Deutschland
Und der Musikgruppe sollten sie auch noch Bescheid geben
Daß es Kardinal Karl Lehmann darum ging, das Kreuz Christi zu verteidigen, glaubt ihm kein rechtschaffener Katholik, der noch alle Tassen im Schrank hat.
Mons. Karl Kardinal Lehmann
Mons. Karl Kardinal Lehmann
© Wikipedia-Benützer: ‘Th1979’, GFDL
(kreuz.net) Heute hat der deutsch-iranische Publizist Navid Kermani auf seiner Webseite Hintergründe zum jüngsten Skandal um den ‘Hessischen Kulturpreis’ bekanntgegeben.

Als islamischer Vertreter hätte Kermani den Preis zusammen mit Karl Kardinal Lehmann, dem früheren hessisch-nassauischen Kirchenpräsidenten Peter Steinacker und dem Vizepräsident des ‘Zentralrats der Juden in Deutschland’, Salomon Korn, am 5. Juli erhalten sollen.

Ursprünglich war der bedeutende deutsch-türkische Islamwissenschaftler Fuat Sezgin (84) als Preisträger vorgesehen.

Doch Sezgin lehnte die Auszeichnung mit Hinweis auf Salomon Korns Leugnungen der jüngsten israelischen Kriegsverbrechen in Gaza ab.

Ein gezieltes Mißverständnis

Kermani war bereit, den Preis anzunehmen, „sofern ich die Möglichkeit habe, bestehende Differenzen bei der Preisverleihung anzusprechen.“

Er fügte hinzu, nicht nur mit Samuel Korn, sondern noch mehr mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, der den Preis vergibt, Differenzen zu haben.

Die Preisverleiher waren einverstanden.

Doch Ende April erhielt Kermani vom Protokollchef des Landes Hessen einen Anruf: Kardinal Lehmann und Steinacker seien – angeblich – wegen eines in der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ veröffentlichten Artikels von Kermani über das Kreuz zurückgetreten.

Kermanis erste Reaktion: „Zuerst dachte ich, es liege eine Verwechslung oder ein Mißverständnis vor.“

Die wahren Hintergründe

Dann begann der Publizist fieberhaft sein Gewissen zu erforschen: „Mir fielen alle möglichen Texte ein, über die sich Herr Korn oder Herr Koch geärgert haben könnten, aber ich begriff nicht, was ich Verwerfliches über das Christentum gesagt oder geschrieben haben sollte.“

Seine religionswissenschaftlichen Bücher, in denen er sich intensiv mit dem christlichen Glauben beschäftige, würden in theologischen Zeitschriften gelobt:

„,Regelmäßig werde ich von kirchlichen Institutionen eingeladen, selbst ein Theaterstück, das auf einer Erzählung von mir beruht, wurde auf dem Kirchentag aufgeführt.“

Für seine Artikelreihe in der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ habe er bewegende Zuschriften christlicher Leser bekommen – „auch aus dem Vatikan“.

Kürzlich habe er sich in einer Rede in dem Berliner Ausstellungshaus ‘Martin-Gropius-Bau’ dafür „rechtfertigen“ müssen, „allzu positiv“ von der Katholischen Kirche gesprochen zu haben.

Freundlicher Protokollchef

Kermani gesteht ein, in dem kritisierten Artikel seine Ablehnung der Kreuzestheologie drastisch formuliert zu haben:

„Aber der Artikel hört nicht bei diesen ersten Sätzen auf, sondern zeigt, wie mich das ästhetische Erleben bis an den Rand der Konversion führt.“

Der freundliche Protokollchef erklärte dem Autor abschließend, daß die beiden Kläger von ihm eine öffentliche Erklärung verlangten, die den Text „einordnen“ würden.

Doch das lehnte Kermani ab.

Die Vorbereitungen für die Preisverleihung gingen trotzdem weiter. Kermani erhielt die Ankündigung, daß in nächster Zukunft Texte und ein Trailer über seine Person produziert würden.

Eine iranische Musikgruppe war bereits eingeladen worden.

Ungewöhnliche altliberale Aufregung

In dieser Zeit bekam Kermani über Umwege einen Brief des sonst äußerst Ketzerei-resistenten Kardinals Lehmann zu Gesicht.

Kermanis Kommentar: „Ich kann nur hoffen, daß jemand diesen Brief noch veröffentlicht, denn zumindest die Passagen, die ich hörte, sind derart aggressiv, daß sich der Verfasser damit selbst diskreditiert.“

Er sei Kardinal Lehmann zuvor zweimal begegnet – „und muß gestehen, daß er mir alles andere als unsympathisch war.“

„Es gelingt mir noch immer nicht, den diffamierenden Ton des Briefes mit der Person zusammenzubringen, die ich meinte, kennengelernt zu haben.“

Welche politischen Prioritäten?

