Judentum
Juden mit Gewissen
Die Papstreise ins Heilige Land hat in Israel und unter zahllosen jüdischen Polemikern einen beängstigenden Kirchenhaß sichtbar gemacht. Doch es gibt Ausnahmen. Offener Brief von Rabbiner Meir Hirsch, Jerusalem, Palästina, an Papst Benedikt XVI.
Demonstration antizionistischer Juden
Demonstration antizionistischer Juden
(kreuz.net) Es ist uns zu Ohren gekommen, daß die von den Zionisten eingesetzten „Rabbiner“ ihre ungefragten, hinterlistigen und bösartigen Stellungnahmen gegen Sie, Papst Benedikt XVI., im Namen des ganzen jüdischen Volkes und der jüdischen Religion abgegeben haben.

Als antizionistische orthodoxe Juden, die ein Gewissen besitzen, ist es uns ein Anliegen, diese Erklärungen zu verurteilen und unseren Abscheu über sie auszudrücken.

Die sogenannten Oberrabbiner des zionistischen Staates Israel sind mit ihrer Unterstützung der pausenlosen Verfolgung und Terrorisierung des einheimischen palästinensischen Volkes zufrieden.

Antizionistische Juden in Jerusalem

Sie haben jetzt von Ihnen eine Erklärung gefordert, daß das weltweite jüdische Volk in diesen Staat gehöre.

Solche Aussagen beweisen Arroganz und Verachtung für die jahrtausendalten Prinzipien des Judentums.

Diese Prinzipien lehren uns, in allen Ländern, in denen wir uns aufhalten, in Brüderlichkeit zu leben.

Zugleich bereitet es diesen bezahlten „religiösen“ Angestellten des zionistischen Regimes keine Sorge, den Namen G’ttes und unsere Torah mit ihrer Unterstützung dieses rassistischen Regimes zu entweihen, das unter Verletzung aller Prinzipien des Judentums agiert.

Wir verurteilen auch die verabscheuungswürdige Erklärung von Shmuel Eliyahu – des sogenannten Oberrabbiners der galiläischen Stadt Safed – die von den Medien des Staates Israels verbreitet wurde.

Solche Leute mögen den Rabbiner-Mantel tragen. Doch in Wahrheit sind sie Feinde des Friedens und der Harmonie sowie Feinde der Werte der Torah.

Wir appellieren an Sie und an alle Oberhäupter guten Willens, jede Ihnen zur Verfügung stehende Möglichkeit auszunützen und Druck auszuüben, um dem bösartigen und brutalen Verhalten des zionistischen Staates gegen das Palästinensische Volk ein Ende zu bereiten und den Frieden Jerusalems zu suchen, indem die Rechte aller Palästinenser wiederhergestellt werden, sowohl jener, die im historischen Palästina leben als auch jener, die sich als Flüchtlinge außerhalb des historischen Palästinas befindet.

Nur das kann den Frieden und die Sicherheit garantieren.

Der Autor gehört zur chasidischen Bewegung ‘Neturei Karta’, die den Nationalzionismus kritisiert.
      
