Jeden Sonntag nach dem Vater Unser ist es soweit. Der Höhepunkt der katholischen Heiligen Messe steht bevor: Der Friedensgruß. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Jeden Sonntag nach dem Vater Unser ist es soweit. Der Höhepunkt der katholischen Heiligen
Messe steht bevor: Der Friedensgruß.
Nach einer einleitenden zwei- bis fünfminütigen schlichten Kurzpredigt
umweltpolitischen, befreiungstheologischen oder soziologisch-anthropologischen Inhalts im Stile von Guildo
Horns „Guildo hat euch lieb“ und mit der gut gemeinten Tröstung gepudert, daß noch nie ein Meister vom
Himmel gefallen sei – und dementsprechend auch kein Heiliger – breitet der Priester schließlich seine
Arme aus, zieht analog dazu seine Mundwinkel in die Länge, und spricht die berühmten und mit Spannung
erwarteten Worte:
„Gebt einander ein Zeichen des Friedens … und der Versöhnung …und…“
Dann stürzen
die Gläubigen aufeinander los.
Die Stimmungskurve im Kirchenraum steigt schlagartig von Null auf Hundert.
Beim ‘Sakrament des Friedensgrußes’ erfüllt sich die Forderung des Zweiten Vatikanums nach einer ‘participatio
actuosa’, der aktiven Teilnahme am Gottesdienst, endlich in ihrer ganzen Fülle. Unabhängig von Alter,
Geschlecht und Kulturkreis findet in diesen Minuten ein kleineres oder größeres Volksfest der bis zu
diesem Punkt straflich vernachläßigten gemeinschaftlichen Zuwendung statt:
Kleine Jungs versuchen den
Umarmungen und Küssen älterer Frauen südländischen Temperaments zu entkommen. Jugendliche kuscheln
sich aneinander – Pausenhoferinnerungen werden wach. Ein blaß aussehender Herr mit Apothekengeruch erwidert
mit zittrigen kalten Schweißhänden und einem gezwungenen Lächeln wohlmeinende mitchristliche Floskeln
wie „gute Besserung“ und „werde wieder gesund“.
Vom Frieden kein Wort.
Der Priester, der sich unbeirrt
seinen Weg durch das Gläubigengewühl bahnt, um publikumsgerecht jeder und jedem mit einem flüchtigen
Händedruck seinen Frieden zuzusichern und so die Gemeinschaft zu stärken, keucht nach seinem Kirchenbankmarathon
durch das große Gotteshaus zufrieden und schwitzend zurück ins Presbyterium.
Vom Frieden keine Spur.
Erst beim Agnus Dei kommt der Friede wieder – diesmal ohne homiletische Einlage, kurz und bündig – zur
Sprache: „… der du hinwegnimmst die Sünden der Welt, gib uns deinen Frieden“. Dieses Mal berührt der
Friede die wieder friedlich schlummernde Menge allerdings kaum. Schließlich hat sie sich den Frieden
bereits selbst gegeben.
Email-Adressen der Empfänger
7 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Lieber noch ein Landorganist, Nur leider schreiben sich dumme Asoziale von der ts-Seite dies als Erfolg
zu, dabei haben diese arttypisch garnichts geleistet, sondern kreuz.net hat durch seine Islamophilie und
offene Propaganda für die Mohammedperversion selbst einfach alle Katholiken verprellt. Kreuz.net ist
eher ein klassischer Fall von galoppierender Nekrose. Das Fleisch stinkt aus fault aus sich selbst heraus.
Statt zu behandeln bzw. amputieren, klemmt man sich eine Wäscheklammer über die Nase und macht weiter
wie gehabt. Macht aber nichts! Mit Leuten wie Euch verdiene ich mein Geld…
Als das Schiff noch schwamm jetzt geht es unter. Als dieser Artikel geschrieben wurde, war kreuz.net noch
gut und richtig. Seit sich die Seite der Mohammedperversion verschrieben hat, ist es nur recht, dass sie
untergeht. Nur leider schreiben sich dumme Asoziale von der ts-Seite dies als Erfolg zu, dabei haben diese
arttypisch garnichts geleistet, sondern kreuz.net hat durch seine Islamophilie und offene Propaganda für
die Mohammedperversion selbst einfach alle Katholiken verprellt.
