Euthanasie
Die andere Frau im Herzen von Michael Schiavo
Während Frau Terri Schiavos im Pflegeheim verhungert, interessieren sich die Medien für die überlebende Konkubine ihres entfremdeten Ehemannes. Die zwei trafen sich zufällig beim Zahnarzt.
(kreuz.net, Florida) Niemand von beiden sei auf der Suche nach Liebe und Zärtlichkeit gewesen. Sie hatte gerade ihren Ehemann verlassen und die Scheidung hinter sich gebracht. Er besaß eine Frau, die seit langem im Pflegeheim im Wachkoma lag. Sein Herz sei über die Jahre vereinsamt und gebrochen.

Die beiden trafen sich bald zu langen Gesprächen und gemütlichen Abendessen. Es sei alles sehr kompliziert gewesen. Aber sie hätten sich verliebt. Eines sei für Michael Schiavo dennoch angeblich immer klar gewesen: daß er eine Frau hat, die Terri heißt.

Die gegenwärtige Konkubine von Michael Schiavo heißt Jodi Centonze (40). Sie ist die Mutter seiner beiden unehelichen Kinder. Sie sind ein und zweieinhalb Jahre alt.

Sie habe sich aus dem Kampf um Terris Tod immer raushalten wollen. Dennoch gilt sie als der Grund, warum Schiavo so erbittert um den Tod seiner Ehefrau kämpft. Lebensschützer postierten sich mit Plakaten vor seinem Wohnhaus: „Michael, warte noch mit der Vorbereitung deiner Hochzeit. Noch haben wir Hoffnung.“

Terris Eltern versuchten im Kampf um das Leben ihrer Tochter bereits vor rund einem Monat vergeblich, für ihre betrogene Tochter eine Scheidung zu erwirken. Auch Lebensrechtler denunzierten das skandalöse Konkubinat zwischen Jodi Centonze und dem todeswütigen Michael Schiavo. Doch Jodi blieb an der Seite von Terris Ehegatten. Einige Verwandte waren der Ansicht, daß Michael Schiavo sein Leben durchaus mit zwei Frauen führen könnte. Schließlich habe sich Frau Centonze reizend um Terri gekümmert. Sie habe für Terri eingekauft, sie besucht und ihre Kleider gewaschen.

Frau Centonze ist die Tochter eines Automechanikers und einer Sekretärin. Sie hat drei Brüder. Als einzige Tochter wurde sie von ihrem Vater angeblich streng erzogen. Am Abend bekam sie Ausgangssperre und durfte keine Männerbekanntschaften mit nach Hause bringen.

Während ihrer Ausbildungszeit lernte Jodi den etwas jüngeren Scott Blough kennen. Scott war damals achzehnjährig. Im Oktober 1986 heiratete das Paar. Die beiden seien am Anfang sehr glücklich gewesen. Man habe von einer kinderreichen Familie geträumt. Doch dann nahm Jodis Leben eine dramatische Wende.

Die gut aussehende Jodi erfreute sich stets bester Gesundheit. Doch im Dezember 1987 erlitt sie einen Verkehrsunfall. Fortan litt sie an chronischen Nacken- und Schulterbeschwerden. Acht Monate später wurde Frau Centonze erneut in einen Verkehrsunfall verwickelt. Jodi mußte viel Zeit mit Ärzten zubringen. Sie trug eine Halskrause und konnte sich kaum schmerzfrei bewegen. Zur selben Zeit starb ihr Vater erst 54-jährig an den Folgen eines Radfahrunfalls.

Vor Gericht gab Frau Centonze diesen Umständen die Schuld für ihre gescheiterte Ehe: „Ich kann es nicht erklären“, meinte Jodi vor dem Scheidungsrichter, „aber ich bin innerlich zerrissen. Ich habe die Kontrolle über mein Leben verloren.“

Ihr Ehegatte bat sie vergebens, die Scheidung noch einmal zu überdenken. Er zog zu einem Freund. Jedes Jahr schickte er seiner davongelaufenen Frau eine Geburtstagskarte. Jodi war nach wie vor bei verschiedenen Ärzten in Behandlung, unter anderem bei einem örtlichen Zahnarzt.

Dort traf sie Michael Schiavo. Keiner von ihnen habe einen Partner gesucht. Für Jahre seien beide nur platonisch befreundet gewesen. Anfangs sei Jodi in einem Gewissenskonflikt gewesen. Sie habe ihren Bruder sogar gebeten, Michael kennenzulernen und die Sachlage zu bewerten.

Jodi habe immer gewußt, daß sie mit in die Lebensumstände von Michael Schiavo gezogen würde. Michael Schiavo habe ihr immer gesagt, daß es Terris Wunsch gewesen sei, zu sterben. Er wollte die Sache bis zum Tod durchziehen. Jodi habe immer versucht, ihn dabei nach Kräften zu unterstützen.