Kermani erkundigte sich per Email bei dem freundlichen Hessischen Protokollchef – und bekam auf einmal keine Antwort:

„Jetzt ahnte ich, daß Kardinal Lehmann es nicht bei dem Brief belassen und daß Herr Koch nach der politischen Priorität entschieden hatte.“

Am Mittwoch erfuhr Kermani durch den Anruf eines Redakteurs der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’, daß ihm der ‘Hessische Kulturpreis’ aberkannt wurde.

Später erreichte den gescheiterten Preisträger eine Mail der Hessischen Staatskanzlei mit der Presseerklärung und einem Brief des Ministerpräsidenten, in dem er Kermani zu einer Podiumsdiskussion einlädt.

Seine Antwort an den Ministerpräsidenten möchte Kermani – anders als Kardinal Lehmann – von vornherein öffentlich machen:

„Sehr geehrter Herr Koch, ich hoffe, daß Sie sich wenigstens schämen. Mit freundlichen Grüßen aus dem katholischen Köln, Navid Kermani.“

Kermani hätte sich gewünscht, daß ihm der Hessische Protokollchef mindestens telephoniert hätte: „Und der Musikgruppe sollten sie auch noch Bescheid geben.“
      
38 Lesermeinungen
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#39   St. Anton †   04:27:11 | Sonntag, 17. Mai 2009
Aha, so ist das.
und wen interessiert das nun?
Übrigens werde ich den hessischen Kulturpreis auch nicht entgegennehmen können – an diesem Tag habe ich bereits einen Zahnarzt-Vorsorgetermin.
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#38   Domenico Tuttisanti   13:13:09 | Samstag, 16. Mai 2009
Martin Mosebach:
„Zwölf Fragen an Kardinal Lehmann www.kreuz.net/bookentry.4534.html
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#37   Paulaner †   11:25:56 | Samstag, 16. Mai 2009
Immer um den Brei herum
Jetzt habe ich es anders geöffnet, damit ich es wörtlich herkopieren kann.
Der Knackpunkt, der von ALLEN Beteiligten NICHT angesprochen worden ist, ist im ARTIKEL erwähnt worden:
Doch Sezgin lehnte die Auszeichnung mit Hinweis auf Salomon Korns Leugnungen der jüngsten israelischen Kriegsverbrechen in Gaza ab.
Weiters (da habe ich etwas ungenau gelesen):
Kermani war bereit, den Preis anzunehmen, „sofern ich die Möglichkeit habe, bestehende Differenzen bei der Preisverleihung anzusprechen.“
Er fügte hinzu, nicht nur mit Samuel Korn, sondern noch mehr mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, der den Preis vergibt, Differenzen zu haben.
Sondern noch mehr mit Koch, nicht allein mit Koch, mein Fehler.
Doch Ende April erhielt Kermani vom Protokollchef des Landes Hessen einen Anruf: Kardinal Lehmann und Steinacker seien – angeblich – wegen eines in der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ veröffentlichten Artikels von Kermani über das Kreuz zurückgetreten.
Kermanis erste Reaktion: „Zuerst dachte ich, es liege eine Verwechslung oder ein Mißverständnis vor.“
Lesen Sie „angeblich“ (… über das Kreuz)!
Nirgends ist von Samuel Korn die Rede, immer schön um den Brei herum <= diplomatisch. Ich vermute persönlich, dass nicht Samuel Korn die Verleihung torpediert hat, denn der war von Anfang an involviert.
Und die Kreuz-Story hatte damit nichts, absolut nichts zu tun. Nur die christlichen Theologen und besonders die Freunde des Kardinals Lehmann hier in kreuz.net waren erschüttert.
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#36   lux in tenebris   11:04:03 | Samstag, 16. Mai 2009
paulaner, ja dann klären sie uns doch freundlicherweise auf…
…über den knackpunkt, den wir alle nicht begriffen haben. es ist ziemlich uncool, sich mit nebeligen argumenten zu umwölken, gelle ;-) :(3
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#35   Paulaner †   10:23:15 | Samstag, 16. Mai 2009
Will denn hier niemand was verstehen?!
:-[ „Dialog … ist nur möglich, wo er eigentlich seinen Sinn schon eingebüßt hat“.
Wann klingelt es denn endlich im Kopf! Das ist eine Metadiskussion, macht das Kreuz nicht hier lächerlich!
Der Teufel hat die Fäden in der Hand.
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#34   Domenico Tuttisanti   10:11:47 | Samstag, 16. Mai 2009
Der Schlämmer:
Es lebe die Konzilskirche, und die Spalter mögen übertreten, zum Islam.
