Schweiz
Ein zweiter Anlauf
Nach einem gescheiterten Versuch im letzten Jahr, bemüht sich der Bischof von Chur erneut um einen Weihbischof. Oder sind es am Ende gar zwei?
Msgr. Vitus Huonder
Msgr. Vitus Huonder
(kreuz.net) Bischof Vitus Huonder (67) von Chur ist weiterhin auf der Suche nach Weihbischöfen.

Kronfavorit für den Posten ist neuerdings der Opus-Dei-Priester, Prälat Joseph Maria Bonnemain.

Das berichtet heute der für seine antikirchliche Verbitterung bekannte Journalist Michael Meier.

Meier ist in dem katholikenfeindlichen Züricher Lokalblatt ‘Tages-Anzeiger’ für die antikirchlichen Berichterstattung zuständig. Er hat in seiner Jugend ein katholisches Theologiestudium absolviert.

Der Journalist ist als haßerfüllter Todfeind des Bischofs von Chur bekannt.

Über die üblichen Kanäle in der kirchenfeindlichen Staatskirche des Kantons Zürich wurde Meier darüber informiert, daß der Berner Nuntius, Erzbischof Francesco Canalini, im Rahmen des üblichen – und an sich geheimen – Erkundigungsprozesses die Ernennung eines Churer Weihbischofs vorbereitet.

Es handelt sich um Prälat Joseph Maria Bonnemain (61). Prälat Bonnemain ist promovierter Mediziner und Kirchenjurist und Mitglied des Opus Dei.

Er ist als Sohn eines Schweizer Vaters in Spanien aufgewachsen.

Seit Jahrzehnten ist er als Gerichtsvikar im Ordinariat des Bistums Chur tätig.

Nach Angaben von Meier gilt der Prälat „als sehr umgänglicher und selbstständig denkender Mann“.

Prälat Bonnemain erklärte auf Anfrage von Kirchenfeind Meier, daß er nicht wisse, daß er als Kandidat in Frage komme. Rom sei aber immer für Überraschungen gut.

Bischofssprecher Prälat Christoph Casetti räumt dagegen ein, gerüchteweise von einer möglichen Ernennung von Prälat Bonnemains gehört zu haben.

Erst am 22. Mai teilte das Bistum auf seiner Webseite mit, daß der Prälat von Papst Benedikt XVI. zum Kaplan Seiner Heiligkeit ernannt wurde.

Nach Angaben von Meier finden „gut unterrichte Kreise“ es seltsam, daß zurzeit nur der Name von Prälat Bonnemains als möglicher Kandidat kursiert.

Denn gemeinhin wird angenommen, daß sich der Bischof von Chur zwei Weihbischöfe wünscht.

Darum befürchtet Meier, daß der Vatikan auf eine Konsultation zurückgreifen könnte, die der Nuntius letzes Jahr durchgeführt hat.

Damals brachte der ‘Tages-Anzeiger’ die Namen des aus der Schweiz stammenden Spirituals des Priesterseminars in Eichstätt, Hw. Lorenz Gadient, und des Koordinators der Churer Bistumsleitung, Hw. Martin Grichting, als mögliche Weihbischöfe zur Sprache.

Auf Druck der antikirchlichen Zürcher Staatskirche stoppte Bischof Huonder aber den Ernennungsprozeß.

Meier weiß auch von jüngsten Intrigen der antikirchlichen Züricher Kantonsregierung im römischen Staatssekretariat.

Offenbar wurden Regierungsvertreter am 5. Mai von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone empfangen.

Dabei nahmen die antiklerikalen Politiker auch den Präsidenten der antikirchlichen Züricher Staatskirche zu dem Treffen mit.

Es kann als sicher gelten, daß Delegation sich besonders bemüht hat, den Namen von Hw. Grichting zu beschmutzen.

Dieser stammt selber aus Zürich. Er wird wegen seiner kritischen Stellungnahmen und Publikationen zum korrupten Züricher Kirchenwesen von den örtlichen Kirchenbonzen besonders gehaßt.
      
