Theologie
Nein, diese Frage sei vergessen
Kardinal Karl Lehmann wird als Meister der eindeutigen theologischen Zweideutigkeiten in die wohl nicht mehr lange deutsche Kirchengeschichte eingehen. Darum hat er sich jetzt zwischen alle Stühle gesetzt.
Martin Mosebach in einer Interviewserie mit der Videoseite 'gloria.tv'.
Martin Mosebach in einer Interviewserie mit der Videoseite ‘gloria.tv’.
(kreuz.net) Der deutsche Schriftsteller Martin Mosebach hat heute in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ zwölf Fragen an Karl Kardinal Lehmann von Mainz formuliert.

Der Text steht im Zusammenhang mit der durch den Kardinal verhinderten Verleihung des ‘Hessischen Kulturpreises’ an den deutsch-iranischen Autoren Navid Kermani.

Mosebach erinnert daran, daß der „hochverdiente“ Islamologe Fuat Sezgin die Annahme des Preises verweigerte, weil der jüdische Mitpreisträger die jüngsten israelischen Schlächtereien in Gaza gerechtfertigt hatte. Kermani war der islamische Ersatzkandidat.

Mosebach fragt den Kardinal: „Ist Ihnen das umgekehrte Verfahren im Fall Kermani gegenüber Professor Sezgin nicht ein wenig peinlich?“

Er wirft die Frage auf, ob der Kardinal als Theologe von einem frommen Muslim etwas anderes als eine grundsätzliche Ablehnung des Kreuzes erwartet hätte.

Mit Bezug auf den Heiligen Paulus erinnert Mosebach daran, daß die Botschaft vom Kreuz den Heiden eine Torheit und den Juden ein Ärgernis ist: Ob der Kardinal diese Überzeugung teile – fragt er.

Es sei „bei Teegesellschaften“ angebracht, religiöse Differenzen nicht in aller Deutlichkeit zur Sprache zu bringen – erklärt Mosebach dann und will vom Kardinal wissen, ob das auch für den von ihm geforderten interreligiösen Dialog gelten müsse.

Diese Anfrage weitet Mosebach aus: „Liegt in dem Verzicht, das Trennende unzweideutig zu benennen, womöglich auch ein Grund für die Enttäuschung über das Scheitern der Ökumene zwischen Katholiken und Protestanten?“

Sodann erinnert Mosebach an die bekannte Fähigkeit Kardinal Lehmanns kirchenamtliche und theologische Aussagen zu verdrehen:

Er sei mit dem Satz „Ich habe gelernt, mit Texten umzugehen“ in die deutsche Kirchengeschichte eingegangen, als er den Befehl des Papstes, aus der staatlichen Schwangerschaftsberatung auszusteigen, in die Aufforderung umdeutete, drinnenzubleiben.

Der Schriftsteller ist neugierg, ob diese „Versatilität“ dem Kardinal nicht ermöglicht hätte, „die Schmähung des Kreuzes in Kermanis Guido-Reni-Aufsatz als Hommage an das Kreuz zu interpretieren?“

Mosebach fügt hinzu, daß der Text einer solchen Umdeutung gar nicht bedurft hätte – weil Kermani den Weg von einer Schmähung zu einer angeblichen „Huldigung des Kreuzes“ ausschreite.

Aus Anlaß der Beschreibung einer alten Marien-Ikone habe der jetzt verhinderte Preisträger vermutlich auch den einzigen marianischen Text der neueren deutschen Literatur verfaßt.

Sein gesamtes Werk enthalte eine Beschäftigung mit dem Christentum: „Das dürfte in der islamischen Welt einzigartig sein“.

Mosebach betont das Wagnis, das Kermani mit seiner Einfühlung ins Christentum gegenüber seinen Glaubensbrüdern eingeht:

„Macht Sie als Theologe der Gedanke nicht nachdenklich, daß dieses Höchstmaß an Einfühlung aufgrund der Beschäftigung mit einem Kunstwerk gelang und nicht aufgrund von theologischen Formelkompromissen, wie sie in der Sphäre des interreligiösen Dialoges so beliebt sind?“ – fügt er hinzu.