Die prominenten Vertreter der „Konzilskirche“ waren soeben erst dabei, „das Kreuz um seine Kraft zu bringen“ (1. Kor. 1, 17) und die Öffentlichkeit vernahm aus dem Munde des Vorsitzenden der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz, dass Jesus Christus womöglich nicht zur Sühne für unsere Sünden gestorben sei … Hatte sich Lehmann hier korrigierend zu Wort gemeldet, bei dieser sehr öffentlichen Erklärung seines bischöflichen Amtsbruders und Nachfolgers im Amte des Vorsitzenden der DBK?
–-- Hat er? –--
Und so behält die FAZ (und all die anderen Feuilletons anderer Zeitungen) recht! Hier stinkt was!
„Man staunt über die plötzliche Entschlossenheit der Kirchenmänner. Auch deshalb, weil sich in der gerade vergangenen Osterzeit in der Sprachregelung beider Kirchen eine Auffassung des Kreuzestodes durchgesetzt hat, die vom Sühnopfer denkbar weit entfernt ist www.kreuz.net/bookentry.4520.html…
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#33   Paulaner †   09:38:01 | Samstag, 16. Mai 2009
Doch Diplomatie.
Dadurch, dass es bis jetzt noch niemand mitbekommen hat, wo der wirkliche „Knackpunkt“ gelegen ist und dass der Kardinal die Schelte der kreuz.netter und vieler anderer Subalterner auf sich genommen hat, ist es Diplomatie!
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#32   lux in tenebris   09:33:15 | Samstag, 16. Mai 2009
paulaner
ich sag’s ja. interessenpolitik. unter diplomatie verstehe ich etwas anderes! ;-)
was man unter diplomatie subsumieren kann, hat uns jüngst papst benedikt XVI. auf seiner israelreise exemplarisch vorexerziert… :)3
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#31   Paulaner †   09:16:40 | Samstag, 16. Mai 2009
Diplomatie
Warum hat der Türke (ich kann mir Namen nicht mehr merken) abgelehnt? Das steht im Artikel.
Warum betonte der Iraner so ausdrücklich und penetrant, dass er nur mit Koch Differenzen habe?
^-^ Um den Brei herum.
Diplomaten riechen den Braten sofort, Kaufleute wie ich erst bei näherem Hinsehen.
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#30   lux in tenebris   09:07:38 | Samstag, 16. Mai 2009
da kann ich ihnen nicht folgen, werter paulaner
der kardinal und frau merkel mögen die marionetten und dummen auguste von drahtziehern sein, aber das hat nichts mit diplomatie, sondern mit politischen interessen zu tun, denen sie sich willfährig zur verfügung stellen. wenn es sich also so verhielte (konjunktiv!), dann wären merkel und lehmann wirklich dumme bauern in einem miesen und bösen spiel. man muß nämlich keine interessen bedienen, man muß seinem gewissen folgen, nur dann kann man achtung für seine positionen einfordern! nur dann würde dem kardinal unrecht getan…
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#29   Paulaner †   01:57:21 | Samstag, 16. Mai 2009
Diplomatische Verwindungen auf Kosten des Kardinals?
Hat sich jemand hier und in der Redaktion mit dem Gedanken beschäftigt, dass der Kardinal ein „Bauer“ im Spiel gewesen ist im Zusammenhang mit den anderen Preisträgern? Dass er nur den diplomatischen Schritt tun musste, um die öffentliche Verstimmung auf sich zu kanalisieren. Ähnlich vielleicht wie kürzlich die Evangelische Kanzlerin Merkel den Papst „maßregeln“ mußte aus diplomatischen Gründen.
Ein Iranischer Preisträger macht kein gutes Bild in der aktuellen politischen Lage.
Das würde möglicherweise(?) erklären, warum der Ton soo überraschend Harsch, soo unerwartet, unnötig, ausfallend grob ausgefallen ist.
:-( Dann haben hier alle dem Kardinal sehr unrecht getan!
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#28   Dr. Schlämmer   22:32:35 | Freitag, 15. Mai 2009
@Domencio uttisanti
Sie mit Ihren „Gedankenbewegungen“ und Ohrfeigen.
Ist ja lachhaft.
Der Bischof hat recht und sein Handeln war völlig okay.
Es lebe die Konzilskirche, und die Spalter mögen übertreten, zum Islam.
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#27   Domenico Tuttisanti   19:33:35 | Freitag, 15. Mai 2009
Pressesplitter:
Tagesspiegel:
Der Hessische Staatspreis wird zum Skandal: Die Landesregierung setzt mit erstaunlichem Ungeschick ein Zeichen der Intoleranz, und, schlimmer noch, christliche Würdenträger geben einen Beweis ihrer Dialogunfähigkeit.

