gerade vergangenen Osterzeit in der Sprachregelung beider Kirchen eine Auffassung des Kreuzestodes durchgesetzt hat, die vom Sühnopfer denkbar weit entfernt ist: nur noch als Zeichen der »Solidarität« Christi mit den sterblichen Menschen soll das Kreuz noch Bedeutung haben.“

Es gebe da ein paar gute Leute, die „Freunde der allgemeinen Toleranz und des Friedens“ – konstatiert die Zeitung:

„Diese guten Leute scheinen zu glauben, daß ein Gespräch dann besonders fruchtbar ist, wenn von Anfang an alle einer Meinung sind.“
      
32 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#32   Paulaner †   23:28:28 | Samstag, 16. Mai 2009
Ochsen im Kreis dreschen lassen
Man sollte lieber an die Hl. Kirchen-Väter halten, als geistloses dilettantes Selbst-Zeug treiben.
Änderungsangst: ==> geistloses, dilettantes Selbst-Zeug :-D
Redaktion benachrichtigen
#31   pneumat   23:17:54 | Samstag, 16. Mai 2009
„Wie oft…“
Man sollte lieber an die Hl. Kirchen-Väter halten, als geistloses dilettantes Selbst-Zeug treiben. Christus wollte, dass seine Nachfolger alle eins sind. Es kommt nicht auf so genannte wissenschaftliche weltliche Wahrheit, die unbeständig ist (Pilatus: was ist die Wahrheit).
In geistiger Welt gibt es nur einzige Wahrheit – sie ist Christus. Sie ist nicht mit der beschränkten menschlichen Vernunft zu erfassen, sondern nur durch die geistige ekstatische innere Offenbarung. Bis dahin glaubt man einfach an die Apostlische Überlieferung.
Die theologischen Spekulationen der sterblichen geistlosen Vernunft sind daher lauter dämonische Phantome.
Redaktion benachrichtigen
#30   Domenico Tuttisanti   14:06:52 | Samstag, 16. Mai 2009
Martin Mosebach in der FAZ:
Könnte das sein, Eminenz?
Zwölf Fragen an Kardinal Lehmann. www.kreuz.net/bookentry.4534.html
Redaktion benachrichtigen
#29   Paulaner †   17:55:25 | Freitag, 15. Mai 2009
wie oft denn noch muss ich hinterfragen!
Luk 10:18 Er sprach aber zu ihnen: Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Wie, bitte, lautet diese Stelle wörtlich?
durch, vermittels.
Redaktion benachrichtigen
#28   pneumat   16:24:50 | Freitag, 15. Mai 2009
der Teufel
„Das Gerichtssystem (im Hexenprozess), das die Wirksamkeit des Teufels bekämpfen wollte, war selber
im höchsten Maße teuflisch“ (IDWRG 09, Raymund Schwager / Roman Siebenrock – Das Böse / Der Teufel. Theologische Orientierungen).
Heute ist es die politische globale Inquisition, die um die „Freiheit“ und „Demokratie“ global kämpft (man denke nur an die CIA und ihre teuflische Küche).
Übrigens ist die Arbeit von Schwager / Roman Siebenrock schwer ernst zu nehmen, wenn die Autoren behaupten, im NT sei kein Zeugnis über den Luzifer-Fall vorhanden.
Luk 10:18 Er sprach aber zu ihnen: Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Redaktion benachrichtigen
#27   Paulaner †   12:37:30 | Freitag, 15. Mai 2009
Eben diese Projektion halte ich,
engegen der theologischen Theorie, für eine Fälschung der verspäteten Evangelien und Paulusbriefe.
Vielmehr verstehe ich die Sachlage anders. Gottvater hat die Erdenmenschen als Straflager geschaffen und seinen Sohn Luzifer (oder wie immer er genannt wird) als Statthalter auf der Erdkugel eingesetzt. Dieser Sohn ist aber untreu geworden, hat die Menschen hinter sich geschart, gegen Gott aufgewiegelt und behauptet, dass er selber der oberste Gott sei.
Er ist in der Geschichte als Widdergott bekannt mit den geraden Hörnern, auch als Amun-Re und böse als Ziegengott verunglimpft. Abraham hat „zufällig“ einen Widder gefunden als Ersatzopfer. Der „Teufel“ – Krampus in den Alpen entspricht auch dem bösen Luzifer auf Erden.