Mosebach stellt in den Raum, ob eine durch Liebe und Vernunft gezügelte Leidenschaft zur Erkenntnis die angemessenere Gefühlslage für die Beschäftigung mit den Religionen sei als eine Toleranz, „die nicht mehr Duldung des für falsch Erkannten, sondern Relativismus und Indifferenz bedeutet“.

Dann erwähnt der Schriftsteller das große Projekt einer „Zähmung der Religion“, mit dem manche den Namen von Kardinal Lehmann verbänden und bis auf Erzbischof Carl von Dalberg von Mainz († 1817) – dem deutschen Botschafter des Josephinismus – zurückführten.

Abschließend erinnert Mosebach an die Aussage im Reni-Artikel, daß Kermanis Tochter in einer katholischen Kölner Schule auch zum „Hostien essen“ geführt wurde. Der sarkastische Kommentar des Vaters: „Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal.“

Mosebach an Kardinal Lehmann: „Könnte es sein, daß Ihnen diese Äußerung und Kermanis bewundernde Worte über Papst Benedikt in einem Aufsatz in der ‘Süddeutschen Zeitung’ ebenso sehr mißfielen wie der Anfang seines Aufsatzes über das Bild des Gekreuzigten?“

Der Schriftsteller hakt nach: „Könnte es sein, daß Sie in der Kulturpreis-Affäre eine Gelegenheit erkannt haben, sich gegenüber vielen seit langem bestürzten Katholiken auch einmal als »cultor orthodoxus fidei catholicae« darzustellen?“

Dann fügt er eilig hinzu: „Nein, diese Frage sei vergessen. Es verbietet sie der Respekt vor Ihrem preisgekrönten Lebenswerk.“
      