Wohlgemerkt, dies ist ein persönliches Bekenntnis, ein höchst tolerantes dazu. Eine klare Wertschätzung der anderen und trotzdem eine entschiedene eigene Position. Jeder möge glauben, was er will, und beten, zu wem er will, aber ich, Narvid Kermani, lehne das Kreuz für mich ab. Schon das ein Musterbeispiel für einen religiösen Dialog. Und dann der überraschende Wendepunkt, der Höhepunkt am Schluss: „Und nun saß ich vor dem Altarbild Guido Renis in der Kirche San Lorenzo in Lucina und fand den Anblick so berückend, so voller Segen, dass ich am liebsten nicht mehr aufgestanden wäre. Erstmals dachte ich: Ich – nicht nur: man –, ich könnte an ein Kreuz glauben.“

Haben die Herren Lehmann und Steinacker nicht begriffen, was für ein Geschenk sie da ausgeschlagen haben? Nun bekommen sie einen Preis für Toleranz und religiöse Dialogfähigkeit. Doch es hätte nur einen Preisträger geben dürfen: Navid Kermani.
Deutschlandradio:
Helmut Seemann, Präsident der Klassikstiftung Weimar im Interview:
…über die Äußerungen von Karl Kardinal Lehmann wirklich entsetzt bin, weil sie zum Ausdruck bringen, dass er einen Text nicht verstehen kann …
… ich kann mir auch eigentlich nicht vorstellen, dass es der einzige Grund ist, der Kardinal Lehmann leitet …
:-D
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#26   Genoveva   18:42:14 | Freitag, 15. Mai 2009
@lateiniheini
Fürbitten lesen ist für Kinder in der Tat kein religiöser Akt,
Wie wird denn ein religiöser Akt definiert?
Im Zusammenhang mit Kermanis Aussage sollte das eigentlich recht klar sein: die heutige Praxis, Kinder in das liturgische Geschehen einzubeziehen, führt bei denselben in der Regel nicht dazu, dass sie besonders innig beten, sondern dem „Bühneneffekt“ erliegen. Das kann man jeden dritten Sonntag in jeder dritten deutschen Pfarrkirche beobachten.
Ein religiöser Akt ist ein solcher, in dem ich innerlich eine Verbindung mit Gott aufnehme. Das wird durch „Bühneneffekt“ gnadenlos konterkariert. Kinder tragen in einer solchen Situation eine Fürbitte dem Auditorium vor und haben auch ähnliche Fragen und Erwartungen wie ein „Schauspieler“ (Mache ich es richtig? Wirke ich gut? etc.). Für das Bewußtsein und den Wunsch, eine Bitte an Gott zu richten, ist in dieser Situation wenig Raum.
Wer diesen Zusammenhang negiert, hat entweder keine Ahnung von Kindern oder keine Ahnung vom Gebet – beides ist schlimm.
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#25   wassers   18:16:15 | Freitag, 15. Mai 2009
Reizend: „Getroffene Hunde bellen…“
Nicht nur das, sie beißen auch, dieses Exemplar sicherlich am liebsten eine fette Weißwurst mit einem Brezel? Wohl bekomm’s, manch einer erstickt auch an seiner Völlerei, die bekanntlich eine Sünde ist, aber auch das scheint hier vergessen!
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#24   Domenico Tuttisanti   17:08:08 | Freitag, 15. Mai 2009
@Genoveva
Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!
@Schlämmer
Sie zitieren Kermani aus dem Teil, in dem er seine traditionell islamischen Vorbehalte formulierte. In dem Text bewegt er sich jedoch weiter! Die FAZ bemerkt dazu:
Er meditierte über ein Bild von Guido Reni, die „Kreuzigung“ in der Basilika San Lorenzo in Lucina. Gläubiger Muslim, der Kermani ist, musste er seine tiefen Vorbehalte gegen das Kreuz zum Ausdruck bringen, in sehr deutlicher Sprache: „Kreuzen gegenüber bin ich prinzipiell negativ eingestellt.“ Ja, er wurde noch schärfer: „Für mich formuliere ich die Ablehnung der Kreuzestheologie drastischer: Gotteslästerung und Idolatrie.“
Aber wenn man Kermanis Aufzeichnungen richtig las, dann war damit doch nur der Ausgangspunkt formuliert, der in der Gedankenbewegung – so etwas gibt es! – in eine ganz andere Sicht des Kreuzes mündete.
Gedankenbewegung – so etwas gibt es!
Das muß Ihnen, Herr „Dr.“ Schlämmer wie eine Ohrfeige auf den Bäckchen brennen! :-$ Am besten, Sie lassen es für heute; Sie haben sich hier schon genug blamiert!