Gottvater hat diesen Sohn von der Erde verjagt mit dem kriegerischen Untergang seiner Hauptsadt Poseidonia (Kollateralschaden Sintflut) und gleichzeitig ein kleines, verstecktes Volk in der Wüste als auserwähltes Volk herangezüchtet, um einen anderen, einen Menschensohn auf die Erde zu setzen. Dieser Jesus hat „das Kreuz besiegt unmuseum.mus.pa.us/atlantis.jpg“.
Über diese These kann man streiten aber mir sind solche Thesen weit lieber als rückwärts ersponnene Theorien aus geistigen Notwendigkeiten.
Redaktion benachrichtigen
#26   Kreuznetter   11:32:49 | Freitag, 15. Mai 2009
@Paulaner
Danke für den Link, ein interessanter Text, um die Lehre der Kirche besser verstehen zu können:
Das Satanische erweist sich folglich in den Evangelien als eine kollektive religiöse Projektion, mittels derer die Sünder das, was sie in ihren eigenen Herzen nicht sehen wollen, auf den Sündenreinen laden und ihn zur Sünde (2 Kor 5,21), zum Fluch (Gal 3,13), zum Satan (Joh 19,7; 10,33) und damit zum Sündenbock im neuen und vollen Sinn machen.
Redaktion benachrichtigen
#25   Domenico Tuttisanti   11:15:51 | Freitag, 15. Mai 2009
In der heutigen FAz
die Stellungnahme von Navid Kermani!
(Nr. 112 vom 15. 05. 2009, S. 31)
Die treibende Kraft bei der schlussendlichen Nicht-Zuerkennung des hess. Kulturpreises an Kermani war demnach niemand anderer als Karl Lehmann.
Und weiterhin behaupte ich, dass Lehmann nicht etwa plötzlich seine „liberale Linie“ gegenüber Infragestellungen des Christentums aufgegeben hat und sich vermeintlich „schützend vor das Kreuz“ stellen wollte. Dieser Gestus ist nur geheuchelt.
Was Lehmann sauer aufstieß und was er im Widerspruch zu seiner sonstigen „Liberalität“ nicht durchgehen lassen konnte, war die Infragestellung dieser innerkirchlichen Liberalität (und interreligiösen Toleranz) selber, mit der sich Lehmann identifiziert wie sonst mit nichts anderem. Was Lehmann – erstmals! – zu einer kräftig illiberalen Reaktion veranlasste war Kermanis Satz:
„Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal. www.nzz.ch/…igung_1.2195409.html
Redaktion benachrichtigen
#24   Paulaner †   23:17:31 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Kein Totenkult, Jesus ist der Heiland.
IDWRG 09 2006 www.uibk.ac.at/…g/idwrg/idwrg_09.pdf Seite 5:
Innsbrucker Diskussionspapiere zu Weltordnung, Religion und Gewalt
Seite 5
Gerade die zentrale Überzeugung des Neuen Testaments und der Kirche, daß der Teufel durch das Kreuz besiegt wurde, stellt uns aber vor ein großes exegetisches Problem.
Redaktion benachrichtigen
#23   Dr. Christoph Heger   22:28:02 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Erstaunlicher Fehler Navid Kermanis
Richtiger und vollständiger als die FAZ informiert das Landesportal Hessen www.hessen.de/irj/hessen_Internet?rid=HStK_15/he… über den Kermani-Skandal.
Was eigentlich verblüfft an Navid Kermanis den Skandal auslösendem Artikel in der NZZ ist folgendes: Obwohl Kermani als Kenner des Korans gilt (ja zeitweise als Favorit für die Nachfolge auf den Lehrstuhl seines Lehrers Prof. Wild, Bonn, galt), behauptete er in diesem Artikel: „Der Koran sagt, dass ein anderer gekreuzigt worden sei. Jesus sei entkommen.“ Das sagt der Koran aber mitnichten.