Mit den Familien sei es anfangs schwierig gewesen. Doch dann hätte ihre Familie die Beziehung gutgeheißen und sogar gefördert. Ein Bruder von Michael Schiavo meinte sogar, daß es so ausgesehen habe, daß Jodi Centonze von Terri geschickt worden sei.

Im Kampf um Terris Leben erinnerten Lebensrechtler vor Michaels Haus daran, daß er Terri versprochen habe, sie in Gesundheit und Krankheit zu lieben: „Ehemann, beschütze deine Frau“, schrieb eine 28-jährige Demonstrantin auf ein Schild.

Die beiden Ehebrecher glaubten, sich schützen zu müssen. Sie installierten rund um ihr Haus Infrarot-Sicherheitsanlagen. Polizisten und Wachhunde bewachen den gemeinsamen Schlaf von Jodi und Michael. Jodi bleibt nie alleine im Haus.

Michael bezeichnet Jodi schon seit mehr als fünf Jahren als seine Verlobte. Das Paar spricht noch nicht offen über eine mögliche gemeinsame Zukunft. Vorher muß Terri noch verhungern.
      
8 Lesermeinungen
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#11   sttn   23:55:36 | Mittwoch, 30. März 2005
@Yersinia
Stimmt…
Wobei es den Politikern auch nicht um diese Frau geht, denn sonst würden sie auch was machen. Der Bush (Die Florida-Ausgabe) weiß es seit 2 Jahren, und in der Zwischenzeit hätte er locker was machen können bzw. seinen größeren Bruder dazu bringen können was zu machen.
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#10   Yersinia   21:30:29 | Mittwoch, 30. März 2005
nur eigenartig: jährlich gibt es in den USA
tausende solcher Fälle – der wurde halt in die Medien getragen; und niemand der jetzt so engagierten Politiker hinterfragt das Gesundheitssystem der reichen USA.
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#7   GerdEric   19:27:46 | Dienstag, 29. März 2005
Es sind Rotznasen
sagte doch mal jemand: Lasset die Kindlein zu mir kommen,
oder: wer nicht wird wie…
oder: wer aber diesen Kindern tut…
liebe Hart-Chor Katholiken,
die Plätze der Kamele habt Ihr ja schon besetzt,
da nehmen wir gern mit denen der Kinder und Rotznasen vorlieb…
Und denkt dran,
die Bibel ist nicht Euer Belieben verworfen,
es ist jedes gottesfürchtigen Lehre,
und Ihr seid nicht befungt,
zu richten die Lebendigen und die Toten.
Und wenn gesagt ist: „auf dem ruht der Zorn Gottes“ was will ich mehr,
weiss ich doch,
dass der Zorngottes SEIN Atem ist.
Jesus hat nie gesagt,
das er Gott ist,
er hat nie gesagt,
dass ein Mensch ihn abgeten soll,
er hat aber die Menschen aufgefordert,
die Gesetze zu erfüllen,
nicht aber,
sie zu verwerfen,
denn er sagte Geheilten,
dass sie ihre Opfer im Tempel zu bringen haben.
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#6   chato †   16:53:10 | Dienstag, 29. März 2005
was das Eine mit dem Andern zu tun hat
welch komische Frage :-D
Niemals nicht hat das Eine mit dem Andern nie nichts zu tun bei den Leutchen um Meister Gallowglas. Wie könnte es? ;-)))
Das sieht man doch schon daran, dass das Fußvolk um Gerd&Co sich in ein kath. Forum verirrt hat und sie niemals nicht nichts G’scheites sagen könnenwerdenwollendürfen um ihrer Rotznasenideologie nicht untreu zu werden :-D
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#4   Sulpicius   16:32:56 | Dienstag, 29. März 2005
Ach, ist das süß…
… wenn Linke die Hl.Schrift zitieren. Da kommen mir immer die Tränen vor Rührung ob ihrer Heiligkeit. Nur: was hat eine Tatsachenfestellung mit einem Richtspruch zu tun?
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#3   GerdEric   15:52:21 | Dienstag, 29. März 2005
Tja, richtig wäre es
gewesen,
er hätte sich scheiden lassen…
aber,
geht das,
wenn man katholisch ist?
bei dem brd ex-Finanzminister Waigel ging dass holterdiepolter,
damit seine,
um das Wort hier mal aufzunehmen,
Konkubine kein uneheliches Kind gebierte…
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#2   Gallowglas   14:57:33 | Dienstag, 29. März 2005
Da fallen einem dann spontan …
folgende Bibelstellen ein :
5. Mose 5,20 : „ Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“
und
Lukas 6,37 : „ Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.“
Nur mal so zum drüber nachdenken …
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#1   Sulpicius   14:35:50 | Dienstag, 29. März 2005
Tja,…
… auf jeden Fall hat dieser Mann nicht mehr alle Tassen im Schrank. Hoffentlich weiß das auch seine Konkubine. Nicht, daß sie die nächste ist…
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Es wurden 3 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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