Deutschland
In Aachen wird abgeräumt
Ob es den Pfarrern paßt oder nicht: Die Entscheidungen werden von der Diözese – nötigenfalls auch über ihre Köpfe hinweg – getroffen.
Bischof Mussinghof an Ostern 2009
Bischof Mussinghof an Ostern 2009
© Pressebild Bistum Aachen
(kreuz.net) Die Fusionierung von Pfarreien im Bistum Aachen fordert ihre Opfer.

Gestern berichtete die Tageszeitung ‘Rheinische Post’, daß das Bistum den beiden Priestern Hw. Jürgen Lenzen und Hw. Stefan Kaiser „in einem Serienbrief“ ihre Versetzung mitgeteilt hat.

Nach Angaben der Tageszeitung kam die Botschaft aus heiterem Himmel.

Hw. Kaiser ist seit 14 Jahren Pfarrer in Sankt Peter in Uerdingen – ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Krefeld.

Sein Kommentar: „Dieser Stil des Bistums scheint mittlerweile allgemein üblich zu sein und spricht für die menschliche Qualität der Bistumsleitung.“

Sankt Peter ist nach Angaben von Hw. Kaiser die Pfarrei mit dem höchsten Kirchenbesucheranteil.

Einen ähnliche Brief erhielt auch der Nachbar-Pfarrer Jürgen Lenzen von Sankt Paul, Sankt Heinrich, Sankt Matthias und Sankt Pius. Er ist seit 15 Jahren im Amt.

Sein Kommentar: „Ich wäre gerne hiergeblieben und hätte die Früchte meiner Arbeitet geerntet.“

Nach Angaben des Pressesprechers des Bistums Aachen werden die fünf Pfarreien aufgelöst und zu einer neuen fusioniert: „Der Bischof hält es für die beste Lösung, das mit einem personellen Neuanfang zu verbinden.“

Die beiden Geistlichen gemeinsam als Priester für die neue Pfarrei zu lassen, wäre laut Hw. Lenzen nicht möglich gewesen: „Wir haben beide so unterschiedliche Konzepte, daß das nicht gegangen wäre.“

Auch Pfarrer Ferdi Bruckes (51) in Stolberg-Donnerberg im Kreis Aachen muß seine Pfarrei Sankt Josef verlassen. Das berichtete die ‘Aachener Zeitung’ gestern.

Die Gemeinde wird ab dem 1. Januar in eine neue Großpfarrei integriert. Diese wird von Pfarrer Hans-Rolf Funken (52) von Stolberg geleitet werden.