41 Lesermeinungen
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#41   Alois Bischof   00:50:13 | Montag, 18. Mai 2009
Dr. Martin Mosebach
ist ein sehr mutiger Mann, denn Angriffe aus dem rachesüchtigen neomodernistischen Lager, für das nicht nur Sühne unmöglich ist sondern auch Vergebung oft unmöglich ist („ist ja so konservativ“), werden sehr bald erfolgen. Mosebach kann ich nur zustimmen.
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#40   Marcelus   19:36:16 | Sonntag, 17. Mai 2009
Schauen Sie sich doch bitte an, welche Leute Johannes Paul II. weltweit zu Bischöfen und anderen
Funktionären ernannte!!!
Kardinal Lehmann ist da „natürlich“ die Ausnahme, alle anderen sind hundertprozent katholisch …
Papst Johannes Paul II. ist die personifizierte Kirchenkrise selbst, genau wie Paul VI. auch – und deswegen widersetzte sich die PBSPX auch GERADE PAUL VI. und JOHANNES PAUL II. – und nicht bloß Herrn Dr. Lehmann in Deutschland.
…trägt das Banner des Zeitgeistes vorbildhaft. Es bleibt eine der rätselhaftesten Fragen überhaupt warum ihn der verstobene Papst Johannes Paul zum Kardinal machte. Wahrscheinlich kannte Johannes Paul die Gesinnung LÖehmanns nicht.
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#39   Elijahu †   19:31:47 | Sonntag, 17. Mai 2009
Christsein in Zeiten des Glaubensabfalls
Es bleibt eine der rätselhaftesten Fragen überhaupt warum ihn der verstobene Papst Johannes Paul zum Kardinal machte.
Rätselhaft? Papst und Ultramodernisten stecken seit eh und je unter einer Decke. Das Modernistenkonzil wurde von einem Papst einberufen, die Liturgie wurde von einem Papst reformiert, und „Papst Ratzinger“ hat damals wesentliche Mitschuld an der „Öffnung“ der Kirche zur „Welt“ (also dem Reich des Teufels und der Sünde) gehabt.
Selbst die Annäherungsversuche Ratzingers an die Piusbruderschaft müssen in diesem Lichte betrachtet werden, es geht dem Modernisten Ratzinger darum die Traditionalisten zu zähmen bevor sie seiner modernistisch verseuchten Kirche gefährlich werden können. Wenn sich die Piusbruderschaft erst einmal in diese Kirche des Antichristen „integriert“ hat wird man durch Personalentscheidungen dem Traditionalismus ganz schnell die Zähne ziehen.
Wer heute noch mit Rom geht wird mit Rom untergehen. Die katholische Kirche samt Tradition, das Licht der Wahrheit, wird heute von Einzelpersonen am Leben gehalten, und zwar ausserhalb der antichristlichen und ultramodernistisch versifften Schlangengrube namens „römisch-katholische Kirche“, denn IN der Amtskirche ist es keinem Christen mehr möglich Christ zu sein.
Wer es trotzdem versucht, wird von den Modernistenbischöfen und ihren Schergen plattgemacht, unter der Ägide scheinheiliger und korrupter „Päpste“ die sich durch ihre stillschweigende Toleranz des Bösen längst mitschuldig gemacht haben.
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#38   Nachtlaterne   19:11:57 | Sonntag, 17. Mai 2009
Kardinal Lehmann…
…trägt das Banner des Zeitgeistes vorbildhaft. Es bleibt eine der rätselhaftesten Fragen überhaupt warum ihn der verstobene Papst Johannes Paul zum Kardinal machte. Wahrscheinlich kannte Johannes Paul die Gesinnung LÖehmanns nicht.
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#37   Bodo11 †   18:14:20 | Sonntag, 17. Mai 2009
Geistliche Würdenträger
…sollten überhaupt keine weltlichen Ehrungen,welcher Art auch immer, annehmen.
Das stiftet nur Unfrieden.
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#36   Marcelus   18:09:54 | Sonntag, 17. Mai 2009
Wer die katholische Lehre nicht glaubt, aus eigener Schuld, gehört nicht zur Kirche,
und wird nicht das ewige Seelenheil erlangen.
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#35   Bodo11 †   18:08:21 | Sonntag, 17. Mai 2009
Was das Menschsein ausmacht:Die Grenze
Die Toleranzschwafler vergessen zu oft,daß der Mensch ein BEGRENZTES Wesen ist.
