09:41:03 | Dienstag, 19. Mai 2009
Der jüdisch-christliche Dialog ist nicht mehr als ein leeres Ritual. Denn ein Gespräch kann nicht in Gang kommen, wenn die jüdische Seite an der Kirche nur deren tatsächliche oder vermeintliche Schattenseiten wahrnimmt.

Papst Benedikt XVI. an der Klagemauer
(kreuz.net) Der sofortige öffentliche Tadel widerspricht jedem Gebot der Höflichkeit und der Gastfreundschaft.
Das konstatierte der deutsche Kulturjournalist Alexander Kissler am 18. Mai in einem Artikel auf seiner
Webseite.
Darin kommentiert er die empörenden jüdischen Empörungsrituale im Zusammenhang mit der jüngsten
Papstreise ins Heilige Land.
Freilich schränkt Kissler ein: „Jeder darf in einem demokratischen Gemeinwesen
jeden kritisieren in einem Tonfall, den er selbst für angemessen hält.“
Es geht um Politik -nicht um
ReligionDer Papst sei in dieser Hinsicht nicht sakrosankt: „Die Wortmeldungen aus dem organisierten
Judentum zeigen jedoch, daß der ‘Zentralrat der Juden in Deutschland’ weder die Neigung verspürt noch
die Kompetenz für ein jüdisch-katholisches Religionsgespräch besitzt.“
Dieses Vakuum verwundert Kissler
nicht: „Der ‘Zentralrat’ ist eine politische Interessenvertretung. Für die geistliche Redeweise des Papstes
fehlt ihm das Sensorium.“
Außerdem sei der Dialog zwischen Altem und Neuem Bund „für Christen theologisch
essentiell, für Juden aber im besten Fall kulturell interessant“ – glaubt Kissler.
Jeder Christ müsse
angeblich die „jüdischen“ Wurzeln seines Glaubens wachhalten und jeglichem Antisemitismus entgegentreten,
weil dieser „doch immer“ auch ein Anschlag auf das eigene Bekenntnis sei.
Dagegen ist der Kulturjournalist
der Ansicht, daß der eigene Glaube für Juden „durchaus komplett“ sei – wenn sie in Jesus keinen Messias
sähen.
Wie Kissler auf diese These kommt, ist rätselhaft. Denn die Juden können sich nach der Zerstörung
des Tempels nicht mehr auf das mosaische Gesetz berufen, daß sie – aufgrund des Fehlens der dort vorgeschriebenen
kultischen Einrichtungen – auch subjektiv nicht mehr einhalten.
Kissler sieht in dem von ihm georteten
Problem eine „Schieflage“, aus der sich das Religionsgespräch nicht befreien könne.
Er zitiert die
vom ‘Zentralrat der Juden in Deutschland’ herausgegebene Wochenzeitung ‘Jüdische Allgemeine’.
Diese
beklage immer wieder, daß es für die ritualisierten Gespräche christlich-jüdischen Gespräche von
jüdischer Seite nur wenig kompetente Partner gebe.
Der Kulturjournalist glaubt, daß der deutsch-jüdische
‘Zentralrat’ für diese Aufgabe ausfällt: „Ein Gespräch kann nicht in Gang kommen, wenn die eine Seite
am Gegenüber nur dessen tatsächliche oder vermeintliche Schattenseiten wahrnimmt.“
Seine Lagebeurteilung:
„Vertrauen ist der Anfang, Mißtrauen das Ende von allem.“
LichtblickeEinen anderen Ansatz findet Kissler
bei dem New Yorker Rabbiner
Irwin Kula.
Kula wies während des
Empörungsfestivals gegen den Pius-Bischof
Richard Williamson darauf hin, daß das eine „im Gesamtbild doch eher unbedeutenden Sache“ war und erklärte:
„Wollen wir Juden wirklich nach dem Schrulligsten, Verkehrtesten, Beleidigendsten und Dümmsten beurteilt
werden, was irgendwo in der Welt ein Rabbiner über Katholiken oder Christen sagt?“
Abschließend zitiert
Kissler aus der Ansprache von Papst Benedikt XVI. in der Grabeskirche zu Jerusalem:
„Das Evangelium beteuert
uns, daß Gott alles neu machen kann, dass Geschichte sich nicht wiederholen muß, daß Gedächtnisse
geheilt werden können, daß die Bitterkeit von Beschuldigung und Feindseligkeit überwunden werden kann“.
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lateiniheini 14:31:59 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Brandenburgis 14:22:40 | Dienstag, 19. Mai 2009
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lateiniheini 14:07:14 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Pascal123 14:02:14 | Dienstag, 19. Mai 2009
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lateiniheini 13:47:49 | Dienstag, 19. Mai 2009
#21
Pascal123 13:33:33 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Antipacelli † 13:25:39 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Kreuznetter † 13:17:54 | Dienstag, 19. Mai 2009
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lateiniheini 13:15:16 | Dienstag, 19. Mai 2009
#16
Pascal123 13:10:05 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Mannheimer † 13:05:53 | Dienstag, 19. Mai 2009
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lateiniheini 13:01:36 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Mannheimer † 12:56:15 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Großwildjäger 12:52:42 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Kreuznetter † 12:45:44 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Mannheimer † 12:35:01 | Dienstag, 19. Mai 2009
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Großwildjäger 12:11:36 | Dienstag, 19. Mai 2009
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lateiniheini 10:45:07 | Dienstag, 19. Mai 2009
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lateiniheini 10:06:06 | Dienstag, 19. Mai 2009