11:07:22 | Mittwoch, 30. März 2005
Vergangene Woche entschieden drei US-Bundesrichter, daß es rechtens sei, die Wachkomapatientin, Frau Terri Schiavo, verhungern zu lassen. Nun wird die ganze Kammer des Berufungsgerichts den Antrag von Terris Eltern noch einmal aufrollen. Frau Schiavo siecht seit zwölf Tagen ohne Essen und Trinken.
(kreuz.net, Florida) Das Bundesberufungsgericht in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia wird den Fall von
Frau Terri Schiavo neu aufrollen. Die Entscheidung fiel laut dem US-amerikanischen Fernsehsender CNN am
Mittwoch morgen Mitteleuropäischer Zeit. Georgia befindet sich an der Ostküste im Süden der Vereinigten
Staaten.
Das Berufungsgericht befaßt sich nun doch noch einmal mit dem Antrag der Eltern, die Wiedereinsetzung
der Magensonde anzuordnen. Bis jetzt hatten die Gerichte lediglich festgestellt, daß die jeweiligen Urteile
gesetzeskonform gewesen seien.
Der Anwalt der Eltern und Geschwister von Terri hatte verlangt, daß alle
elf Bundesrichter den Antrag hören sollten. Vergangene Woche hatte nur eine kleine Kammer, bestehend
aus drei Bundesrichtern, geurteilt. Zwei von drei stimmten damals dafür, Terri verhungern zu lassen.
Bei der Anfechtung des Urteils stimmten die gleichen drei Richter einstimmig für eine Fortsetzung der
Aushungerung der hilflosen Wachkomapatientin.
Terris Mutter, Mary Schindler, wandte sich gestern erneut
öffentlich an ihren Schwiegersohn, Michael Schiavo und seine Konkubine: „Michael und Jodi, ihr habt selber
Kinder. Bitte, bitte gebt mir mein Kind zurück.“ Michael Schiavo hat in den letzten Jahren mit Jodi Centonze
zwei uneheliche Kinder gezeugt und lebt seit Jahren mit ihr im Konkubinat.
Einer Hochzeit der beiden Ehebrecher
steht Schiavos rechtliche Ehefrau, Terri, im Weg.
Der entfremdete Ehemann von Terri entzog seiner Frau
nach 15 Jahren und zahlreichen Prozessen gegen die Eltern von Terri am 18. März Nahrung und Wasser.
Terri befindet sich – obwohl sie seit zwölf Tagen nichts gegessen oder getrunken hat – nach Angaben ihrer
Eltern in einer „bemerkenswert guten Verfassung“. Alle lebenswichtigen Organe würden arbeiten, sagte
der US-amerikanische Lebensrechtler Randall Terry. Ihr Puls sei nach wie vor stark und sie zeige Reaktionen.
Es grenze an ein Wunder, wie tapfer die vollkommen ausgetrocknete Terri Schiavo gegen ihre Hinrichtung
kämpfe.
Gestern schaltete sich der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson in Terris Todeskampf ein.
Er traf sich mit Terris Eltern und betete mit ihnen: „Heute beten wir für ein Wunder“, sagte Jackson.
Den bevorstehenden Hungertod der 41-Jährigen bezeichnete er als Ungerechtigkeit: „Die Lebensrettung von
Terri ist eine der wichtigsten moralischen und ethischen Fragen unserer Zeit.“ Jackson war Präsidentschaftskandidat
der Demokraten.
Nach einem Treffen mit den Eltern hatte der demokratische Bürgerrechtler Jesse Jackson
vom Senat des US-Bundesstaates Florida gefordert, doch noch ein lebensrettendes Gesetz zu verabschieden.
Damit könnte Floridas Gouverneur Jeb Bush die künstliche Ernährung wieder anordnen. Laut CNN würde
es zumindest eine Woche dauern, bis ein entsprechender Gesetzesentwurf auch das Abgeordnetenhaus passiert
haben würde.
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Yersinia 22:49:34 | Donnerstag, 31. März 2005
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1+1=7 19:43:25 | Donnerstag, 31. März 2005
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spectator † 19:03:12 | Donnerstag, 31. März 2005
#3
Yersinia 18:33:49 | Donnerstag, 31. März 2005
#2
spectator † 10:20:40 | Donnerstag, 31. März 2005
#1
Yersinia 05:29:12 | Donnerstag, 31. März 2005