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#23   Genoveva   16:08:14 | Freitag, 15. Mai 2009
@Domenico Tuttisanti
Je länger ich darüber nachdenke, desto deutlicher wird mir die ganze Abgründigkeit des Vorgangs. Da nähert sich Angehöriger der islamischen Religion – vermittelt durch das kulturelle Zeugnis des Christentums – einem Verständnis unseres Glaubens an und der ehemals höchste Repräsentant unserer Kirche in Deutschland fühlt sich auf den Schlips getreten, weil Herr Kermani dabei die seichte Oberfläche souverän durchstößt und zum Kern – dem Kreuz – vordringt.
Was dann kommt, entspricht genau dem, was man von Herrn Lehmann erwarten kann: politische Schiebereien hinter den Kulissen – mit Handlangern aus der „C“-Partei.
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#22   Dr. Schlämmer   15:57:26 | Freitag, 15. Mai 2009
Kein Konsens
Zitat Kermani:
„Kreuzen gegenüber bin ich prinzipiell negativ eingestellt. Nicht, dass ich die Menschen, die zum Kreuz beten, weniger respektiere als andere betende Menschen. Es ist kein Vorwurf. Es ist eine Absage. Gerade weil ich ernst nehme, was es darstellt, lehne ich das Kreuz rundherum ab. Nebenbei finde ich die Hypostasierung des Schmerzes barbarisch, körperfeindlich, ein Undank gegenüber der Schöpfung, über die wir uns freuen, die wir geniessen sollen, auf dass wir den Schöpfer erkennen. Ich kann im Herzen verstehen, warum Judentum und Islam die Kreuzigung ablehnen. Sie tun es ja höflich, viel zu höflich, wie mir manchmal erscheint, wenn ich Christen die Trinität erklären höre und die Wiederauferstehung und dass Jesus für unsere Sünden gestorben sei. Der Koran sagt, dass ein anderer gekreuzigt worden sei. Jesus sei entkommen. Für mich formuliere ich die Ablehnung der Kreuzestheologie drastischer: Gotteslästerung und Idolatrie.“
(Quelle: Netzzeitung)
Also ich erblicke hier keine Annäherung, sondern einen ganz klaren Standpunkt.
Und diesen konnte sich Lehmann unmöglich auch nur andeutungsweise zu eigen machen.
Meinen Sie, eine Randbemerkung des Nichtkirchenmitgliedes Kermani, nämlich der Wunsch, die Kirche möge doch weniger liberal sein, habe den Bischof derart aus der Fassung gebracht, dass er für die gemeinsame Preisverleihung nicht mehr zur Verfügung stand?
Also das wäre gleichbedeutend ein Kamel zu schlucken und an einem Apfel zu ersticken.
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#21   Domenico Tuttisanti   15:06:12 | Freitag, 15. Mai 2009
Schlämmer
mir als Bischof wäre es äußerst peinlich und letztendlich unmöglich, zusammen mit einem anderen einen bzw. den selben Preis zu empfangen, der den Kreuzestod Jesu leugnet und/oder sich in banaler Weise über die Kreuzestheologie bzw. die christliche Deutung des Kreuzes echauffiert.
Kermani hatte den Kreuzestod nicht geleugnet und sich aus ursprünglichen muslimisch geprägten Vorbehalten gegen das Kreuz (und diese benennt er auch!) auf eine mögliche Bedeutung desselben auch für ihn zubewegt.
Warum sollte Lehmann jetzt auf einmal irgendetwas „peinlich“ sein, was ihm jahrzehntelang nie peinlich war: die Begegnung mit Ungläubigen, Zweiflern, Andersgläubigen usw. Nein, darin hat kreuz.net nun nun einmal recht und hier kann Lehmann endgültig der Heuchelei überführt werden:
Er hat nur zum Anschein Anstoß genommen an den Worten Kermanis zum Kreuz. In Wahrheit war er ganz persönlich getroffen von dem Satz:
„Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal www.nzz.ch/…igung_1.2195409.html
Kreuz.net hat recht und die FAZ auch:
„Daß es Kardinal Karl Lehmann darum ging, das Kreuz Christi zu verteidigen, glaubt ihm kein rechtschaffener Katholik, der noch alle Tassen im Schrank hat.“
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#20   Dr. Schlämmer   14:53:38 | Freitag, 15. Mai 2009
@Domenico
Also ich weiß nicht, wo Sie in dieser Frage Ihren gesunden Menschenverstand gelassen haben, aber mir als Bischof wäre es äußerst peinlich und letztendlich unmöglich, zusammen mit einem anderen einen bzw. den selben Preis zu empfangen, der den Kreuzestod Jesu leugnet und/oder sich in banaler Weise über die Kreuzestheologie bzw. die christliche Deutung des Kreuzes echauffiert.