Der Friedensgruß als Zeichen – und als Mahnung Wie oft läuft es anders ab: Gläubige machen sich äußerlich
schön zurecht: Sie haben gebadet, sie waren beim Friseur, ziehen ihren feinsten Zwirn an und stolzieren
in die Kirche. Sie geben eine Spende ab, erwarten ein besonder süßliches Vergelt’s Gott. Sie sitzen
stumm nebeneinander. Bleiben sich völlig fremd. Wenn jemand hustet wird mürrisch vorwurfsvoll geblickt.
Wenn jemand zu spät kommt, der größer ist, und sich vor einen setzt, wird er zur Seite bugsiert, da
man ja schließlich den Rücken (oder die Vorderseite) des Pfarrers sehen muss. So fremd wie man sich
war, geht man wieder auseinander. Um den innerlichen Zustand kümmerst man sich weniger. Zwar war man
vielleicht beim Beichten, aber die Hetze gegen Schwule oder Moslems oder Evangelische – hätte man sie
doch beichten sollen? Man ist doch im Recht. Und dem Afrikaner hinter einem will man wohl kaum die Hand
reichen müssen. Am Ende fängt man sich noch was ein… Der Friedensgruß ist ein Versuch, sich gegenseitig
zu begegnen und den Frieden des Herrn einander geben zu können. Der Friedensgruß mag uns erinern, dass
wir alle zu einer Familie gehören, Bruder und Schwester sind. Und wenn einer schwitzige Hände hat, auch
eines Grußes wert ist. Es ist eine Chance, nicht nur im feinsten Zwirn zur Messer zu trotten, sondern
in einer wenn auch kurzen Begegnung anderen, den Nächsten, zu begegnen. Wer gegen den Friedensgruß ist,
zeigt, dass er den Auftrag Jesu, Frieden und Liebe auszusenden, nicht begriffen hat oder ihn verweigert.
Den Nagel auf den Kopf getroffen! Genauso spielt sich in neun von zehn Kirchen die real existierenden
Reformierte Messe ab … ich habe schon oft gehört, wie viele den erzwungenen Mons. Bugnini-Gruß als
zutiefst störend empfinden, einige bleiben deswegen auch demonstrativ gesammelt knien, andere sehen darin
einen Grund mehr, nicht in die Messe zu gehen … in unseren Schulgottesdiensten wies der Priester sogar
darauf hin, ruhig zu bleiben und den Friedensgruß nicht untereinander zu geben, da sonst immer so ein
lautes Getümmel und Getratsche und Geblödel ausbrach, daß die Schüler nicht mehr ruhig zu bekommen
waren. Ich sehe in diesem neuen Ritual keinen Sinn. Es is auf dem Mist klerikaler Neuerungssucht gewachsen.
#1 Elisabeth 18:51:49 | Dienstag, 9. November 2004
„Friedensgrußmarathon“ Also den gibts bei uns net, den Friedensgrußmarathoen ,jedoch den Friedensgruß.Ginge
auch gar net, beim Kaplan, wäre das eine seinem Körperumfang (KKL ähnliche Gewichtsklasse nur in Blond
und öfters plötzlich mit klatschnassgeschwitzen Haaren) etwas unangessene Sportive Betätigung,obwohl
er recht beweglich ist, wie ich vor kurzem feststellen konnte.Und der schlanke Pstor mit klerikalem Alibi-Bäuchlein,
fiele bei dieser Ausführung des Friedensgruß schlicht und ergreifend vom Fleische.Daher nur Friedensgruß
mit der Horde von Messdienern,meist ein halbes Dutzend und dem Kommunionausteiler. Geküsst wird beim
Friedensgruß bei uns jedenfalls bisher noch net,ist mir jedenfalls noch net aufgefallen,obwohl man von
der hintersten Bank einen recht guten Gesamtüberblick hat über das Geschehen während der hl.Messe.
Doch zurück zum Friedensgruß ! Über den Sinn oder den Unsinn dieses Punktes der hl.Messe wird seit
Einführung des Friedensgruß gebattiert, gestritten,sich zivilisiert unterhalten,je nach dem in welchem
kath.Forum man sich gerade befindet. So sehr schlimm finde ich den sonntäglichen oder VAM-Friedens gruß
eigentlich net. Vielleicht hält er die Leute davon ab ,sich unter Woche so viel zu streiten, jedenfalls
auf dem Lande oder in ländlichen Gemeinden. Etwas gutes hat der Friedensgruß bestimmt.Vielleicht wandelt
dann gerade Jesus unsichtbar durch die Reihen der Gläubigen und wünscht auch Frieden,und schaut dabei
in die Seelen der Menschen und heilt den einen oder anderen oder erfühlt so Herzenswünsche. Friedvollen
Gruß sendet Elisabeth