Sich im grenzenlosen Nirvana der Möglichkeiten zu verlieren ist die große Gefahr,da hineinzustürzen und dort zu verkommen wo Alles zu Allem werden kann,weil letztendlich Nichts es Selber ist.
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#34   Marcelus   18:01:06 | Sonntag, 17. Mai 2009
Gotthard und Schalom sind leider beide keine Katholiken –
und als solche direkt auf dem Weg zur Hölle:
Die werden sich auch dort gegenseitig verspotten, weil in der Hölle kein Friede ist, auch nicht unter den Höllenuntertanen: Alles in allem eine schlechte Gesellschaft.
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#33   Bodo11 †   17:58:25 | Sonntag, 17. Mai 2009
Wahrheit ist unteilbar
Wahrheit ist unteilbar,Wahrheit ist absolut,eben weil es die Wahrheit ist.
Und die die Wahrheit ist Christus selber:
ICH ! BIN DIE WAHRHEIT…d.h nur durch MICH kommt ihr zum Vater,d.h aber zu Gott.
Das NT ist für einen Christen das Entscheidende.
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#32   Domenico Tuttisanti   11:36:35 | Sonntag, 17. Mai 2009
Die Fragen des Schalom. Was ist „Katholizismus“?
Universalismus? Ja oder Nein?
Ja die universale Geltung einer Wahrheit. Nicht die Geltung von allem und jedem als „Wahrheit“!
Allgemeinheit? Ja, s.o.!
Vorurteilslosigkeit? Ja, aber nicht Gleichgültigkeit und Prinzipienlosigkeit!
Weitherzigkeit? Solange es nicht das Verwerfliche einschließt. Oder sind sie weitherzig gegenüber Kindesmißbrauch, Neo-Nazis, Raubmördern, Klitorisbeschneidungen, Massenmördern …
Aufgeschlossenheit? Wenn sie nicht bis zur Selbstentblößung geht!
Freisinn? Wenn nicht „Schwachsinn“ gemeint ist!
Freiheit? vgl. Gal. 5, 13!
Toleranz? Sie setzt einen eigenen Standpunkt voraus. Sie wird heute jedoch allzu oft mit Indifferentismus verwechselt!
Christentum nach dem Evangelium? Evangelium ist vor allem die Botschaft von der Erlösung durch Jesus Christus, von seiner Erlösungstat als Gottmensch am Kreuz!
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#31   Vineta   04:05:25 | Sonntag, 17. Mai 2009
Mosebach hätte ja auch…
Er wirft die Frage auf, ob der Kardinal als Theologe von einem frommen Muslim etwas anderes als eine grundsätzliche Ablehnung des Kreuzes erwartet hätte.
die Frage aufwerfen können, ob denn nicht offenbar Lehmann und alle anderen Kirchenführer seit dem Konzil, das dem Islam Respekt zollte, etwas anderes (Besseres) von den Moslems erwartet haben als die Ablehnung des Kreuzes …
wenn sie doch bei jeder weiteren ohne Fünfjahresverträge hereingeholten Million Moslems schwiegen oder gar applaudierten und dafür verantwortliche Politiker wie Kohl, Schäuble usw. nie ins Gebet nahmen.
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#30   derLeser   01:03:51 | Sonntag, 17. Mai 2009
exakt
Mosebach an Kardinal Lehmann: „Könnte es sein, daß Ihnen diese Äußerung und Kermanis bewundernde Worte über Papst Benedikt in einem Aufsatz in der ‘Süddeutschen Zeitung’ ebenso sehr mißfielen wie der Anfang seines Aufsatzes über das Bild des Gekreuzigten?“
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#29   Paulaner †   00:51:10 | Sonntag, 17. Mai 2009
In kreuz.net kein Problem mehr
aber in der FAZ ist diese SZ, Spiegel usw. – Schnoddrigkeit empörend!
:-!
Ich bin … ent setzt! Besonders über (12)
Die Teilnehmer in kreuz.net haben bereits gezeigt, dass sie die Zusammenhänge nicht verstanden haben und besonders, dass sie nicht davor zurückschrecken, über den Kardinal herzufallen.
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#28   Bruder Theophil   23:56:18 | Samstag, 16. Mai 2009
Ich finde…
…wenn Zollitsch Bischof sein darf, dann sollte wir den Tchibo-Onkel posthum auch zum Bischof ernennen. Das hat er einfach verdient. Allein schon wegen seiner intellektuellen Schlichtheit.
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#27   Schalom   23:34:20 | Samstag, 16. Mai 2009
Zolitsch hin, Lehmann her, ich wünsche allen Diskutanten