Wenn ich diesen Preis entgegennehmen würde, käme das ja letztlich einer Anerkennung von dessen Gedankengängen gleich.
Kurzum: Ich kann mit einem solchen Menschen vielleicht diskutieren, aber nicht mit ihm mich ehren lassen.
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#19   Domenico Tuttisanti   14:43:38 | Freitag, 15. Mai 2009
Die FAZ
hat – wie andere auch! – den performativen Selbstwiderspruch bei Kardinal Lehmann schwerlich übersehen können: Von „Dialog“ reden, ihn im konkreten Fall aber verweigern! „Liberal“ sein wollen, aber nur, solange es nicht die eigenen Positionen sind, die zur Debatte stehen.
Lehmann hat es falsch angepackt! Seit Jahren ist er „liberal“ in allen harten Glaubensartikeln. Jetzt auf einmal kehrt er den Traditionskatholiken heraus und will angeblich Anstoß genommen haben an Kermanis Reflexionen zum Kreuz, die in Wahrheit sogar eine gedankliche Öffnung in Richtung auf eine mögliche Heilsbedeutung desselben waren?
Nein, die plötzliche Wendung des Kardinals gegen „Beleidigungen“ (sic!!!) des Kreuzes erschien der FAZ sehr unwahrscheinlich und suspekt. (Und seien Sie versichert: die FAZ kennt ihn gut!) Also wendet sie sich dem inkriminierten Text zu und wird darin doch tatsächlich fündig:
Kermani hatte eine falsch verstandene Liberalität der Kirche, die diese unter der Vorherrschaft eines allgemeinen Relativismus und Indifferentismus längst praktiziert (z.B. Kommunion für alle), angeprangert. Er konnte nicht wissen, dass sich der Hauptschuldige für diese Missstände in Deutschland zu recht getroffen fühlen würde: Kardinal Lehmann ist zur Symbolfigur des katholischen Liberalismus geworden. Der Satz: „Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal“ hat ihn getroffen. Und getroffene Hunde bellen!
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#17   Dr. Schlämmer   14:22:22 | Freitag, 15. Mai 2009
@Domenico
Das ist im Hinblick auf den konkreten Vorwurf aber ein äußerst dürftiger Beweis, um nicht zu sagen: eine Luftblase.
Die FAZ sollte sich über „Sanftheitsreligion“, „Wischiwaschikatholizismus“ und „repressive Toleranz“ aufregen, wenn es wirklich passt.
Im konkreten Zusammenhang ist sie im Endeffekt nur ungewollter(?) Fürsprecher einer relativistischen Einheitsreligion.
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#16   Domenico Tuttisanti   14:12:01 | Freitag, 15. Mai 2009
Dr. Schlämmer
Selbst der FAZ ist doch aufgefallen, dass hier etwas nicht stimmen kann beim Kardinal:
„Wo nun die größere Missachtung des Kreuzes liegt, in Kermanis häretischen Ideen oder in der neueren innerkirchlichen Sanftheitsreligion, das ist eine theologische Frage, über die das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen ist. Dialog, nach der Vorstellung mancher, ist nur möglich, wo er eigentlich seinen Sinn schon eingebüßt hat. Da, wo es ernst wird, wo er beginnen müsste, bricht man ihn ab. Aus der fernen Welt der vielgescholtenen Achtundsechziger klingt ein Wort zu uns herüber, das diesmal die Sache trifft: „repressive Toleranz“. Die Posse um den Hessischen Kulturpreis ist ein unschätzbares deutsches Sittenbild. Dialogangebote gleichen hierzulande der Einladung, es sich doch bitte in der Gummizelle nebenan gemütlich zu machen, es tue dort ganz bestimmt nicht weh www.kreuz.net/bookentry.4520.html
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#15   Dr. Schlämmer   14:06:47 | Freitag, 15. Mai 2009
Lehmann, der pöse Feind der kreuz.net-Redaktion
„Daß es Kardinal Karl Lehmann darum ging, das Kreuz Christi zu verteidigen, glaubt ihm kein rechtschaffener Katholik, der noch alle Tassen im Schrank hat.“
Und wo sind die Beweise? Alles reine Mutmaßung.