Es handelt sich lediglich um die phantasievolle Ausdeutung, die der spätere (maßgebliche) Koran-Ausleger At-Tabari dem Vers 157 von Sure 4 gegeben hat: „… während sie ihn doch nicht getötet und nicht gekreuzigt haben. Wahrhaftig es kam ihnen nur so vor…“
Der Vers ist – worauf Christoph Luxenberg aufmerksam gemacht hat – aller Wahrscheinlichkeit nach ursprünglich ein hyperbolischer Ausdruck des Triumphes aus einer syrischen (= christlich-aramäischen) Liturgie, daß der Justizmord an Jesus Christus wegen dessen Auferstehung letzten Endes gescheitert ist. Die islamische Folklore ist allerdings dem Tabari gefolgt und malt sich aus, daß statt Jesus sein Verräter Judas gekreuzigt worden sei, nachdem diesem durch göttliches Eingreifen Jesu Aussehen übergestülpt worden sei.
MfG
Christoph Heger
Redaktion benachrichtigen
#22   Dr. Schlämmer   21:31:01 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Mustergültig die Grenzen aufgezeigt
Der Kardinal hat vorliegend glasklar erkannt, dass es im religiösen Dialog eine Grenze gibt, die durch die Wahrheitsfrage aufgeworfen wird. Dass der Journalist sich darüber zu echauffieren vermag, zeigt nur dessen relativistische Grundhaltung. Der Relativimus ist ein Fallstrick, wenn er, wie vorliegend durch den Journalisten, zu einem erstrebenswerten Ziel erhoben wird, dem sich der Streit um Wahrheit und „letzte“ Überzeugungen unterzuordnen hätte.
In der Praxis zeigt sich das in „Dialogen“, die die Wahrheitsfrage ausklammern.
Das ist letztlich pure Phrasendrescherei, mit möglichem Placeboeffekt.
Redaktion benachrichtigen
#21   Kreuznetter   20:20:45 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Die Kirche ist ein Totenkult
Nebst der Anbetung eines Sterbenden, dessen Abbild überall gezeigt wird und der Verherrlichung des Todes werden Leichenteile von Heiliggesprochenen (Asche, Knochen – Reliquien) verehrt. Daraus resultiert eine gewisse Leibfeindlichkeit.
Andererseits ist gerade das katholische bekannt für eine barocke Lebenslust (man kann nachher ja beichten).
Redaktion benachrichtigen
#20   Luteranerin †   17:44:38 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Siegfried
das mit dem Kommunionsempfang hat mich auch gewundert. Bei der Einschulung meiner Tochter wurde das nicht praktiziert.
Ich weiß ja nicht was dieser Mann da gesehen haben will.
Redaktion benachrichtigen
#19   clarissa colonia   17:44:14 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Dank der Initiative
des heiligmäßigen und zur Ehre der Altäre erhobenen Giuseppe Sarto, die bis heute in seinem Heimatland bewahrt wird, werden dort Kinder mit sechs Jahren zur Erstkommunion geführt …
Redaktion benachrichtigen
#18   Siegfried   17:35:21 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Kommunionempfang bei Einschulung??
Der liberale Moslem ist bestrebt, viel Blödsinn zu erzählen. Wenn bei der Spendung der Heiligen Kommunion oftmals die Handlungsweise zu verurteilen ist, bei der Einschulung wird den ca. 6 jährigen Kindern noch keine Kommunion gereicht.
Redaktion benachrichtigen
#17   Luteranerin †   17:15:44 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Defendor
Ich hab ja schon drauf gewartet, das wieder ihre ellenlange Postings kommen.
Unter interreligiösem Dialog verstehe ich eigentlich das sich Führer der Weltreligionen treffen, über Glaubensinhalte diskutieren, vor allem über die trennenden. Ich erwarte durchausdas die Leute dann rausgehen und sich nicht geeinigt haben. Wie soll das auch gehen? Christen, Juden, Moslems und Buddhisten können nicht einer Meinung sein. Das sind ja nicht mal Katholiken und Evangelische. Aber vielleicht können diese Leute zum Schluß trotzdem zusammen beten, vielleicht auch in getrennten Räumen???????
Ich kann mir aber denken das ihnen das nicht zusagt. :-S :-S :-S :-S
Redaktion benachrichtigen
#16   Paulaner †   17:15:10 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Je mehr Interpretationen, desto mehr Verwirrung.
Diabolo
>:) Der Teufel ist der Verwirrer
Schon gut, das Kreuz mit dem leidenden Jesus aber besser wäre das Kreuz mit Strahlen pix.sueddeutsche.de/…456095/fmbg_30_5.jpg wie das Zugspitzkreuz, der Sieg über den Teufel.