eine wohltuende Nachtruhe und für morgen viele gute Taten, freundliche Worte und Lebensfreude.
Laudetur Jesus Christus
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#26   Brandenburgis   23:21:48 | Samstag, 16. Mai 2009
Zolllitsch macht auf mich
im Gegensatz zu Lehmann einen völlig ungebildeten Eindruck.
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#25   Chris   23:08:52 | Samstag, 16. Mai 2009
Zollitsch wäre nicht für Lehmann
gewählt worden, wenn er nicht zur selben Kategorie gehört.
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#24   Siegfried   23:06:37 | Samstag, 16. Mai 2009
zu Brandenburgis: Zwischen Zollitsch und Lehmann
Lehmann ist das was er wurde durch persönlichen Intrigenfluß geworden. Zollitsch aber durch die persönlichen Aktionen von Lehmann. Was aber nicht bedeutet, daß das Ergebnis der Handlungsweise eine andere wäre. :-! :-! :-! Beide regen dazu an.
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#23   Chris   23:05:06 | Samstag, 16. Mai 2009
Zollitsch und Lehmann
Ja, sie unterscheiden sich auf dem gemeinsamen Weg zurück!
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#22   Brandenburgis   22:56:19 | Samstag, 16. Mai 2009
Zwischen Zollitsch und Lehmann
gibts ja noch gewisse Unterschiede.
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#21   Bruder Theophil   22:50:20 | Samstag, 16. Mai 2009
@ Dr. Schlämmer
Oder haltet ihr Lehmann etwa für einen VOLLDEPPEN?
Nun ja. Ich will es mal so formulieren: Wenn ich mir das Handeln und Sprechen von Zollitsch und Lehmann im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Piusbruderschaft in die Heilige Katholische Kirche anschaue, möchte ich auf Ihre Frage keine vorschnelle Antwort geben.
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#20   Schalom   22:39:10 | Samstag, 16. Mai 2009
SONDERFAHRT: Alle einsteigen!
Wer fährt mit Chaufeur Marcelus direkt mit in die Hölle?
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#19   Gotthard   22:27:55 | Samstag, 16. Mai 2009
@marcelus
den Sprung in der Schüssel hast Du!
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#18   Schalom   22:26:41 | Samstag, 16. Mai 2009
Testfrage: Was ist Katholizismus?
Universalismus? Ja oder Nein?
Allgemeinheit?
Vorurteilslosigkeit?
Weitherzigkeit?
Aufgeschlossenheit?
Freisinn?
Freiheit?
Toleranz?
Christentum nach dem Evangelium?
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#17   Marcelus   22:15:04 | Samstag, 16. Mai 2009
Pseudokardinal Lehmann ist ein Leugner der katholischen Lehre
und deshalb als Nichtkatholik auch Nichtkardinal, als Apostat und Exkatholik auf dem Weg in die ewige Verdammnis!
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#16   Dr. Schlämmer   22:13:44 | Samstag, 16. Mai 2009
@Galatea
Liebe Dame, wo sind wir denn, dass sich ein Kardinal der römisch-katholischen Kirche von einem Muslim(!) darüber belehren lassen müsste, dass diese, seine Kirche zu liberal ist, und dann – angeblich – beleidigt nicht zur gemeinsamen Preisverleihung geht?
Da ist wirklich reichlich verqueres Wunschdenken der Vater des Gedankens.
Kermani verwendete im Zusammenhang mit der christlichen Kreuzestheologie Begriffe wie Gotteslästerung und Idolatrie.
–-----------------------------------------------------
Wenn sich ein Kardinal mit so einem gemeinsam ehren lässt, hat er einen Sprung an der Schüssel – habt ihr das jetzt endlich kapiert, einen SPRUNG?
Oder haltet ihr Lehmann etwa für einen VOLLDEPPEN?
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#15   Marcelus   22:12:46 | Samstag, 16. Mai 2009
Schalom: Sie sind kein Katholik …
und Lehmann ist auch kein Katholik …
Sie werden beide in der Hölle landen, schuldig an der Irreleitung von Millionen …
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#14   Schalom   22:11:12 | Samstag, 16. Mai 2009
Man kann zu Bruder Kardinal Lehmann stehen wie man will.
Aber keiner seiner polemischen Kritiker hier, kann ihm theologisch, bildungsmäßig und menschlich das Wasser reichen.