Wenn die tradifreundliche kreuz.net-Redaktion unbescholtenen katholischen Bischöfen völlig unbegründet in den Rücken fällt – und dabei nach Belieben und fast schon wahllos „Verbündete“ um sich schart, die man eben, zumindest inhaltlich, noch verdammt hat(!), darf sich diese auch nicht wundern, dass man sie von Seiten dieser Herren ebenfalls nicht ernst nimmt, und sich gegebenenfalls entsprechend revanchiert.
PS: Ihr wisst schon, was man mit tollen Hunden macht?
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#14   Desperatus †   14:05:36 | Freitag, 15. Mai 2009
@Wassers
„Gesichtsstudie dieses wohl www.kreuz.net/?photo=auto&dat… genährten „Prälaten www.spiegel.de/…71718-309351,00.html““
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#13   lateiniheini   13:58:12 | Freitag, 15. Mai 2009
@tutti
lateinheini in seiner hilflosen Bemühtheit!
Ne,hat doch System?Oder…?
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#12   Domenico Tuttisanti   13:55:49 | Freitag, 15. Mai 2009
Süüüüß,
lateinheini in seiner hilflosen Bemühtheit! :-D
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#11   lateiniheini   13:52:43 | Freitag, 15. Mai 2009
@dom.Tut @genoveva
@dom.tut.
er steht jetzt als Heuchler da!
Wieso?
Am Ende ist Lehmann der Verlierer!
Wahrscheinlich eher nicht!
@genoveva
Fürbitten lesen ist für Kinder in der Tat kein religiöser Akt,
Wie wird denn ein religiöser Akt definiert?
sondern appelliert an ganz andere Regionen des Gemüts.
„Hostienessen für alle“.
Wer sind denn „alle“?
An welche?
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#10   Genoveva   13:44:00 | Freitag, 15. Mai 2009
Das ist schon hochinteressant
Wenn das wirklich der inkriminierte Text ist, dann lässt das schon sehr tief blicken. Der Herr Kardinal scheut die Wahrheit:
1. Fürbitten lesen ist für Kinder in der Tat kein religiöser Akt, sondern appelliert an ganz andere Regionen des Gemüts.
2. Die Bandbreite des liturgisch-sakramentalen Mißbrauchs reicht bis zu „Hostienessen für alle“.
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#9   Domenico Tuttisanti   13:43:29 | Freitag, 15. Mai 2009
Ja, die Sache ist nicht ohne Ironie:
Kermani schrieb: „Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal.“
Und grimmig sagte sich der Kardinal: „Diesen Wunsch kann ich erfüllen!“
Das Problem für Lehmann ist nur: Seine angebliche „Liberalität“ hat er damit entlarvt als Wurschtigkeit und egozentrische mediale Gefallsucht, das Gütesiegel „katholische Prinzipientreue“ jedoch hat er nicht hinzugewonnen. Im Gegenteil: er steht jetzt als Heuchler da!
Am Ende ist Lehmann der Verlierer!
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#8   sankt niketas   13:41:47 | Freitag, 15. Mai 2009
Übersetzung
Daß es Kardinal Karl Lehmann darum ging, das Kreuz Christi zu verteidigen, glaubt ihm kein rechtschaffener Katholik, der noch alle Tassen im Schrank hat.
Übersetzung (nur als Hilfe für alle unerfahrenen kreuz.net-Leser):
Wir von kreuz.net hassen Kardinal Lehmann und sprechen ihm den Glauben ab. Wir haben auf jeden Fall mit dieser Einschätzung Recht, denn wir sind die oberste Instanz, der sich das Lehramt der Kirche (Papst, Bischöfe, Theologie) prinzipiell unterzuordnen hat. Daher erklären wir jeden, der anders denkt, zu einem „nicht rechtschaffenen Katholiken, der nicht alle Tassen im Schrank hat“. Womit bewiesen wäre, dass kein rechtschaffener Katholik, der nicht alle Tassen im Schrank hat, gut über Kardinal Lehmann denkt.
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#7   kaylet   13:04:05 | Freitag, 15. Mai 2009
Lehmann, ein Verteidiger des Kreuzes?
Unsinn !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das sind die inkriminierten Worte Kermanis:
Meine Tochter früher in der Kirche zu wissen, wo sie als Grundschülerin gelegentlich die Fürbitte las, weil sie so gut lesen konnte und so eitel war, auf jeder Bühne stehen zu wollen, selbst wenn sie dafür eine Stunde früher aufstehen musste, meine Tochter unterm Kreuz zu wissen, war unangenehm. Natürlich sagte ich nichts, schliesslich ist man liberal. Eingegriffen habe ich nur bei der Messe zur Einschulung, als die Kinder Hostien essen sollten, gleich welchen Glaubens. Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal.