Der Kommentar von Hw. Bruckes: „Die getroffenen Entscheidungen habe ich mir so nicht gewünscht, und ich habe sie so nicht gewollt.“ Die Entscheidung treffe ihn „sehr hart“.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Hermann Schlottke   07:27:22 | Donnerstag, 11. Juni 2009
Schade!
Lesen Sie einfach Psalm 34!
Aber dem Vorgänger vom lieben Ferdi erging es nicht anders…
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   21:48:32 | Freitag, 29. Mai 2009
Johnny: erzkonservativ
Sie leben wohl noch im 19. Jahrhundert?!
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#18   Johnny   23:09:19 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Kaiser…
…um diesen erzkonservativen Knochen ist es wirklich nicht schade!!!
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#17   Colombe de la paix   16:26:27 | Donnerstag, 28. Mai 2009
@ Paulaner
Bitte erklären Sie mir, wer dem Bischof etwas anordnet?
Ich denke , niemand kann seine Beschlüsse ändern. Das mit den Genalvikaren stimmt , leider er ist der Zerstörer!
Aber wir die Pfarrangehötigen sind keine Jammerer , wir sind die Leidtragenden!
Man nimmt uns und der ältereren Generation die Heimat!
Und unseren fleißigen, papsttreuen Pfarrer!
@ Turnschuhträger,
Ihrem Namen entnehme ich und Ihrem Posting hier, dass sie zu den Priestern gehören, die besser konvertieren sollten!
Ihr schlg zerstört unseren Glauben! o^/
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#16   Paulaner †   14:50:41 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Irrungen und Verwirrungen
St. Anton:Seit wann ist denn…
Seit wann ist Kirche demokratisch?
Die Kirche soll die Defizite des Betriebes und des Staates auffangen, die Enttäuschungen in der Familie und im Sportverein. Dummerweise gibt es in der Kirche sogar pseudo-demokratische Laienorganisationen, die verwirren, Jugend- und Sozialorganisationen, in denen gewählt werden kann, fast so effizient wie in der DDR.
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#15   St. Anton †   14:42:22 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Seit wann ist denn…
Seit wann ist Kirche demokratisch? ;-)
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#14   Paulaner †   11:25:38 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Bischof, Änderungen, Vikare und Order von oben
Der Bischof hat etwas versprochen und der Generalvikar fühlt sich nicht dran gebunden.
Der Bischof hat was versprochen und er bekommt „von oben“ eine neue Order.
Der Bischof hat was versprochen aber die Kirchenaustritte haben die Verhältnisse in den Pfarren, im Bistum verändert.
Der Bischof hat was versprochen aber der Pfarrer hat sich anders als erwartet verhalten.
Herr Bischof Mussinghof : Ist die Zerstörung der katholischen Kirche im Bistum Aachen wirklich IHR Ziel???!!!
Jammerer sind nicht als Vorgesetzte geeignet.
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#13   Colombe de la paix   07:28:55 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Auch bei uns
werden beide Priester abgezogen, obwohl beide bleiben und miteinander arbeiten wollten,unverschämter Weise bekamen die Priester auch eine Art Rundbrief, wie alle hier erwähnten auch.
Schon wieder brach der Bischof seine feste Zusage, nämlich, dass kein Priester versetzt wird!!!! Auch keine Fusion stattfinden würde!!!
Kann man sich auf einen solchen Bischof noch verlassender von einer Sekunde auf die andere sein Wort bricht?
Ergebniss nun: weitere Kirchenaustritte!!
Herr Bischof Mussinghof : Ist die Zerstörung der katholischen Kirche im Bistum Aachen wirklich IHR Ziel???!!!
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#12   Paulaner †   03:13:59 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Der Vorgesetzte muss alles verantworten,
was seine Priester verbocken.
r.ruhrgebietler: auch fuer bischöfe gilt, liebe deinen naechsten wie dich selbst
aber die Herren Pfarrer möchten einen Schlappschwanz als Boß haben und dann auch noch Vikare, die ihn an der Nase herumführen.
Was will ein Priester „ernten“? Was sind das für egozentrische Faxen! Grund genug, ihn radikal zu entfernen.
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#11   r.ruhrgebietler   18:18:09 | Mittwoch, 27. Mai 2009
auch fuer bischöfe gilt
liebe deinen naechsten wie dich selbst
für m >:) ssinghoff scheint das nicht zu gelten
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#10   SignumSalutis †   16:40:16 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Wir sind Kirche
über die Köpfe der Menschen und Ortspfarrer hinweg! :-@ :-@ :-@ :-@ nein, das darf nicht geduldet werden. Das darf dem Bischof nicht zugestanden werden. Von wegen Hirtenamt …! Kreuz.net unterstützt von jetzt an „Wir sind Kirche“! Aufbau einer geschwisterlichen Kirche – die 1. Forderung des Kirchenvolksbegehrens.
Bitte gleich hier links verlinken!
<<<<<<<<<
Erstaunlich, was man hier erlebt! :-D :-D
SignSal
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#9   turnschuhfan   16:29:14 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Selbstverständlich bei Laien als Mitarbeitern
Warum sollte der Bischof Pfarrer nicht versetzen
können? Das ist in vielen anderen Bereichen selbst-
verständlich. Ich war in der Jugendseelsorge, in Pfarrei und Schule, beim Rundfunk tätig.
Wo bleibt der Gehorsam dem Bischof gegenüber? o^/
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#8   Compassion   15:47:06 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Die Kirche ist halt der Arbeitgeber der Pfarrer
und der entscheidet wo er die Pfarrer und wie einsetzt.
Bei uns wird auch Personal eingespart und keiner wird gefragt.Da nützt auch kein Jammern.
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#7   Mrs.Cologne   15:25:57 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Aus die Maus mit Saus und Braus!
Wir haben beide so unterschiedliche Konzepte, daß das nicht gegangen wäre.
Tja, was diese „unterschiedlichen Konzepte“ für Folgen haben, sieht man ja.
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#6   sankt niketas   13:29:56 | Mittwoch, 27. Mai 2009
@ noch ein Landorganist
Das kann ein Problem sein, muss aber nicht. Nahezu alle Päpste der 2000 Jahre waren nie Pfarrer (oder allenfalls ganz kurz) – so schlimm kann das dann doch wohl nicht sein.
Übrigens war auch Marcel Lefrevel nie für längere Zeit Pfarrer, aber sehr lange Dozent für alles mögliche und päpstlicher Diplomat.
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#5   noch ein Landorganist   12:48:12 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Die Bistümer sind heute die reinsten Wasserkopfgebilde.
Eine wesentliche Ursache für diesen zweifelhaften Umgang mit Priestern ist sicherlich auch, dass gerade in den Diözesanorganen bis hin zum Bischof leute (ab)schalten und (verge)walt(ig)en, die oft garnicht oder nur kürzeste Zeit selbst Pfarrer einer Gemeinde waren.
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#4   sankt niketas   12:14:02 | Mittwoch, 27. Mai 2009
So soll es sein!
Ob es den Pfarrern paßt oder nicht: Die Entscheidungen werden von der Diözese – nötigenfalls auch über ihre Köpfe hinweg – getroffen.
Das ist gut katholisch und entspricht der Tradition und dem Weiheauftrag der Priester: Diese sind an die Entscheidungen des Bischofs gebunden. Der Bischof leitet die Diözese, nicht die Priester – diese haben schließlich Gehorsam gegenüber jedem Bischof gelobt, in dessen Diözese sie tätig sein werden.
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#3   k.h. Friedgen   11:58:09 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Fusionierung
Wann endlich werden einige Bistümer zusammengelegt?
Aber dann müssten diese „Schießbudenfiguren“ wie Mussinghof, Algermissen, Zollitsch und Ackermann (Trier) – siehe sein Bild von der Amtseinführung vom letzten Sonntag – sich ja selber abschaffen, und das geht ja nun wirklich nicht!
Was kann man von einem Nischof erwarten, der sich schon durch seine Kleidung bei der Einführung als Zirkusclown outet? Doch nur, dass er sich als solcher auch aufführt!
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#2   HarroMeyer †   11:54:29 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Der Laden ist nicht mehr lebensfähig!
Der war schon dem Hitler nicht gewachsen >:)
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#1   noch ein Landorganist   11:37:03 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Der Laden ist absichtlich heruntergewirtschaftet worden.
Nicht Zwangsfusion der Pfarreien, sonder Zwangsfusion der Bistümer wäre angebracht!
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