Was tun denn eigentlich diese Art von Lehmann-Anmeckerern/innen in der Kirche für die Kirche?
Wir erkennen keine Taten und Alternativen von so viel
frommen Besserwissern. – Nicht wahr, Frau Galagöttin und Herr Ruhrgebetler?
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#13   Galatea   21:24:21 | Samstag, 16. Mai 2009
Lieber Herr möchtegern-kathole:
Diese Worte könnten auch dem jüdischen Preisträger gelten – rein inhaltlich betrachtet. Ob sich Lehmann nur nicht traut, das zuzugeben, und den Muslim vorschiebt?
Unergründlich die Motive des Genannten.
Meiner Ansicht nach ist die allererste Einschätzung von Domenico Tuttisanti die treffenste gewesen. Dem aberkannten Preisträger war im inkriminierten Artikel die Kirche zu liberal.
Das löst gewisse Reflexe aus.
Welche Wahrheit wann, wie und wem der Schöpfer offenbart hat, das interessiert vielleicht noch den Hl. Vater.
Aber gewiss nicht mehr seine Bischöfe.
Es sei noch angefügt, dass folgendes Statement:
„„Ich kann nicht neben jemanden auf der Bühne stehen, der das Kreuz rundherum und prinzipiell ablehnt und es sogar als »Gotteslästerung und Idolatrie« erklärt.““
– reichlich spät kommt für sämtliche kulturellen Auswüchse des Kirchenhass seit fünfunvierzig Jahren.
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#12   r.ruhrgebietler   21:17:24 | Samstag, 16. Mai 2009
das dt. episkopat
hier sei der vergleich anbracht: mit den klerikern der röm.-kath. kirche im jahre 2009 ist ähnlich wie mit einer kuhweide: nicht alles dort auf dem boden der natur liegt ist eine pizza…
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#11   möchtegern-kathole   21:03:55 | Samstag, 16. Mai 2009
Lehmann erklärte:
„„Ich kann nicht neben jemanden auf der Bühne stehen, der das Kreuz rundherum und prinzipiell ablehnt und es sogar als »Gotteslästerung und Idolatrie« erklärt.““
Diese Worte könnten auch dem jüdischen Preisträger gelten – rein inhaltlich betrachtet. Ob sich Lehmann nur nicht traut, das zuzugeben, und den Muslim vorschiebt?
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#10   Dr. Schlämmer   20:33:02 | Samstag, 16. Mai 2009
@Domenico Tuttisanti
Sie kaufen ihm das nicht ab.
Ich kaufe ihm ab, was er dazu selbst gesagt hat, weil es gibt für mich keinen hinreichenden Grund gibt, daran zu zweifeln, während Ihre Vermutungen letztlich auf Wunschdenken basieren, welches vorliegend reichlich konstruiert wirkt.
Wo sind wir denn, dass das Wollen und Spekulieren eindeutige und nachvollziehbare Aussagen ersetzt?
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#9   lateiniheini   20:18:24 | Samstag, 16. Mai 2009
Fragen an Lehmann…?
12 Fragen bedeuten doch auch 12 Antworten! Hier in diesem Artikel kommen eigentlich nur die Fragen des Herrn Mosebach zur Geltung, Lehmann wird nur am Ende ein einziges Mal zitiert! Es wäre vielleicht ganz aufschlussreich gewesen, die Stellungnahmen des Kardinals zu dem gesammten Fragenkatalog zu lesen! Aber vielleicht haben diese Antworten der Redaktion nicht in den Kram gepasst…
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#8   hieronymus333   20:03:44 | Samstag, 16. Mai 2009
Lehmann und Gespür
nur wenn er Bohnen gegessen hat und es sieht so aus als ob dies schon lange Zeit nicht mehr geschehen ist. :-D :-D :-D
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#7   Domenico Tuttisanti   20:02:44 | Samstag, 16. Mai 2009
Schlämmer
Das Problem bei Lehmann ist:
Alle ahnen doch, was es war, das die liberale Eminenz in Rage brachte. Es hatte gar nichts mit dem Kreuz zu tun! Aber sehr, sehr viel mit dem Satz:
„Da wünschte ich mir, die Kirche sei weniger liberal www.kreuz.net/article.9165.htmll
Nach Jahrzehnten des priesterlichen und bischöflichen Dienstes von Lehmann kann die Öffentlichkeit sehr wohl unterscheiden zwischen dem erwartbaren Verhalten des Kardinals und einem sehr überraschenden.