Wer will es dem Autor verdenken, seine Tochter vor dem indifferenten Gesülze von Leuten zu schützen, die an nichts mehr glauben. Dass diese Leute nicht nur inhaltlich nichts zu bieten haben, sondern nicht einmal wirklich liberal sind, muss Kermani nur noch bestätigen.
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#6   wassers   12:56:25 | Freitag, 15. Mai 2009
Herr Lehmann ist…
der wohl schlimmste Zerstörer, den der deutsche Zweig der Konzilskirche aufzuweisen hat. So wie es sich darstellt, ist er noch verwerflicher als Luther, denn jener trennte sich offen von der Kirche und machte somit jedem klar, wo er theologisch anzuordnen war. Herr Lehmann ist in diesem Aspekt diabolisch, denn er vertüncht die Wahrheit so, dass ihm die Restmitglieder der konziliaren Sekte immer noch auf den Leim gehen und mit ihrem Geld zur Zerstörung der Restkirche beitragen. Wo ihr Geld landet, können alle sehr gut ersehen, wenn eine Gesichtsstudie dieses wohl genährten „Prälaten“ vorgenommen wird!
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#5   Guiseppe   12:26:39 | Freitag, 15. Mai 2009
Umgekehrt wird ein Schuh daraus …
„Daß es Kardinal Karl Lehmann darum ging, das Kreuz Christi zu verteidigen, glaubt ihm kein rechtschaffener Katholik, der noch alle Tassen im Schrank hat.“
Umgekehrt wird ein Schuh daraus:
Daß es kreuz.net darum geht, das Kreuz Christi zu verteidigen, glaubt ihm kein rechtschaffener Katholik, der noch alle Tassen im Schrank hat.
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#4   Sefirot   12:17:12 | Freitag, 15. Mai 2009
Wie konkret ist eigentlich
zu tolerant, zu liberal. Wo liegt denn eigentlich die
Grenze… kann das mal jemand genau fixieren…?
Wenn eine Suppe zu salzig geworden ist oder ein
Brötchen zu schwarzdunkelbraun aus dem Ofen,
ist beides ungenießbar…
Aber zu tolerant und zu liberal macht doch den Menschen Lehmann nicht ungenießbar… wenn er doch so ist!
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#3   lateiniheini   12:08:48 | Freitag, 15. Mai 2009
Wie es euch gefällt…
Es wird ihm doch immer wieder vorgeworfen, er sei zu tolerant und zu liberal…! Wieso denn jetzt die Häme und das ganze Wehgeschrei! Plötzlich beklagt ihr euch, das er nicht liberal genug sei und nicht tolerant…!Ja,watt denn nu?
Ihr dreht doch alles so, wie ihr es braucht!
Ihr beklagt euch über mangelnden Gehorsam den Bischöfen gegenüber, mäkelt aber dauernd an ihnen rum! Ihr werft vielen Bischöfen zu viel Toleranz und Liberalität vor, beschimpft sie aber dann als intolerant und antiliberal, wenn sie nicht nach eurer Pfeife tanzen!
Aber in Wirklichkeit wollt ihr den anderen nur EURE Wahrheit aufdrücken…wer nicht für euch ist,ist gegen euch und lügt!
Immer wieder interressant…
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#2   Domenico Tuttisanti   12:01:54 | Freitag, 15. Mai 2009
Kermani hatte es gewagt,
Lehmanns „Lebenswerk“ in Frage zu stellen: die „liberale Kirche“.
Er hatte in einem Text, der zu Protokoll gibt, wie sehr den Deutsch-Iraner eine Darstellung des Gekreuzigten in seinen eigenen religiösen Überzeugungen erschüttern konnte, den Satz eingefügt:
„Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal“
Das war es und nicht die sehr persönlichen Räsonnements von Kermani zum Kreuz, was Lehmann zu seinem Verdikt veranlasste.
Ausgerechnet der Toleranz-Apostel Lehmann verweigert den Dialog, ist intolerant und illiberal! Aber was war der wirkliche Anlass?
Die angebliche Infragestellung des Kreuzes
oder:
die Infragestellung des Kardinals und seines (innerkirchklich und interreligiös) „liberalen“ Kurses?
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#1   lateiniheini   11:46:30 | Freitag, 15. Mai 2009
Jetzt also auch noch Koch…
Mal sehen, welche Sündenböcke noch alles durchs Dorf getrieben werden!Vielleicht sind ja wirklich die Juden auch hier an allem schuld, oder die Homos,oder,oder,oder… :-!
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