Redaktion benachrichtigen
#15   Tobit   17:13:55 | Donnerstag, 14. Mai 2009
defendor…
sind sie ernsthaft nicht fähig, auch nur einmal über den Tellerrand ihrer eigenen Ideologie zu schauen und so etwas wie Empathie zu empfinden?
Redaktion benachrichtigen
#14   Vineta   17:10:50 | Donnerstag, 14. Mai 2009
@Gotthard: Richtig – aber nun auch richtig weiterdenken!
„dieser Aufschrei blieb aus – obwohl es damals nur vor-konziliare Bischöfe gab“,
die dem im allgemeinen ziemlich zuverlässigen Katholiken
Adenauer herzlich die Hand schüttelten, und ja auch noch kaum Anlaß hatten, den damals noch durch den Kolonialismus am Boden liegenden Islam besonders ernst zu nehmen und als bedrohlich zu empfinden, zumal ohne Pillen, Porno, Homo-und Abtreibungshedonismus die Deutschen ja eigene Kinder noch als Bereicherung empfinden konnten.
Aber dann kam das Konzil samt der Nachkonzilszeit, wo man, statt ordentlich Latein zu lernen, sich lieber darin übertraf, dem Islam ordentlich seinen Respekt zu zollen, bis der vor Selbstbewußtsein nur so zu strotzen begann – und vor lauter unentwegter Respektzollerei gegenüber dem Islam immer leichtsinniger und übermütiger wurde: die lateinische Kultur als unnützen Plunder entsorgte und im Islam die große Bereicherung sah, dem es galt, rote Teppiche auszurollen, und im Multikultitaumel Steuergelder (und in Köln sogar Kollektengelder) u.a. für prächtige Landnahmesymbole zuzuschieben usw. – und das alles unter dem frenetischen Beifall des Modernistenpfarrers Gotthard, der als ( auch orthographisch) Angepaßter und als politisch korrekt Gelobter sogar sonntags seinen Verstand abgibt ( als Torbrüller in den Fußballstadien)
Redaktion benachrichtigen
#13   defendor   16:57:15 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Wer unter „interreligiösem Dialog“…
…jene – von gewissen Kreisen – bewusst eingeschleuste synkretische Verwässerungstaktik versteht, der wird zum Wasserträger der Lüge.
Gerade das KREUZ mit dem leidenden und sterbenden Korpus CHRISTI ist es, das vielen gleichsam zum „roten Tuch“ wird.
Der Hinweis auf den unermesslich hohen Preis, den GOTT selbst durch Seinen Mensch gewordenen, eingeborenen Sohn JESUS CHRISTUS für die Erlösung der Welt von Sünde und Tod gezahlt hat, bewirkt bei vielen eine „Bunkermentalität“, wobei die Beton-Wände ein Gemisch aus Uneinsichtigkeit der eigenen Sündhaftigkeit und ( verstockter) Unbussfertigkeit sind.
So wie das KREUZ von der bis zum Aussersten gehenden VERDEMÜTIGUNG GOTTES für unser Seelenheil kündet,
weist seine Zurückweisung auf die bis zum Aussersten gehende – hochmütige – verstockte Unbussfertigkeit vieler Menschen hin !
Der hl. Paulus:
Die Botschaft vom Kreuz
1 Kor 1,18
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.
1 Kor 1,19
Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen / und die Klugheit der Klugen verschwinden.
1 Kor 1,20
Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt?
1 Kor 1,21
Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten.
www.gloriapolo.net/
Redaktion benachrichtigen
#12   pneumat   16:49:17 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Das Kreuz Christi
Was das Kreuz Christi angeht, es kommt auf die Betonung an.
Wenn ein Kruzifix über den Altar www.lumenchristi.de/…ltar_kreuz_gross.jpg hängt, rügt es mindestens einen theologischen Fehler, denn der Altar symbolisiert das Gottesreich,
in dem es keine Kreuzigung ….kath-kirche-gerlingen.de/…/PuP_Altar_klein.JPG bzw. Leid geben kann.
Es sei denn der RKK-Altar kein Altar ist. Das zweite könnte eher zutreffend sein, wenn man bedenkt, wie der katholische Altar ständig geschändet wird.