Es kauft ihm keiner mehr ab, dass er sich für den katholischen Glauben stark macht. Da kommt der gute Kardinal wohl um etliche Jahrzehnte und Hunderte von Interview-Stunden zu spät, um dieses völlig neue Bild von sich und seiner Glaubenstreue zu präsentieren… :-D
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#6   Dr. Schlämmer   19:17:27 | Samstag, 16. Mai 2009
Lustig anzuschauen …
Bestimmte Kreise regen sich auf, weil Lehmann mal nicht so reagiert hat, wie man es von ihm in diesem Fall erwartet hätte.
Ein ganz schlimmer ist das aber, der pöse Lehmann!
Und ich möchte nicht wissen, was ihm von Seiten der selbsternannten Glaubenswächter widerfahren wäre, wenn er den Preis zusammen mit dem angeblich so verständigen und nach Verständnis ringenden Kermani tatsächlich angenommen hätte.
Man hätte ihm hier die Äußerungen von Kermani um die Ohren gehauen, um danach zu schließen, dass der gesamte deutsche Episkopat (Kreuznetjargon: „Lehmannkirche“) vom „wahren“, „reinen“ Glauben abgefallen sei.
Machen wir uns doch nichts vor – so wäre das hier ausgegangen.
Aber Lehmann hat in dieser Hinsicht ein ausgezeichnetes Gespür erwiesen.
Was bleibt, sind wilde Spekulationen um seine mutmaßlichen Motive.
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#5   wassers   19:14:05 | Samstag, 16. Mai 2009
Zwischen die Stühle setzen…
kann der Herr aus Mainz sich leider nicht mehr, denn er passt nicht mehr dazwischen!
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#4   Freier Geist   18:50:12 | Samstag, 16. Mai 2009
Steht der Artikel für den Neid auf verfasser, die intelligente und differenzierte Fragen hinkriegen…
Und: Geht es lediglich um eine (weitere) verbale Schmähung gegen einen aus den eigenen (?) Reihen? Wie sonst ist zu erklären, dass Herr Lehmanns Antworten offenbar so irrelevant sind, dass sie hier nicht zitiert werden? Das muß man kreuz.net lassen: Seine Rundumschläge erwischen regelmäßig die Vertreter der (angeblich) eigenen religiösen Lehre. Somit erhärtet sich der Verdacht, dass die Absicht der Macher, einfach nur zu giften und Populismus um seiner selbst Willen zu betreiben, tatsächlich ungehemmt in allen Richtungen praktiziert wird.
Eine tolle Aufgabe, die sich die Macher da gestellt haben.
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#3   Kapituliernix von Koppelschloß   18:40:11 | Samstag, 16. Mai 2009
Irgendwie tut hier Aufklärung not:
Denn „Die Welt“ schreibt: Und wegen dieses Textes nun lehnten Steinacker und Lehmann eine gemeinsame Auszeichnung mit Kermani ab, was zur Folge hatte, dass diesem der Preis aberkannt wurde.
Siehe: www.welt.de/…tiker-sein-darf.html
Und „Kreuz.net“ schreibt: Mosebach erinnert daran, daß der „hochverdiente“ Islamologe Fuat Sezgin die Annahme des Preises verweigerte, weil der jüdische Mitpreisträger die jüngsten israelischen Schlächtereien in Gaza gerechtfertigt hatte. Kermani war der islamische Ersatzkandidat.
Also Die Welt behauptet, daß Steinacker und Lehmann ablehnten, und Kreuz.net behauptet, daß der Islamologe ablehnte. Wie passt das denn zusammen?
Ich weiß ja nicht genau, wann die katholische Kirche ihre bedingungslose Kapitulation unterzeichet hat, aber um so genauer, weiß ich daß sie es getan hat.
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#2   Domenico Tuttisanti   18:12:55 | Samstag, 16. Mai 2009
Kermani
mag sich – z.B. wegen des entgangenen Preisgeldes – trösten mit dem Gedanken, dass die ganze Cause célèbre
um seinen NZZ-Artikel www.nzz.ch/…igung_1.2195409.html für seine Publicity 10 mal bedeutsamer ist als das ganze Preisverleihungs-Procedere im Routine-Durchlauf es hätte sein können! :-) :)3
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#1   JungeFREIHEIT-Leser   18:01:15 | Samstag, 16. Mai 2009
Mosebach ein Segen
Wie gut, dass der große Romancier klare Worte für den Zustand findet.
Danke Martin Mosebach !
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