11 Lesermeinungen
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#11   adlimina   21:59:58 | Sonntag, 31. Mai 2009
Opernheld Sarastro
Und der Zürcher Kirche geht es unter diesem Mantel aufgeklärter Kirchlichkeit knallhart um ihr Geld …
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#10   Sarastro   10:07:31 | Sonntag, 31. Mai 2009
Churer Bischof weiter auf Abwegen
Vielen Dank, catholic, das trifft genau zu. Die Kirche im Kanton Zürich ist genau das Gegenteil, wie sie in kreuz.net wiederholt beschrieben wird. Ihr geht es um Liebe, Hoffnung, Aufbruch im 21. Jahrhundert. Es wäre wirklich an der Zeit, dass sich die Bistumsleitung dem Beispiel der Mehrheit ihrer Schäfchen anschliessen würde, statt sich von ihr immer weiter zu entfernen. Dazu würde auch gehören, sich von solchen Hasstiraden in kreuz.net deutlich zu distanzieren, die mit christlichem Geist gar nichts zu tun haben.
Dem Tagi-Mitarbeiter Michael Meier bin ich übrigens dankbar für seine fundierten Informationen. Ohne ihn würde das Kirchenvolk kaum etwas von den Hintergründen und Schachzügen in Chur erfahren.
Es scheint mir bezeichnend, dass im Artikel nicht auf den Beitrag im Kästchen eingegangen wird, in dem berichtet wird, dass der Bischof jetzt von den Laientheologen eine schriftliche Gehorsamerklärung verlangt, wenn sie die Missio erhalten wollen: Gehorsam dem Beschof gegenüber und gemäss Kirchenrecht. Es sei bezeichnend, dass nicht das Evangelium oder Jesus Christus als massgebend bezeichnet wird. Dort kommt bekanntlich auch eine Pfingstbotschaft vor.
Frohe Pfingsten! :(3
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#9   möchtegern-kathole   19:11:55 | Samstag, 30. Mai 2009
@Tiqvah
Mir kommt diese Verallgemeinerung von Ernst (sein Beitrag 14:41) auch nicht schlüssig vor, wobei der Erfolg der Kirche – der das Irdische überragt – durchaus auf dem irdischen Leiden basiert.
Na ja, der Misserfolg führt zum Leiden, der transzendente Erfolg kommt aus dem Leiden; so ist beides – Erfolg und Misserfolg – mit dem Leiden verbunden.
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#8   catholic   18:36:22 | Samstag, 30. Mai 2009
Zum Thema: Alles was manchen Kreuznet- Korrespondenten nicht in den Kram passt,
wird als „antikatholisch, kirchenfeindlich und hasserfüllt“ abgestempelt.
Fundamentalistische Schwarz-Weißmalerei.
Komm Heiliger Geist kehr auch hier ein …
Frohe Pfingsten :(3 :(3 :(3
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#7   Tiqvah   18:11:28 | Samstag, 30. Mai 2009
@ möchtegern-kathole
Kann man denn dann sagen, dass das Judentum seit dem Holocaust auf seine Weise „erfolgreich“ ist? Oder gilt Ihr Kommentar nur für nichtjüdische Religionen?
Also wer so denkt dass Leiden – und in diesem Fall Shoah – zu „Erfolg“ führt, dann wünsche allen die uns (Juden/Israelische Juden) hassen, dass sie sehr,sehr viel Erfolg haben!
Tiqvah Bat Shalom
www.israel-shalom.net
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#6   möchtegern-kathole   14:41:18 | Samstag, 30. Mai 2009
@Ernst
Kann man denn dann sagen, dass das Judentum seit dem Holocaust auf seine Weise „erfolgreich“ ist? Oder gilt Ihr Kommentar nur für nichtjüdische Religionen?
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#5   Ernst   14:14:56 | Samstag, 30. Mai 2009
„Je mehr Opfer, desto erfolgreicher“:
kath.net/detail.php?id=23041
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#4   wassers   13:34:22 | Samstag, 30. Mai 2009
Nein, drei!!!!
Um das volle konziliare Spektrum abzudecken, benötigt er insgesamt drei „Weihbischöfe“:
1. einen konziliaren – main stream!
2. einen protestantischen – secondary stream!
3. einen katholischen – minor important stream!
Somit wird es, um allen gerecht zu werden, drei Weihbischöfe geben wie in einem Kololionalwarenladen, so dass es für jeden etwas gibt. Nicht alles in einem, nein, das wäre katholisch, sondern so dass jeder, der fühlt, hier bin ich zu Hause/Mitglied, etwas, aber bitte nicht zu viel, sondern genau ausgewogen. Schauen, Sie lieber Konzilbsbischof, nach einer guten Apothekerwaage und dann können Sie einen konzililsgerechte Entscheidung treffen, aber denken Sie an die Proportionen, d. h. jeder muss genau anteilsmäßig berücksichtigt werden, sonst geht Ihre konziliare Rechnung nicht auf. Nun, alle Konzilsjünger und -jüngerinnen aufgepasst, jeder gäbe kein Jota nach, was ihm gehört, damit jeder, das bekommt, was seinem gestörten konziliaren Gleichgewicht auch wirklich und nicht gefühlt entspricht!
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#3   Paulaner †   12:47:44 | Samstag, 30. Mai 2009
Die Medien spießen die Unfähigkeiten aller Organisationen auf.
Mrs.Cologne: @Paulaner
„Der Wirkungsgrad der Kirche ist 5%…“
Dafür ist das Interesse der Medien, der Kirche zu schaden, aber ganz schön groß.
Die Medien sind auf Aufdeckung gedrillt und da kommt ihnen die Kirche mit ihren auffällig morbiden Zuständen sehr entgegen.
:-[ Jammern ist nicht angebracht!
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#2   Mrs.Cologne   12:35:44 | Samstag, 30. Mai 2009
@Paulaner
„Der Wirkungsgrad der Kirche ist 5%…“
Dafür ist das Interesse der Medien, der Kirche zu schaden, aber ganz schön groß. o.O
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#1   Paulaner †   12:18:04 | Samstag, 30. Mai 2009
Aha, auch in CH ist 95% Selbstbefriedigung der Kurie.
Dieser stammt selber aus Zürich. Er wird wegen seiner kritischen Stellungnahmen und Publikationen zum korrupten Züricher Kirchenwesen von den örtlichen Kirchenbonzen besonders gehaßt.
Der Wirkungsgrad der Kirche ist 5%, nur ein klein wenig besser als bei den Glühbirnen.
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