Redaktion benachrichtigen
#11   kaylet   16:05:26 | Donnerstag, 14. Mai 2009
@Tuttisanti
:(3 gute Analyse.
So ist die Lage in der deutschen Kirche, auch wenn es traurig ist.
Ich mache in Diskussionen mit bei der Kirche Angestellten genau diese Erfahrung: Alles ist erlaubt, unter folgender Bedingung:
– Man beanspruche keinerlei Wahrheit für das Gesagte, sondern beziehe sich immer auf seine Gefühle, die per Definition richtig sind.
– Besteht man auf Wahrheit als Geltungsanspruch, bekommt man die Keule zu spüren: Sofort werden diese Toleranzapostel aggressiv.
Vernünftige Diskussionen sind unmöglich!!!!!!!!!!!!
Zu einer Trennung zwischen Sach- und Beziehungsebene sind diese nicht mehr in der Lage.
Redaktion benachrichtigen
#10   Gotthard   15:28:54 | Donnerstag, 14. Mai 2009
@vineta
dieser Aufschrei blieb aus – obwohl es damals nur vor-konziliare Bischöfe gab.
Redaktion benachrichtigen
#9   Vineta   15:07:47 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Wo war eigentlich der bischöfliche Aufschrei des Entsetzens,
als 1961 die Bundesregierung begann, millionenweise Moslems ohne jegliche Qualifikation hereinzuholen – ohne Fünfjahresverträge?
Erst jetzt – ein halbes Jahrhundert später und zu spät- scheint also den auf nutzlose Konferenzen und endlose Pseudodialoge setzenden Lehmann-Zollitsch-Episkopat zum ersten Mal so etwas wie Entsetzen zu packen vor verquasten, nicht zu durchbrechenden islamischen Positionen und Argumentationen wie:
„Die Kreuzestheologie bezeichnet Kermani als Gotteslästerung“
So lästert dieser Moslem – und das, obwohl man gerade erst so große Hoffnungen darauf setzte, auch auf jeden Juden oder Moslem überzeugend einwirken zu können, wenn man formuliert, daß doch GERADE ein selbst sich im Leid ( am Kreuz vor Schmerzen) krümmender und sich so mit der leidenden Menscheit solidarisierender und sich selbst erniedrigender Gott von uns armen Menschen erträglicher , verständlicher, begeisternder empfunden kann – während die Vorstellung von einem uns im Elend allein lassenden Willkürgott wohl eher an Blasphemie grenze.
„Eingegriffen habe ich ( Kermani) bei der Messe zur Einschulung, als die Kinder Hostien essen sollten.“
Als ob Kindern aller Konfessionen bzw. Religionen bei ihrer EINSCHULUNG ( Am 1. Schultag ihres Lebens? Bei der Erstkommunion in der dritten Klasse? An jedem Schuljahrsbeginn?) die Hostie gereicht würde und das irgendwo zulässig sei!
Redaktion benachrichtigen
#8   Domenico Tuttisanti   14:50:24 | Donnerstag, 14. Mai 2009
stimme
frage mich allerdings, was ihn das interessiert oder angeht
Kermani ist hauptberuflich Publizist und Schriftsteller. Wer wollte es ihm verdenken, dass er beim Besuch einer römischen Kirche seine Reflexionen anstellt. Er hat bereits mehrere religionswissenschaftliche Bücher veröffentlicht. So viel dazu, „was ihn das interessiert“!
Seine Tochter war daran und dabei in der Grundschule alles mitzumachen, was die anderen da so machen und den Vater, ein Muslim, beschlich das unbestimmte Gefühl, dass Liberalität offenbar mit „Wurschtigkeit“ verwechselt wurde. Da es immerhin um seine eigene Tochter ging, ist auch die weitere Frage beantwortet, „was ihn das angeht“.
Redaktion benachrichtigen
#7   stimme der vernunft †   14:41:46 | Donnerstag, 14. Mai 2009
@Tuttisanti
Dann nehme ich zurück was ich weiter unten geschrieben habe.
Ich frage mich allerdings, was ihn das interessiert oder angeht.
Das ist ja wie wenn Angela Merkel den Schiiten sagen würde, wie sie ihr Freitagsgebet doch besser gestalten sollten.