12 Lesermeinungen
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#12   gutpfad   20:24:48 | Montag, 18. Mai 2009
Jüdische Sinnsprüche
:(3
Wer sein Leben leben will,
der versehe sich mit einem Herzen,
welches Leiden gewachsen ist.
:(3
Der Mensch muss wissen,
dass die Zeiten bald gut
und bald schlecht sind.
:(3
Nur der ist achtenswert,
der für das Gute dankbar ist
und das Böse zu ertragen versteht.
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#11   pamino   17:59:42 | Montag, 18. Mai 2009
@clarissa colonia
Montag, 18. Mai 2009 14:59, clarissa colonia: Müssen jetzt schon innerjüdische religiös-politische Streitigkeiten herhalten um die Meinung der Redaktion zu stützen?
Drei Fragen:
1. Streitigkeiten als Stützen von welcher Meinung der Redaktion?
2. Religiös oder politisch?
3. Innerjüdisch oder innerisraelisch?
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#10   Alois Bischof   15:31:55 | Montag, 18. Mai 2009
@Großwildjäger
Der Mörder Rabins kam aus Kreisen glühend zionistischer Juden, war kein Rabbiner, sondern Sohn von israelischen Kolonisten im Westjordanland, und wollte dem „Ausverkauf“ Großisraels ein Ende setzen. Die chassidischen Juden Israels leben vor allem in Jerusalem, einige sogar in den Fatah-Gebieten im Westjordanland, und bewohnten das Land oft schon vor 1879, als die ersten zionistischen Siedlungen gegründet wurden im damals osmanischen Palästina. Die Schoah des Adolf Schicklgruber hat dem Antizionistischen Orthodoxen Judentum in Mitteleuropa das Ende bereitet – und auch die Assimilierung nach Kriegsende ausgelöst. Allerdings sind auch viele Chassidim in die USA, nach England und nach Frankreich ausgewandert, und nach Belgien. Viele kehren aber heute nach Ungarn und Deutschland zurück. Die in die Sowjetunion evakuierten bzw. geflohenen osteuropäischen Juden wurden jedoch vor allem nach 1949 zwangsassimiliert, oder ausgewiesen. Als Stalin israelische Attentate gegen seine Person fürchtete, weil es den USA gelungen war die Hoheit über den neuen Staat Israel zu gewinnen, sind viele Ultraorthodoxe Juden doch assimiliert. Ein Beispiel ist z.B. der Israel Shamir (Israel Adam Jermas), ein kommunistisch erzogener, aber aus antizionistischer rabbinischen Familie stammender Israelkritiker, der nach der Auswanderung nach Israel 1973 (von Nowosibirsk aus) israelischer Offizier, Journalist, und heute glühender Antizionist ist – und griechisch-orthodoxe Christ wurde.
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#9   clarissa colonia   14:59:57 | Montag, 18. Mai 2009
Müssen jetzt schon
innerjüdische religiös-politische Streitigkeiten herhalten um die Meinung der Redaktion zu stützen?
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#8   hieronymus333   14:53:23 | Montag, 18. Mai 2009
Schon die Überschrift ist drollig
Der nächste Wissenschaftler sagt dann auch, dass ein Jude eine Seele hätte, ein Elefant ein zartes pousierliches Tierchen wäre und Karl Lehmann intelligent.
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#7   Domenico Tuttisanti   14:06:16 | Montag, 18. Mai 2009
Die Ultra-Orthodoxen
sind in ihrer Stellung zum Staat Israel in zwei unversöhnliche Lager gespalten. Manche Gruppierungen (u. a. Satmar und Neturei Karta) lehnen den Staat Israel in seiner heutigen Form vollständig ab, da ihrer Ansicht nach nur der Messias einen jüdischen Staat wiedererrichten darf. So ist Neturei Karta eine 1935 entstandene ultraorthodoxe, jüdische Gruppierung, die aus religiösen Gründen den Zionismus und den Staat Israel vehement ablehnt. Andere Ultraorthodoxe engagieren sich dagegen stark für Israel und üben politischen Einfluss aus. (wiki)
Der Mörder von Rabin, Jigal Amir, gehörte keiner der namentlich genannten Gruppen an, insofern ist die Aussage von Großwildjäger falsch!
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#6   wickerl   13:59:27 | Montag, 18. Mai 2009
Friedenstaube Rabin
@Großwildjäger Rabin war keine Friedenstaube, er war der aggressivste israelische Politiker der die Palästinenser am besten über den Tisch zog, das Elend in den besetzten Gebieten wie es jetzt ist entstand erst unter Rabin, der die allermeisten Siedlungen baute und die Straßensperren nach Oslo errichtete, die gab es vorher nicht.
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#5   Großwildjäger   13:21:57 | Montag, 18. Mai 2009
Aus diesen Gruppierungen
kam ja auch der Mörder von Rabin…
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#4   Paulaner †   13:07:13 | Montag, 18. Mai 2009
Die Nicht-zionistischen Extremisten
leben unpolitisch in Israel und anerkennen den Staat Israel nicht. Sie wählen deshalb auch nicht und haben laufend Streit mit der Polizei, verwenden möglichst wenig staatliche Einrichtungen und versuchen, andere für sich gegen den Staat zu manipulieren, den es theoretisch nicht gibt:
Wir appellieren an Sie und an alle Oberhäupter guten Willens, jede Ihnen zur Verfügung stehende Möglichkeit auszunützen und Druck auszuüben,
Da würde sich der Papst ganz schön in die Nesseln setzen.
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#3   Kreuznetter †   13:05:15 | Montag, 18. Mai 2009
Die orthodoxen
antizionistischen Juden werden hier eingespannt, wenn es gegen den Staat Israel geht (ebenso wie der iranische Präsident).
Ob diese orthodoxen Juden auch ihre Perfidie beenden und freiwillig Jesus Christus als ihren Messias (endlich) anerkennen, wie es auf +.net so oft gefordert wird?
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#2   Legolas der Schnelle   12:49:59 | Montag, 18. Mai 2009
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#1   sobieski †   12:39:07 | Montag, 18. Mai 2009
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