Redaktion benachrichtigen
#6   Domenico Tuttisanti   14:25:40 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Kermani
hatte in früheren Texten schon die liberal-katholische und modernistische Tendenz kritisiert, sich gegen jede biblische Evidenz, aber im Einklang mit dem Zeitgeist, einen „Wohlfühlgott“, der „alle lieb hat“ herbeizuphantasieren.
Kermani betont, dass er das Kreuz ablehnt „gerade weil ich ernst nehme, was es darstellt“ (so in der NZZ). Sein Vorwurf an „die liberale Kirche“, die er in der voraussetzungslosen Zulassung aller zur Hl. Kommunion verkörpert sieht, besteht gerade darin, dass sie nicht mehr ernst nimmt, was sie in ihren tradierten Texten verkündet.
Redaktion benachrichtigen
#5   Brandenburgis   14:22:21 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Klingt eher nach
Dönmeh-Frankismus, was der Herr da geäußert hat.
Redaktion benachrichtigen
#4   Alois Bischof   14:15:16 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Iranier
Und Muslime? Weshalb lebt es denn nicht im Iran, einem islamischen Staat? Weshalb im christlichen Westen? Raus mit diesem frechen Manne.
Oder ist der eigentlich Sabbatäer und täuscht nur vor Muslime zu sein?
„Den Heiden eine Torheit, den Juden ein Ärgernis“ uns aber Kraft Gottes und Endsieg.
Redaktion benachrichtigen
#3   stimme der vernunft †   14:11:39 | Donnerstag, 14. Mai 2009
liberale Kirche
Seid ihr eigentlich unfähig einen Text zu verstehen?
Dem Sprecher des Satzes „da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal“ ist völlig gleichgültig, wie liberal oder konservativ die Kirche ist, er möchte lediglich, dass seine Kinder nicht von ihr belästigt werden. Und von einer weniger liberalen Kirche erhofft er sich weniger Belästigung.
Ob die Priester lateinisch oder deutsch murmeln, in welche Richtung sie schauen wenn sie ihre Obladen weihen und dergleichen ist ihm herzlich egal.
Redaktion benachrichtigen
#2   Domenico Tuttisanti   14:01:27 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Dieser Satz war es:
„Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal“
der Lehmann bewogen hat, den „Dialog“ auszusetzen!
Dieser Satz – und sonst gar nichts! Über das Kreuz hätte Kermani sagen dürfen, was er will und nicht besser versteht. Aber wer die „liberale Kirche“ kritisiert, der soll sie kennen lernen! ^-^
Redaktion benachrichtigen
#1   HK417   13:58:52 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Rosenberg läßt grüßen?
Kermanis Ablehnung des Kreuzes hätte Alfred Rosenberg sicher gefallen – etwa die Bekundung, dass die „Hypostasierung des Schmerzes barbarisch, körperfeindlich, ein Undank gegenüber der Schöpfung, über die wir uns freuen, die wir geniessen sollen“ sei, liegt auf einer der Argumentationslinien contra crucem des berüchtigten NS-Oberideologen, der das Kreuz aus seiner zu schaffenden „germanischen Nationalkirche“ verbannen wollte.
Womöglich war für Kermanis Ausladung nicht ein Anflug von Orthodoxie bei Lehmann und dessen Evangelenkollege (woher sollte das auch so plötzlich kommen?) verantwortlich, sondern ein der deutschen Seele ja zwischenzeitlich unbewußt dräuendes Ahnen, daß da schon wieder irgendwas nach Nazikram stinken könnte?
;-)
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
DeutschlandWas er sagen wird, ist jetzt schon klar DeutschlandKatholisch-Sein als Lachnummer DeutschlandDenunzianten vereitelten seine Berufung zum Bischof DeutschlandDie Lehre aus den Haßausbrüchen DeutschlandDer Judas von Berlin DeutschlandBestellte Papstschelte DeutschlandEr ist ein lieber Mann und wohnet in Berlin Heiliges LandDa macht sie es sich ein bißchen einfach DeutschlandWerden die Bistümer verschmolzen? DeutschlandUnsichere Kirchen DeutschlandKein Land in Sicht DeutschlandLiegt’s an der Aufklärung oder vielleicht doch an der Sexualaufklärung? DeutschlandWegen der Liturgie und der schönen Gewänder DeutschlandHat David gegen Goliath gesiegt? DeutschlandWiderspruch gegen den Entscheid des Kölner Erzbischofs
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net